Wird die Deutsche Gesellschaft nur durch den wirtschaftlichen Erfolg zusammengehalten?

Ob man es hören will oder nicht, aber unsere Gesellschaft ist tief gespaltet, und das war sie auch schon vor Corona. Bei fast allen politischen Themen gibt es eigentlich nur 2 Meinungslager: Die starke Ablehnung oder die starke Befürwortung. Sei es bei Themen wie Klimawandel, Migration, Infrastruktur Ausbau (Streit zwischen Strasse und Schiene) usw. .

Die eine Seite akzeptiert die andere Seite gar nicht und beide Lager hören sich einander nicht zu. Das ist nicht nur in Deutschland der Fall, sondern in ganz Europa. Allerdings gab es in anderen Ländern einen starken Rechtsruck, welcher in Deutschland eher nur ein kleiner "Rechtsschubser" war. Die AfD liegt seit Jahren bei konstant c.a 12-13% und wir wissen alle, dass sie weder viel stärker noch verschwinden wird in den nächsten Jahren. In anderen Ländern wie Frankreich, Schweden, Italien, USA usw. gibt es ähnliche Probleme, nur dort wirken diese Probleme viel stärker und Rechte Parteien kriegen viel mehr Stimmen, sodass sich manche hier in Deutschland sogar über diese Länder lustig machen (vor allem über die USA).

Allerdings kann es auch einfach sein, dass diese Länder in einem fortgeschrittenerem Stadium der Gesellschaftsentwicklung sind, da diese eine weitaus schlechtere Wirtschaft als wir haben. Deutschland wird Weltweit fuer seine Wirtschaftsleistung bewundert, währrenddessen Frankreich viele Schulden hat, Italien hohe Jugendarbeitslosigkeit, Schweden immense Steuern und USA alles mögliche.

Außerdem geht aus Statistiken hervor, dass Deutschland das europäische Land ist, welches die Migranten aus der Flüchtlingskrise am besten Integriert hat. Wir sind das einzige Land indem es keinen rasanten Kriminalraten Anstieg gab, außerdem radikalisieren sich nur wenige Muslime bei uns und wir gehören zu den wenigen Ländern in welchen Migranten eine geringere Fertilitätrate haben als im Ursprungsland. Hat das auch mit unserer Wirtschaft zu tun?

Und was ist wenn unsere Wirtschaft eine starke Rezession irgendwann erfahren sollte? Werden wir in eine ähnliche Richtung wie andere Länder gehen?

Europa, Schule, Wirtschaft, USA, Politik, Gesellschaft, Linksextremismus, Migration, rechts, Rechtsextremismus, Philosophie und Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzen
Wie schlimm ist es Abgase einzuatmen/Haben Menschen in Großstädten deswegen eine geringere Lebenserwartung?

Hallo,

Ich komme aus der südlichen Taunusregion. Für alle nicht Hessener: Das ist eine Bergregion zwischen Frankfurt und Wiesbaden. Diese Region ist sehr sehr dicht besiedelt, teilweise deutlich dichter als die beiden benachbarten Großstädte und vl sogar die am dichtesten Besiedelte Region Deutschlands. Hier drängen sich ein Haufen Städte zwischen 8.000-50.000 dicht aneinander welche nur durch kleine Felder getrennt sind.

Infrastrukturell bietet diese Region im Gegensatz zu Frankfurt aber fast nur den Straßenverkehr, weshalb die Schadstoffbelastung hier sehr hoch ist. Immer wenn ich in anderen Städten war zb. in Hamburg oder München habe ich direkt bemerkt wie viel besser die Luft dort ist (und auch das die Städte viel klarer riechen).

Abseits der Straßen gibt es meist kleine Parks, was wahrscheinlich die einzigen Gegenden sind, auf denen hier keine Autos dicht an dicht fahren. Schließlich haben hier viele Städte auch währrend Corona mit Staus zu kämpfen.

Nun zu meiner Frage: wie wirkt es sich aus in einer Region voller Autos und straßen auf die Gesundheit aus? Ist die Abgassluft wenn man auf den Bordsteinen neber ihr läuft schlecht oder unbedenklich? Und würde sich das spazieren in Feldern, Wäldern oder Parks sich für mich lohnen (so als Art Kur)?

Umweltschutz, Menschen, Deutschland, Gesundheit und Medizin, Straßenverkehr, Lebenserwartung, umweltverschmutzung, Auto und Motorrad, autos
Werden nach dem Lockdown alle Kneipen durch Shishabars ersetzt werden?

Ich habe bereits vor längerer Zeit mal eine ähnliche Frage gestellt. Und zwar kam es mir schon seit längerer Zeit immer mehr so vor, dass in meiner Stadt und in benachbarten Städten immer mehr Kneipen durch Shishabars und Männerfriseure ersetzt werden. An sich habe ich nichts dagegen, da ich selber immer ganz gerne in Shishabars gegangen bin, allerdings sind viele dieser "neuen" Shishabars eher weniger hygienisch und nicht wirklich einladend, sondern wirken eher nur als ob sie für Laufkundschaft geeignet wären, genauso sieht es mit den Friseuren aus.

Ich selber bin Jugendlich (20, also schon fast aus der Jugend raus), und ich kenne absolout niemanden, der regelmäßig in Kneipen geht, für uns war das immer etwas, was nur die "alten Deutschen/Kartoffeln" gemacht haben, und wenn dann nur weil man stark alkoholisiert war und man sich lustig machen wollte über die Leute dort. Einzige Ausnahme war immer unser Partyviertel alt-Sachsenhausen, wo die meisten von uns eher selten hingegangen sind, ausnahme waren meist die wenig-gebildeteren Mädchen (sie haben sich jedenfalls so zu erkennen gegeben/so gewirkt).

Also sind Kneipen ein Ort, welcher Theoretisch ausstirbt dadurch, dass die Kundschaft keinen Nachwuchs bekommt. Durch Corona könnte dieser Trend noch verschärft werden oder?

Meine Frage hierbei ist nun wie oben gesagt: Werden in Zukunft alle Kneipen und Pubs durch Shishabars, Friseure, Tipicos usw. ersetzt werden(außer die in Partyvierteln)? Und wie sieht es in anderen Städten aus, in denen es kaum Menschen mit Migrationshintergrund gibt wie Berlin, Dresden, Leipzig, Düsseldorf und München? Habt ihr da eine ähnliche Entwicklung bemerkt? Oder kommt mir das ganze nur so vor, und Shishabars sind ein eher kürzerer Trend, welcher durch den Lockdown zum Ende kommt?

PS: Solche Fragen regen viele dazu an Politische Positionen Preiszugeben, jede Antwort die jemanden direkt in eine Rechte oder Linke Ecke stellt wird sofort gemeldet! Das gleiche gilt für Beleidigungen

Zukunft, feiern, Deutschland, Politik, Jugendliche, Stadt, Gesellschaft, Kneipe, shishabar
Wird dritter Welle Feminismus (SJW's) in den naechsten Jahren sehr groß werden?

Mit SJW-zeuchs und Feminismus meine ich sowas wie Gendern, das "Erfinden" neuer Geschlechter, Machtzunahme von LGBTIQs usw. alles hin bis zu teilweise starkem Maennerhass oder Frauenbevorteilung(in extremfaellen).

Die meisten Frauen mit denen ich mich unterhalten habe und die ich kenne, sind absolout gegen das meiste was von Feministen in den Medien propagiert wird, bzw. halten vieles davon fuer einfach absolout uebertrieben. Ich selber bin 20, also Jahrgang 2001 und die Frauen mit denen ich mich unterhalten habe darueber sind Jahrgang 1999-2004. Diese Jahrgaenge Stellen die momentan oeffentliche Meinung der Jugendlichen da, da diese zu jung sind um "alt" zu sein, aber zu alt um ein "Kind" zu sein. Zudem sind diese Jahrgaenge als Kind in einer Zeit aufgewachsen, als der Feminismus zwar schon Thema war, allerdings in einer weniger extremen Form, zu einer Zeit als das Internet nur von "Nerds" genutzt wurde. In der Kindheit dieser Menschen hat noch keiner von "Mansplaining" usw. gehoert.

Doch dies wird sich ändern mit der nächsten neu ankommenden Generation: die Menschen die nach 2005 geboren sind, sie sind zu einer Zeit Kind gewesen, als Instagram schon bekannt war und als solche Sachen wie Feminismus, Genderzeuchs usw. voll diskutiert und im Thema war. Wird es in dieser Generation also anders sein? Also das mehr Menschen dem Grundsatz des dritte Welle Feminismus zustimmen? Das mehr (weibliche) Jugendliche statt selbst diagnostizierten Depressionen davon reden LGBTIQ zu sein, weil es grade im Hype ist? Und wie werden sich die Jungs dieser Generation entwickeln? werden diese genauso begeistert von der Zukunft sein, oder zuechten wir eine aggresive, neue Generation heran?

Zudem ist mir aufgefallen, dass Menschen die voll fuer den dritte Wellen Feminismus sind meist aus reicheren Gegenden mit geringem Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund kommen, jedenfalls von denen die ich gefragt habe dazu (selbstdefinition gering: weniger als 50% der unter 21 Jährigen haben einen Migrationshintergrund)

Was ist eure Meinung dazu? Stimmt ihr mir da zu oder seht ihr da eine andere Entwicklung?

Zukunft, Politik, Frauen, Jugendliche, Psychologie, Feminismus, politikwissenschaft, Philosophie und Gesellschaft
Ich habe total Angst eine schwere Krankheit zu kriegen oder zu versterben was tun?

Hallo, ich bin mittlerweile 20 Jahre alt, und bei mir läuft alles soweit ganz gut. Habe eine Partnerin, einen guten Job und meine eigene Bude. Doch obwohl es so gut laeuft habe ich sehr sehr grosse Angst irgend eine Krankheit zu kriegen. Ich mache momentan ein FSJ und muesste eigentlich fuer eine Ausbildung mich bewerben, aber ich weiss nicht obs das etwas bringt, da man ja eigentlich jeder Zeit sterben koennte. Ich weiss das ist sehr uebertrieben gesagt, aber mir gehts deswehen momentan wirklich nicht gut. Ich weiss, dass man nicht darueber nachdenken sollte und das alles nur noch schlimmer macht, aber ich kann einfach nicht aufhoeren damit darueber nachzudenken. Es geht einfach nicht und habe Angst das Nachdenken darueber alles noch schlimmer macht.

Vor allem Angst habe ich vor Krebs, da ich gelesen habe, dass fast jeder 2. aus meinem Jahrgang des kriegen koennte. Zudem Rauche ich auch noch, zwar nicht viel (ich teile mir meistens die Kippen mit jemandem, deshalb rauche ich pro Tag eine halbe Kippe. Wenn ich mal mehr lust habe, rauche ich vier halbe, also 2 Kippen. vor ner Woche hab ich des erste mal seit 2 Jahren 3 Tage am stueck keine geraucht. Komplett aufhoeren kann ich aber irgendwie einfach nicht). So wie ich das lese und das wissen was ich darueber habe, is das ja unheilbar, und das sehr viele daran noch sterben obwohl die des net mehr hatten weil des ja zurueckkommt usw. also wenn man des kriegt is des meines wissens nach praktisch Todesurteil (hab mich da aber auch noch nicht reingelesen, weil ich Angst habe).

Habe auch schon mit meiner Partnerin und paar Freunden und Familie darueber geredet (wirklich nur die vertrautesten, die meisten kennen mich als sorglosen, froehlichen, witzigen Menschen) und das konnte mich etwas beruhigen. Ich will dennoch diese Frage hier im Internet teilen weil ich nicht weiss wen ich sonst ansprechen soll (auf Therapeuten hab ich keine Lust, und kein geld. Man kriegt eh keine Termine mehr). Meine Aengste haengen auch nicht mit der momentanen Pandemie zusammen, vor der Krankheit die Corona ausloesst habe ich nicht so Angst wie vor oben genannten. War in meinem Leben fast noch nie Krank und habe generell auch ein gutes Immunsystem, dass alles ist ungewohnt fuer mich.

Was kann ich tun um meine Angste zu besaenftigen? Und sind solche Aengste in meinem Alter normal?

Virus, Angst, Tod, Rauchen, Krankheit, Gesundheit und Medizin, Krebs
Wie kann es sein das Deutschland so eine gute Infrastruktur hat, obwohl fast nichts daran verändert wird?

Ich habe vor laengerer Zeit schonmal eine Frage gestellt, warum Infrastrukturprojekte in Deutschland so lange dauern. Der Grund dafuer liegt oft am Planungstechnischen und gerichtlichem Kram. Allerdings wird bei Infrastruktur Projekten immer eeeeewig geplant, doch am Ende scheitern Projekte waehrend dem Bau an Planungsschwierigkeiten, oder werden teurer oder verschoben (bestes Beispiel Berliner Flughafen).

Ich zb. wohne im Rhein-Main Gebiet und habe keinen PKW, weshalb ich auf Oeffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin. Am gesamten Liniennetz im Rhein-Main Gebiet hat sich aber seit Jahrzehnten nichts mehr geandert (ausser die Einfuerhrung der U9, die aber auf bereits vorher bestehenden Schienen und Stationen langlaeuft) und das obwohl es immer mehr Fahrgaeste fuer die Oeffis gibt, vor allem in so einer Wachstumsregion wie Rhein-Main. Es gibt zwar viele Planungen, von dem ganzen Zeuch wird aber nichts vor 2025, und nur ganz wenig vor 2030 fertig (Nach Stand jetziger Planung, da kann sich aber noch viel dran aendern beim Bau).

In Sachen Infrastruktur tut sich in Deutschland fast gar nichts, vor allem auf der Schiene. Es gibt zwar viele Projekte wie zb. den Deutschlandtakt 2030, aber bei denen ist im vornerein schon klar, dass daraus nichts werden wird da kleinere dazugehoerige Projektvorhaben nicht erfuellt wurden.

Ich glaube persoenlich auch, dass der BER und Stuttgart 21 die letzten Grossprojekte Deutschlands sein werden und danach Planungstechnisch nie wieder oder sehr sehr lange nichts mehr kommen wird.

Doch wie kann es sein, dass Deutschland bereits eine so gute Infrastruktur hat, wenn in der heutigen Zeit fast nichts gemacht wird. Kann es sein, dass unser Staatssystem nicht dafuer ausgelegt ist eine so vielfaeltige Infrastruktur wie sie in Deutschland vor 1939 gebaut wurde nicht ausgelegt ist. Denn irgendwie habe ich das Gefuehl, dass diese immer weiter verrotten wird in Zukunft. Denkt ihr Deutschland ist gewappnet fuer die Zukunft, oder werden wir hier bald Bilder wie in Indien haben mit ueberfuellten Zuegen und sowas, da immer mehr Zuege ausfallen werden und keine neuen Strecken gebaut werden usw. ?

Zukunft, Umwelt, Deutschland, Politik, Infrastruktur, Zug, Wirtschaft und Finanzen
Warum braucht Deutschland fuer Infrastruktur Projekte so unglaublich lange?

Egal ob BER oder Stuttgart 21 Infrastrukturprojekte brauchen in Deutschland ewig. Andere Beispiele aus meiner Region (Rhein-Main):

-Strassenbahnlinie Wiesbaden soll 2030 gemacht werden

-Die U2 soll um 1 (!) Station mit 700m Laenge bis Bad Homburg bhf verlaengert werden, wird erst 2028 fertig

-Nordmainische S-Bahn wird seit 1973 geplant, Bau wurd noch nicht angefangen, gibt auch keine fertigstellungszeit

-Bahnlinie welche auf bereits existierenden Strecken besteht wird erst 2026 eingefuehrt (wird dringend benoetigt)

-An der polnischen Grenze wird eine Bruecke zwischen 2 Doerfern gebaut die keiner braucht (https://www.youtube.com/watch?v=RIHrBO22fcQ) waehrrend wir hier seit den 1960ern auf eine Bruecke zwischen Maintal und Muehlheim warten, welche in einer 30km langen Mainluecke ohne Bruecken liegen wuerde und den Stau im Frankfurter Osten zur Morgenstunde stark verringern wuerde. Passiert ist nichtmal was in Richtung Planung

Und so weiter und so fort. Ich frage mich eher wie es sein kann, dass Deutschland so eine gute Infrastruktur hat, wenn sich eigentlich nichts tut. Gerade das mit der Bruecke macht mich sehr sauer, da ich in dieser Gegend aufgewachsen bin und dort immer das Argument gab, dass dort in der Naehe ne Faehre liegt, die aber auch vor 3 Jahren stillgelegt wurde (die ist 9 Jahre zuvor auch nicht gefahren, befand sich in "Reperatur" aber erst 2017 offiziel stillgelegt).

Klar kann man jetzt auch als Argument bringen, dass man sich auch um die vorhandene Infrastruktur kuemmern sollte, allerdings muss es ja auch mal ein bisschen Fortschritt geben und der ist kaum vorhanden (gerade wichtig in einer so schnell wachsenden Region wie das Rhein-Main Gebiet). Ich denke auch persoenlich, dass Stuttgart21 das letzte grosse Projekt in dieser Richtung sein wird.

Denkt ihr daran wird sich in Zukunft was aendern? Oder wird Deutschland in Zukunft grosse Probleme mit seiner Infrastruktur kriegen? Vor allem da man eigentlich eher immer mehr Menschen auf die Schiene kriegen will, aber nichts dafuer tut

Deutschland, Politik, Frankfurt, Bahn, Infrastruktur, Zug, Rhein-Main Gebiet, Wirtschaft und Finanzen