Ausleben oder Beziehung?

6 Antworten

Meiner Erfahrung nach ist das total personenabhängig. Die einen benötigen dieses „Ausleben“ zur Selbstfindung (muss nicht nur feiern sein, kann auch Reisen sein, Dating etc.) , die anderen suchen von jungen Jahren an etwas festes und stabiles. Ich war 6 Jahre lang in einer Bez (18-24) und wir haben uns getrennt, weil ich mich eben noch nicht genug ausgelebt hatte und das Gefühl hatte, etwas zu verpassen (alleine Reisen, alleine leben, unabhängig sein, Dating etc). Kenne aber genug Beispiele, die nichts vermissen und glücklich sind sich zu haben. Grundsätzlich kann man viele Dinge mit dem Partner gemeinsam erleben, ich hatte aber nach einigen Jahren das Gefühl, mich nicht eigenständig entwickelt zu haben, ist oft sehr unterschiedlich.

Was wird denn unter ausleben verstanden? Saufen, Bumsen, Chachacha? Mancher mag es, mancher braucht es. Es ist traurig, wenn nicht mehr drin ist. Viele Menschen verstehen darunter da wilde herumvögeln. Irgendwann kommt die Erkenntnis, dass es nicht der Sinn des Lebens ist. Es gibt so viele schöne Dinge, die man in der Jugend machen kann, man muss nur die Augen offen halten.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

anel00 
Beitragsersteller
 01.01.2024, 14:23

Was denn für schöne Dinge?

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Sowas ist persöhnlichkeitsabhängig.

Gibt eben Beziehungsmenschen und Nicht-Beziehungsmenschen.

Jeder soll das tun was ihm/ihr zum aktuellen Zeitpunkt Spaß macht sofern man dies verantwortungsbewusst tut und nicht rücksichtslos. Und hier liegt auch häufig das Problem da viele in ihrer Jugend nicht über ein geeignetes Maß an Selbstreflexion verfügen.

LG

Julian

Es gibt keine Anleitung, wie man leben soll, auch wie es kein entweder oder gibt.

Naja, die Jugend auszuleben bedeutet nicht, dass man rund um die Uhr Party machen soll. Unter Jugend ausleben verstehe ich allgemeine Dinge, wie z.B. Hotel-Mama-Service genießen oder das Auto der Eltern nutzen, um von A nach B zu kommen. Es kommt auch darauf an, ob man Extro oder Introvertiert ist. Sich selbst Vorwürfe zu machen, dass man das Leben nicht genossen hat, weil man Partys nicht mag, ist eigentlich unnötig. Zu Hause auf der Couch mit einer Tüte Chips ist doch auch ganz entspannt.

Bezüglich der Beziehung kommt es darauf an, wie sehr man sich vertraut. Ich gebe meinem Partner seine Freiheit und das erwarte ich auch von ihm. Falls mein Partner über meine Freiheit entscheidet, bin ich ganz schnell weg. Damit meine ich nicht, dass ich eine offene Beziehung will, sondern eben die Freiheit, dass jeder von uns das machen darf, worauf er Lust hat. Ständige Kontrollfragen, wo man ist und was man gerade tut, empfinde ich als Gift für eine Beziehung. – Ist jetzt natürlich nur meine Ansicht.