Als 32-jährige Trans in einer Beziehung mit einem 79-jährigen und seine Familie ist kritisch?

Yuhu liebe Leute,

ich bin die Steffi, 32 Jahre alt und seit meines Lebens Trans. Ich lebe also als Frau in einem Männerkörper, wobei ich den letzten Schritt zur geschlechtlichen Angleichung nicht machen werde. Dafür habe ich mein aktuelles Genitalteil einfach viel zu gern und auch zu viel Angst, nach einer solchen Operation sämtliche Lust zu verlieren. Darum soll es aber heute nicht gehen.

Und zwar fande ich schon immer sehr alte Herren sehr anziehend. Ich hatte zwar schon viele (auch sexuelle) Begegnungen mit gleichaltrigen, jüngeren oder nur ein wenig älteren Herren, aber die konnten mir nie so das Gefühl der Zufriedenheit geben.

Seit zwei Jahren wohne ich mit einem 79-jährigen Witwer zusammen, der zwar sehr gebrechlich, aber überwiegend selbstständig ist. Ich will sagen, dass es eigentlich eine Beziehung ist, ich die Verbindung jedenfalls als solche einordne. Ich helfe ihm nach meiner Arbeit im Alltag, beschäftige mich mit ihm (spiele mit ihm bspw. Spiele, wir gehen spazieren und einkaufen, führen lange und intensive Gespräche) und unterstütze ihn bei Dingen, die er einfach nicht mehr so gut allein bewätigen kann. Wir haben auch ein wirklich regelmäßiges und intensives sexuelles Miteinander. Er behandelt mich als vollwertige Frau, geht auf mich ein, ist zärtlich und sagt mir immer wieder, dass - wenn es biologisch nur machbar wäre - er gerne ein Kind mit mir hätte. Ich fühle mich dabei vollkommen zufrieden, erfüllt und kann mir dabei einfach nichts anderes Wünschen. Dabei stört es mich auch nicht, dass er bspw. im Bett nicht die Power bringen kann wie ein wesentlich jüngerer. Ich genieße den Sex mit ihm einfach. Für mich ist das auch keinesfalls eklig oder so.

Wir leben finanziell auf jeweils eigenen Beinen. Meinerseits stehen auch keinerlei finanziellen Interessen hinter meiner Beziehung zu ihm.

Jetzt haben wir nur das Problem mit seiner Familie, die ihn im Notfall auch rechtlich vertreten wird, im Falle er nicht mehr allein entscheiden kann. Die hasst mich wirklich sehr und wir gehen uns - wenn seine Angehörigen bei uns zu Besuch sind - auch ständig aus dem Weg. Ansonsten werde ich von diesen Leuten wild beschimpft und beleidigt.

Er ist eben schon alt und gegen die biologische Uhr können wir alle leider nichts tun. Ich hab einfach eine riesen Angst, dass der Zeitpunkt näher rückt und ich ihn dann gezwungenermaßen verlassen muss.

Ich bin wirklich ratlos, was ich in diesem Fall tun kann. Ich möchte ihn einfach nicht verlassen und bin sogar bereit, ihn später einmal zu pflegen und mich um ihn zu kümmern. Er ist so ein lieber und toller Mensch, der viel Liebe, Zuneigung und Sex verdient hat. Der einfach glücklich gemacht werden muss.

Habt ihr einen Rat, was ich am besten machen kann oder wie ich mich künftig gegenüber seiner Familie verhalten soll?

Schon jetzt vielen lieben Dank fürs Lesen!

Liebe Grüße Steffi

Liebe, Senioren, Freundschaft, Beziehung, Sex, Psychologie, Liebe und Beziehung, Transgender, Transsexualität
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Ist es sexistisch Transgender zu sein?

VORAB:

Ich habe nichts gegen Transgender, ich akzeptiere jeden, so wie er ist und jeder soll das machen, was er will, jedoch ist das einfach Frage, die ich mir schon öfter stelle

Ich sehe es so:

Zwischen Männern und Frauen gibt es keine Unterschiede. (Körperlich schon, aber jeder Frau darf das gleiche wie ein Mann und ein Mann genau das gleiche, was Frauen machen)

Und ich hab mir schon mehrere Dokus gesehen, wo die Transgender sowas sagen wie: (Beispiel war zuerst ein Junge und dann ein Mädchen)

„Ich hab schon als Kind immer den Mädchen gespielt und nicht mit den Jungs und ich hab mich auch schon immer als Prinzessin verkleidet“ usw.

Und da frag ich mich halt irgendwie, dass man das ja auch einfach als Junge machen kann.

Um das machen zu können muss man ja kein Mädchen werden.

Ich kann verstehen, dass es einen Unterschied gibt, ob man als Mann oder Frau geboren wird, aber im Grunde genommen ist es doch nur das Aussehen, was anders ist und ist es bei den Personen dann einfach so, dass die Leute unbedingt eine Vagina und Brüste haben wollen (oder einen Penis, kommt drauf an von welchem Geschlecht man wechselt, aber jetzt bei diesem Beispiel)?

Oder, was ich mir am ehesten vorstellen kann ist einfach, dass sie unbedingt die Sachen möchten, die das andere Geschlecht macht und sie wollen dabei nicht blöd angeguckt werden und möchten deswegen unbedingt das andere Geschlecht werden und wollen dann halt einfach alle Sachen machen, die das andere Geschlecht mehr macht, weil sie daran mehr Spaß haben.

also so typische Sachen wie Ballett tanzen nur Mädchen oder sowas.
aber die Sachen kann man ja auch einfach als junge machen

Oder wenn man sich schminken will, dann kann man sich ja auch als junge schminken, man darf ja alles machen, was man will nur weil die meisten Mädchen sich schminken, heißt das ja nicht, dass man sich am Junge nicht schminken darf.

Ihr könnt ja eure Meinung dazu schreiben oder ob ich das alles etwas falsch sehe 🙈

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Kann mir jemand das Transgender sein erklären?

Hey,

Seit der Debatte um JK Rowling befasst mich das Thema sehr, ich habe versucht mich diesbezüglich etwas zu belesen aber irgendwie kann ich es noch nicht ganz verstehen. Ich möchte hier aber nochmal erwähnen, dass ich niemanden beleidigen oder angreifen möchte, wenn ich mich also falsch ausdrücke, tut es mir Leid, sagt mir dann gerne Bescheid, sodass ich daraus lernen kann.

Ich möchte ein wenig persönliche Vorgeschichte zu dieser Frage geben.

Meine Mutter war sehr lange mit meinem Vater verheiratet, sie haben sich getrennt als ich sehr jung war, seitdem, etwa 15 Jahre hatte sie drei Beziehungen zu Frauen. Ich bin also mit einer lesbischen Mutter aufgewachsen.

Ich weiß, dass die Sexualität unabhängig von dem Geschlecht ist. Es ist allerdings so, dass meine Mutter auf diese typisch pragmatische Weise maskulin ist. Ihre Handtasche ist ihr Werkzeugkoffer und den Sinn von Deko wird sie wohl nie verstehen. Das sind nur kleine Beispiele, die ein grobes Bild von ihr geben sollen.

Denn auch wenn sie vermutlich einen "guten" oder vllt eher glaubwürdigen Mann abgeben würde, sieht sie sich niemals als solchen. Beschwert sich sogar des öfteren über Briefe die an sie als Herr adressiert werden.

Und auch ich war als Kind ein richtiger Tomboy, hatte kurze Haare eine Badehose und mädchensachen fand ich aus Prinzip schon schei*e.

Auch heute bin ich nicht die typische Frau, komme diesbezüglich stark nach meiner Mutter, aber ich hatte nie den Wunsch ein Mann zu sein. Selbst wenn ich dafür nur mit dem Finger schnipsen müsste.

Wenn ich also über Transgender lese, sehe ich immer Begründungen dafür das man die Rolle des anderen Geschlechts lieber hat. Aber es kann doch auch jeder Mann Ballett machen, Frauenzeitschriften lesen und pink mögen, das macht ihn doch nicht zur Frau, sondern zu einem Menschen der diese Dinge mag. Deshalb verstehe ich nicht ganz was einen zum anderen Geschlecht macht?

Geschlecht, Liebe und Beziehung, Transgender
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Keine Gendereuphorie?

Hallo, ich hab so ein bisschen das Gefühl, dass ich mich schon wieder in was hineinsteigere, aber irgendwie ist es schon merkwürdig...

Also, ich bin Robin, 15 und ftm (also Transsexuell).Ich stehe immer noch vor meinem Termin in der UkM (auf den ich schon fast ein Jahr warte) weil dieser wegen Corona erst Ende des Jahres imstande kommt (wenn überhaupt)...

Naja. Mir ist aufgefallen, dass richtig viele Menschen, die dann endlich richtig „gegendered“ werden extrem euphorisch werden.

Naja, bei mir ist es nicht so. Es fühlt sich für mich einfach an, als wäre es normal so.
Klar das erste mal als man mich als „junger Mann“ angesprochen hat war schon „aufregend“ und ich war da sehr glücklich drüber, aber mittlerweile ist es für mich normal, dass man mich als Mann/Junge sieht.

Auch jetzt wenn ich darüber nachdenke wenn ich endlich Testosteron bekomme, bin ich zwar extrem aufgeregt, teilweise etwas besorgt, aber ich sehe es jetzt nicht als was super besonderes, dass ich dann in den Stimmbruch komme etc. ist das normal?

Richtig viele sind dann ziemlich merkwürdig zu mir und meinen, dass die meisten Trans* Personen sich jedes Mal freuen wenn ihr Geschlecht „anerkannt“ wird...

Ehrlich gesagt will ich noch nicht mal als Trans* Person gesehen werden, weil ich einfach ein normaler Junge/Mann sein möchte... Allgemein unterscheide ich mich wohl von denen die man im Internet oder so „bemerkt“. Viele sind stolz (?) darauf so zu sein, was ich von mir echt nicht behaupten kann...

Zu meinem eigentlichen Problem bzw. meiner Unsicherheit:

Ist das echt so abgefahren, dass ich nicht jedes Mal wie ein quietschendes Mädchen abdrehe sobald mich jemand mit „er“ anspricht? (Jetzt nicht wortwörtlich gemeint, aber ich denke man versteht was ich meine)

Lg, Robin.

Freundschaft, Psychologie, Liebe und Beziehung, Transgender, Transsexualität, LGBTQ
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Kennt das eine* diese üble Nachrede wenn sie* als "unjunge" geoutet wird (ftm? tomboy? wildfang)?

Mir fällt immer stärker auf, dass die Leute mit denen ich in meinem Umfeld zu tun habe, penetrant mich mit "Frau" (Nachname), "Fräulein" & "Dame", "junge Dame", "DIE" & "Sie" adressieren, sobald die mein "echtes" Geschlecht kennen lernen, dabei sehe ich weder zuvor noch nachdem sie wissen dass ich zwischen meinen Beinen einen Vulva habe & oben Abusen, nicht aus wie das womit die mich adressieren, sondern mehr wie eine* Female to Male Transgeschlechtliche oder wie Tomboy, Wildfang. Ich werde - & das merke ich den Leuten auch an, da kommt immer anschließend so eine erschreckung "Erhellung" bei denen, sobald die mein "echtes" Geschlecht kennen - mehr als tranny empfunden & linksradikal. Habe ich schon mal zu hören bekommen.

Jedenfalls verstehe ich nicht ganz, warum die Leute um mich so penetrant mein "echtes" Geschlecht verlauten. & ich meine NICHT ich bilde mir das ein.

Eine Betreuerin, der hatte ich sogar anvertraut hoffentlich bald mich angleichen lassen zu können. Danach haben wir weiter gefaselt, dass zuvor noch jenes & dieses zu machen sei & dann sie so "GUT FRAU..."

Auch in weiteren Gesprächen sprach die mich als "Frau" an. Ältere Herren bzw. diese perversen Säcke, reden mich sobald sie mein "echtes" Geschlecht kennen lernten , durch einen Verwandten z. B. mit "Fräulein" oder "junge Dame" an. Heute auch wieder. Der olle fügte noch an, ich würde nicht wissen was ich will - ging um die Wohnungseinrichtung - nur weil ich nachdachte wie ich das was er mir anbot noch nutzen kann.

Also scheinbar sobald ich als weiblich "offenbart" werde, was sicher auch geschied sobald ich rede, bin ich auch "das hässliche Mädchen", "Die", "die die sich nicht entscheiden kann", "dumme" usw. usf.

Ich habe das einerseits satt, aber ich habe auch keine Lust & den Willen - weil ich muss meine psychiatrische Vergangenheit noch aufarbeiten - einen Therapeuten zu suchen der mir eine Geschlechtsidentitätsstörung ausschreibt damit ich Testo bekomme & zum Mann werde. Den anderen Weg - sich wie ein Mädchen kleiden, schminken, reden, gehen usw. will ich erst recht nicht! Weil ich dann auch nicht besser behandelt werde.

& das mit fTm wäre eine totale Lüge, zu der mich die Gemeinschaft/Allgemeinheit zwingt, nur damit ich passe. Ich denke hätte dann als Mann auch ein viel besseres Leben, sogar Freunde, aber ich bin innerlich gar kein Mann. Ich lauf einfach gerne rum wie eine "Tranny", wenn nur diese Nachteile mit der üblen Nachrede nicht wäre. Also dass ich als "in echt weiblich" sofort abgewertet werde, ist total gemein. Aber ich weiß schon, dass es misogynie ist, die ich da erfahre. Aber ich denke auch transfeindlichkeit steckt mit drinnen.

Ich passe optisch nicht in das weibliche Geschlecht. Dafür werde ich sozial gestraft. & als indirekte Strafe verstehe ich auch dieses penetrante Herausstellen meines "echten" Geschlechts(teils). Bei einer im Möbelhaus war das letzte Woche erst schlimm gewesen wieder. :'l

trinken, Freundschaft, Psychologie, divers, Gender, Intersexualität, Liebe und Beziehung, Outing, quer, Transgender, FtM, genderfluid
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Wer bin ich, und was mag ich jetzt?

Ich bin in einer komischen Findungsphase (2 Jahre schon).

Ich bin biologisch ein Mädchen, und hab halt auch so gelebt. Ich liebe Makeup, ich mag enge Sachen (kleider, tank tops), Ich LIEBE meinen Körper (ich liebe Kurven allgemein, egal ob die an Mädchen oder Jungs dran sind) usw

(Mal vorab. Jeder kann irgendwas machen. Keiner darf zum Beispiel Jungs nicht erlauben sich nicht zu schminken. Ich schreib das nur, weil viele Trans-jungs irgendwie meinen das sie ihren Körper hassen, und schon immer ´´ein Junge´´ waren)

, aber es war schon immer so das ich homosexuelle (Männer) Beziehungen viel romantischer und spannender fand als hete-Beziehungen. Da war ich erst 6, und niemand hat mir irgendwas eingeredet, von wegen sowas ist nicht gut etc

Naja, machen wir mal weiter. Seitdem ich mich für Sex interessiere, und es auch gerne ausleben würde, kann ich irgendwie nix mit Menschen anfangen. Egal ob Mädchen oder Junge. Es fühlt sich so an als würde ich eine Wand küssen. Besser beschrieben: es fühlt sich falsch an. Während ich ständig meine Augen öffne, und warte bis es vorbei ist, ist die andere Person sonst wo.

Ich kann schon Erregung spüren, aber das liegt eigentlich nur daran das ich alles vergesse und einfach kommen möchte haha (Ich stell mir dann verschiedene Sachen im Kopf aus, als sie eigentlich sind)

Was ich damit sagen möchte, ist das ich mich Sexuell einfach nicht gut fühle. Mein Geschlecht passt da nicht rein. Ich bin das nicht. Ja, wenn es allgemein ums Leben geht, dann fühl ich mich wohl. Aber, wenn es darum geht wie andere mich sehen. Das stört mich.

AH, und was ich noch schreiben möchte. Ich hab soweit ich weiß kein Trauma, und bin auch locker, wenn es um Sex geht. Bis jetzt hatte ich kein Sex, weil ich mich eben nicht ´wie ich´fühle. Aber ich wills, würde es aber bereuen.

Ich finde es einfach widerlich das die Person (Egal ob Männlich oder weiblich), mich als Mädchen sieht.

Sexuell: Bin ich also eher ein Mann

aber

Vom Leben her: Bevorzuge ich eher das weibliche Geschlecht. Okay, ich bevorzuge es nicht. Es muss halt sein. Während dem Leben stört mich das ja nicht, also ein Mädchen zu sein. Weil es niemanden interessiert ob ich das oder das bin. Aber, wenn ich jemandem nah kommen möchte oder mit Freunden bin dann schon.

Keine Ahnung was ich bin. Ich hasse es, ich weiß einfach nicht was ich tun kann

Freundschaft, Mädchen, Junge, Psychologie, bisexuell, homosexuell, Liebe und Beziehung, Transgender, FtM, LGBT, Ftm transgender
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