Mein Vater glaubt mir nicht, dass ich Trans* bin?

Hallo... Mein Name ist Robin, ich bin 15 und ftm.

Am Anfang wo ich mich geoutet hatte, war mein Vater noch vollkommen supportive und hat mich sogar Robin genannt, aber dann habe ich durch den Stress durch soziale Interaktion mit Tics angeeignet (hab’s mittlerweile unter kontrolle), weshalb er jetzt denkt, dass ich diese „Probleme“ wegen der Aufmerksamkeit habe.

Er glaubt, dass wenn er mich jetzt so akzeptiert, ich ein noch schlimmeres Problem bekomme und meint, dass ich nur schwer depressiv bin.

Ich will nur noch liegen bleiben und darauf warten, dass ich sterbe. Ich heule fast jede Nacht durch (unglaublich peinlich), aber sorge immer dafür dass es keiner mitbekommt wenn es mir schlecht geht und er nicht meint, dass ich das für Aufmerksamkeit mache. Aber genau das tut er.

Ich sage ihm die oben genannte Information nicht, weil er dann denken würde, dass ich ihm das sage um Aufmerksamkeit zu kriegen.

Ich wünschte ich wäre nie geboren worden. Mein Leben war schon immer scheisse. Ich habe mich immer nicht wohl in meinem Körper gefühlt - Gott ich hatte sogar einen Ausraster, weil ich nicht ins Jungsteam durfte, wo ich ganz laut geschrien habe, dass ich kein Mädchen bin!

Hätte ich nur früher gewusst, dass es so etwas gibt, hätte ich mich vielleicht bei meiner konservativ weiblichen Mutter durchgesetzt und hätte mehr auf meine Gefühle gehört.

Dann hätte mir mein Vater vielleicht eher geglaubt, als wenn ich mich erst mit 13 geoutet hätte.

Was kann ich nur tun, dass er mir glaubt? Ich halte das nicht bis Ende des Jahres aus... Dann würde ich einfach abhauen..

Und mit ihm reden kann ich nicht, weil er immer denkt, dass er recht hat. (Er ist ein bisschen narzisstisch) Ich weiß einfach echt nicht mehr weiter...

Familie, Freundschaft, Psychologie, Liebe und Beziehung, Transgender, Transsexualität, FtM, LGBTQ
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Warum denkt unsere (wir alle) Gesellschaft so und finden es vollkommen ok?

Wir leben im Jahr 2020 und wir sind die hochentwickelste Gesellschaft die je in unserem Land gelebt hat.

  • Wir setzen uns für die LGBT/Q Gemeinschaft ein und sind aufgeklärt wer sich wie fühl.
  • Wir setzen uns für psychische Erkrankungen ein und sind aufgeklärt wer sich wie fühlt.
  • Wir setzen uns für Geschlechter ein und sind aufgeklärt wie sich wer fühlt.
  • Wir setzen uns für Sexualitäten ein und sind aufgeklärt und wissen wie sich wer fühlt.

Wir alle wissen genau wer sich angesprochen fühlt wenn man Worte wie "K@nacke" benutzt. Wir wissen genau wer sich angesprochen fühlt wenn man Worte wie "Schwuxxtel" benutzt.

Doch warum sind wir die Gesellschaft nicht genauso aufgeklärt und setzen uns ein für behinderte Menschen? Warum gibt es kaum allgemeines Wissen über Behinderungen? Warum gehört es nicht dazu sich über die 7,8 millionen behinrten Menschen in Deutschland zu informieren?

Warum kennt kaum jemand den Unterschied zwischen einer rechtlich anerkannten Behinderung und einer medizinisch diagnostizierten Behinderung?

Kaum jemand weiß, was Behinderungen sind und was Krankheiten.

Kaum jemand weiß, in was man Behinderungen unterteilt:

  • körperliche Behinderung
  • geistige Behinderung
  • seelische Behinderungen
  • Sehbehinderung
  • Hörbehinderung
  • Mehrfachbehinderung

Es gibt so viel unkorrekte Dinge die Menschen auch im Netz über behinderte Menschen erzählen und es wird als "in Ordnung" angesehen. Würde man sich so mit zb der LGBT Gruppe so umgehen, wäre das ein großes Unding.

Die Gesellschaft sagt, dass wenn man über behinderte Menschen spricht klar ist dass man "nur" Menschen mit geistiger Behinderung meint. Nein! Das ist schlicht Klischee und falsch.

Genauso Klischee und falsches Klischee wie wenn man sagt, dass sich Lesben Dildos umschnallen oder dass Transgender nur aus Spass hin und her switschen oder wer weiß welche Klischees es noch gibt.

Wenn Leute sich gegenseitig gerne als geistig Behindert bezeichnen wollen, dann können sie das tun wie sie wollen. Aber in Punkto Behindert verhält sich jeder wie 2Bough bevor ihn Rezo zurechtgewiesen hat und erzähl Dinge die mit der Realität nichts zutun haben.

In einer Zeit in der man erzählt, dass man eine "informierte Gesellschaft" ist. Dass man es zulässt eine Gruppe von Menschen vollkommen unrecht tut, ist etwas lahm.

Denn wie gesagt, wenn es um Sexualität oder ähnliches ginge würde es eine Frage der Ehre sein sich einzusetzen und es richtig zu stellen.

Jahrzehnte kämpfen behinderte Menschen dafür selbst zu entscheiden wie und wo sie Leben wollen. Demnächst wird ein Gesetz erlassen in dem der Staat behinderte Menschen dazu zwingen kann in ein Pflegeheim zu ziehen obwohl sie ein Zuhause haben in dem sie gepflegt werden können.

Juckt es irgendwen?

Gibt es ein Hashtag freehandicappedpeople?

Finden wir es in Ordnung dass es 7,8 millionen Menschen in Deutschland gibt für die es nicht selbstverständlich zu sein hat ihr Leben selbst zu gestalten?

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Ich darf meiner besten Freundin nicht von meiner Beziehung erzählen?

Ich bin in einer Beziehung seit 1 1/3 Monaten und ich darf meine besten Freundin nichts davon erzählen. Die Lage ist diese:

Ich bin in einer Beziehung mit einem Mädchen (bin selber auch ein Mädchen). Meine feste Freundin hat einen Bruder. Dieser Bruder ist der feste Freund meiner besten Freundin.

Meine feste Freundin und ich halten unsere Beziehung gerade noch geheim, weil es etwas schwierig ist, da wir beide Mädchen sind und unsere Familien leicht homophob (Ihren Bruder jedoch ausgeschlossen, er hat kein Problem damit und kann auch Geheimnisse gut für sich behalten.) Ich bin Übriges auch gut mit ihrem Bruder befreundet.

Ich würde meiner besten Freundin zu gern von meinem Geheimnis erzählen, doch meine feste Freundin mag sie nicht besonders und traut ihr nicht und denkt sie würde ihrem Bruder davon erzählen. Dies möchte sie nicht, da sie ihm selber davon erzählen möchte.

Sie möchte ihren Bruder andererseits auch nicht drauf ansprechen und warten bis er sie darauf anspricht, was eigentlich zwischen uns läuft, denn er weiß, dass da was ist. Mir scheint aber, dass er nie fragen wird.
Ich möchte meine feste Freundin nicht drängen und ihre Grenzen akzeptieren, aber anderseits möchte ich meiner besten Freundin auch nichts vorenthalten.

Wie verhalte ich mich richtig?

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Wenn die sexuelle Orientierung eines Menschen so vielschichtig und komplex ist, warum labeln sich dann die meisten? Ist es bei ihnen wirklich so eindeutig?

Hallo zusammen,

diese Frage geht mir seit einiger Zeit nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin 18, werde bald 19 und habe in der Vergangenheit sehr viel Zeit damit verbracht, mich mit meiner sexuellen Orientierung zu beschäftigen, wobei ich immer wieder in eine Sackgasse geraten bin.

Es fällt mir unglaublich schwer, meine sexuelle Orientierung zu definieren. Wenn ich mich für ein Label entschieden habe, dann bin ich mir im Nachhinein nie sicher, ob es auch wirklich meinen ganzen Charakter abdeckt. Es gibt Zeiten, da bin ich der festen Überzeugung ich sei schwul, dann Augenblicke, wo ich der festen Überzeugung bin, ich sei hetero und auch Momente, wo ich denke, ich bin bisexuell. Alles darüber hinaus verwirrt mich dann immer noch mehr.

Letztendlich begnüge ich mich mit der Antwort, dass meine Sexualität ein Spektrum ist und sich nicht so leicht in eine Schublade stecken lässt.

Aber irgendwie bin ich immer noch unzufrieden. Das kann doch nicht nur bei mir so sein? Die ganze Welt definiert sich, steckt sich in eine Schublade und legt sich Label auf. Das scheint so einfach.

Warum kriege ich das nicht hin? Passen die meisten anderen Menschen wirklich in diese Schubladen, in die sich stecken? Ist es bei ihnen so eindeutig? Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Ich denke mir, dass sich doch viele dann "inkorrekt" labeln, oder?

Alle erwarten von mir, dass ich mich positioniere: einerseits will ich das nicht, doch andererseits sehnt es mich nach Klarheit und ich halte diesen Druck nicht aus, zu sagen, ich brauche kein Label.

Dann höre ich nur dumme Kommentare von allen, denen ich innerlich nicht standhalten kann.

Hoffe mir kann jemand helfen. Und danke an jeden, der sich die Mühe gemacht hat, den Text durchzulesen.

Menschen, Label, Sexualität, Psychologie, Liebe und Beziehung, sexuelle orientierung, LGBTQ
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Sind Lesben in der Gesellschaft priviligierter als Schwule?

Ich hab ein Social Experiment Video gesehen wo eine Frau andere Frauen nacheinander auf der Straße angesprochen hat und nach nem Date fragte. Sie waren alle super höflich. Einige haben zugesagt. Andere Frauen sagten nur höflich sowas wie:“ Entschuldige bitte, aber ich stehe auf Männer.“ aber trotzdem immer super höflich geblieben.

Ich kann mir vorstellen, dass, wenn das ein Mann bei anderen Männern versucht, er vielleicht ausgelacht, beleidigt, bespuckt oder sogar von einigen geschubst oder geschlagen würde.

Wenn eine Frau sich outet, dann reagieren die meisten sehr süß und lieb und verständnisvoll. Wenn ein Mann sich outet, muss er mit den krassesten Reaktionen rechnen.

Man sieht häufig, wie weibliche beste Freunde hand in hand zusammen rumlaufen, obwohl sie nicht mal lesbisch sind. Aber sie sind privilegiert, da es niemanden juckt. Bei zwei Männern würden viele starren.

Manchmal geben Frauen sich gegenseitig Küsse auf die Wange, freundschaftlich, was ja auch ok ist. Aber bei zwei Männern würden viele es sehr außerirdisch finden.

Habe erlebt, dass zwei weibliche Freunde von mir, als wir uns alle mit mehreren Freundne tragen, zu zweit zusammen auf der Couch lagen und sich streichelten. Wenn das zwei Männer gewesen wären, hätten alle gestarrt oder gelacht oder irgendwas...

ich könnte noch viele weitere Beispiele aufzählen, aber ich denke ihr wisst was ich meine.

Sind lesbische Frauen oder sagen wir mal Frauen in der Hinsicht generell priviligierter ? Eine Frau könnte mit jedem Menschen Zärtlichkeiten austauschen, unabhängig vom Geschlecht. Aber ein Mann sollte es besser nur mit einer Frau machen, weil er sonst nicht immer in Ruhe gelassen wird.

Ist das so ?

Und wenn ja: WIESO ?

ich frage mich das seit Jahren.

Leben, Gesundheit, Freundschaft, schwul, Sexualität, Psychologie, Gay, Gesellschaft, lesbisch, Liebe und Beziehung, LGBT, LGBTQ
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