Kaninchen - Kleintierhaltung im Stadtgebiet zwischen Mehrfamilienhäusern?

Im Voraus: Es geht NICHT um einen eigenen Garten.

Wir leben in einer Stadt in einem Mehrfamilienhaus neben anderen Mehrfamilienhäusern. Es gibt hier relativ viel grün, da sich direkt daneben ein Friedhof befindet, der von einer grünen Hecke umzäunt ist.

Vor ca. 2 Wochen hat ein Nachbar im Haus nebenan zwischen den Mehrfamilienhäusern 2 Zwergkaninchen ans komplett freie Leben gewöhnt. Das heißt, sie laufen ohne jegliche Umzäunung herum, werden nur gefüttert. Es steht nur ein kleines offenes Gehege draußen ohne Tierhaus. Am Anfang haben andere Nachbarn versucht die Kaninchen zu fangen und zurück ins Gehege zu setzen und es zu schließen - da wurde ein Zettel ausgehängt, dass man das bitte unterlassen soll.

Jetzt wird Futter auch zwischen die Fahrräder verteilt und auch auf dem Gehweg. (Wird nicht oder nicht ganz gefressen.) Die Kaninchen sitzen oft unter den Fahrrädern und zwischen den Autos auf dem Parkplatz.

Die Wohnungsgenossenschaft habe ich schon informiert, diese macht einen Aushang, dass das nicht erlaubt sei. Aber eigentlich kann man sich das selber denken.

Nun werden die Zetteln der Wohnungsgenossenschaft nicht immer beachtet.

Welche Möglichkeiten habe ich dann noch dagegen vorzugehen? Wäre es erlaubt, die Tiere zu fangen und ins Tierheim zu bringen? Gibt es andere Möglichkeiten?

Ich meine, Kaninchen klettern auch in den Motorraum von Fahrzeugen, das kann ganz schön gefährlich werden. Ich habe da auch ein Auto stehen und für den Parkplatz bezahlen wir Geld. Und die Fahrräder anknabbern könnten sie auch. (Wir hatten selbst 10 Jahre lang Zwergkaninchen gehalten - aber im Gehege. Die haben vor nichts halt gemacht.)

Kaninchen, Tiere, Recht, Nachbarschaftsrecht
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Meine Nachbarin droht mir?

Ich war grad dabei, nach Hause zu kommen, als mich mich die ältere Frau, die unter meiner Mutter wohnt, abgefangen hat. Sie ist sehr paranoid und so die typisch verbitterte Alte, hat bereits mit fast jedem aus dem Block Stress gehabt, sogar mit der sehr alten Dame neben ihr, die immer total nett war und gar nichts falsch gemacht hat. Diese ist sogar mitunter wegen ihr ausgezogen.

Sie hat gedroht, dass sie zur Wohnungsgenossenschaft geht, wenn wir uns nicht leiser verhalten und hat dabei die quietschende Tür und meine "Trampelei" in der Nacht angesprochen. Ich muss dazu sagen, dass das alles sehr hellhörige Wohnungen sind und auch wir ziemliche Probleme mit denen über uns haben.

Bestimmt zwanzig Minuten hab ich mich von der ankeifen lassen und auf verständnisvoll gemacht, ihr auch gesagt, dass ich mich um die Tür kümmern werde und versuchen werde, leiser zu laufen. Allerdings gehe ich bereits ganz normal, also keine Ahnung, was ich da groß ändern soll. Selbst wenn es in der Nacht ist, hat doch jeder das Recht, sich durch seinen Wohnraum zu bewegen.

Es ist trotzdem so, dass ich echt Schiss hab, dass die wirklich zur Genossenschaft geht, da ich (18) aufgrund der schwierigen Situation in meiner Familie vom Amt 'ne eigene Wohnung zur Verfügung gestellt bekommen hab und ich mich gar nicht mehr regelmäßig bei meiner Mutter aufhalten dürfte. Also selbst wenn die denen ungerechtfertigt irgendwas vorheult, hab ich 'n Problem, denke ich. Ich glaube zwar, ich war ihr gegen Ende doch ganz sympathisch wurde, aber dennoch möchte ich wissen, was sie im Fall der Fälle gegen mich in der Hand hätte. Danke im Voraus.

Nachbarn, Nachbarschaftsrecht, Nachbarschaftsstreit, Rechtslage, Sozialamt
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Wofür kann man übergriffigen Nachbarn anzeigen?

Hier die Situation:

B kauft im Sommer 2018 ein kleines Haus mit Garten in einer Siedlung.
A besitzt das Haus nebenan. Die Grundstücke sind an der Einfahrt bis zu den Garagen durch eine Buchenhecke getrennt, die A gehört.

A hatte sich bei B vorgestellt und bei Bedarf nachbarschaftliche Hilfe angeboten, B hat sich nicht vorgestellt, A desinteressiert abgewimmelt und vorgeschlagen, jeder solle die Hecke auf seiner Seite schneiden. A weist darauf hin, dass die Hecke nur von Herbst bis Frühjahr geschnitten werden darf. B hält sich dran und schneidet seine Seite im Oktober 2018.

Am 1. Mai 2019 bringt A der Lebensgefährtin von B einen großen Strauß blühender Rhododendronzweige, für die sich jene hocherfreut bedankt.

Im Juli 2019 findet A einen riesigen Haufen Buchenzweige in ihrer Einfahrt und ruft die Polizei. Diese stellt fest, dass B die Hecke auf seiner Seite geschnitten hat und die Abfälle einfach über die Absperrung gekippt hat. A ist körperlich angeschlagen, kann den Reisighaufen nicht entfernen und nur mühsam ihre Mülltonnen erreichen. B hat der Polizei gegenüber behauptet, A dreimal drauf angesprochen zu haben, was gelogen war, und versprochen, den Haufen aus der Einfahrt an einen beliebigen Platz im Garten von A zu bringen.

A ist jedoch der Meinung, dass B die Hecke im Sommer gar nicht hätte schneiden dürfen und den Abfall selbst entsorgen soll (er hat ein Auto und das Abgeben am Wertstoffhof ist kostenlos) und schreibt B einen Brief, indem sie ihn dazu auffordert. Dieser reagiert nicht und der Haufen bleibt liegen. A hört zufällig, wie B sich auch gegenüber seiner Lebensgefährtin weigert, den Asthaufen zu beseitigen.

Die Frage ist nun:

1.) Hat B Sachbeschädigung begangen, weil er die Hecke ohne Erlaubnis im Juli geschnitten hat?

2.) Muss A diese Abfälle auf dem eigenen Grundstück behalten, weil sie von ihrer Hecke stammen?

3.) Das Ablagern der Abfälle in der nachbarlichen Einfahrt ist eine vorsätzliche Behinderung und auf jeden Fall Mobbing. Gilt das juristisch als Ordnungswidrigkeit? Und mit welcher Strafe hat er dafür zu rechnen?

Mobbing, Recht, abfallentsorgung, Nachbarschaftsrecht, Heckenschnitt
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Nachbarn grillen zu nah am Zaun?

Hallo zusammen,

ich habe ein Problem mit meinen Nachbarn, die reden nicht mehr mit mir seit ich mal 2 Tage vor Silvester (es war ein Freitag) in meinem Partykeller bis 2 Uhr nachts Laut war (ich bin in meinem Eigentumshaus groß geworden und die letzten Nachbarn haben immer gesagt man hört fast gar nix). Der Mann meiner Nachbarin redet leider auch kaum ein Wort Deutsch deswegen muss seine Frau sich immer mit den Nachbarn anlegen.

Nun haben wir zwischen den Gärten nur einen 50 cm hohen Zaun und meine Nachbarn grillen direkt am Zaun mit Ihrem Gas-Grill und lehnen nach dem Grillen das Heiße Grillrost und so ein Spritzschutzblech an den Zaun (Zaun steht direkt auf der Grundstücks-Grenze).

Im Grunde würde mich das gar nicht stören aber ich habe ein Kleinkind von 3 Jahren und möchte nicht das so nah und zugänglich für meinen Sohn am Zaun gegrillt wird geschweige denn heißes Zeug an den Zaun gelehnt wird.

Was kann ich da tun damit sich was ändert, wie gesagt der Mann versteht mich nicht und die Frau ignoriert mich :(

Zusätzlich habe ich das Problem das die Nachbarskinder ständig in meinen Garten rennen um Ihren doofen Ball zu holen. Ich habe denen aber gesagt ich möchte das nicht und sie können gerne immer anschellen oder rüberrufen dann bekommen die ihren doofen ball wieder. ich kann ja schliesslich auch mal nackend auf meiner Couch sitzen .. und die Nachbarn werfen zeug wie Radiergummi und, heute war es ein Stück Wurst kotz in meinen Pool (steht ca. 1,5 Meter vom Zaun entfernt)

Was würdet Ihr tun?

Danke im Voraus für Eure Hilfe.

Grillen, Nachbarn, Nachbarschaftsrecht, Nachbarschaftsstreit, Zaun
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Nachbar belästigt mich - wie vorgehen?

Mein Nachbar begrüßte mich seitdem ich hier wohnte am Anfang ganz normal und schien auch nett zu sein. Nach zwei Monaten fing er bei mir an zu klingeln, weil die Tür nicht aufginge und ich mehrmals dann die Tür aufmachte.

Irgendwann bekam ich nur noch Klingelstürme und wusste nicht wer das war, da ich bei dem Zeitpunkt oft im Bad war oder nicht angemessen gekleidet war. Ich erzählte das meiner Freundin am Telefon an den folgenden Tagen, er war unten und bekam das mit - seitdem klingelt niemand mehr!

Mund vor kurzem genau 5 Tagen stand ich unten vor meinem Briefkasten. (Ich hab ihn jedesmal wenn er mich begrüßt hat jedesmal einfach ignoriert weil er mir aufdringlich wurde) .. stand ich an meinem Briefkasten und er nur ganz laut: UPSSS! Guten Morgen!

Darauf hab ich nicht reagiert wieder und dann passierte es. Er starrte mich an als ich meine Post durchschaute und streckte seinen Bauch in meine Richtung und kam mir so nah! Ich wusste nicht wie ich mich verhalten soll und schloss meinen Kasten und ging hoch.

Heute hab ich ihn abgefangen und ihm gesagt er soll mich bitte in Ruhe lassen und mich nicht begrüßen. Mir ist das unangenehm und ich bin nett und sage es ihm aber wiederholen werde ich mich nicht. Mehr als das es Höflichkeit sei bekam er nicht raus und wollte mit mir eine Diskussion starten, hätte ich ihn nicht da zurückgelassen. Muss ich sowas von einem Mann dulden der mir unangenehm ist nur weil er mein Nachbar ist? Mit jemandem über etwas diskutieren der 30 Jahre älter ist als ich? Ich bin höflich geblieben auch wenn ich Angst vor ihm habe und selber wie jeder andere auch Erlebnisse hatte die nicht toll waren! Danke im Voraus!

Freundschaft, Belästigung, Liebe und Beziehung, Nachbarn, Nachbarschaft, Nachbarschaftsrecht
2 Antworten
Hat man Mitbestimmungsrecht beim Neubau des Nachbars?

Guten Tag,

Ich hoffe ihr könnt mir bisschen weiterhelfen.

Ich lebe etwas ausserhalb von Hannover und würde gerne auf mein Grundstück ein neues Haus bauen lassen. Das Grundstück ist nicht bebaut und es gibt auch kein Bebauungsplan in dem Gebiet. Das heisst ich müsste mich an die nähe Umgebung halten wie die gebaut haben. Alles soweit gut.

Nun habe ich meinen Architekten beauftragt die Pläne zu machen und dies beim Bauamt einzureichen. Da es ein hin und her war mit dem Bauamt und die meinten das das Objekt zu groß ist habe ich es deutlich kleiner Planen lassen. Das Bauamt hatte mir nun mitgeteilt, nachdem unser Architekt den neuen Plan eingereicht hatte, dass es so Genehmigungsfähig ist. Sie bräuchten nur noch die Zustimmung des Nachbarn da unsere Einfahrt und die Garage an der Grenzen des Nachbarn ist. Einfahrtslänge ist ca 17 Meter plus 9 Meter Garage.

Die Nachbarin wollte das nicht unterschreiben und hat einen Termin beim Bauamt gemacht und Sie hat jetzt eine Einsicht bekommen von den Bauplänen. Was dabei rausgekommen ist weiss ich noch nicht da der Termin erst nächste Woche ist. Klar könnte ich die Garage weg lassen oder umsetzen was ich aber nicht möchte da es dort perfekt passt.

Mein frage nun, hat die Nachbarin Mitspracherecht wie gross usw das Haus sein darf? Woher stand da ein etwas kleineres Haus was abgerissen wurde das neue Haus ist deutlich größer. Das Bauamt hatte ja den neuen Plan so gut wie genehmigt.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. danke

Haus, Recht, Architekt, Nachbarschaft, Nachbarschaftsrecht, Neubau, Bebauung
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Meinung gesucht Nachbarschaftsangelegenheiten?

Hallo

ich wollte mich nur hier vorab kundig machen zu diversen Punkten seitens unserer Nachbarin.

Kurz vorab, wir hatten vor einigen Wochen unseren Hof größtenteils gepflastert und es befindet sich vor unserem Hauseingang von der Nachbarin eine Klärgrube wo sie entsprechendes Nutzungsrecht dafür hat. Nun hatte sie sich aber nie um das sauberhalten oder anderes gekümmert die ganzen jahre da entsprechend vorher Schotter drauf gelegen hatte. Nun ist aber der kleinere Entleerungsdeckel also der Gulli etwas höher schätze mal zwischen 10 und 15cm und müsste niedriger gemacht werden. Laut verschiedener Aussagen scheint es wohl aber ehr in die Richtung zu gehen als ob Sie dieses nicht machen möchte. Das Problem was daraus resultiert ist eine PKW Stellplatzfläche die nicht wirklich genutzt werden kann dadurch. Nun meine Frage macht es Sinn sich bei einem Schiedsverfahren erst einmal darüber zu einigen oder was wäre hier sinnvoll? Da das direkte Gespräch nicht viel gebracht hatte bisher. Desweiteren wäre noch zu wissen da sie im Garten ein Carport ohne Fundament alle Seiten geschlossen gebaut hatte vor ein paar Jahren mit noch einem Pavillionartigem Gebäude was von den Dachflächen her miteinander verbunden ist. Allerdings mit Dachrinne zu unserer Grundstücksgrenze. Muss ich sie wenn die Möglichkeit bestanden hat, die Dachneigung auf ihrer Seite zu lassen, dennoch auf unser Grundstück lassen zwecks der Dachrinne oder anderen arbeiten die eventuell mal anfallen könnten? Desweiteren ist noch nicht zu ersehen wo das Regenwasser dauerhaft abgeleitet werden soll, aber ich denke mal nicht das man dulden muss das es auf unser Grundstück abgeleitet werden müsste. Der Dachüberstand ist auch direkt auf der Grenze und die Wand ist ca. 50 bis 70cm von unserem Zaun weg, daher weiß ich nicht ob dies vom Abstand ausreichend ist, aber stellt derzeit in der Form meinerseits kein Problem dar. Sollte ehr wenn nur sich auf die Dachrinne beziehen. Desweiteren haben wir noch ein Rohr was nur zur Nutzung der Vorgänger noch bei uns am Haus entlang ging, auch für Regenwasser vom Nachbarhaus. Die Vorgänger hatten keine andere Möglichkeit gesehen, allerdings hat die neue Nachbarin einen Behälter setzen lassen der nicht all zu weit weg ist. Daher wäre nun die Frage wenn ich auf unserem Grundstück die Rohre entferne müsste ich ja nur von dem Schacht den Zufluss dicht machen damit entsprechend kein Schaden an unserem Haussockel entstehen würde oder ähnliches, da ja ihrerseits mal neue Rohre verlegt worden sind.

Recht, nachbarin, Nachbarschaftsrecht
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Kann treuwidriges Verhalten zur Beendigung einer Rechtsgemeinschaft führen?

Hallo!

Meine Familie und ich haben 2012 eine Doppelhaushälfte auf dem Land gekauft.

Beide Hälften des Doppelhauses sind gemeinsam an eine Kläranlage angeschlossen, welche sich komplett auf unserem Grundstück befindet. Die Kläranlage besteht aus drei Kammern und einem Pflanzenfilter. Der Pflanzenfilter wurde 2014 erneuert. Für die Erneuerung wurde eine Firma beauftragt, Kostenteilung zwischen uns und unserem Nachbarn wurde vereinbart. Wir beglichen damals die Rechnung komplett, unser Nachbar blieb der Firma bis heute etwa 800,- Euro schuldig. Die Firma hat die Rechnung beim Nachbarn mehrfach angemahnt, verzichtete zum Schluss aber darauf diese gerichtlich einzufordern. bis zum letzten Jahr kamen wir trotzdem recht gut miteinander aus, Kosten wurden sich geteilt, die Wartung der Anlage wurde gemeinsam ausgeführt. Größtenteils waren wir mit der Situation zufrieden.

Leider ist unser Nachbar im letzten Jahr verstorben. Seine Witwe wohnt nun allein mit der Tochter im Nachbarhaus. Die Tochter soll das Haus geerbt haben, es sollen 2 weitere Erben existieren.

Im vergangenen Jahr haben wir die Wartung der Anlage, sowie sämtliche laufende Kosten der Anlage (Stromkosten, Wartungsvertrag, Versicherung, Grundgebühr beim Versorger usw.) komplett alleine übernommen. Wir wollten Rücksicht auf die Familie nehmen. Nach ca. 12 Monaten sprach ich die Witwe und einen der Erben (die beiden anderen Erben sind mir nicht bekannt) an wie es nun weitergehen solle. Leider verlief dieses Gespräch überhaupt nicht konstruktiv. Die Wartung der Anlage können wir alleine übernehmen, an den laufenden Kosten will sich niemand beteiligen.

In einem ersten Schreiben habe ich den Erben die gemeinsame Erstellung eines Nutzungsvertrages angeboten. Dieses Schreiben sendete ich per Einschreiben mit Rückantwort. Ich erhielt keine Antwort.

In einem 2. Schreiben habe ich erneut die Erstellung eines gemeinsamen Nutzungsvertrages angeboten. Ich erlaubte mir hier eine Rechnung mit den jährlichen Kosten (natürlich anteilig auf die Bewohnerzahl) beizufügen. Ebenfalls per Einschreiben mit Rückschein. Ich erhielt keine Antwort.

Es besteht kein Grundbucheintrag (Abteilung 2) für mein Grundstück.

Ein Nutzungsvertrag existiert nicht.

Weder die Witwe noch die Erbengemeinschaft beteiligen sich an der Wartung oder den laufenden Kosten.

Besteht hier eine Rechtsgemeinschaft zwischen mir und der Erbengemeinschaft?

Kann diese Rechtsgemeinschaft aufgehoben werden, da sich die Gegenseite weigert sich an Kosten und Wartung zu beteiligen?

Darf ich das Nachbarhaus nach einer angemessenen Frist von der Kläranlage trennen?

Recht, Nachbarschaftsrecht, Nachbarschaftsstreit, Wartungskosten, Wirtschaft und Finanzen
3 Antworten
Rechtsgemeinschaft Kläranlage?

Hallo!

Meine Familie und ich haben 2012 eine Doppelhaushälfte auf dem Land gekauft.

Beide Hälften des Doppelhauses sind gemeinsam an eine Kläranlage angeschlossen, welche sich komplett auf unserem Grundstück befindet. Die Kläranlage besteht aus drei Kammern und einem Pflanzenfilter. Der Pflanzenfilter wurde 2014 erneuert. Für die Erneuerung wurde eine Firma beauftragt, Kostenteilung zwischen uns und unserem Nachbarn wurde vereinbart. Wir beglichen damals die Rechnung komplett, unser Nachbar blieb der Firma bis heute etwa 800,- Euro schuldig. Die Firma hat die Rechnung beim Nachbarn mehrfach angemahnt, verzichtete zum Schluss aber darauf diese gerichtlich einzufordern. bis zum letzten Jahr kamen wir trotzdem recht gut miteinander aus, Kosten wurden sich geteilt, die Wartung der Anlage wurde gemeinsam ausgeführt. Größtenteils waren wir mit der Situation zufrieden.

Leider ist unser Nachbar im letzten Jahr verstorben. Seine Witwe wohnt nun allein mit der Tochter im Nachbarhaus. Die Tochter soll das Haus geerbt haben, es sollen 2 weitere Erben existieren.

Im vergangenen Jahr haben wir die Wartung der Anlage, sowie sämtliche laufende Kosten der Anlage (Stromkosten, Wartungsvertrag, Versicherung, Grundgebühr beim Versorger usw.) komplett alleine übernommen. Wir wollten Rücksicht auf die Familie nehmen. Nach ca. 12 Monaten sprach ich die Witwe und einen der Erben (die beiden anderen Erben sind mir nicht bekannt) an wie es nun weitergehen solle. Leider verlief dieses Gespräch überhaupt nicht konstruktiv. Die Wartung der Anlage können wir alleine übernehmen, an den laufenden Kosten will sich niemand beteiligen.

In einem ersten Schreiben habe ich den Erben die gemeinsame Erstellung eines Nutzungsvertrages angeboten. Dieses Schreiben sendete ich per Einschreiben mit Rückantwort. Ich erhielt keine Antwort.

In einem 2. Schreiben habe ich erneut die Erstellung eines gemeinsamen Nutzungsvertrages angeboten. Ich erlaubte mir hier eine Rechnung mit den jährlichen Kosten (natürlich anteilig auf die Bewohnerzahl) beizufügen. Ebenfalls per Einschreiben mit Rückschein. Ich erhielt keine Antwort.

Es besteht kein Grundbucheintrag (Abteilung 2) für mein Grundstück.

Ein Nutzungsvertrag existiert nicht.

Weder die Witwe noch die Erbengemeinschaft beteiligen sich an der Wartung oder den laufenden Kosten.

Besteht hier eine Rechtsgemeinschaft zwischen mir und der Erbengemeinschaft?

Kann diese Rechtsgemeinschaft aufgehoben werden, da sich die Gegenseite weigert sich an Kosten und Wartung zu beteiligen?

Darf ich das Nachbarhaus nach einer angemessenen Frist von der Kläranlage trennen?

Recht, Kläranlage, Nachbarschaft, Nachbarschaftsrecht, Nachbarschaftsstreit, Wirtschaft und Finanzen
2 Antworten
Grenztermin / Grenzabmarkung / Grundstücksgrenze? Ich sehe keine.....?

Hallo!

Vor einem halben Monat war ein Grenztermin mit öffentlich bestelltem Vermessungsingeneur.

Die Helma Wohnungsbaugesellschaft hat sich ein großes Grundstück mehere 1000m² neben meinem gekauft und eine Grenzfeststellung bzw. Teilung Ihres in mehrere kleine in Auftrag gegeben. Die Firma möchte dort Einfamilienhäuser errichten und diese verkaufen. Es handelt sich bei meinem um ein leeres unbebautes Grundstück....

Leider konnte ich an besagtem Termin nicht teilnehmen habe mich aber später mal vor Ort umgeschaut.

In den Unterlagen welche mir zugeschickt wurden sollten mehrere Grenzsteine bzw. Eisenrohre gesetzt werden. Leider konnte ich vor Ort die Grenzsteine welche an meinem Grundstück grenzen nicht ausmachen - soll heissen die Unterlagen(das Kataster) und die Realität stimmen nicht überein.

Lediglich ein Stein war ersichtlich.

Laut Schreiben des Vermessungsingeneurs habe ich noch ein paar Tage Zeit für einen Widerspruch bis die Grenze rechtswirksam wird.

Gerne möchte ich Widerspruch einlegen mit der bitte um Aufklärung wo die Grenzsteine nun sein sollen. Was passiert da jetzt eigentlich?

Brauche ich einen Anwalt? In dem Schreiben steht wortwörtlich Sie können innerhalb eines Monat nach Bekanntgabe Widerspruch erheben.....

Es handelt sich um eine Rechtsbehelfsbelehrung?

Können Kosten bei einem erfolglosen Widerspruch entstehen?

Recht, grenzbebauung, Grundstück, Nachbarn, Nachbarschaftsrecht, Nachbarschaftsstreit, Grundstücksgrenze
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Stehen an der Grenze vom Nachbargrundstück - Hausfriedensbruch?

Vor c.a 5 Jahren habe ich ein verlassenes Häuschen mit Garten gekauft. An das Haus sowie an dem Garten wurde vermutlich mehr als 10 Jahre nichts gemacht worden.

Eine direkte Nachbarin hat damit gerechnet (oder fast dafür gesorgt), dass das Haus abgerissen wird und dass damit der Wert Ihrer eigenen Immobilie gesteigert wird. Dass ich das Haus renoviert habe und den Garten zum Leben erweckt habe ist ihr natürlich ein Dorn im Auge.

Die Dame verpasst aber keine Gelegenheit mir das Leben schwer zu machen. Da ich mit meiner Schwerbehinderung genug zu leiden/tun habe möchte ich mich auf diesem Wege erstmal schlau machen, bevor ich tätig werde.

Ich habe an Sie folgende Fragen, hoffe man könnte mir Unklarheiten beseitigen:

1- Die Nachbarin hat an meine Grenze eine Erhöhung gemacht (mind. 70cm hoch, ca. 8m Lang) und mit Erde das ganze gefüllt. Durch Bepflanzung und Witterung ist das ganze Fundament auf mein Grundstück gerutscht/abgestürzt, kann ich verlangen, den Schaden zu beseitigen auch wenn das ganze Jahrelang zurückliegt? Ein Schiedsmann der VG meinte er kann nicht feststellen, dass die Erhöhung von der Nachbarin gemacht wurde oder vom Vorbesitzer. Spielt das eine Rolle?

2- Da, wie bereits erwähnt, das Haus und der Garten jahrelang unbenutzt wurden, hat die Nachbarin die Umstände genutzt um Bäume und Sträuche an der Grenze zu pflanzen, die den Abständen laut Nachbarrecht RLP nicht entsprechen. Schiedsmann vom VG sagt nun ich kann das Vergessen, weil das ganze verjährt ist (5 Jahre). Stimmt das? Kann ein Nachbar beim Fehlen eines Nachbars machen was er will?

3- Der Höhepunkt: an der Grundstücksgrenze der Nachbarin habe ich im Garten einen Geräteschuppen gebaut. Um die Hinterseite zu streichen habe ich das Grundstück der Nachbarin sehr kurzfristig betreten (nicht mal 30cm tief) und die Rückseite gestrichen. Zwischen den Grundstücken gibt es keine Grenze. Die Nachbarin meint nun schriftlich ich hätte Hausfriedensbruch begangen und ich soll das in Zukunft unterlassen. Wie ist hier die Rechtslage? Muss ich hier auch für Lapalien, die nicht 5 Minuten andauern das Betreten 2 Wochen vorher bei der Nachbarin anzeigen? Rein theoretisch stand ich sogar auf mein Grundstück, weil die Mauer wie unter 1. erwähnt wurde auf mein Grundstück gerutscht ist.

Vielen Dank für Ihre Hilfe

Recht, hausfriedensbruch, Nachbarschaftsrecht
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Wie nah darf der Nachbar ein Trampolin an die Grundstückgrenze stellen.?

Mein Nachbar hat schon letztes Jahr ein sehr großes Trampolin direkt an den Gartenzaun aufgebaut. Die Kinder sind schön am turnen gewesen. Alles kein Problem. Dieses Jahr hat er das Trampolin wieder so knapp hingestellt. Inzwischen turnen  die Kinder aus der ganzen Nachbarschaft darauf und werfen mit Lederfußbällen. An einem Tag flogen 5 Bälle zu uns aufs Grundstück, Tags darauf das gleiche Spiel. Ich wurde von einem Ball bei Gartenarbeiten getroffen. Ich bat die Kinder,besser aufzupassen,sonst werfe ich die Bälle nicht mehr zurück. Heute fing das Ganze wieder an, ich habe keinen Ball zurückgeworfen.  Habe den Kinder auch gesagt, dass sie nicht auf die Idee kommen sollen und in unseren Garten zu gehen, was sie schon öfters taten. Es sei erwähnt, dass wir einen Hund haben, der  auch mal im Garten ist. Leider konnten wir ihn bis jetzt nicht raus lassen, da er sofort an den Zaun rennt und bellt.Unser Schlafzimmer liegt ebenfalls zu dieser Seite hin. Meine Frau ist Krebskrank und braucht auch ihre Ruhe .Ich war bei der Nachbarin und habe das Problem geschildert und gefragt, ob das Trampolin nicht etwas höher gestellt werden könnte, wo Hecken sind. Sie müsse dies mit ihrem Mann besprechen. Bislang hatten wir immer ein gutes Nachbarschaftsverhältnis, wir haben vor ca. 12 Jahren sogar erlaubt, dass sie ihren Pflanzhügel an unsere Garage anschließen konnten.  Wäre schön, wenn ich den ein oder anderen Tipp bekommen könnte.

Nachbarschaft, Nachbarschaftsrecht
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Zaun vor Standard-Maschendrahtzaun im eigenem Grundstück ohne Zustimmung vom Nachbarn rechtens?

Hallo!

ich habe diesen Sommer vor, einen Zaun zu meinem Nachbarn hin zu errichten. Wir haben nicht viel miteinander zu tun, grüßen aber gelegentlich und hatten auch nie Probleme. Mein 1. Schritt wäre zu fragen, ob wir den aktuellen, kaputten und hässlichen ca. 1m hohen Maschendrahtzaun gänzlich entfernen und auf einen für beide designtechnisch passenden Sichtschutzzaun einigen. Dieser soll zur Straße hin flacher werden, sodass mein wir beide immer noch volle Einsicht in die Straße haben. Die Kosten würde ich tragen. Geht so ein "geteilter" Zaun überhaupt? Ich würde ein Kunststoff-Modell nehmen, welches absolut pflegeleicht und beständig ist. Die Montage würde ich ebenfalls von Profis machen lassen.

Wenn nun mein Nachbar dagegen ist und nicht mit sich reden lässt, könnte ich dann besagten Zaun wie oben beschrieben einfach vor den Maschendrahtzaun auf meiner Grundstücksseite platzieren? Natürlich so, dass er immer noch die Straße links und rechts sieht etc, ich aber nicht auf seine Mülltonnen gucken muss und er nicht auf meine Terasse?

An pflegt mein Nachbar seinen Garten sehr und ich denke, dieser Zaun würde uns beide zugute kommen. Licht wirkt keine große Sache sein, da der Zaun im toten Sonnenwinkel eines EFH liegt, und Pflanzen gibt es links/rechts vom Zaun auch nicht.

Garten, Nachbarschaftsrecht, Zaun, Einfriedung
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Ist Fussballspielen durch Kinder auf der Strasse erlaubt?

Wir wohnen in einem kleinen Dorf mit 700 Einwohnern in einem reinen Wohngebiet. Die Strasse die das Neubaugebiet (ca. 25 Häuser) erschliesst ist extrem wenig frequentiert - max. 5-10 Autos pro Stunde. Die Strasse ist extrem schmal und besitzt keinen Bürgersteig. Am Ende der Sackgasse ist ein kleiner Wendehammer. Meine Kinder und die Kinder der Nachbarschaft (alle Kinder sind zwischen 4 und 10 Jahre alt - in Summe ca. 7 Kinder) spielen des öfteren auf der Strasse und dem Wendehammer Fussball. Ein Anwohner der Wendeplatte beschwert sich massiv gegen das Spielen der Kinder und den damit verbundenen "Lärm". Er arbeitet des öfteren im Home-Office und fühlt sich durch die Kinder gestört. Er schickt die Kinder aggressiv von der Wendeplatte weg.

Meine Frage dazu: ist Fussballspielen auf dem Wendehammer erlaubt/toleriert ?

Ich habe dazu schon im Netz recherchiert und folgendes gefunden. Seit 2011 ist Kinderlärm laut Bundesemissionsschutzgesetz nicht mehr als Lärm einzustufen. Kinder unter 14 Jahren können laut sein, dies muss akzeptiert werden. Spielen ist auf Strassen laut STVO §31 eigentlich verboten, aber es soll nach VWV zu §31 STVO nicht dagegen vorgegangen werden, wenn es sich um Spielstrassen oder Strassen mit geringer Verkehrsbedeutung (weniger als 50 Autos pro Stunde) handelt.

Fußball, Recht, Jura, Kinder und Erziehung, Kinderlärm, Nachbarschaftsrecht, Nachbarschaftsstreit, Rechtslage, StVO
9 Antworten
nachbarn machen mich krank?

hallo ihr lieben und zwar habe ich folgendes problem und weiß einfach nicht mehr weiter. unsere nachbarn sind extrem nervig, entweder lassen sie so gut wie jeden tag etwas fallen oder treten irgendwas um, "gestöhne" das wie urmenschengeheule klingt und das bett was dann dementsprechend auf dem boden hin und her rutscht und wenn es das nicht ist unterhalten sie sich so laut als wären sie taub (und sie sind anfang 20) und zu dem kommt noch das sie JEDEN TAG in ihrer wohnung umher stampft als wäre sie ein elefant... vor ca einem jahr hätte ich das noch selbst in die hand genommen wenn ihr versteht was ich meine. nur bin ich im 8. monat schwanger und vernünftig geworden, mein freund sagt mir immer das es "normale" geräusche sind und ich dagegen nichts machen kann, aber ich sitze in der wohnung und die geräusche machen mich richtig krank oder wenn ich welche höre machen die mich mittlerweile so aggressiv das ich am liebsten einen hammer nehmen würde und ihr die beine damit brechen möchte. ich bin eigentlich ein friedlicher mensch aber irgendwann ist meine geduld auch vorbei, nun ist es so das ich schon immer gegen die heizung haue und es meistens auch was bewirkt nur kann ich ja schlecht wenn mein sohn da ist so weiter machen und eine dauerlösung ist es auch nicht. und der auszug ist in arbeit nur leider wissen wir noch nicht wann es so weit sein wird da es super schwierig ist eine wohnung zu finden und bis dahin muss einfach eine lösung gefunden sein... muss ich das einfach hinnehmen oder kann ich da irgendwas machen ohne das ich noch wahnsinnig werde?

Nachbarn, Nachbarschaftsrecht, Nachbarschaftsstreit
6 Antworten
Ab wann ist eine Sichtschutzhecke eine dichte Baumreihe?

Fichtenhecken sind besonders im Gebirge beliebt, weil es die schnellwachsenden Jungbäumchen gratis in umliegenden Wäldern in Massen gibt. Regelmäßig zurückgeschnitten, sind/werden es prächtige dauergrüne Sichtschutzhecken. Doch wehe, ein Grundstückseigentümer machte dies nicht und hat seine Fichtenhecke unmittelbar an seiner Grundstücksgrenze in den Himmel wachsen lassen.

Vor 30-50 Jahren hat das noch keinen gestört, weil A die Bäume noch nicht so hoch waren und B die meisten Grundstücke als Feriendomizile dienten. Seit den letzten Jahren findet zunehmend Umnutzung, gewollt und gefördert, zu Dauerwohnsitzen statt.

Leider beeinträchtigen einige 15-20 m hohe "Hecken", Baumreihen (?) erheblich die Wohnqualität durch Dauerbeschattung. Außerdem sind die Flachwurzler bei Stürmen ständige Gefahr, da sie bei Umsturz Nachbarschaftsbebauung treffen würden.

Für Heckenanpflanzung an Grundstücksgrenzen gibt es eindeutige Regelungen. Die Einspruchsfristen von 5-10 Jahren (je Bundesland) sind verstrichen. Die Streitereien nehmen zu. Gefunden habe ich keine eindeutigen Urteile, Handhabungen für BW.

Ein ansässiger RA hat im Eigeninteresse, EINE, nachmittags überschattende Fichte seiner Terrasse mit falschem Gutachten (sie wäre krank und würde sein Haus gefährden) zwangsfällen lassen. Der Baum war nach Fällung erwiesen gesund, hatte nur wenig überschattet, stand ca. 20 m von der Grundstücksgrenze entfernt und war bereits in der Höhe gestutzt. So gehts auch!

Mich beschäftigt die Frage, ab wann eine ursprüngliche Grenzbepflanzung/ Sichtschutzhecke als schützenswerter Baumbestand innerhalb eines Ortes gilt.

Ringsum ist Wirtschaftswald, in dem ständig Fichten mit modernen Großgeräten geerntet werden. Die düsteren, hohen Fichtenwände auf Grundstücksgrenzen sind schrecklich. Unten kahl, an den Seiten etwas gestutzt. Einige Eigentümer und Mieter haben bereits aufgegeben, weil sie nur noch Schatten haben und nicht dagegen angekommen sind. Neuansiedler stößt dies auch ab.

Mich als Mieter trifft es nicht so arg, aber paar Stunden mehr Sonne durch weniger nahe Fichten in Nachbars Garten würden auch meine Heizkosten bei 1000 m Höhe senken. Thema kühlende Schattenspender erübrigt sich in meiner Gegend.

Suche Argumente um Eigentümer und Gemeindeverantwortliche endlich zur Handlung zu bewegen.

Baum, Recht, Gefahren, Grundstück, Hecken, Nachbarschaftsrecht, Naturschutz
2 Antworten
Darf mein Nachbar sein Grundstück beliebig verwahrlosen lassen?

Leider habe ich direkt nebenan einen Problemfall wohnen. Mein Nachbar lässt sein Grundstück seit Jahren restlos verwahrlosen. Das bedeutet, dass auf mehreren hundert Quadratmetern Efeuranken, Ackerwinden und wilde Brombeeren alles überwuchern. Mittlerweile wachsen seine Brombeerranken und sein Efeugestrüpp auf einer Länge von ca. 50 Metern durch meine Thujahecke in meinen Garten und verursachen viel Arbeit und meine kleinen Kinder verletzen sich oft an den Brombeerranken. So schnell wie die wachsen, kann ich die gar nicht entfernen.

Ich kann meine Hecke nicht mehr schneiden, jedenfalls nicht auf seiner Seite. Auf dem Nachbargundstück ist es auf mehreren hundert Quadratmetern schätzungsweise bis in eine Höhe von drei bis vier Metern so dermassen zugewuchert, dass ich da selbst mit einem Buschmesser nicht durchkäme. Reden kann man mit dem Nachbarn nicht. Habe ich Jahre lang versucht. Erst kam: Ja ja, mache ich - und dann passiert nichts. Mittlerweile ist der prollige, meist angetrunkene, Kette rauchende Nachbar nur noch hochaggressiv. Reden ist hier müßig. Ohne Druckmittel passiert hier nichts.

Wie kann ich dagegen legal vorgehen? Kann ich gerichtlich durchsetzen, dass er das entfernt? Kann ich einen Schiedsmann einschalten? Wenn ja, aufgrund welcher Gesetze, Paragraphen, Gerichtsurteile?

Garten, Grenze, Nachbarn, Nachbarschaft, Nachbarschaftsrecht, Hecke, Grundstücksgrenze
11 Antworten
Gabionenwand (4m x1,80m x 0,25m, ca. 2 Tonnen schwer) als Zaun direkt an Grenze: Anzeigepflicht durch Nachbar?

Der Bauherr direkt neben uns hat ohne Mitteilung an uns einen Gabionenzaun direkt an der Grenze zu unserem Garten aufgestellt, unmittelbar vor unser Terrassengeländer, zwischen unserem und einem von ihm als Investor erstellten Reihenhaus (wobei beide Reihenhäuser leider direkt verbunden sind, er hat seines als Investor erstellt und will es teuer verkaufen). Wir waren gerade ein paar Tage verreist und haben dies nach Rückkehr mit Entsetzen festgestellt. Jetzt können wir nicht einmal mehr unser Terrassengeländer reparieren, da er den Zugang komplett zugestellt hat. In der Baugenehmigung für sein inzwischen fast fertiges Haus war keine Gabionenwand an der Grenze zu uns ausgewiesen. Anhand der von uns bestimmten Abmessungen hat dieser Zaun ein Gewicht von ca. 2100 kg, also über 2 Tonnen (laut Gabionenrechner im Internet). Wir befürchten nun unter anderem eine besondere statische Belastung mit der Gefahr der Absackung des ohnehin vor ca. 20 Jahren bereits abgesackten Geländes, in nur ca. 200 m Luftlinien-Entfernung von einem großen Fluss mit toten Armen, auch ganz in der Nähe unseres Grundstücks.

Ist eine so schwere Wand nicht vorher absprachepflichtig? Sind hierfür nicht auch vorher Berechnungen eines Statikers erforderlich? Muss ich das dulden?

Ist eine derart schwere Mauer nicht auch durch das Bauamt genehmigungspflichtig, mit genauen Angaben von Maßen, Gewicht und Aufstellungsort?

(Anmerkung: Dieser Investor hat auffallend viele Merkmale mit Donald Trump gemeinsam: materiell sehr reich, in der Immobilienbranche tätig, arrogant, gierig, rücksichtslos, skrupellos, daher keine normale verlässliche Kommunikation möglich!).
Wir fühlen uns wie David gegen Goliath!

Wer weiß Rat oder hat Erfahrung? Danke im Voraus.

Baurecht, Nachbarschaftsrecht, Grundstücksgrenze
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Überbau mit Vorsprung bei Direktanbau auf meine Hauswand. Muß ich da was dulden, wenn die Baugenehmigung einen bündigen Anbau vorsieht?

Mein reicher Nachbar hat bei seinem Anbau meine Hauswand überbaut, um 1-2 cm in der Breite über die gesamte Haushöhe, und noch dazu mit einem Vorsprung von 5-6 cm nach vorne. Die Baugenehmigung sieht einen bündigen Anbau vor.

Meine Aufforderung über einen Anwalt für Baurecht, den Vorsprung und den Überbau auf meine Hauswand rückzubauen, hat er ignoriert. Sein Anwalt hat an meinen Anwalt geschrieben, es bestehe kein Überbau, und überhaupt könne der Bauherr, eine GmbH, sich erst in 4 Wochen - nach angeblichem Urlaub - damit befassen. Nun stelle ich plötzlich fest, dass er wohl durch angeblichen Urlaub ablenken wollte und in Ruhe weitergemacht hat. Ständig waren mehrere Handwerker vor Ort, und auch der Bauleiter.

Heute Abend musste ich feststellen, dass er sogar Handwerker auf mein Grundstück geschickt hat, die den Vorsprung noch mit zusätzlichem Material versehen haben, sodaß es jetzt schwieriger ist, genau nachzusehen, wie weit er über meine Hauswand gebaut hat. Das Vorgehen war von vorneherein geplant. Eine Ankündigung, dass er seine Handwerker auf mein Grundstück schickt, hat er unterlassen. Das hätten wir auch nicht zugelassen, vor Klärung des Überbaus.

Wir haben vorher mehrere Fotos angefertigt, und haben Zeugen. Statt uns zu antworten bzw. den Rückbau zu veranlassen, hat er weiter gemacht. Ich finde das dreist und hinterhältig und einer Anzeige wert.

Ich meine auch, das Bauaufsichtsamt müsste der Sache nachgehen. Laut Anwalt muss ich jedoch damit rechnen, dass die den Vorsprung im Rahmen von Toleranz gelten lassen und der Nachbar alles belassen kann. Dies verstehe ich nicht, da das Amt doch sonst so penibel ist.

Daher wüßte ich gerne, ob jemand Erfahrungen mit Überbau und dessen Umgang durch das Bauamt hat, oder vlt sogar mit einer dem Bauamt übergeordneten Behörde.

Vielen Dank im Voraus.

Bauamt, Baurecht, Bauwesen, Nachbarschaftsrecht
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