Meinung zu diesem Text?

Es ist spät, ich steige in die Straßenbahn. Ein langer, nicht allzu kraftfordernder, aber doch auslaugender Tag neigt sich dem Ende zu. Meine Kopfhörer stecken im Ohr. Freuend auf den Genuss, den ich gleich durch die Musik meiner Lieblingsplaylist erfahren werde, und auch etwas begierig, drücke ich auf den Playknopf. Ich schaue auf mein Handy, doch wissend, dass es außer der Musik nichts Interessantes auf ihm gibt, wende ich meinen Blick davon ab und schaue aus dem Fenster, denn eine andere Option habe ich nicht, da sich zu meiner Rechten und Front Leute befinden, die ich weder anschauen möchte, noch will, dass sie mich ansehen. Ich richte meinen Kopf also nach halblinks, den Blick auf die Straße gerichtet. Da es draußen längst dunkel, und das Innere der Straßenbahn beleuchtet ist, sind Abbilder von innen zu erkennen. Ich werde darauf aufmerksam und erblicke eine junge Dame, die sich hinter ihrer übergroßen Freundin versteckt, nicht aber ihr Abbild im Fenster. „Ein gewöhnliches Mädchen“, denke ich mir halbbewusst, und richte gelangweilt und genervt von dem Umstand, dass meine Augen wegen des geöffneten Fensters auszutrocknen scheinen, und sie daher reizen, den Blick erneut auf mein Handy. Schnell erinnere ich mich wieder daran, dass es dort jedoch nichts Spannendes vorzufinden gibt, ich erhebe meinen Kopf also wieder. Erneut erkenne ich die junge Dame, doch diesmal betrachte ich sie ein wenig länger. Eine Schönheit ist sie, das erkannte ich nun. Interessiert und von ihrem Aussehen in den Bann gezogen, beobachte ich sie so oft, wie möglich, im Hinterkopf behaltend, dass ich nicht wie ein Soziopath wirken möchte. Ich schaue auf ihr Abbild. Jetzt ist es nicht mehr nur ihre Schönheit, sondern die Affinität, die ich gegenüber ihr verspüre, ihre Aura, die Schüchternheit an ihr, die ich zu erkennen glaube, ihre leichte Introvertiertheit und Nettigkeit, welche ich mit ihrem Aussehen verbinde. Ich will sie, ich will sie kennenlernen, ich möchte wissen, ob sie der Mensch ist, den ich in ihr sehe, und wenn sie dieser nicht ist, erfahren, welcher sie ist. Doch wie sollte das funktionieren? Wie sollte ich überhaupt mit ihr ins Gespräch kommen? Ich glaube, dass sie Interesse erwiderte, dass sie ebenso versuchte, mich so oft, wie möglich, anzusehen. Doch war dem so? Womöglich bin ich in ihren Augen ein gutaussehender, junger Kerl, der sie durch das reflektierende Licht der Straßenbahn interessiert ansah, und der ihr Interesse weckte, vielleicht aber auch nur ein Passagier, wie jeder andere, und wenn es schlecht kommt, möglicherweise auch ein befremdlicher Typ, der sie beobachtete und sie bereits beim ersten Mal öfter anblickte, als ihr lieb war. Doch was spielen all diese Überlegungen für eine Rolle, wenn ich sie sowieso nicht ansprechen hätte können, denn mir fiel und fällt keine Möglichkeit ein, wie ich das hätte tun können, ohne dass es komisch rüberkommen würde.

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Liebe, Deutsch, Schule, Sprache, Psychologie, Gedicht, Liebe und Beziehung, Literatur, Philosophie, Poesie, Philosophie und Gesellschaft
Sonnet 18 oder Sonnet 65?

Welches findet ihr berührender/schöner?

Sonett 65:

Nicht Erz noch Stein noch Erde noch das Meer

ist fähig, sich vom Schicksal zu befrei'n,

wie setzt sich nur die Schönheit dann zur Wehr,

wenn sie doch schwach ist wie ein Blümelein?

Wie könnte auch ein milder Sommertag

zerstörerischer Unbill widersteh'n,

wenn selbst solider Stein dies nicht vermag

und Eisengitter rosten und vergeh'n?

Wo kann man nur den größten Schatz der Welt,

fragt sich, vor der Zerstörerin verbergen?

Wer schafft's, dass sie im Laufe innehält?

Wer untersagt ihr, Schönheit zu verderben?

Niemand bisher! Drum strahle du bisweilen

in hellem Glanz aus diesen schwarzen Zeilen.

Sonett 18:

Soll ich Dich einem Sommertag vergleichen?

Nein, Du bist lieblicher und frischer weit -

Durch Maienblüthen rauhe Winde streichen

Und kurz nur währt des Sommers Herrlichkeit.

Zu feurig oft läßt er sein Auge glühen,

Oft auch verhüllt sich seine goldne Spur,

Und seiner Schönheit Fülle muß verblühen

Im nimmerruh'nden Wechsel der Natur.

Nie aber soll Dein ewiger Sommer schwinden,

Die Zeit wird Deiner Schönheit nicht verderblich,

Nie soll des neidischen Todes Blick Dich finden,

Denn fort lebst Du in meinem Lied unsterblich.

So lange Menschen athmen, Augen sehn,

Wirst Du, wie mein Gesang, nicht untergehn

Sonett 18 60%
Sonett 65 40%
Anderes von Shakespeare und zwar folgendes: 0%
Englisch, Schule, Gedicht, Lesen und Schreiben, Lyrik, Poesie, Shakespeare
Meinung zu diesem Gedicht?

Ich bitte hier weniger um Kritik, die sich auf den Inhalt bezieht, mehr bitte ich um solche, die auf die grammatikalische Korrektheit eingeht. Inhaltsbezogene Kritik ist jedoch ausdrücklich nicht unerwünscht.

„Wir kommen, wir sind, wir gehen,

So war und ist die Funktionsweise des Leben‘.

Wir entstehen und treten in diese Welt herein,

Ohne Charakter, mit unvorhandenem Verstand,

Unser Geist samt Körper noch so klein.

Wir werden ohne Willen geboren,

Ohne jegliche Bestimmung und frei von Bestrebung.

Für unsre Mitmenschen sind wir alles und noch viel mehr,

Für das Universum nur eine Erdens Erhebung.

Es erscheint uns, als hätten wir die Kontrolle,

Als läge das Entscheidungstreffen in unserer Hand,

Doch die Wahrheit ist eine andere,

Die Eingebung verschleiert durch ihr Gewand.

Unser Denken erweckt den Eindruck,

Wir lenkten das Ruder der Freiheits Boot,

Doch wir sind nur Passagiere,

Sitzen in ihm wartend auf den Tod.

Wehrlos sind wir,

Ein Tropfen im Ozean,

Der mitgerissen von den Wellen.

Wir sind Gäste im Zug,

Der niemals hält.

Er ist Herr über uns,

Fährt und fährt,

Rücksichtslos er die Weichen stellt.

Die vermeintliche Freiheit,

Sie wecket den Anschein,

Man hätte eine unendliche Anzahl an Optionen,

Doch es ist stets nur eine,

Sind ihr ausgesetzt, in ihr verloren.

Das Licht der Erkenntnis,

Es flutet von den Sternen herab,

Wir sind Marionetten des Universums,

Marionetten bis ins Grab.“

Deutsch, Sprache, Psychologie, Gedicht, Literatur, Philosophie, Poesie, Reim, Philosophie und Gesellschaft
Wie findet ihr das Gedicht? Und wie kann ich lernen im Hier und Jetzt zu leben? Wie werde ich glücklich?

Ein großes Problem was ich sehe ist: Ich lebe nicht im Hier und Jetzt. Ich grübele über die Vergangenheit und will mich profilieren, meine ich müsste irgendwem was beweisen. Meine ich müsste irgendwas machen, um Frauen abzu bekommen, meine ich muss eher Medizin anstatt Lehramt studieren, weils angesehener ist und vielleicht Vorteile durch Prestige mit sich bringt.

Ich glaube ich lebe, als gäbe es kein Ende und wenn das Ende kommt werde ich mir sagen: " WENN ICH DAS mal vorher gewusst hätte, das die Zeit so begrenzt ist und alles im Leben so wertlos und egal ist, so shnell schwindet, dann hätte ich ganz anders gelebt. Ich würde so gerne nochmal bei null starten und dann ganz anders leben. "

Ich habe Angst, dass diese Erkenntnis mal auf mich zukommt.

Was ich im Endeffekt übersehe ist, dass wir Menshen so sehr vergänglich und zerbrechlich sind. Ich sollte mir über Dinge wie Aussehen und Status keine Gedanken mehr machen. Denn nichts davon ist für die Dauer geschaffen. Nichts davon hat wird bleiben, nichts davon wird einen Wert besitzen.

Alles davon ist wertlos, alles davon dient doch nur niederen Trieben.

Vor allem bin ich schon relativ alt mit 27 und hatte noch nie was mit einem Mädel. Das beschäftigt mich sehr und ich habe dadurh psychische Probleme. Ich meine, dass ich was verpasse, wenn ich nicht wie andere Sexmit 'ner hübnschen haben kann, wie ich Lust habe. Ich mache meinen Wert davon abhängig und habe ein schlechtes Selbstwertgefühl.

Dabei ist alles so egal. Wenn ich halt mal was mit einem Mädel haben will, dann brauch ich eigentlich nur starten und was dafür tun. Dann wird es sich ergeben und ich kann bestimmt vögeln wie ich Lust habe. Man redet sich ein, dass das in diesem Alter ja schwierig ist und ein Problem ist, wenn man sexuell unerfahren ist.

In Wirklichkeit ist es vollkommen egal und wir alle werden in wenigen Jahrzehnten unter der Erde sein. Alles ist vergänglich, niemand wird überleben. Niemand ist besser oder schlechter. Niemand sieht beser aus. Alle werden alt und grau und sterben. Niemand ist was Besseres.

Das Problem bin nicht ich.

Das Problem sind nur sich selbst limitierende Gedanken.

Wer offen und ohne Vorbehalte durch die Welt geht, wird vielleicht auch bermerken, dass vieles einfacher ist als gedacht. Man hatte nur zu viele limitierende Gedanken im Kopf.

Hier das passende Gedicht:

Eines Morgens wachst du auf und bist nicht mehr am Leben.

Über Nacht, wie Frost und Schnee, hat es sich begeben.

Aller Sorgen dieser Welt

bist du nun enthoben.

Krankheit, Alter, Ruhm und Geld

sind wie Wind zerstoben.

Friedlich sonnst du dich im Licht

einer neuen Küste,

ohne Ehrgeiz, ohne Pflicht.

- Wenn man das nur wüßte !

(Mascha Kaleko)

Liebe, Leben, Glück, Sex, Sexualität, Psychologie, Gedicht, Geschlechtsverkehr, Liebe und Beziehung, Poesie
Ist das Poesie?

Hallo. Ich verstehe irgendwie immer noch nicht ganz was denn die POESIE ist. Habe hier mal einen kleinen Text (gedicht, was auch immer) von jemanden aus dem Internet, ist das Poesie?

Die Zeit brennt, die Flagge des Lebens wird immer mehr zu Asche, sie zerfällt, fliegt in allen Himmelsrichtungen. Zerfällt und wird schon bald nicht mehr erkennbar sein. 

Die Zeit brennt, wie kann man in diesem totem giftigen schwarzem Meer, freudige Fische hineinlassen? Auf dem grünen Asphalt wollen die Hunde nicht mehr lieben, sie wollen hassen, sie wollen fassen

Die Zeit brennt, du stehst in dem dunklen Raum. In dem Leichen liegen. Mit ihren Mündern offen, als würden sie uns etwas sagen wollen. Doch Sie sind tot. Der Teufel, hat sie angespuckt und in ihren Kleidern, die sie mit wertlosen Geld bezahlt haben, sind Löcher, die auch tief in ihre Haut gedrungen ist. Sie wollten nicht die Klippe hinunter stürzen, doch der Teufel hat sie gezwungen

Die Zeit brennt, als Toter wirst du dich fragen, warum habe ich nicht gerungen. Wieso rauchte ich dieses Geld, ich hätte haben können ein Feld, auf dem Hasen erwachen, die ich zur Weihnachtsfeier esse. Allein, ohne Familie, leider.

Die Zeit brennt, mir ist das egal. Ich werde heute noch Sex haben, schieß mir eine Kugel in den Kopf. Mir ist alles egal, nur meine Gier will ich stillen. Das Kapitänskämmerchen habe ich verlassen, ich bin unten im Keller und trinke Whisky, meinen Hund habe ich getötet. Ich warte auf meinen Untergang. Die Straße des Todes. Dort gehe ich heute noch entlang

Deutsch, Text, Gedicht, Literatur, Philosophie, Poesie, Poetry Slam, Prosa
Ich möchte gerne Gedichte schreiben? Wo kann ich das lernen?

Guten Tag,

ich hab als Kind, im Alter von 11 Jahren, gerne Gedichte geschrieben. Es hat mich beruhigt und abgelenkt. Ich hab sie mir immer wieder durchgelesen und mich gefreut dabei was ich erschaffen hab. Ich glaube das könnte wieder ein Hobby von mir werden.

Ich möchte das gerne professionell lernen. Vielleicht hat jemand hier Tipps für Webseiten wo man das erlernen kann oder Buchtipps für mich.

Ich habe gerade eben ein kurzes Gedicht geschrieben in 5 Minuten. Ich weiß, ich könnte es noch besser ausbauen. Aber was haltet ihr davon? In dem Gedicht geht es um Missbrauch von Schlaftabletten.

Hier mein Gedicht:

Mittel Zum Schlaf

Wenn ich abends unruhig bin,

kommt mir häufig in den Sinn,

eine Pille kann ich nehmen,

und mich danach schlafen legen,

am morgen nach dem künstlich schlaf,

steig ich aus mein Daunensarg,

mein kopf dann langsam und auch schwer,

sag ich mir: keine pillen mehr,

mein schwerer kopf ist zu nichts nutze,

benommen durch den tag ich rutsche,

alles nervt viel mehr als sonst,

ich suche ärger und er kommt,

durch den stress dann unruhig bin,

kommt mir leider in den sinn,

eine pille kann ich nehmen,

und mich früher schlafen legen,

Wie ist euer Eindruck dazu? Ich kann bestimmt noch mehr lernen und möchte das aus. Also wenn ihr Tipps zum Erlernen habt, haut sie raus.

Vielen Dank

Lernen, Schule, Sprache, Gedicht, Poesie, Rhetorik
Wie findet ihr mein geschriebenes Gedicht?

Geboren in Kälte, Dunkelheit und Schatten, suchend nach Schutz, Liebe und Geborgenheit. Sich stets selbst überlassen. Sieht die weit entfernten Lichter der untergegangen Stadt, wie sie langsam zu schwinden beginnen.

Herangewachsen in Trauer, Wut, Verzweiflung und Sehnsucht.

Wer die Blumen singen hört und das Universum weinen sieht, der wird Schmerz vergessen im Klang der Symphonie des Universums.

In der Stille der Nacht, umgeben von Kälte, Dunkelheit und Schatten, sich stetig selbst überlassen. Wer die Blumen singen hört und das Universum weinen sieht, der wird losgelöst von Raum und Zeit sich selbst entdecken.

Umgeben von der Liebe der Achtsamkeit, aber in Kälte und Schmerz gefangen, wandelt in den Schatten der niemals zu Ende gehenden Dunkelheit.

Wer die Blumen singen hört und das Universum weinen sieht, folgt dem Ruf des Schicksals zu den tiefsten Abgründen seiner selbst.

Gedrungen von Angst und Verzweiflung, hört die Blumen leiser singen und das Universum lauter weinen. Die Hoffnung gibt Kraft, umgibt eine Aura der Glückseligkeit.

Suchend nach Liebe, Geborgenheit und Trost, hört die Blumen lauter singen und das Universum nur noch leise weinen.

Bereit dazu sich selbst zu erkennen und die Furcht zu vergessen, gerät in Verzweiflung, suchend nach Liebe und Geborgenheit. Angst sie niemals finden zu können.

Umgeben von tiefster Dunkelheit, sieht ein weit entferntes Licht am Ende des Horizonts. Größer und heller werdend, spendet es Wärme und Hoffnung.

Wer die Blumen singen hört und das Universum weinen sieht, wird losgelöst von Raum und Zeit sich selbst erkennen und im Mondschein der niemals zu Ende gehenden Liebe, ewig leben... 

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