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Gibt es so etwas wie "Flightright" (also eine Anwaltsfirma, die auf Verspätungen usw spezialisiert ist) auch für Zugfahrten?

Ich habe bei Problemen mit Flügen bereits zweimal Flightright genutzt und war sehr zufrieden. Nun brauche ich die Hilfe einer solchen Firma bei Flixtrain.

Erklärung: Ich bin gestern mit Flixtrain von Köln nach Hamburg gefahren. Es war sehr warm und der Zug hatte keine Klimaanlage, aber sobald man fuhr kam ausreichend Luft durch die Fenster. Kurz vor Münster kam die Durchsage, dass man wegen der Hitze, die weder für Passagiere noch für das Personal (das war wohl das wichtigere) die Fahrt abbrechen und den Zug als Ausfall werten würde. Die Passagiere könnten mit einem ICE, der in 15 Minuten kommt, weiterfahren.

Ich habe daraufhin zweimal Mitarbeiter gefragt, ob wir den ICE auf Kosten von Flixtrain benutzen können. Die Antwort sei ja, das sei alles zwischen der DB und Flix geklärt, die wüssten bescheid. Dadurch sind alle Passagiere halbwegs zufrieden aus dem Zug ausgestiegen, um auf den ICE zu warten, der Flixtrain fuhr ab und damit auch die Mitarbeiter.

Natürlich war dies eine Lüge, ich musste mir ein neues Ticket für den ICE kaufen. Flixtrain bietet aber nur die Rückerstattung des Reisepreises an, das ist aber deutlich weniger, als das DB Ticket in letzter Minute gekostet hat. daher brauche ich anwaltliche Unterstützung, aber einen Anwalt nach Stunden zu bezahlen lohnt sich natürlich auch nicht.

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Könntest Du in einer Stadt leben, in der an Sonn- und Feiertagen alle Kioske geschlossen sind?

Das ist in Aachen (Nordrhein-Westfalen) seit Ende Februar der Fall

In Aachen, die Sonntagsöffnung für Kioske und andere Geschäfte wird strenger kontrolliert als in anderen Teilen von Nordrhein-Westfalen, weil das Ladenöffnungsgesetz NRW bestimmte Ausnahmen von der Sonntagsruhe vorsieht, die in Aachen restriktiv ausgelegt werden. 

Seit ein paar Wochen steht man sonntags in Aachen vor verschlossenen Kiosk-Türen. Das Ordnungsamt kontrolliert in letzter Zeit vermehrt Kioske, die an Sonntagen geöffnet sind. Denn offiziell ist es Kioskbesitzern durch das Ladenöffnungsgesetz nicht erlaubt, von Samstagnacht 0 Uhr bis Sonntagnacht um 24 Uhr sowie an Feiertagen Geschäfte zu machen. Eine Ausnahme bilden Kioske, deren Kernsortiment zum Beispiel Zeitungen oder Backwaren sind, was aber bei den meisten nicht zutrifft. Halten sich Kioskbesitzer nicht an das Gesetz, drohen 5.000 Euro Geldstrafe. Das alles ist gegen jeden Zeitgeist und treibt Kioskbetreiber in die Pleite.

Das Ladenöffnungsgesetz gefährdet Existenzen

Die ganze Welt ruft nach 24/7. Alles soll immer, 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche, zu bekommen sein. Lieferdienste bringen vieles in wenigen Minuten nach Hause. Gerade an den Wochenenden wird auf den Plattformen bis zum Abwinken geshoppt. Aber in Aachen darf man sonntags keine Snacks mehr kaufen. Ein Gesetz aus dem Jahr 1958 hat die Stadt aus der verstaubten Schublade geholt. Das klingt nicht sehr fortschrittlich. Zumal jetzt auch noch das unter Personalmangel leidende Ordnungsamt damit zusätzliche Aufgaben hat. Und warum holt Aachen wieder ein Gesetz hervor, das woanders in der Kiste bleibt? In Köln zum Beispiel wird offenbar deutlich weniger auf die Sonntagsschließung der Büdchen geachtet.

Die Schließungen gefährden außerdem Existenzen. Kioskbetreiber in Aachen berichten t-online, der Sonntag sei der wichtigste Einnahmetag für sie, ohne den sie nur schwer überleben könnten. Denn ihre größte Konkurrenz, die Supermärkte, sind an diesem Tag geschlossen.

https://www.t-online.de/region/aachen/id_100541368/aachen-sonntags-geschlossen-das-ladenoeffnungsgesetz-ist-unmodern.html

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