Ist die Verwendung einer Google-Übersetzung in einer Masterarbeit ein Plagiat?

Hallo.

Zwecks meiner Masterarbeit muss ich (als Nebenthema / Unterpunkt) zu meinem Thema internationale Normen untersuchen und die dort verwendeten Nachweise in meiner Masterarbeit vorstellen und diese Nachweise miteinander vergleichen.

Nun hatte ich mich durch Schweizer und französische Normen durchgearbeitet, wobei ich kein Französisch verstehe. Daher musste ich zwangsläufig die ganze Norm bestehend aus 150 Seiten mittels Google-Translator übersetzen. Dabei fiel mir auf, dass viele Dinge inkl. Fachbegriffe, die nur ein Ingenieur versteht, sogar sehr gut übersetzt wurden. Daher habe ich vieles dann einfach per Copy-Paste in meine Arbeit reingetan und ggfls. einiges korrigiert und kopiert. Natürlich gebe ich immer zu allem die richtigen Quellen an.

Normalerweise muss man ja alles mit eigenen Worten beschreiben, da alles andere normalerweise unter den Begriff "Plagiat fällt". Aber die Franzosen scheinen in ihren Normen alles extrem genau zu beschreiben, was in europäischen und deutschen Normen in der Regel nicht der Fall ist. Das wollte ich mir zu nutzen machen.

Also da es Übersetzungen sind, ist das nicht das Gleiche, als wenn ich es mit "eigenen Worten" geschrieben hätte? Also rechtlich gesesehen denke ich, sollte es somit nicht unter Plagiat fallen, sofern ich die Quellen mitangebe. Ist das so?

Sprache, Französisch, Masterarbeit, Plagiat
Uni: Plagiat petzen?

In einem Fach bin ich das zweite Mal bei einem Dozenten durchgefallen. Ein klärendes Gespräch gab es nie wirklich, da durch Corona alles online läuft. Ich hasse das Thema und es fiel mir wirklich schwer, mit dem Thema zu arbeiten. Ich hatte keine Wahl, was das Thema anging. Ich kann nur sagen, dass ich in meinen bisherigen Hausarbeiten 1 und 2 geschrieben habe. In diesem Kurs aber zweimal durchzufallen, hat mich ziemlich enttäuscht und ich hatte gehofft, das Thema endlich hinter mich zu bringen.

Um zu verstehen, was der Dozent von mir erwartet (da er nicht wirklich ein Betreuer für mich war und seine Mails ziemlich bescheiden waren), habe ich einen Kommilitonen um seine Hausarbeit gebeten, weil ich wusste, dass er bestanden hat.

Ich fand die Arbeit schlechter als meine. Aber da mir das Thema überhaupt nicht liegt, dachte ich, es hat schon seine Richtigkeit. Ich habe auch online nach ähnlichen Hausarbeiten gesucht, um ein besseren Feeling für dieses Thema zu bekommen und zu schauen, wie es andere machen.

Ich fand eine Arbeit, die mir ziemlich bekannt vorkam. Ich erinnerte mich an die Arbeit von dem Kommilitonen und überprüfte die Texte und weiß nun mit 100%tiger Sicherheit, dass die Arbeit aus dem WEB als Vorlage für meinen Kommilitonen gedient hat. (Die Arbeit aus dem Web war etwas älter.) Es macht mich echt wütend, weil ich schon 2x durchgefallen bin und er so geprahlt hat, wie einfach das ganze doch war und wieso ich mich so anstelle. Dadurch kam ich mir noch schlechter vor. Ich habe richtig an meiner Intelligenz gezweifelt und es hat mich fertig gemacht. Nun sitze ich zum dritten Mal an diesem Thema und kriege schon Panik, wenn ich daran denke, wieder durchzufallen. (In der Vergangenheit wollte ich ein anderes Thema bearbeiten und er sagte, das Thema sei generell egal. Es zeigt nur, dass ich nicht in der Lage sei wissenschaftlich zu arbeiten. Der hat gesessen!) Ich verstehe auch nicht, wie ich bei einem Dozenten eine 2 bekommen habe, bei der anderen Dozentin eine 1.

Ich würde mich auch niemals beschweren, weil ich die Paranoia habe, man würde dann auch meine bisherigen Arbeiten neu überprüfen und schlechter stufen, wenn ich die Benotung des Dozenten infrage stelle.

Zu dem Kommilitonen: Er hat dreist das komplette Inhaltsverzeichnis abgeschrieben, auch die Kapitel sind nahe zu identisch. Wie kann es sein, dass dies nicht von meinem Dozenten gesehen werden konnte? Ich dachte, die Dozenten verwenden spezielle Software zur Überprüfung von Plagiaten?

(Die Überschrift ist nicht ernst gemeint. Ich habe nichts davon jemanden zu verpetzen, der schon seinen Abschluss hat. Dennoch bin ich neugierig, was andere tun würden.)

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