450€ Job: Rückwirkend Urlaubsentgelt, Weihnachtsgeld und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall geltend machen?

Hallo und danke fürs Reinschauen :-)

Hier die harten Fakten:

Zwei Jahre nebenbei Minijob im Edeka-Center zu Mindestlohn mit 3x4 Stunden/ Woche gehabt; kein Arbeitsvertrag, nur Personalbogen; Festangestellte Mitarbeiter haben Anspruch auf 6 Wochen Urlaub/ Jahr.

Der Inhaber betreibt insgesamt vier Filialen mit dutzenden von Minijobbern. Hauptsächlich alleinerziehende Mütter und Schüler/ Studenten – also Mitarbeiter, die auf den Job angewiesen sind und keine Kritik üben.

Niemand davon erhält

  • Entgeltfortzahlung während des Urlaubs
  • Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
  • Anteilige Beteiligung am Weihnachtsgeld

Festangestellte Mitarbeiter und Azubis erhalten als Weihnachtsgeld Einkaufsgutscheine für den eigenen Betrieb. Ich weiß, dass aufgrund des Gleichbehandlungsgesetzes auch die Minijobber bis zur Jahres-EK-Grenze von 5400€ anteilig Weihnachtsgeld bzw. Gutscheine erhalten müssten.

Insgesamt verstößt der Betreiber also in drei Punkten gegen geltendes Arbeitsrecht.

Auf Rückfrage wurde klar kommuniziert:

Es gibt nur Geld für Anwesenheit, mit Hinweis auf Entgeltfortzahlung bei Urlaub/ Krankheit, erhielt ich tatsächlich die Antwort, dass der Inhaber nicht an einen Tarif gebunden und deshalb auch nicht verpflichtet sei Entgeltfortzahlungen zu leisten. Hier werden wissentlich gesetzliche Ansprüche mit Ansprüchen aus Tarifen vertauscht.

Aus Unwissenheit habe ich zuvor nie Urlaub genommen. Die anderen Minijobber machen sich über diese Verstöße überhaupt keine Gedanken und sehen die Zustände als Gegeben an.

Da die gesetzliche Möglichkeit besteht, die drei Leistungen rückwirkend geltend zu machen, würde mich interessieren, auf welche konkreten Punkte ich in einem Schreiben eingehen muss. Zwar werde ich ohne Anwalt dort sicher nichts erreichen, ich möchte den Betrieb aber erst "im Guten" auf seine Pflichten hinweisen.

Konkret stehen mir 36 Urlaubstage, drei Krankheitstage (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingereicht) und mindestens einmal ein Anteil am Weihnachtsgeld zu. Das sind mehr als 1000€, die sich der Inhaber allein schon bei mir gespart hat.

Was kann ich zusätzlich tun, um meine Rechte durchzusetzen? Wie kann ich diesem Betrieb einen "Denkzettel" verpassen, damit er sich künftig an Gesetze hält?

Bin dankbar für gute Tipps.

Cosmo

Recht, Minijob, Arbeitsrecht, EDEKA, Entgeltfortzahlung, Weihnachtsgeld, 450 euro job, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro
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Weihnachtsgeld zurückzahlen nach Kündigung zum 31.03. des folgejahres?

Ich habe eine Frage.

in meinem ausbildungs Vertrag steht folgendes:

“ wird durch den Träger der praktischen Ausbildung eine Sonderzahlung von Urlaubsgeld, bzw. Weihnachtsgeld gewährt, stellt diese Zahlung eine widerrufliche, sowie freiwillige Leistung dar. Ein Anspruch aus sie wird für die Zukunft nicht, auch nicht bei wiederholter Zahlung, begründet. Die sonderzahlung vermindert dich um 1/12 für die Monate, in der /die Auszubildende nicht in einem Ausbildungsverhältnid stand. Die Sonderzuwendung ist zurückzuzahlen, wenn der/die auszubildende bis einschließlich zum 31.03. des Folgejahres gekündigt hat oder aus eigenem Verschulden ausscheidet.“

Ich arbeite in diesen Altenheim seit august 2017. Letztes Jahr habe ich Weihnachtsgeld bekommen und dieses Jahr (2018) habe ich Urlaubsgeld bekommen. In ein paar Tagen müsste ich auch Weihnachtsgeld wieder bekommen. Ich werde aber ab dem 1.April 2019 eine andere Ausbildung anfangen.

ich habe eine Kündigungsfrist von 4 Wochen.

Meine fragen sind:

  1. ob ich das Weihnachtsgeld und das Urlaubsgeld von diesem Jahr (2018) zurückzahlen muss, wenn ich bis zum 31.03 kündige
  2. wann wäre es am besten das ich kündige, damit ich die Sonderzahlungen nicht zurückzahlen muss

und noch meine letzte frage :

  1. geht es, das ich mir ganz April (2019) Urlaub nehme , obwohl die andere Ausbildung am 1.April.2019 anfängt.. und somit die Kündigung am 31.03.2019 in meinem jetzigen Betrieb abgebe? Oder geht das nicht?

Dankeschön für die Antworten.

Kündigung, Geld, Recht, hilflos, Weihnachtsgeld, Frist, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro
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Weihnachtsgeld trotz Kündigung?(Arbeitsrecht)?

Moin Moin,

mir ist klar das diese Frage schon einige Male gestellt wurde, doch ist sie bei mir wahrscheinlich etwas konkreter.

Ich arbeite seit 3 Jahren in einem großen Unternehmen. Die ersten 1,5 Jahre war ich über eine Zeitarbeitsfirma hier angestellt, dann wurde ich übernommen. Wichtig anzumerken ist das mich diese 1,5 Jahre in der Zeitarbeitsfirma echt geschafft haben, dauerhafte ungerechtfertigte Geldabzüge im 3stelligen Bereich haben mir echt den letzten Nerv geraubt.

Dann endlich die Festanstellung. Das erste halbe Jahr nach Festanstellung war ich noch auf Teilzeitbasis angestellt (01.09.17 - 15.03.18). Ein Weihnachtgeld blieb (selbst anteilig) hierbei seltsamerweise aus, obwohl ansonsten jeder im Unternehmen es erhält.

Seit dem 15.3 arbeite ich nun Vollzeit hier. Am 15.09 habe ich dann die Kündigung zum 31.12 eingereicht, da es mich in eine andere Stadt zieht. Ich ging in diesem Fall aber wirklich davon aus, das es Weihnachtsgeld gibt, doch wieder wurde es nichts..

Da es nun das dritte Mal in Folge ist, wächst der Frust natürlich ein bisschen. Mir wurde gesagt, das durch die Kündigung kein Anspruch mehr besteht. Im Internet lese ich aber das es darauf ankommt, ob das Weihnachtsgeld dazu da ist Mitarbeiter für die TREUE zu belohnen, oder ob es dazu da ist Mitarbeiter für das BISHER GELEISTETE zu belohnen...

Die "Treue" ist nun natürlich durch die Kündigung nicht mehr vorhanden, jedoch hätte ich dann letztes Jahr Anspruch haben müssen...

Ich hoffe das Anliegen ist klar... Kann mir jemand sagen ob in so einer Situation ein Anwalt lohnt? Bei dem Weihnachtsgeld handelt es sich um einen vierstelligen Betrag - wesewegen ich es überhaupt in Erwägung ziehe...

Lieben Dank!

Arbeitsrecht, Weihnachtsgeld, Ausbildung und Studium
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Wieso habe ich so wenig Weihnachtsgeld bekommen?

Hallo, 

ich hatte die Frage schon mal gestellt, allerdings hatte ich vergessen eine wichtige Information beizufügen.

In einem Gespräch mit meiner Arbeitskollegin ist uns aufgefallen, dass sie 2400 € netto Weihnachtsgeld bekommen hat und ich nur 1008 €. Sie hat Ende Januar 2017 ihr Kind bekommen und ist dementsprechend seit März in Elternzeit und ich habe Ende Juli mein Kind bekommen und bin seit Ende September in Elternzeit. Jetzt frage ich mich natürlich, wie so ein großer Unterschied entstehen kann. Wir haben beide gleich viel verdient. Ich habe seit Juli Steuerklasse 5 und hatte vorher 3. Die Kollegin hatte das ganze Jahr über Klasse 5.

Ich arbeite im öffentlichen Dienst und werde nach Tarif bezahlt. D.h. ich habe Anrecht auf Weihnachtsgeld bzw. 13. Gehalt.

Ich habe bereits in der Personalabteilung nachgefragt und nur die Antwort bekommen, dass ich je weniger ich in einem Jahr verdiene (Jahresbrutto), umso mehr Weihnachtsgeld bekomme.

Das verstehe ich nicht so ganz...

Wie kann es dann sein, dass ich in dem Jahr wo ich voll gearbeitet habe 1500€ Weihnachtsgeld bekommen habe (Jahresbrutto fiktiv 40.000 €), aber in dem Jahr mit einem Jahresbrutto von (fiktiv) 35.000 € weniger Weihnachtsgeld bekomme, wenn es doch heißt "Je weniger Jahresbrutto, desto mehr Weihnachtsgeld".

Der Kollege ist noch nicht lange in der Personalabteilung tätig und ihm sind auch schon andere Fehler was meine Abrechnung angeht unterlaufen. Daher bin ich etwas stutzig.

Danke im Voraus!

Arbeit, Abrechnung, Öffentlicher Dienst, Weihnachtsgeld, Entgelt, Personalabteilung, tariflohn, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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Weihnachtsgeld bei Kündigung mit Stichtagsklausel?

Hallo zusammen.

Folgender Sachverhalt: Ich bin seit 2014 bei meinem Arbeitgeber angestellt. Seitdem gab es jedes Jahr ein Weihnachtsgeld (auf der Monatsabrechnung steht Lohnart 1000, Beschreibung Weihnachtsgeld und die Vermerke S (Sonstiger Bezug), E (Einmalbezug), J (Mit Auswirkung auf das Gesamtbrutto).

Nun habe ich zu Ende Oktober meine Kündigung für Ende Januar eingereicht.

Im Einstellungsgespräch und den Jahresgesprächen war immer die Rede vom Jahresgehalt, welches er immer durch 13 geteilt hat (weil das Weihnachtsgeld als 13. Gehalt angerechnet wurde). Soweit alles in Ordnung.

Im Vertrag steht folgendes:

Der Arbeitnehmer erhält zusätzlich mit der Auszahlung des Novembergehaltes ein Bruttomonatsgehalt als Weihnachtsgeld. Im Eintrittsjahr wird das Weihnachtsgeld anteilig nach der Betriebszugehörigkeit bezogen auf volle Kalendermonate gezahlt. Steht der Arbeitnehmer zum Auszahlungszeitpunkt in einem gekündigten Anstellungsverhältnis, besteht kein Anspruch auf Weihnachtsgeld.
(diesen Text haben alle meine Kollegen in ihrem Vertrag so stehen)

Wie sieht das ganze nun rechtlich aus - steht mir das Weihnachtsgeld zu (immerhin bin ich ja noch bis Ende Januar im Unternehmen tätig) oder habe ich nun "Pech" und muss es so hinnehmen.

Im Internet habe ich unterschiedliche Sachen gelesen, manche bekamen das volle Weihnachtsgeld, andere anteilig (was bei mir ja aber auch 12 Monate wären). Jedoch stand bei anderen immer ein etwas anderer Text im Vertrag.

Bezieht sich das Weihnachtsgeld mit diesem Text auf eine Betriebstreue oder einen reinen Entgeldcharakter?

Leider ist das für mich nicht ganz ersichtlich - gefunden hatte ich folgende Beispiele:

a. „Der Arbeitnehmer erhält eine Weihnachtsgratifikation in Höhe eines Bruttomonatsgehalts, die mit der Gehaltsabrechnung für Dezember abzurechnen und auszuzahlen ist.“ (reiner Entgeltcharakter)

b. „Mit der Gewährung von Weihnachtsgeld bezweckt der Arbeitgeber die Belohnung der in der Vergangenheit gezeigten Betriebstreue und die Förderung zukünftiger Betriebstreue des Mitarbeiters. Ein Anspruch auf Weihnachtsgeld besteht nur, wenn das Arbeitsverhältnis zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Zahlung noch besteht und es zu diesem Zeitpunkt weder gekündigt ist noch ein Aufhebungsvertrag abgeschlossen wurde.“ (ohne Entgeltcharakter – Betriebstreue)

c. „Mit der Gewährung von Weihnachtsgeld bezweckt der Arbeitgeber die Belohnung der in der Vergangenheit gezeigten Betriebstreue und die Förderung zukünftiger Betriebstreue des Mitarbeiters. Gleichzeitig dient die Sonderzahlung der Belohnung der Arbeitsleistung als solcher.“ (Mischcharakter)

In einer Mitschrift vom Jahresgespräch hatte mein Chef auch notiert Monatsgehalt x 13.

Auf der Monatsabrechnung für November ist kein Weihnachtsgeld ausgewiesen, wie es die Jahre zuvor war.

Ich hoffe, es kann jemand etwas Licht ins Dunkel bringen und hat vielleicht ein paar Ratschläge für mich, was ich nun tun kann.

Arbeit, Kündigung, Recht, Arbeitsrecht, Weihnachtsgeld, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro
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