Bio Landwirtschaft - Lösung oder Sackgasse?

Hallo zusammen. :-) Die moderne Landwirtschaft ist bekanntlich mit vielen Problemen behaftet. Hoher Ressourcenverbrauch, Insektensterben, Flächenfraß, Pestizide, Treibhausgase, Wasserverschmutzung und Feinstaub sind nur einige davon.

Immer mehr Menschen greifen daher zu Bio-Produkten. Kunstdünger, synthetische Pflanzenschutzmittel und Gentechnik sind im Ökolandbau untersagt. Zudem gibt es strengere Vorschriften für die Haltungsbedingungen und Futtermittel von Nutztieren. Befürworter sagen, dass so für mehr Gesundheit, ökologische Nachhaltigkeit und Tierwohl gesorgt wird.

Doch es gibt auch andere Stimmen. Kritiker meinen, es sei nicht möglich, genug Bio-Lebensmittel für die breite Bevölkerung zu produzieren, schon gar nicht zu für jeden erschwinglichen Preisen. Die Nachfrage für Bio sei auch nicht groß genug. Die Auflagen seien nicht für jeden Landwirt zumutbar. Die Haltungsbedingungen der Tiere seien nur marginal besser. Die zugelassenen Spritzmittel seien nicht immer umweltverträglicher, und müssten wegen geringerer Wirksamkeit in viel höheren Mengen ausgebracht werden. Die pauschale Ablehnung der Gentechnik verbaue große Chancen. Das Düngen sei nur mit den großen Mengen an Mist aus der viel zu großen Nutztierhaltung möglich, würde diese auf ein nachhaltiges Maß reduziert werden, gäbe es nicht mehr genug (bezahlbare) Düngemittel. Man solle lieber die Probleme innerhalb der konventionellen Landwirtschaft lösen, statt diese pauschal abzulehnen.

Wie seht ihr das? Könnte die Bio-Landwirtschaft eurer Meinung nach die aktuellen Probleme für eine gesunde, nachhaltige und umweltverträgliche Nahrungsmittelproduktion lösen, oder findet ihr, der Ansatz ist eine Sackgasse, oder vielleicht sogar kontraproduktiv? Ich freue mich auf eure Meinung. :-)

Andere Meinung. 36%
Bio Landwirtschaft ist eine Sackgasse. 33%
Bio Landwirtschaft ist die Lösung. 30%
Umweltschutz, Ernährung, Landwirtschaft, Bio, Tierschutz, Biologie, Agrarwirtschaft, Gesellschaft, Ökologie, Ökonomie, Ökosystem
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Volksbegehren „Rettet die Bienen“ – eure Meinung?

In Bayern läuft aktuell gerade das Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Entgegen dem Titel des Volksbegehrens geht es aber nicht nur um Bienen, sondern generell um das Artensterben durch die intensive moderne Landwirtschaft.

Forderungen sind unter anderem, den Ökolandbau in Bayern bis 2025 auf 20 % und bis 2030 auf 30 % der Gesamtlandwirtschaft zu vergrößern, das Dauergrünland nicht mehr mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, oder in Ackerflächen umgewandelt werden darf, Agrarflächen über einem Hektar nur noch von innen nach außen zu Mähen, den Biotopanteil auf 13 Prozent der unbebauten Fläche zu steigern und einen Mindestabstand von fünf Metern zu Gewässern halten zu müssen.

Was ist eure Meinung zu diesem Volksbegehren? Findet ihr die Maßnahmen sinnvoll? Seht ihr darin ein Vorbild für das ganze Bundesgebiet? Habt ihr kritische Anmerkungen? Seid ihr vielleicht ganz anderer Ansicht? Mich würde eure Meinung interessieren. :-)

Unterstütze das Volksbegehren voll und ganz. 75%
Artenschutz ja, aber dieses Volksbegehren nein, weil… 11%
Finde ich vollkommen unsinnig, weil… 7%
Finde ich gut, habe aber folgende Kritik: 5%
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40 Antworten
Hätte es irgendwelche Negativen Folgen für die Menschheit wenn 90 Prozent aller Vogelarten Aussterben würden?

Daran Arbeiten wir nämlich gerade in Deutschland:

Rote Liste der Brutvögel

Fünfte gesamtdeutsche Fassung, veröffentlicht im August 2016

In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands gelten drei Viertel der Offenlandarten als gefährdet, einschließlich Vorwarnliste sind es sogar 87 Prozent. Während sich im Vergleich zu letzten Ausgabe Auf und Ab insgesamt fast die Waage halten, geht es bei den Offenlandarten vor allem abwärts.

Kategorie 0 - Bestand erloschen

Blauracke

Doppelschnepfe

Gänsegeier

Mornellregenpfeifer

Papageitaucher

Rosenseeschwalbe

Rothuhn

Schlangenadler

Schwarzstirnwürger

Steinsperling

Triel

Waldrapp

Zwergtrappe

Kategorie 1 - vom Aussterben bedroht

Alpenstrandläufer

Auerhuhn

Bekassine

Birkhuhn (2)

Brandseeschwalbe (2)

Brachpieper

Bruchwasserläufer

Goldregenpfeifer

Großer Brachvogel

Großtrappe

Haubenlerche

Kampfläufer

Kornweihe (2)

Küstenseeschwalbe (2)

Lachseeschwalbe

Moorente

Ohrentaucher

Raubseeschwalbe

Rotkopfwürger

Sandregenpfeifer

Schreiadler

Seeregenpfeifer

Seggenrohrsänger

Steinschmätzer

Sumpfohreule

Trauerseeschwalbe

Uferschnepfe

Zippammer

Zwergseeschwalbe

Kategorie 2 - stark gefährdet

Braunkehlchen (3)

Flussseeschwalbe

Flussuferläufer

Haselhuhn

Grauspecht

Kiebitz

Knäkente

Nachtreiher (1)

Raubwürger

Rebhuhn

Steinrötel (1)

Steinwälzer

Turteltaube (3)

Wachtelkönig

Wendehals

Weißrückenspecht

Wiesenpieper (V)

Wiesenweihe

Zwergdommel (1)

Kategorie 3 – gefährdet

Baumfalke

Baumpieper (V)

Bluthänfling (V)

Feldlerche

Feldschwirl (V)

Fischadler

Halsbandschnäpper

Kleines Sumpfhuhn (1)

Krickente

Löffelente

Mehlschwalbe (V)

Ortolan

Rohrdommel (2)

Rauchschwalbe (V)

Rotschenkel (V)

Sperbergrasmücke (–)

Spießente

Star (–)

Steinkauz (2)

Trauerschnäpper (–)

Tüpfelsumpfhuhn (1)

Weißstorch

Wespenbussard (V)

Wiedehopf (2)

Zaunammer (2)

Ziegenmelker

Zitronenzeisig

von https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/rote-listen/10221.html

Natur, Tiere, Menschen, Vögel, Ökosystem, Auswirkungen
7 Antworten
Woher "wissen" Wespen, Bienen etc., dass sie über einen wirkungsvollen Stachel verfügen, mit welchem sie stechen können?

Vorhin, als mal wieder eine Wespe durch meine Bude schwirrte, habe ich mir ernsthaft die Frage gestellt, wie es funktioniert, dass Wespen und manch andere Inskekten "wissen" können, dass sie über einen Stachel verfügen, mit welchem sie zustechen können?

Um das wissen zu können, müsste man vielleicht eine Biene sein, doch kann sich dies die Wissenschaft auch nur annährend erklären?

Es spricht dagegen, dass sie es "wissen", denn sie verfügen über kein zentrales Nervensystem, sondern über einen Nervenknoten. Damit ist es eigentlich ausgeschlossen, dass diese Insekten rational agieren und reagieren können. Werden sie dabei von ihren natürlichen Instinkten gesteuert, oder wie kann ich mir das vorstellen? Existiert bei Insekten etwas wie ein Bewusstsein?

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Insekten "wissen", dass auch sie, beeinflusst durch den Stich, irreversible Schäden davontragen werden, aber um dies zu verstehen, müsste man zunächst verstehen, in wie weit sie "wissen", dass sie über diese wirkungsvolle "Waffe" verfügen.

Ich bedanke mich!

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Wenn ich einem jemandem helfe, schade ich dann immer automatisch einem anderen Lebewesen?

Also wenn ich z.B. der wenn ich verweiste Katzenbabys aufziehe, dann schadet das doch der Vogelpopulation und hilft der Wurmpopulation. Wenn ich dann verhindere, dass meine Katzte Vögel fängt, dann schade ich der Wurmpopulation.

Klar, das ist eben fressen und gefressen werden, aber dadurch, dass ich die Katztenbabys retten würde, würden viele andere Tiere sterben. Das heißt doch also, dass ich egal welche Entscheidung ich treffen würde, immer einem Lebewesen schaden würde. Aber natürlich würde ich die Katzenbabys retten, weil man mir helfen beigebracht hat und an ihrer Stelle würde ich auch geretten werden wollen. An der Stelle der Vögel wäre das anders...

Das alles würde aber ja bedeuten, dass ich sobald ich einem Lebewesen helfe, einem anderen schade und dass das Helfen im Umkehrschluss hinfällig wird. Das würde dann ja auch so sein, wenn ich einem Menschen helfe. Dass Menschen Mitgefühl empfinden und anderen Menschen und Tieren helfen, ist doch aber ein Grundelement unserer "guten" Seite und der Menschlichkeit. Und nicht zu helfen, wäre doch aber nicht die Lösung. Wenn ich einen Menschen sehe, der medizienische Hilfe braucht, kann ich doch nicht sagen, ist egal, denn du stirbst, die Nutztiere, die Eisbären und den Regenwald freut es.

Ich glaube, ich habe irgendwo einen Denkfehler.

Natur, Tiere, Ethik, Ökosystem, Philosophie, Philosophie und Gesellschaft
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