Zwei-Klassen-Medizin auch bei Krebs (Sterbefall in Familie, wütend)?

Hallo Zusammen,

meine Mutter ist kurz vor Weihnachten an Krebs gestorben. Sie hatte die Krankheit knapp über ein Jahr lang, es ging also relativ schnell.

Sie war gesetzlich versichert, wie wir alle in der Familie. Bisher waren wir auch immer alle damit zufrieden.

Was ich jedoch in diesem einen Jahr erlebt habe, geht auf keine Kuhhaut mehr.

Ich hoffe, dass ein Fachmann / eine Fachfrau das liest und mir Feedback geben kann.

Es geht primär um die Wartezeiten und wie mit meiner Mutter verfahren wurde, als man schon nichts mehr machen konnte.

Ich hol nicht weiter aus, hier ist der Terminkalender, damit ihr euch selber ein Bild machen könnt:

Ende Nov. 18: Diagnosestellung (weißer Hautkrebs, Anfangsstadium, heilbar)

Mitte Dez. 18: Operative Entfernung durch Hautarzt

Mitte Jan. 19: Nachuntersuchung, Sonographie, Leisten-Lymphdrüsen stark geschwollen, Ärzte sagen "Nach OP normal, dass die geschwollen sind. Keine Sorge"

Ende Jan. 19: Prophylaktische Entfernung des angrenzenden Gewebes (wo der Krebs war)

Mitte Feb. 19: Angesetzter Termin für PET-CT, könnte kurzfristig aufgrund Fieberschub nicht wahrgenommen werden. Ersatztermin erst wieder in 4 Wochen verfügbar

Mitte Mrz. 19: PET-CT

Mitte Apr. 19: Besprechung Ergebnisse PET-CT, Ergebnis: Leisten-Lymphdrüsen metastasiert, nicht aufgrund OP geschwollen, wie ursprünglich gedacht. Primärtumor weg. Bestrahlung und Chemo notwendig. Termin in 8 Wochen.

Mitte Jun. 19: Beginn Kombitherapie (Bestrahlung Leiste + Chemo), nach ein paar Tagen Abbruch aufgrund Entzündung im Bein. Frühest verfügb. nächster Termin in 4 Wochen

Mitte Jul. 19: Chemo geht weiter, Dauer: 2 Wochen. Termin für Nachuntersuchung wird angesetzt. Nachuntersuchung in 8 Wochen.

Mitte Sep. 19: Nachuntersuchung, Ergebnis: Hirn-, Leber-, Speiseröhrenmetastasen

Ende Sep. 19: Beginn Bestrahlung Kopf ambulant, Dauer: 2 Wochen. Termin für nächste Chemo in 8 Wochen.

Anfang Nov. 19: Chemo kann nicht durchgeführt werden, da Arzt fälschlicherweise die Cortisongabe verringert hat. Hirn geschwollen. Mutter verwirrt. Epileptischer Anfall. Mutter kommt ins Krankenhaus und wird am selben Tag mit Anti-Epileptika nachhause geschickt. Krankenkasse zahlt stationären Aufenthalt nicht.

Nov. bis erste Woche Dez. 19: Pflege zuhause, Krankenhaus nimmt Mutter nicht auf, Krankenkasse zahlt nicht.

Mitte Dez. 19: Hausarzt erwirkt Beschluss, dass Mutter palliativ aufgenommen wird.

Kurz darauf ist sie verstorben.

Meine Hypothese: Ich bin mir sicher, dass meine Mutter nicht hätte sterben müssen. Die Wartezeiten sprechen für sich. Es wurde immer erst was gemacht, wenn es ihr wirklich schlecht ging, dann kam sie aber sofort wieder nachhause, da die KK nicht zahlen wollte.

Meine Konsequenz: Privat versichern. Meine Partnerin und ich sind beide Akademiker mit Masterabschluss. Auch wenn's teurer wird, das ist es uns wert.

Frage an die Experten: Wie hätte es wohl ausgesehen, wäre meine Mutter privat versichert gewesen? Wie denkt ihr über den Fall?

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Wie den Tod akzeptieren?

Hallo liebe Community, ich weiß nicht genau wie ich anfangen soll...

Bei meinem Vater 43, wurde ein bösartigertiger Hirntumor (Anaplastisches Astrozytom mit mutierung zum Glioblastom) diagnostiziert mit aggressivm und schnellem Wachstum. Er kann nicht operiert werden, wäre zu riskant. Er ist seit 7 Wochen im Krankenhaus und wurde ein Pflegefall, er kann nicht mehr gehen da er nur liegt, sein rechtesAuge ist nonstop offen und er bekommt es einfach nicht zu, wurde zugekleb. Linkes Auge war die ersten Wochen dauerhaft geschlossen wegen dem Druck, ist jetzt seit 1Woche wieder geöffnet.

Er kann sich selbst nicht mehr bewegen, nicht essen nicht trinken. Ist das denn schon ein Endstadium??

Er bekommt seit 3 Wochen Radio und Chemotherapie, die Prognose war von Anfang an sehr schlecht.

Mein Problem ist, ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll oder kann, an einem Tag ist alles okay (unter Anführungszeichen okay) ..am nächsten Tag bricht die ganze Welt zusammen und ich fühle mich regelrecht schlecht wenn ich kurz lache oder etwas esse..

Ich weiß dass mein Papa daran sterben wird, ich weiß das es krebs ist...ich hab so viele Fragen ich möchte wissen wann...wie lange hab ich noch mit ihm? Wird er leiden? Momentan hat er keine schmerzen. Wie kann man mit so etwas umgehen? Wie soll ich das schaffen ohne ihn? Wir haben erst vor einiger Zeit richtig zusammen gefunden. Hatten früher wenig Kontakt.

Kann man schon von Endstadium sprechen in seinem Zustand?

Ich denke ich hab die Hälfte vergessen zu schreiben, aber in mir schwirrt so viel herum, das mir alles zu viel wird manchmal.

Leben, Tod, Chemotherapie, Gesundheit und Medizin, hirntumor, Krebs, Onkologie
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Brusthaare und bart wachsen plötzlich nich mehr?

Hey Leute ich hoffe jemand kann mir helfen.. Wenn meine Brusthaare zu lang werden rasiere ich sie immer weg und die wachsen relativ schnell wieder nach da ich eigentlich eine starke Brustbehaarung habe... Vor mehr als einem Monat habe ich meine Brusthaare rasiert und es wächst einfach nicht mehr nach... Auch mein Bart (trage einen Vollbart) Hatte nach 3 Wochen leichte Stoppeln an den Konturen wo sonst schon nach 3 4 tagen alles voller stoppeln sind... Bin schon zum Arzt und hab mein Blut checken lassen dachte das irgendwas mit meinem Testosteron nicht stimmt aber war alles in Ordnung.. Habe den Arzt gefragt woran das liegen könnte er meinte er weiss es nich und ich soll froh sein das ich mich nich mehr so oft rasieren muss ..Haha natürlich bin ich nicht froh da ich meinen Körper kenne und weiss irgendwas stimmt hier nicht...Zur meiner Vorgeschichte: Ich hatte krebs und musste eine Chemotherapie über mich ergehen lassen die Folgen waren halt das ich keine haare mehr hatte nirgends... Am 22.12.18 hatte ich meine letzte chemo... Meine haare egal ob bart oder brust sind nach der chemo wieder wie vorher nachgewachsen wohl was heller aber egal haha.. Jetzt halt seid mehr als einem monat wächst halt nix mehr meine Freundin und meine Eltern meinen ich soll einfach abwarten das kann noch von der Chemo sein.. Aber kann das echt sein? Obwohl die Haare schon nachgewachsen sind und ich schon paar mal meine Brust rasiert habe ?? Was kann das sein? Liebe Grüße:)

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Durch (Krebs)Chemo Geisteskrank?

Guten Tag,

meine Mutter hat Lungenkrebs und seit der Chemo ist sie nicht nur Krebskrank sondern.. naja total gestört, ich bin seit Wochen nur am hinterherräumen und sonst was weil sie alle schränke ausräumt, so richtig messiartig, alle Möbel verschiebt an komischen Plätzen wo sie dann den gesamten Durchgang blockieren, überall hinkotzt wo es ihr gerade passt (einfach so auf den Teppich oder in tassen, teller was weiß ich, trotz eimer neben ihr), sie alles einsteckt was nicht ihr gehört, sie hat soviel geklaut.. Deko aus dem Krankenhaus, sie is eine Nacht um 0 Uhr aus den Krankenhaus mit dem Auto (mit dem sie nichtmal fahren darf) weggefahren, ist in ihren alten Arbeitsplatz eingebrochen, hat 2 Kisten voller Kuchen der zermatscht und ekelhaft war mitgebracht und eine Kiste Brot, eine kiste verpackungsmöglichkeiten und servietten UUUND einen Tannenbaum um 2 Uhr hier angeschleppt. Darauf hin habe ich zu ihr gesagt, sie müsse im Krankenhaus sein, und sie könne nicht einfach irgendwo einbrechen.. und sie sagte nur ''Ich kann machen was ich will, ich bin erwachsen'' ''OLLO(mein Dad) SIE BELEIDIGT MICH''??? WTF und hat mich geschlagen xD.. in der Nacht hab ich dann heulend im Krankenhaus angerufen und meinte sie is ausgebrochen und son mist, hatte dann ein halbstündiges Telefon mit der Ärztin und die war total Fassungslos.. Sie begrüßt nichtmal mehr meinen kleinen 5 Jährigen Bruder, behandelt ihn wie einen Sklaven und hört ihm 0 zu und sie denkt die ganze Welt wäre gegen sie, wir mussten ihr schon 57463587425 mal die Autoschlüssel wegnehmen, sie hat jetzt fast 2000 euro einfach so verloren und gibt das restliche Geld für so einen Müll aus den wir nichtmal brauchen, die Karte haben wir ihr jetzt auch weggenommen.. Das krankenhaus hat sie mehrmals untersucht und die meinten sie ist zwar nicht normal aber es is alles ok, ABER DAS IST ES DEFINITIV NICHT, was sollen wir denn machen?? wir können nichtmehr, wir brechen alle zusammen... heute hat sie wieder den Autoschlüssel irgendwie geklaut obwohl sie vor kurzem erst einen richtig schlimmen Autounfall mit meinen Bruder hatte... und sie is einfach auch von ihrer Persönlichkeit ein richtig grausamer, schlimmer, verwirrter Mensch... ich seh da nirgendwo mehr meine Mama drinn... Ich räum 3 Tage, AN NEM WOCHENENDE, das Schlafzimmer auf.. UND SIE SCHAFFT ES AN EINEM, ES WIEDER GENAUSO HINZURICHTEN WIE DAVOR.

Wir können alle nicht mehr, wir sind so überfordert, is das denn normal? Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Krebskranken in der Chemotherapie? Lässt sich da irgendwie wieder was richten? ich will nur ein bisschen von meiner Mama sehen... und nichtmehr dieses Druckgefühl ich hab jeden Tag Angst nachhause zu kommen...

Bitte nur Leute die ein bisschen Ahnung oder ähnliche Erfahrungen haben... und Entschuldigt die Rechtschreibung, bin wie ihr hoffentlich mitbekommen habt, total durch!

Ich bedanke mich recht herzlich, Nina

Mutter, chemo, Chemotherapie, gestört, irre, Krebs, geisteskrank
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Wichtige Entscheidung! Chemo beim Hund ja oder nein? Grund Lymphom

Ich hoffe hier einfach auf Erfahrungen zu stoßen, da Beiträge die ich bisher im Internet gefunden haben mal total positiv und mal total negativ sind. Vielleicht habe ich auch das Glück und heute Abend ließt dies nochmal ein Tierarzt denn ich muss bis morgen eine Entscheidung treffen. Ich habe eine 9 jährige Bernersenn-Golden Retriever-Mix Hündin. Bis vor 2 Wochen war sie noch topfit, und topfit ist fast untetrieben, sie wir von fremden oft noch für einen Welpen gehalten, total verspielt, offen und neugierig bis zum geht nicht mehr. An Silvester war sie sehr träge und schlapp und war nicht mehr zu motiveren zu rennen, was bei ihr wirklich äußerst ungewöhnlich ist. Wir gingen dann einen Tag später zum Tierarzt der ein sehr schlechte Blutbild feststellte, rote Blutkörperchen waren Mangelware. Ein paar Tage später bei einer erneuten Blutuntersuchung wurde uns nahegelegt einen Ultraschall zu machen. Dann das Ergebnis, Lymphomtumor in der Leber. Ich soll jetzt bis morgen entscheiden ob wir mit einer Chemo beginnen.

Ich bitte herzlichst um schnellen Rat, von Leuten die diese Entscheidung schon getroffen haben.

Wenn wir die Chemo nicht machen, werden wir sie mit Cordison noch so weit durchbringen wies geht, aber dadurch verbessert sich ihr Zustand nicht und sie liegt einfach nur lustlos rum, so ist meine Lucy aber nicht :(

Wir warten noch auf eine PCR Analyse, ich weiß aber leider nicht mehr was genau damit gemeint war, weil ich einfach zu verheult war um alles aufzufassen :'( ich habe diesen Hund seit meinem halben Leben sie gehört einfach zu mir, aber in erster Linie steht natürlich ihre Lebensqualität!

Vielleicht kann mir jemand Erfahrungen mitteilen, ich danke euch im Voraus!

Tiere, Hund, Tierarzt, Chemotherapie
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