Wird im Islam von Unverheirateten wirklich offiziell dauerhaft völlige sexuelle Enthaltsamkeit erwartet, ist das nicht unmenschlich und ungerecht?

In der "Welt" stand 2008:

Die Stufen, die zu Ahmed Muhammad Sayyids Wohnung führen, sind in der Mitte abgenutzt. Die Zeit hat an ihnen genagt, wie auch an Sayyid selbst. Früher hatte er einen guten Arbeitsplatz und die Chance zu heiraten. Aber die Familie seiner Verlobten löste die Verbindung nach zwei Jahren auf, weil er nicht genug Geld für Wohnung und Möbel aufbringen konnte.
Sayyid verfiel in eine Depression und verlor 20 Kilogramm Körpergewicht. Monatelang saß er zuhause und tat nur eines: im Koran lesen. Nun, mit 28 Jahren und einem Diplom in Tourismus in der Tasche, lebt er wieder bei seiner Mutter und verdient als Fahrer kaum 100 Dollar im Monat. 

https://www.welt.de/politik/article1772643/Islam-ist-fuer-junge-Muslime-Ersatz-fuer-die-Ehe.html

Jetzt meine Frage:

1. Ist es unmenschlich, wenn im Islam erwartet wird, dass junge Leute, nur weil sie es sich nicht leisten können zu heiraten, vollkommen auf Liebe und Sexualität verzichten müssen und vollkommen enthaltsam leben müssen, auch wenn es ihnen dabei total schlecht geht ?

2. Ist es ungerecht, weil reiche und wohlhabende Muslime, die es sich leisten können zu heiraten, dann auch Sex haben können, aber arme Muslime, nur weil die sich das Heiraten und die Ehe finanziell nicht leisten können, deshalb auf Liebe und Sexualität verzichten müssen?

Ja, das ist unmenschlich und ungerecht 67%
Nein, das ist nicht unmenschlich und ungerecht 22%
Andere Antwort 11%
Liebe, Religion, Islam, Sex, Sexualität, Gesundheit und Medizin, Koran, Mohammed, Muslime
Wie die Eltern davon überzeugen, nicht nachts zum Essen aufzustehen während Ramadan?

Ich habe 51 CP an Unikursen (um nur noch in einem Semester abzuschließen) und muss wohl oder übel an den komischen Ritualen meiner Familie teilnehmen, am Ramadan-Fasten.

Dass ich aus Überzeugung daran teilnahm, das war einmal.

Was absolut gar nicht geht, ist dass REM-Schlafphasen verloren gehen, und ich mein mir hart erarbeitetes Gedächtnis nicht ruinieren möchte.

(Es gibt genug Forschungspapiere, die die geistetsschädliche Wirkung vom Ramad

Also, an kompetente Muslime:

Das Argument der Eltern ist, dass das nächtliche Essen (Suhur) ein "Segen"(Definition? Algebraik? Messbarkeit?) sei (zumindest nicht für mich), laut dem Propheten.

Meine Vorlage als Gegenargument: Ich habe, vorausgesetzt es läuft optimal, nur noch ein Semester bis zur Bachelor-Arbeit, und dafür muss ich topfit sein.

Dann kann ich zum Ausgleich des "Segens" (Ich verweise auf die Inkonsistenz dieses Modells) einfach alle Sunnah-Gebete durchführen (mache ich natürlich auf keinen Fall) - Außerdem gibt Allah doch einem Menschen nicht das auf, was er einfach nicht kann.

Aber da meinen Eltern Wissenschaft egal ist, und sie eine Hybris basierend auf tribalistischen Traditionen besitzen, würde ich auch Meinungen von "Gelehrten" begrüßen.

Nun denn, wie könnte ich mit Koran und Sunnah mein Vorhaben rechtfertigen?

Religion, Islam, Schule, Eltern, Psychologie, fasten, Koran, Mohammed, Muslime, Ramadan, Sunnah, Philosophie und Gesellschaft
Mohammed ibn Abdallah zum Thema Humor?

Vielleicht ein paar kurze Worte zu mir, dass ihr wisst, wo ich wissenstechnisch stehe:

Ich bin kein Muslim, aber am Islam interessiert. Unter anderem, weil ich mir sehr unschlüssig darüber bin, wie ich ihn unabhängig von dem was die Leute daraus machen, qualitativ einordnen soll.

Ich habe deshalb die Sira gelesen. Ich habe auch den Koran in der Übersetzung von Max Henning gelesen (ich weiß, das es nicht die allerbeste Übersetzung ist). Ich habe mir beim Lesen der Sira und des Korans viel Zeit genommen und einiges unterstrichen. Ich habe den Koran auch noch in anderen Übersetzungen kennengelernt, allerdings nur in Hörbuchfassung. Die dritte wichtige islamische Quelle, die Hadithe, kenne ich nur sehr vereinzelt. Ich habe nur wenige von ihnen gelesen & und alle stammten aus der Sammlung von Sahih al Bukhari.

Jetzt ist es so, das es Gewaltakte gegen Menschen gibt, die Mohammed parodieren. Einige Muslime sehen da keinen Spaß z.b. Pierre Vogel. Andere Muslime sind davon überzeugt, dass Mohammed auch Spaß verstanden hätte. Aber wichtig bleibt, was geschrieben steht:

Gibt es in den Hadithen eine Stelle, wo Mohammed sich zum Thema Humor äußert. Oder eine Stelle, wo er selber Gebrauch von Humor macht. Ich habe von einem Hadith gehört, wo Mohamed die Schönheit von Aisha mit einem Fleischbrot Gericht vergleicht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass er das mit viel Humor gemeint hat. Aber das bleibt auch nur eine vage Interpretation von mir. Steht vielleicht sogar etwas in der Sira oder im Koran dazu? Ich kann mich nicht erinnern, etwas dazu gelesen zu haben.

Wenn ihr diese Frage beantwortet, dann bitte bringt mir Textbelege. Ich frage nicht nach eurer Einschätzung oder nach eurem Bauchgefühl, sondern möchte Quellen. Ihr könnt mir auch schreiben, dass es dazu keine Quellen gibt & man das ganze nachgefühl beurteilen muss. Also wenn dem denn auch wirklich so ist natuerlich!

Religion, Islam, Politik, Agnostizismus, Allah, Atheismus, Gott, Islamismus, Koran, Mohammed, hadithen, Islamkritik, Philosophie und Gesellschaft
Ist das eine psychologische Erklärung dafür, warum sich Mohammed den Islam (bewusst oder sogar unbewusst) ausgedacht hat?

Erstmal die Fakten, die große Probleme für Mohammed darstellen :

  1. Mohammed ist als Waise ohne Geschwister aufgewachsen.
Mohammed wurde in der arabischen Stadt  Mekka als Familienmitglied der  Banū Hāschim aus dem vorherrschenden  Stamm der  Quraisch geboren. Sein Vater  ʿAbdallāh starb wahrscheinlich vor Mohammeds Geburt um das Jahr 570. Seine Mutter  Āmina bint Wahb starb um das Jahr 577.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed#Herkunft_und_Familie

nCw5j-FrGMgW3xl0KkAvAWTKIk9PDWyBAaA3rXas8qA51s4mRofkp3ujDEhMOElu0XaCFoSc4zeCthLwtHpw03y6rHmYSxS4mQdbkw

2.Mohammed hat sich in der Gesellschaft unwohl gefühlt und die Sitten der Araber als unmoralisch gesehen.

  • In Sure 33:33 werden die Frauen Mohammeds aufgefordert, in ihrem Haus zu bleiben und sich nicht nach Art der ersten Dschāhiliyya (الجاهلية الأولى / al-ǧāhilīya al-ūlā) herauszuputzen. Die Stelle steht in einer Passage, die auf das Jahr 5 der Hidschra datiert wird.[6]

Mit "Dschahiliyya" beschreibt Mohammed die Zeit, bevor er zum Propheten geworden ist, als unsittlich und unaufgeklärt. (Wenn der Koran von Mohammed stammen würde)

Nun könnte ja Mohammed bewusst oder sogar unbewusst den Islam gegründet haben, um seine 2 großen Probleme loszuwerden.

Man denke daran, dass immer die Rede von "Geschwister im Islam", "Brüder im Glauben", "Muslime sind untereinander wie Geschwister",... in den Habiten und im Koran ist. Das heisst Mohammed hätte somit sein Bedürfnis nach einer biologischen Familie mit einer religiösen Familie gestillt. Problem 1 wäre für ihn also gelöst.

Die Gläubigen sind doch Brüder. So stiftet Frieden zwischen euren beiden Brüdern und fürchtet Allah, auf daß ihr Erbarmen finden möget

Koran Sura 49, Vers 10.

Und Problem 2 hat er gelöst, indem er die traditionellen Normen mit seinen eigenen (religiösen) ersetzt hat.

Religion, Islam, Wahrheit, Gott, Koran, Mohammed, Muslime, Religionskritik, Philosophie und Gesellschaft

Meistgelesene Fragen zum Thema Mohammed