Eine Person in meinem Freundeskreis ist mit höchster Wahrscheinlichkeit transgender?

Hallo erstmal! Meine Frage ist nicht wirklich einfach und schnell beantwortet denke ich, aber ich versuche mal mein bestes.

Also ich habe diese Person in meinem Freundeskreis, die momentan als Mädchen „bekannt ist“. Ich weiß nicht wie ich das sonst ausdrücken soll. Ich selbst setze mich viel mit dem Thema lgbtq auseinander, weil es mir einfach wichtig ist, alle Menschen miteinzubeziehen und dazu gehört für mich, mich selbst über alles grundsätzlich zu informieren, um jedem die Möglichkeit zu geben, sich nicht ewig erklären zu müssen etc.

Nun zur eigentlichen Frage:

Es gab schon immer Spekulationen über die Person, da sie sich typisch männlich kleidet, die Haare seit etwa einem Jahr kurz trägt und auch von der Persönlichkeit nicht „das Mädchen“ ist.

Das beruht jetzt erstmal nur auf Stereotypen und da bin ich kein Fan von, weshalb ich mich auch immer von den Spekulationen in Richtung lesbisch oder trans entschieden ferngehalten hab.

Ich kann aber trotzdem nicht abstreiten, dass ich nicht auch daran gedacht habe.

In den letzen Monaten sind wir uns näher gekommen und sind jetzt Freunde, was für die Person ungewohnt ist, weil sie sonst immer wenig bis gar keine Freunde hatten. Sie sind deshalb noch etwas schüchtern.

Ich achte schon länger darauf gegenderte Begriffe zu vermeiden, nur für den Fall, dass. Aber auch da bin ich mir unsicher, ob es vielleicht sogar richtig respektlos ist? Ich bin mir so unsicher in der Sache, aber ich habe online einfach niemanden in einer ähnlichen Situation gefunden...

In der letzen Woche hat dich einiges geändert. Naja, nicht geändert, ich weiß bloß mehr.
Weil ich mich in letzter Zeit sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt habe, habe ich am letzen Montag etwa zufällig erkannt, dass die Person einen Binder trägt, was allerdings auch bedeuten kann dass man einfach seine Brüste nicht mag.

Am Samstag waren wir zu fünft draußen und waren am Strand bzw. an einem Fluss in der Natur. Ich habe gesehen, dass die Person eine Kette mit Anhänger getragen hat, mit dem Transsymbol (Foto). Die Kette ist ziemlich schnell wieder unterm Shirt verschwunden, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass es eine Art Kommunikation war. Außerdem ist mir an dem Tag aufgefallen, wie schlecht die Person auf weibliche Pronomen reagiert hat oder darauf, dass ein Freund (ich nenne alle so, auch die Mädchen) von uns gesagt hat, dass sie nur Mädchen als Freunde hat.
Ich habe erst überlegt, ob ich was sagen soll, unter zwei Augen, weil ich das Gefühl hatte, den anderen ist nichts aufgefallen. Ich wusste nicht was ich sagen soll.
Außerdem ist mir übrigens noch aufgefallen, das die Person außerhalb der Schule Männerparfüm trägt, nur so nebenbei.

Was soll ich tun? Ich habe das Gefühl mein Freund will uns was sagen, wird von den anderen aber nicht verstanden. Ich will die Privatsphäre nicht verletzen, aber will der Person zeigen, dass ich für sie da bin. Was soll ich tun?

Eine Person in meinem Freundeskreis ist mit höchster Wahrscheinlichkeit transgender?
Freunde, Geschlecht, Liebe und Beziehung, Transgender, Transsexualität, Transsexuell, Weltoffen, LGBTQ
Warum ist das Schicksal von Männern weniger schwerwiegend und bedeutend?

Warum ist alles Tragische weniger tragisch, alles Traurige weniger traurig wenn es Jungs oder Männern passiert, warum ist es weniger schlimm wenn unsere Leben unerfüllt oder unglücklich sind, warum wird davon ausgegangen dass wir weniger leiden können, dass unsere Seelen nicht tief genug sind um uns überhaupt nach der selben Erfüllung, der selben Bedeutung, dem selben Glück, der selben Schönheit im Leben zu sehnen wie Frauen?
Warum ist unsere Geborgenheit und Sicherheit weniger wichtig?
Warum ist es weniger wichtig dass wir von Liebe und Wärme umgeben sind?
Warum ist es weniger traurig und schlimm wenn wir es nicht sind?
Warum wird uns nicht die selbe Verletzlichkeit gewährt?

Bedeuten unsere Leben einfach weniger? Denken die Leute wir werden mit weniger Gefühlen geboren, einer geringeren Seele, einem geringeren Vermögen für Bedeutung?
Warum ist unsere Existenz auf dieser Erde, für die paar kurzen Jahre die wir haben, als menschliche Wesen, als dieses unschätzbar wertvolle Wunder das Leben und Bewusstsein ist, als Seele die nach Bedeutung, Liebe und Selbstverwirklichung strebt, weniger signifikant?

Warum können wir nicht behandelt werden, als hätten wir genauso viele Gefühle, als hätten wir genauso viel Schönheit und Verletzlichkeit in uns, als wären wir genauso bedeutend?

Psychologie, Geschlecht, Gesellschaft, Liebe und Beziehung, Philosophie, Sinn des Lebens, Philosophie und Gesellschaft
Ich hasse mich und meinen Körper - Falsches Geschlecht?

Gibt es noch andere die damit zu tun haben oder hatten? Wenn ja wie damit umgehen? Sprich mit dem Gefühl zu Leben nicht der zu sein der man eigentlich sein will?

Ich bin jetzt Mitte 30, bin verheiratet und habe 2 Kinder.
Mein Mann weiß nicht wie ich michfühle oder was in mir vorgeht, eigentlich reden wir über alles aber ich glaube wenn ich das Thema jemals anschneiden würde wäre mein Partner komplett damit überfordert.

Im Grunde fühle ich mich von Kindesbeinen an im falschen Körper gefangen, ich war sozusagen immer anders als die anderen, habe mich nie weiblich angezogen, Schminken und so ein Kram fand ich schon immer ätzend, Rundungen zeigen? Im Leben nicht, die werden stets mit weiten Sachen so gut wie möglich kaschiert.

Jetzt zu Zeiten von Corona bin ich sogar froh eine Maske tragen zu müssen damit andere nicht mein Gesicht zu sehen bekommen.

Ich hasse mich, besonders meinen gesamten Körper, meine Brüste, meine Rundungen - einfach alles an mir.
Irgendwie wird der innere Drang immer stärker etwas daran zu ändern, aber den Mut den ersten Schritt zu tun wage ich irgendwie nicht, wie gesagt ich müsste zuerst alles meinem Partner offenlegen, ich liebe ihn zwar, aber nicht als Frau.
Sex gab es bei uns seit Jahren schon nicht mehr, ich ekel mich einfach davor berührt zu werden oder Zärtlichkeiten zu empfangen, für mich... ja... fühlt es sich einfach komplett falsch an.

Gibt es Leute die sowas ähnliches durchgemacht haben? wie seit ihr damit umgegangen? wie habt ihr geschafft den ersten Schritt zu wagen? Wie sahen eure Schritte im Einzelnen aus?

Langsam aber sicher macht mich diese Hilflosigkeit und dieser hass auf mich wahnsinnig, am liebsten möchte ich nur noch heulen.

Freundschaft, Psychologie, Geschlecht, geschlechtsumwandlung, Liebe und Beziehung, Selbsthass
Für was würdet ihr euch entscheiden?

Nehmen wir an man würde eine Gender-Pflicht (Pflicht zu gendern) in Deutschland einführen und ihr müsstet entscheiden, auf welche Art fortan gegendert werden soll.

Ihr hättet nicht die Möglichkeit die Gender-Pflicht abzuschaffen und müsstet euch für eine Art entscheiden.

Die Art für die ihr euch entscheidet würde man sowohl schriftlich als auch sprachlich einsetzen.

Wer sich genauer über das Thema informieren möchte, kann hier schauen:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gendern

Aus dieser Quelle habe ich auch die Beispiele.

Anmerkung zu den Abstimmoptionen (bitte vor dem Abstimmen lesen!):

Die Option 'verkürzte Paarform' beinhaltet folgende Unterarten:

  • Lehrer/Lehrerinnen
  • Lehrer/innen
  • Lehrer/-innen
  • Binnen-I: LehrerInnen

Die Option 'mehrgeschlechtliche Schreibweise' beinhaltet folgende Unterarten:

  • Gendersternchen: Lehrer*innen
  • Gender-Doppelpunkt: Lehrer:innen
  • Gender-Unterstrich: Lehrer_innen

Die Option 'geschlechtsneutrale Benennung' beinhaltet folgende Unterarten:

  • geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen (z.B. Lehrpersonen)
  • substantivierte Partizipien oder Adjektive (z.B. Lehrende)
  • Sachbezeichnungen (z.B. Lehrkräfte)

Die Option 'geschlechtsneutrale Umformulierung' beinhaltet folgende Unterarten:

  • Umformulierung mithilfe des Adjektivs (lehrend tätig sein)
  • Bildung von Relativsätzen (alle, die unterrichten)
  • Umschreibung mit dem Passiv (Es ist zu beachten)
  • direkte Anrede (Ihre Unterschrift:)

Gerne könnt ihr die Unterart nennen, die ihr wählen würdet.

Bei der Option 'andere Art zu gendern' bitte angeben welche Art gemeint ist.

Zwar gehe ich davon aus, dass ich alle Arten zu gendern in der Abstimmung genannt habe, kann aber nicht dafür garantieren.

Ich weiß, dass das Gendern ein sehr emotionales Thema ist, aber bitte bleibt höflich.

geschlechtsneutrale Benennung (z.B. Lehrkräfte) 42%
vollständige Beidnennung [Paarform] (z.B. Lehrerinnen und Lehrer) 23%
andere Art zu gendern 15%
mehrgeschlechtliche Schreibweise (z.B. Lehrer*innen) 12%
verkürzte Paarform (z. B. Lehrer/-innen) 8%
geschlechtsneutrale Umformulierung (z.B. lehrend tätig sein) 0%
Sprache, Geschlecht, Gedankenspiel, gendern, Gesellschaft und Philosophie, Abstimmung, Umfrage
Thema Frauenbewegung und Gender-Thematik?

Hallo,

also das ist hier keine richtige Frage, sondern eher ein Thema, bei dem ich meine Meinung äußern möchte und die Absicht habe, die Meinung anderer zu hören und zu verstehen.

(Ich möchte mich jetzt schon dafür entschuldigen, falls ich etwas falsch/nicht politisch korrekt ausdrücke.)

Ich finde es grunsätzlich gut, dass beide Geschlechter gleichberechtigt sind. Leider fällt mir aber immer wieder auf, dass es immer ungleichberechtigter wird.

Konkret: Wieso darf eine Frau nackt durch die Stadt laufen, Männer nicht? Wieso ist Frauenhass Volkverhetzung und Männerhass nicht? [Gefährliches Halbwissen, welches durch meine 30-sekündige Recherche bestätigt wurde]

Ich (m16) gehe auf die Realschule und erlebe Diskriminierung aufgrund meines Geschlechtes jeden Tag. Sei es bei mündlichen Noten (Unterrichtsbeiträge, Referate,...) als auch generell. Es heißt an meiner Schule nämlich grunsätzlich immer, dass die Mädchen "die Guten" und die Jungs "die bösen" sind. Als Junge ist man daher pauschal benachteiligt (stellt nicht nur meine Meinung dar, sondern viele [selbst weibliche Klassenkameraden] haben auch den Eindruck). Wenn es darum geht, beispielsweise die Turnhalle voller Stühle zu stellen, haben alle Jungs die Stühle zu tragen, die Mädchen dürfen sich in der Zwischenzeit ausruhen, bekommen dafür meist sogar eine Bank zum sitzen.

Mädchen werden in unserer Schule auch pauschal weniger Sanktioniert, als Jungs. "Wenn zwei das gleiche tun ist das noch lange nicht das selbe" heißt es dann.

Bsp. ein Junge kommt gleichzeitig mit dem Mädchen zu spät, beide gehen rein, der Junge wird aufgeschrieben. (Ereignete sich vor ca. 2 Wochen an unserer Schule)

Wir haben den Lehrer damit konfrontiert, es blieb aber bei seiner Entscheidung.

Um wieder zurückzukommen, ich wollte noch etwas zum Gendern sagen:

Es mag zwar sein, dass sich viele in den Kopf gesetzt haben, sie fühlen sich mit dem generischem Maskulinum nicht angesprochen, aber es kann doch nun nicht alles geändert werden.

Ich meine ich kann mich doch auch als Mann darüber beschweren, dass ich mich als "Beamt" oder "Ärzt" nicht angesprochen fühle, aber das wird nicht ernst genommen. Ich finde es halt lächerlich Gäst:innen oder Mensch:innen zu sagen. Ich meine jeder Mensch der bei mir zu Gast ist, ist mein Gast und nicht mein Gäst:in.

Dann noch zu der Sache "Man ist da halt nicht mitgemeint"

Dieses Argument zählt für mich nicht, da es doch erst recht diskriminierend ist, wenn ich die Personengruppe dann extra erwähne. Beispielsweise sage ich ja auch Menschen, und meine damit alle Hautfarben. Es wäre nämlich diskriminierend zu sagen, liebe Menschen und Schwarze*.

(*Ich bin der Ansicht, dass man Schwarze sagen kann, da ich auch das Wort Weiße ganz normal verwende.)

Bitte nur konstruktive Gedanken äußern.

Schule, Politik, Feminismus, Frauenbewegung, Gender, Geschlecht, Gesellschaft, Sexismus

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