Ich habe einen Änderungsantrag beim Versorgungsamt gestellt, bezüglich meines Grades der Behinderung/Schwerbehindertenrecht. Dieser Post bezieht sich NICHT auf einen Widerspruch, sondern auf folgende Situation:
Das Versorgungsamt trat nicht mit mir, sondern mehrfach mit meiner Mutter über den falschen Namen in Kontakt.
Als ich den ersten Grad der Behinderung bekommen habe, war ich minderjährig und habe unter anderem Namen gelebt. Ich habe dem Versorgungsamt natürlich alles mitgegeben, um die Namensänderung zu bestätigen und habe den Änderungsantrag auch schon in neuem Namen ausgefüllt.
Da mehrfach mein Geburtsdatum auf dem Antrag, sowie der mitgeschickten Unterlagen steht, müssten sie wissen, dass ich jetzt schon seit 2024 volljährig bin.
Das war beim ersten Mal ja auch noch schön und gut, auch wenn ich Glück hatte, dass meine Mutter das Schreiben offen rumliegen hatte (da sie mir von sich aus nicht gesagt hätte, dass sich das Versorgungsamt gemeldet hätte und somit nicht mitbekommen hätte, dass das Versorgungsamt auf den Antrag reagiert hat) und entsprechend reagieren konnte (unter Anderem indem ich dem Versorgungsamt erneut mitgeteilt habe, dass ich nicht mehr unter dem alten Namen lebe und auch darauf verwiesen habe, dass ich volljährig bin und sie bitte doch mit mir kommunizieren sollen, da ich schließlich der Antragsteller bin).
Trotzdem haben sie danach mehrfach nur meine Mutter kontaktiert und mich immer noch bei falschem Namen genannt. Ich persönlich habe das nicht mitbekommen, da mir meine Mutter nichts davon gesagt hat. Erst vor kurzem hat sie mir gesagt, dass mein Änderungsantrag abgelehnt worden sei, da die angegebenen Ärzte nicht alle geantwortet hätten und die Aktenlage entsprechend unzureichend sei.
Das ist insofern nochmal mehr frustrierend, da ich im Antrag und in den Akten bemerkt hatte, dass vereinzelt Ärzte, die damals zuständig waren heute nicht mehr arbeiten und die jeweils jetzt zuständigen Ärzte genannt. Außerdem habe ich ihnen ALLE Dokumente geschickt, die erstellt wurden, alles was das Versorgungsamt also zusätzlich anfordern würde wäre doppelt gemoppelt.
Und ich weiß zwar nicht, ob sich das geändert hat, aber zumindest damals hat es gereicht, die Unterlagen hinzuschicken und keine Schweigepflicht-Entbindung zu unterschreiben (wodurch auch keine Ärzte kontaktieren und Berichte anfordern können. Entsprechend wurde der GdB nur anhand dessen beurteilt, was meine Mutter für hingeschickt hat), weshalb das eigentlich keinen Grund darstellen sollte, den Antrag aufgrund „unzureichender Aktenlage“ abzulehnen.
Sie haben ALLES, was es an Berichten/Diagnosen etc über mich gibt (inklusive veralteter Berichte, weil man ja nur alles hinschicken soll, was jünger ist als 2 Jahre), die Ärzte würden ihnen auch nix neues schicken können, weshalb man definitiv NICHT sagen könnte, dass die den Antrag ablehnen müssen, weil die Ärzte vereinzelt nicht geantwortet haben.
In den letzten Tagen habe ich dann Kontakt zum Versorgungsamt aufgenommen, um sie zu fragen, was der Scheiß den fürn Quatsch sein soll (natürlich sachlich die Situation geschildert, dass nicht mir mir, sondern fälschlicherweise mit meiner Mutter kommuniziert wurde, ich volljährig bin, eine schriftlich bestätigte Namensänderung und in den Akten alle wichtigen Berichte usw zugeschickt habe).
Antwort des Versorgungsamtes: „Hier ist kein Antrag eingereicht worden von Ihnen!“.
Dann habe ich denen die Bestätigung (und nach und nach alles andere wichtige) per E-Mail geschickt und dann hat man mir (unter der gleichen E-Mail-Adresse, die meinen neuen Namen beinhaltet und ich hab schließlich auch immer mit meinem vollen Namen in den Mails geantwortet) plötzlich geantwortet, dass zwar ein Antrag eingegangen, aber keine Dokumente angekommen sein (ich hab es denen extra, damit es in der Post nicht verloren geht, in Persona ausgehändigt…).
Das Beste am letzten „Absatz“?
Ich wurde mit meinem alten Namen angesprochen.
Also gehe ich davon aus, dass die meine mehrfach per E-Mail und auch im Antrag selber angesprochene Namensänderung ignoriert haben (und auch, dass ich seit 2 Jahren volljährig bin) und dadurch meine eingereichten Dokumente ignorieren, weil der Absender schließlich meinen neuen und nicht den alten Namen enthält.
Somit zu meiner eigentlichen Frage: Da es ja scheinbar scheißegal ist, wie (oft) ich das Versorgungsamt kontaktiere, möchte ich gerne Beschwerde gegen das Versorgungsamt einreichen. Welche Stelle ist zuständig, wenn das Versorgungsamt nicht richtig arbeitet? Und am Besten nichts per Anwalt oder so, denn auch wenn ich im Recht sein sollte, kann ich im Schlimmstfall die Kosten nicht bezahlen.