Wie könnte man dieses Gedicht interpretieren?

Die kranke Lise.

Weihnacht! die kranke Lise schreitet

Durch’s Faubourg hin in banger Flucht,

Sie hat zu Haus’ kein Bett bereitet

Für ihres Leibes erste Frucht.

Wohl manches prunkt im Fürstensaale,

Den stolzer Kerzen Glanz erhellt –

Marsch, Lise, weiter, zum Spitale,

Dort kommt das Volk zur Welt.

 „Mein armer Weber mag nur zetteln,

Sein Fleiß und Schweiß – was helfen sie?

Das Volk muß Sarg und Wiege betteln:

„Allons, enfants de la patrie!“

Kind, dem sie unter meinem Herzen

Die Lust am Leben schon vergällt,

Geduld, bis wir im Haus der Schmerzen!

Dort kommt das Volk zur Welt.

„Sie feiern heut dem Gott der Armen,

Die reichen Herrn ein Freudenfest:

Doch glaubt nicht, daß sich das Erbarmen

An ihrem Tische sehen läßt,

Daß je in ihre Festpokale

Der Schimmer einer Träne fällt –

Marsch, Lise, weiter, zum Spitale!

Dort kommt das Volk zur Welt.

„Du machst mir wahrlich viel Beschwerden,

Der Liebe Kind, ich dacht’ es nie 

Das wird ein wilder Junge werden: 

Allons, enfants de la patrie! 

Für eurer Prinzen zarte Nerven.

Ist Daun auf Daune hochgeschwellt:

Ich muß in einer Grube werfen – So kommt das Volk zur Welt.

So kommt das Volk zur Welt.

 „Kläng noch die Trommel unserm Ohre

Und wär’ noch eine Fahne rein:

Der Lappen einer Trikolore,

Er sollte deine Windel sein;

Du wärst getauft, eh’ seine Schaale

Ein Pfaffe dir zu Haupten hält –

Marsch, Lise, weiter, zum Spitale!

Dort kommt das Volk zur Welt.

 „Wer wird so ungestüm sich melden?

Mein kleines Herz, was suchst du hie?

Nur noch zum Grabe jener Helden!

Allons, enfants de la patrie!

Dort seh’ ich in des Frühroths Helle

Die Julisäule aufgestellt –“

Und nieder sank sie auf der Schwelle –

So kommt das Volk zur Welt!

deutsch, Schule, Gedicht, Interpretation, Lyrik, deutsch lk
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Was möchte der Dichter mit diesem Gedicht sagen?

Reichsgeschichte der Tiere Gottlieb Konrad Pfeffel

Die Tiere lebten viele Jahre

In friedlicher Demokratie.

Doch endlich kamen sie einander in die Haare,

Und ihre Republik versank in Anarchie.

Der Löwe machte sich den innern Streit zu Nutze

Und bot sich ohne Sold dem kleinern Vieh,

Als dem gedrückten Teil, zum Schutze,

Zum Retter seiner Freiheit an.

Er wollte bloß des Volkes Diener heißen

Und brauchte weislich seinen Zahn

Im Anfang nur, die Räuber zu zerreißen.

Als dies die frohen Bürger sahn,

Ernannten sie zum wohlverdienten Lohne

Den Diener feierlich zum Chan,

Versicherten die Würde seinem Sohne

Und gaben ihm die Macht, die Ämter zu verleihn,

Um kräftiger beschützt zu sein.

Nun sprach der neue Fürst in einem andern Tone:

Er gürtete sein Haupt mit einer Eichenkrone,

Enthob Tribut, und wer ihm widerstand,

Fiel als Rebell in seine Pranke.

Der Tiger und der Fuchs, der Wolf, der Elefant

Ergaben sich aus List, und jeder ward zum Danke

Zum königlichen Rat ernannt.

Jetzt halfen sie dem Chan die schwächern Tiere hetzen,

Bekamen ihren Teil an den erpreßten Schätzen,

Und raubten endlich trotz dem Chan.

Ha, rief das arme Volk mit tiefgesenkten Ohren

Und mit geschundner Haut, was haben wir getan! -

Allein der Freiheit Kranz war nun einmal verloren,

Der Löwe war und blieb Tyrann;

Er ließ von jedem Tier sich stolz die Pfote lecken,

Und wer nicht kroch, der mußte sich verstecken.

Er bewertet es sicher schon mal als negativ. Weil Demokratie ---> Anarchie---> Herrscher ( Löwe). Aber was genau will er uns damit sagen?

deutsch, Tiere, Schule, Anarchie, Demokratie., Gedicht, gedichtanalyse
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Wie findet ihr mein Eragon Gedicht mit Saphira?

Wie schon oben gesagt würde ich gerne eure Meinung zu meinen Gedicht hören (ich weiß: der Drache vom ursprünglichen Eragon war weiß aber ich fand Saphira besser).

Hier mein Gedicht:

Seht die bunten Blumen 

so zahlreich wie die Blätter am Baum

und so schön man glaubt es kaum.

Gelbe, blaue, weiße

stehen auf höchst eleganter Weise 

entlang vom Pfad,

den niemand zu betreten wagt.

Denn an dessen Ende

sich ein Todesmonster fände,

das jeden zerreißt,

dem man den Weg hierher weist.

Seht die weißen Knochen

so zahlreich wie die Blätter am Baum

und so bleich man glaubt es kaum.

Doch bald Eragon sich versteckt

und das tote Monstrum entdeckt.

Alleine zurückgelassen bekommt 

er dessen Ei zu fassen.

Daraus ein kleiner Drache schlüpft,

der nun fröhlich über die Wiese hüpft.

Violett bis Azurblau

glänzende Farben wie die vom Pfau.

Seht die schönen Schuppen 

so zahlreich wie die Blätter am Baum

und so schön man glaubt es kaum.

Ganz von diesen Wesen fasziniert 

Eragon den Drachen adoptiert.

Und da er ihre Farben liebt 

er ihr den Namen Saphira gibt.

Von ihren Instinkt geleitet,

Saphira die Flügel ausbreitet,

sobald Eragon auf ihren Rücken steigt

und so sein Vertrauen zeigt.

Seht die weichen Wolken

so zahlreich wie die Blätter am Baum

und so hoch man glaubt es kaum. 

Falls ihr Verbesserungsvorschläge habt wäre es toll, wenn ihr mir diese mitteilt.

(es ist übrigens mein erstes Gedicht).

Eragon, Gedicht
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