Findet ihr, dass er es sich damit nicht ein bisschen leicht macht?

Ich persönlich lehne es auch ab, wenn manche Leute nur über andere herziehen und über andere lästern. Wenn beispielsweise jemand aus dem Ort schlecht gemacht wird, weil er die falsche Frisur hat oder stottert.

Aber ich finde, es gibt einen Unterschied zwischen Lästern und einfach über Leute reden. Ich finde, wenn man über andere Leute redet, ist das nicht unbedingt gleich lästern, sondern halt erstmal ein Zeichen dafür, dass man am Leben der anderen teilnimmt.

Mein Vater lehnt lästern auch ab und sagt deshalb immer, dass er nicht über andere Leute redet. Aber der ist dann da ganz radikal. Der redet überhaupt NICHT über andere Leute.

Wenn beispielsweise eine Verwandte von mir ihre Arbeit verloren hat, dann interessiert mich das schon. Oder wenn jemand im Krankenhaus liegt. Weil ich dann Mitleid habe und auch irgendwie helfen möchte.

Mein Vater möchte dann aber noch nicht mal das hören. Wenn meine Oma also erzählt, dass jemand aus der Familie im Krankenhaus liegt, dann interessiert das meinen Vater nicht und er hört nicht zu, weil er eben nicht über andere Leute redet.

Aber ich finde, da macht er es sich zu einfach. Er klammert halt einfach komplett alles aus und macht die Augen zu. Das finde ich nicht gut. Ich finde, in einer Familie sollte man schon ein gewisses Interesse aneinander haben und wenn es nur darum geht, zu hören, ob jemand anderes noch gesund ist.

Und manchmal wollen Leute ja auch einfach mal jemanden, der zuhört.

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Ende meines Aufsatzes besser formulieren?

Hallo! Ich formuliere gerade ein Ende zu meinem Aufsatz für "Die Verwandlung". Habt ihr Vorschläge, wie ich es noch besser ausdrücken kann?

Die Verwandlung“ von Franz Kafka ist eine der bedeutendsten Erzählungen des 20. Jahrhunderts und findet heute noch Beachtung.

In der Auseinandersetzung mit dem Schicksal eines Einzelnen spiegelt Kafka den moralischen Zustand der Gesellschaft.

Durch Gregor Samsas Verwandlung in ein Ungeziefer vermittelt Kafka dem Leser das Selbstbild eines jungen Mannes, der durch den Willen seiner Familie auf die Funktion des Dienens und Helfens reduziert worden ist.

Zugleich ist die Verwandlung dabei auch ein Protest gegen die Forderungen und Erwartungen der Gesellschaft. Die gleichnishafte Erzählung stellt auf geradezu schmerzhafte Weise die Unfreiheit, Erniedrigung und Ausbeutung heraus, welche die autoritären Strukturen der modernen Gesellschaft schaffen. Diesen fügt sich das Individuum oft willenlos.

Letztlich gelingt es Gregor Samsa nur, sich um den Preis seiner Verwandlung aus seiner Zwangslage und Unterdrückung zu lösen. Trotz dieser scheinbaren Befreiung bleiben seine Gewissensbisse und sein Gefühl der Pflichtverletzung weiter bestehen.

Auf eindringliche Weise wird dem modernen Leser bei der Lektüre von Kafkas Verwandlung vor Augen geführt, dass es Situationen im Leben gibt, in denen man sich einer Fremdbestimmung durch Andere nicht widersetzen kann und ohnmächtig ist, sich aus der Lage zu befreien – ein Versuch, an dem Gregor gescheitert ist.

„Die Verwandlung“ vermittelt letztlich ein wichtiges Thema der Moderne: das an den Zwängen seiner Lebensumstände leidende Individuum.

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Stilles schweigen (Mutismus?)?

Ich habe seit je her das Problem, dass ich mich nicht in der Schule melde. Immer wieder höre ich, dass ich zu still und zu zurückhaltend bin. Und ich kriege dieses Problem nicht weg. Meine Noten leiden seit der Grundschule massiv darunter und nun ist auch mein Abi gefährdet.

Wenn mich meine Lehrer drannehmen (obwohl ich mich nicht melde), sitze ich dann da & sage kein Wort. Alle starren mich an und warten - aber ich kann irgendwie nicht reden. Also schon - ich kann reden, biologisch klappt alles - aber mir fällt halt nichts ein was ich sagen soll & ich sitze dann da wie gelähmt und sage kein Wort. Ich weiß nicht, ob es aus Trotz ist, aus Angst, weil es zu Privat ist oder weil ich nichts sagen kann - jedenfalls sage ich nichts; starre in die Leere und rühre mich nicht. Mein Kopf ist wie leergefegt. Und das ist extrem unangenehm. Teils dauert das ca. 1 Minute - ehe ein anderer dran kommt.
In diesen Momenten würde ich teils wirklich am liebsten mit dem Kopf voran aus dem Fenster springen um dieser Situation zu entgehen (Klasse ist übrigens im 3 oder 4 Stockwerk)

Oft - bis auf Mathe - kenne ich aber im Grunde die Antworten und die wären eben oft auch richtig. Aber ich melde mich nicht. Und das, obwohl ich weiß, dass keiner lacht und die Noten besser werden. Aber ich schaffe es nicht, mich zu melden. Ich kriege es nicht hin. Wenn es mal doch klappt, ist dies nur von sehr kurzer Dauer.

Auch im Allgemeinen habe ich meine Probleme damit, vor anderen zu reden. Gespräche ersticken nach wenigen Sekunden und peinliche Stille tritt ein.

Oder wenn wir mal Besuch haben (kommt extrem selten vor - in den letzten 19 Jahren gefühlt keine 5x), ziehe ich mich sofort zurück und "verstecke" mich irgendwo. Und wenn ich doch dem Besuch über den Weg laufe, bleibt es bei einem kleinen leisen "Hallo".

Und wenn ich mich in der Schule melde, spreche ich auch sehr leise.

Freude habe ich keine.

Meine Antworten begrenzen sich sehr oft auf einfaches Kopfschütteln bzw. nicken oder einem einfach "Ja" bzw. "Nein" oder dergleichen.

Auch wenn ich beim Arzt bin und reden soll, sitze ich da und schweige.

Probleme habe ich aber auch extrem, wenn es darum geht seine Gefühle/Meinung sagen zu müssen. Habe dann da nie eine Antwort, da ich da nichts empfinde bzw. keine Ahnung habe was ich empfinde bzw. es mir Gleichgültig (Meinung/Stellungnahme beziehen) ist

Habt ihr Ideen, woran es liegen könnte?
Könnte es an einer Krankheit liegen?

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Kann nicht mit Menschen Reden / Soziale Phobie / Redeangst?

Hallo,

ich bin 24 und komme mittlerweile einfach nicht weiter.

Ich hatte schon seitdem ich ca. 16 bin Probleme damit mich zu zweit mit jemandem zu unterhalten ohne dass ich mich dabei komisch fühle.

Damals ging es noch problemlos mit engen Freunden. Mittlerweile ist aber selbst zu 2. sein mit engen Freunden eine qual für mich, wenn derjenige nicht von sich aus viel zu erzählen hat. Auch mit meinen Eltern\Geschwistern kann ich nicht einfach belanglos mal 1 Stunde über irgend etwas reden.

An sich kann ich mich jedoch mit jemandem über „normale“ Themen belanglos unterhalten oder auch in der Arbeit kann ich über geschäftliche Dinge problemlos reden. Sobald es aber über ueber private Erlebnisse oder belanglosen Smalltalk geht, beginnt bei mir die innere Unruhe und Panik. Ich kann der Person dann nicht mehr richtig in die Augen schauen und mich auch nicht einfach der Situation hingeben. Sobald ich die andere Person anschaue und sie mich, fühle ich mich wie ertappt/oder als würde die Person gerade genau sehen wie unwohl und unsicher ich mich doch grade fühle. Ich bekomme dann eine ganz zittrige Stimme und meine Augen fangen manchmal an von innen heraus zu tränen. Dadurch suche ich meistens dann so schnell es geht einen Ausweg aus der Situation. Selbst wenn ich mich also solchen Situationen stellen will, geht das meistens nach hinten los, wodurch ich mich noch beschissener fühle.

An sich bin ich sehr gerne in sozialen Situationen, nur sobald es darum geht mich nur mit einer Person face to face zu unterhalten, kann ich mich einfach nicht mehr konzentrieren und einfach der Situation hingeben. Ich kann mich nurnoch über neutrale Themen äußern und sowas mit jemand besprechen. Es fühlt sich mittlerweile schon so an, als hätte ich keine Persönlichkeit mehr , da ich auch mit meinen Eltern nur auf einer monotonen sprachebene kommuniziere. Nicht dass es an meinen eltern liegt. Nur zum Verständnis, dass es nicht an Gesprächspartnern oder meinem Umfeld liegt.

Ich komme mir einfach in jeder Situation dumm vor. ich kann nicht mehr belanglos lachen oder sonst irgendwelche sprachlichen Emotionen zeigen die von innen heraus kommen wenn man irgend etwas erzaehlt. Das Problem dabei ist irgendwo auch, dass ich garnicht mehr erst ein Mitteilungsbedürfnis habe.

Ich hab das Ganze meinen Freunden und Eltern erzählt - mir fällt es nicht schwer über meine Gefühle zu reden. Eine generelle Sozialphobie habe ich auch nicht, da ich wie gesagt gerne in Gesellschaft bin und auch Einkaufen/auf Festivals oder sonst gehen kann..

Ich habe es geschafft all die Jahre damit zu leben, aber ich halte es einfach nicht mehr aus. Ich will endlich normal mit menschen kommunizieren können.

danke fürs Durchlesen . Ich hoffe es findet sich jemand mit ähnlichem Problem der hierzu bereits einen psychotischen Lösungsansatz hat/eine genaue Bezeichnung dafür oder jemand der jemanden kennt…

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