Was soll ich tun, wenn ich von Familie und Scientology in den Selbstmord getrieben werde?

Hallo. Mein Bruder habe ich mehrfach geschrieben (und gesagt) dass ich Suizidgefährdet bin. Nachdem er antwortete wurde ich immer mehr dazu gedrängt mich selbst umzubringen zu wollen. Nach 4 Selbstmordversuche habe ich den Kontakt abgebrochen. Ich weiss nicht was ich tun soll. Meine Freunde wohnen alle in der Nähe von meiner Familie. Ich muss wahrscheinlich mein Kontakt zu den Verwandten auch abbrechen. Besonders meine Halbschwester und Vater machen Scherze über Menschen mit Selbstmordgedanken. Ich wurde über Jahre misshandelt und vernachlässigt. Es fing als erstes an, wo mein Vater mich mit einem warmen Bügeleisen attackiert hatte. Und öfters werde ich geschlagen von meinem Bruder. Z.B. zu Weihnachten und mein Vater sagt, dass wäre nicht doll gewesen, ich solle mich nicht anstellen.

Meine Mutter ist genauso wie meine anderen Familienteile bei Scientology, die haben den Auftrag mich zu "mustern". Übrigens hat sie ein Kredit aufgenommen (Grund hat sie mir nicht gesagt). Und mein Vater hat fast mein ganzes Geld bekommen. Ich habe ihn das überschrieben, weil er gesagt hat, dass wäre bei ihm sicher und mir würden die (der Staat) es als Mensch mit Behinderung wegnehmen.

Ich kriege ständig verbal auf die Schnauze wenn ich mich mal verbal wehre.

Mein Bruder hat zu mir gesagt, das mein Leben eine Abwärtsspirale wird, wenn ich mich nicht sofort ändere. (Das meinte er in Bezug auf meine Behinderung. Ich soll wieder gesund werden und positiv denken lernen.)

Zudem sei er immer 2x mehr glücklicher als ich.

Ich weiss nicht was ich tun soll? Ich traue mich nicht mit einem Hilfetelefon zu telefonieren.

misshandlung, Scientology, vernachlaessigung
Wusstet ihr das Scientology Firmen und Betriebe in Deutschland unterwandert. Seid ihr selbst betroffen?

Scientology schleicht sich mehr und mehr in die Management-Etagen von deutschen Unternehmen ein. Allein in Nordrhein-Westfalen sind dem Innenministerium und der Beratungsstelle Sekten-Info bereits 15 Fälle bekannt, in denen Vorgesetzte ihre Angestellten zur Teilnahme an Scientology-Kursen oder zu Studien von einschlägigen Büchern genötigt haben sollen. Dabei geraten immer öfter vor allem kleinere Unternehmen in das Visier von Scientology.

Sekten-Fachmann Ingo Heinemann kritisiert die Organisation bereits seit Jahren. Im Gespräch mit pressetext wirft der Experte Scientology vor, betrügerisch zu sein und kostspielige Produkte zu vertreiben, die es gar nicht gibt. "Die Not von Menschen wird schamlos ausgenutzt. Die von Scientology angebotenen Seminare und Bücher zerstören mit ihren vermeintlich idealen Lebensentwürfen und Weltanschauungen oftmals nicht nur die ökonomische Grundlage der Konsumenten, sondern auch deren sozialen Beziehungen", sagt Heinemann. Die Organisation würde dabei verbotenerweise "verkappte Psychotherapien" durchführen, die gesetzlich jedoch ausschließlich von zugelassenen Fachärzten praktiziert werden dürfen, erklärt der Insider.

Die ökonomischen Ziele Scientologys dürften auch in Nordrhein-Westfalen im Vordergrund stehen. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung heute, Donnerstag, berichtet, soll das Ziel realisiert werden, weitere Mitglieder durch Druck auf einzelne Mitarbeiter zu gewinnen und auf diese Weise neue Geldquellen zu erschließen. Der Artikel ist von 2009.

Ich freu mich auf eure Antworten.

Quelle: Scientology unterwandert deutsche Unternehmen (pressetext.com)

Politik, Scientology, Sekte, Philosophie und Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzen
Wusstet ihr wie Scientologen in Betrieben Wirken?

Norbert Potthoff, ehemaliger Scientology-Manager sagt dazu: „Das Muster, das Hubbard für die Church entworfen hat, wird auf jede einzelne Firma übertragen - das Prinzip der steigenden Statistiken, die strenge Hierarchie, das Organisationsschema mit vier Führungssekretären, der Ethik-Offizier usw." (zitiert nach Nordhausen: S. 128) Das bedeutet

  • Überorganisation (z. B. wurden in einer Immobilienfirma mit 14 Mitarbeitern drei Stabsstellen, 7 Abteilungen und 20 Bereiche eingerichtet).
  • Statistikverliebtheit: in relativ kurzen Abständen werden regelmäßig ständig private und Unternehmensstatistiken abgefragt
  • Ein Beispiel aus der o. g. Firma: Anweisung Nr. 2 der Abt. 7: „Der tägliche Arbeitsplan muss Produktionszyklen in Detail, Resultate, Statistik und Zustand im Vergleich zum selben Tag der vorherigen Woche beinhalten."
  • schlechtes Betriebsklima: sehr viel Statistik wird verlangt, eine gegenseitige Überwachung (mit "Wissensberichten" über Kollegen) eingeführt, was zu verstärktem Misstrauen führt. Es dominieren klare Befehlslinien mit Unterordnung, und Gehorsam.
  • Druck auf die Untergebenen in der Intention von Scientology
  • Bsp. aus der o. g. Firma: Anweisung Nr. 4 der Abt. 7, Nov. 1986: „Wir erwarten von Ihnen, dass Sie nach Bedarf bereit sind, Studiertechnik und Management-Daten von Hubbard zu studieren und anzuwenden. (..) Die Gruppe akzeptiert jedoch keine Versuche, vor Scientology zu warnen, Scientology schlecht zu machen oder Lügen darüber zu verbreiten." (alles zit. nach Nordhausen, S. 130, Peter Basler,: Die machen dich fertig. In: doppelstab, Basel, v. 3.8.1989)
  • Lizenzgebühren: Wenn die Firma Lizenznehmer von WISE ist (also die Hubbard-Management-"Technologie") bei sich einsetzt, sind Lizenzgebühren fällig, laut Norbert Potthoff 10 % des Umsatzes (andere Quellen sprechen von 5%).
  • Scientologen wollen ihre „Erfolge" dokumentieren: Sie streben für hohe Spenden an Scientology nach dem Titel "Patron", haben teure Hubbard-Ausgaben im Arbeitszimmer stehen, besuchen teure Scientology-Kurse bzw. halten auch ihre Mitarbeiter an, das zu tun.
  • Die o. g. Firma hatte an Scientology mind. 780.000 Franken überwiesen und war dann bankrott.

Wusstet ihr das? Ich freue mich auf eure Antworten

Den Kompletten Artikel könnt ihr hier nachlesen: Was tun sie? - Sekten und Weltanschauungen in Sachsen (sekten-sachsen.de)

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