Abmahnung, Arbeitgeberbehauptet die Dauer der Krankmeldung wurde nicht mitgeteilt?

Hallo zusammen,

Würde euch direkt mal kurz schildern worum es geht...

Mein Lebensgefährte und ich sind beide im selben Unternehmen beschäftigt und erhielten heute eine Abmahnung.

In dieser wird bemängelt das wir entgegen unserer Verpflichtung den Arbeitgeber NICHT über die Dauer unserer voraussichtlichen arbeitsunfähigkeit informiert hätten.

Dieser Aussage widersprechen wir.

Am 25.05.2020 haben wir uns beide um 08:03Uhr und 08:04Uhr bei einem unserer Führungskräfte telefonisch krank gemeldet.

Ihm wurde mitgeteilt das wir bis zum 30.05 arbeitsunfähig sind.

Zu diesem Zeitpunkt waren wir bereits nicht mehr in der Arztpraxis und konnten somit genau angeben wie lange wir krank geschrieben sind.

Um 7Uhr morgens waren wir beim Arzt, um 7.45Uhr wurden wir untersucht und um etwa 7.55Uhr verließen wir die Praxis.

Üblicherweise melden sich die meisten erst krank, gehen zum Arzt und melden sich folglich nochmals um den genauen Zeitraum der Krankmeldung anzugeben.

Da wir jedoch krankheitsbedingt schon sehr früh beim Arzt waren, deutlich vor Schichtbeginn welche um 11Uhr wäre, meldeten wir uns schon früher und konnten alle Angaben sofort tätigen.

Nach einem Telefonat welches ich grade mit meinem Chef persönlich hielt, teilte dieser mit das er sich nicht daran erinnern könne das wir Angaben zur Dauer der Krankmeldung gemacht hätten. Daher die Abmahnung.

Ich denke bei Bedarf könnten wir ein offizielles Schreiben des Artzes anfordern. Dieser hat sicherlich eine genauere Uhrzeit im System gespeichert um feststellen zu können das wir bereits vor dem Anruf wussten wie lange wir krank geschrieben sind und es dementsprechend natürlich auch mitgeteilt haben. Aber eigentlich wurde ich meinen Arzt nicht mit sowas belästigen wollen.

Gibt es andere Möglichkeiten? Was kann ich tun?

Wenn euch was einfällt, gerne kommentieren.

Danke im voraus :-)

Abmahnung, Arbeitgeber, Frist, arbeitsunfaehig, rechtlich, Krankmeldung Arbeit, Fragen
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Arbeitgeber hat mich stark beleidigt, bin gleich nächste Tag krank, ist das ein Problem?

Hallo zusammen,

der Überschrift kann ein bisschen irritieren. Ich erzähle es euch kurz und freue mich auf die Antworten. Ich arbeite in einer großen Firma mit 2000 Mitarbeiter als Monteur. Gestern hat man mich spontan in die Personalbüro bestellt. Da ich eine Nebengewerbe ausübe, hat man mir den Vorwurf gemacht, ich wäre sehr aktiv in der Nebengewerbe. Obwohl ich meine Nebentätigkeit beim Arbeitgeber angegeben habe meinten sie, dass ich auch viele andere Sachen mache, weil sie irgendwelche Bilder gefunden hätten im Internet (Nicht während ich aber krankgeschrieben war!). Ich hatte mal Hobbyfotograf gemacht und die haben von mir Szenen gefunden auf meine Facebookseite, wo ich Leute fotografiere. Ich sagte das mache ich als Hobby.

Der Personalchef hat bei mir Druck ausgeübt. Er meinte, er hätte mich irgendwo gesehen. Als ich fragte wie? wo? Sagte er, naja ich habe sie gesehen.. Ohne eine Begründung. Dann hat er Fotos aus dem Internet gedruckt, wo ich zu sehen bin mit Freunde in einer Hochzeitsfeier. Da behauptete er, dass ich dort bestimmt auch tätig war.... lauer solche billigen Argumente.

Zu meine Frage:

Das Gespräch ging ca. 1 Stunde. Ich war so dermaßen gestresst, hatte gestern schon Bauchschmerzen. Heute bin ich aufgestanden und habe Magenprobleme, Probleme beim Stuhlgang. Nun habe ich mich krank gemeldet. Kommt das jetzt schlecht beim Arbeitgeber an? Jetzt werden die bestimmt denken, aha wir hatten gestern das Gespräch und heute macht er krank. Oder nicht?

Arbeitgeber, Krankmeldung, Mobbing am Arbeitsplatz
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Plötzlicher Streit mit Arbeitgeber?

Hallo,

ich bin irgendwie immer noch geschockt. Ich arbeite seit ca. 10 Jahren bei einer kleinen Versicherungsmaklerkanzlei. Außer mir gibt es noch einen weiteren Mitarbeiter (dauerhaft im HomeOffice) und zwei Chefs(Ehepaar).

Mein Verhältnis zu den Chefs war in den 10 Jahren wirklich gut. Wir haben uns gegenseitig (und unseren Kindern) an besonderen Feiertagen Geschenke geschenkt und hatten eigentlich immer einen guten Draht.

Nun war es so, dass ich vor ca. 4 Wochen schlimm an dem neuen Coronavirus erkrankt war und daher 3 Wochen nicht in die Arbeit konnte. Mein Chef (75 Jahre) + Chefin (54) hatten es ebenfalls und meinten, ich hätte Sie angesteckt da ich es ja schon gehabt haben könnte wie ich noch in der Arbeit war.

Das war der ausschlaggebende Grund für das heutige Gespräch. Mir wurde plötzlich vorgeworfen, dass ich in den letzten Jahren mich nur um die einfache Arbeit gekümmert habe, Überstunden verweigert habe, viel am Handy war und gelogen habe dass ich aufgrund des Virus im Krankenhaus war(nicht gelogen). Außerdem wurde mir auch vorgeworfen wieso ich denn genau eine OP an meiner Schulter während einer Fortbildungsprüfung meiner Chefin durchführen lasse.
Zudem wurde mir auch vorgeworfen, dass ich egoistisch bin und z.B nicht nachgefragt hätte wie es denn meinen Chefs mit dem Virus geht.

Sie haben auch ein bisschen ausfallend über meine Kinder geredet und meinten, bei mir spielt nur die Familie eine Rolle.

Ich bin wirklich geschockt und spiele mit dem Gedanken, meinen Job zu wechseln. Bloß weiß ich nicht, ob ich mit fast 57 noch irgendwo neu angestellt werde.

Nun haben sie mir meine Arbeitszeit einfach verkürzt und daher bekomme ich nun weniger Geld. Kann man dagegen rechtlich vorgehen?

Arbeit, Rechtsanwalt, Arbeitsrecht, Arbeitgeber, Streit, Arbeitgeberwechsel
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Arbeitgeber sagt Unterlagen seien abgesendet, diese wurden aber nicht zugestellt, auch auf E-mails wird nicht mehr reagiert?

Leider habe ich einen Teil meiner Lohnabrechnungen während meines Umzuges verlegt.

Ich bat meinen Arbeitgeber per Mail über eine erneute Zusendung der Unterlagen, welches mir auch wenige Stunden später per Mail zugesagt wurde, mit den Worten

"Guten Tag , die Unterlagen habe ich heute per Post an Sie versendet.

 Mit besten Grüßen

"

Zwischen dieser Zusage und heute liegen 8 Tage.

Andere, am selben Tag, angeforderten Unterlagen habe ich bereits nach 2 Tagen erhalten.

Am Telefon wird trotzdem die Schuld der Post gegeben und ich solle gefälligst warten.

Auf eine Email wird nicht reagiert in denen ich nachfragte, ob man es doch bitte nochmals absenden könne, da ich die Unterlagen nicht erhalten habe.

Ich weiß, dass der Arbeitgeber ansich nicht verpflichtet ist mir die Unterlagen erneut zu zu senden, aber meine Frage :

Ist das auch noch der Fall wenn mir eine Zusage über die Zusendung erteilt wurde?

Weil darauf habe ich mich natürlich erstmal verlassen und gewartet.

Ansonsten hätte ich ja einen anderen Weg suchen müssen, und mich mit den Behörden frühzeitig in Kontakt gesetzt, die diese Lohnabrechnungen sehen wollen.

Dies habe ich leider nicht gemacht und Im Nachhinein Ärger ich mich auch darüber aber ich bin ja davon ausgegangen, dass ich die Unterlagen zugesendet bekomme.

Vielen Dank im voraus, falls da jemand eine vernünftige Antwort zu diesem Thema hat.










Arbeitgeber, Lohnabrechnung
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Jobwechsel - Muss ich Urlaubsanspruch nehmen?

Folgende Situation:

Mitarbeit wurde zum 30.06.2020 gekündigt, hat demnach bei 30 Urlaubstagen einen Ansprach von 15 Tagen. Er hat bisher noch keinen Urlaubstag in Anspruch genommen.

Der Arbeitgeber hat den MA nun aufgefordert, seinen Urlaubsanspruch bis zu seinem Ausscheiden zu nehmen.

Der Mitarbeiter möchte dies jedoch nicht, da er seine Urlaubstage für die 2. Jahreshälfte benötigt und diese gerne bei dem neuen Arbeitgeber nehmen möchte.

Der Arbeitgeber hat Sorge, dass der gekündigte Mitarbeiter im Anschluss auf ihn zukommt und seine nicht genommenen Urlaubstage abgegolten haben möchte und überlegt den Mitarbeiter unwiderruflich Freizustellen unter Anrechnung des Urlaubsanspruchs von 15 Tagen.

Frage: Gibt es die Möglichkeit eine gültige Vereinbarung zu treffen, aus der hervorgeht, dass der Arbeitgeber grundsätzlich den bereits entstandenen Urlaubsanspruch gewähren würde, der Mitarbeiter allerdings davon absehen möchte, weil er die Urlaubstage zu einem späteren Zeitpunkt benötigt und im selben Atemzug auch davon abzieht, Abgeltungsansprüche geltend zu machen oder sind solche Vereinbarungen grundsätzlich nichtig und der Arbeitgeber muss den Mitarbeiter quasi mit der Anrechnung auf Freistellung "zwingen"?

Vielen Dank!

Urlaub, Kündigung, Recht, Arbeitsrecht, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Kündigungsrecht, Urlaubsanspruch, Ausbildung und Studium, Reisen und Urlaub, Beruf und Büro
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Jemanden beim Arbeitgeber melden?

Hallo,

ich war vor 5-10 Jahren politisch aktiv. Bin mittlerweile seit fast 15 Jahren Ex-Muslim, habe den Koran gelesen, Hadithe, Tafsirs usw. Habe mich niemals beleidigend öffentlich geäußert, meine Kritik habe ich immer mit Quellen belegt.

Anfang des Jahres kam beim AG auf mich zu, weil mehrere "Journalisten" sich über mich beschwert hatten. Diese "Journalisten" haben eine eigene Website mit Nachrichten und sind definitiv Pro-Islam, Erdogan usw.

Zwei Herrschaften haben ein Kommentar von mir auf Facebook gefunden, den ich 2011 von mir gegeben habe und Erdogan als Islamist bezeichnet habe und sich dieser bitte aus der Türkei verp** soll, wenn er mehr Islam möchte. Hätten auch Aussagen von mir, die belegen würden, dass ich ein Islam- und Judenhasser sei udn gedroht, diese zu veröffentlichen, wenn mein AG nicht handelt.

Mein AG stand hinter mir, da dieser meine Ansichten kennt und der Vorfall noch Jahre vor meiner Anstellung war und Hassbotschaften hatte ich definitiv nicht verbreitet.

Einer meiner Facebookkontakte diskutiert sehr gerne bei öffentlichen Themen mit solchen Leuten und ein Name kam mir bekannt vor. Dieser wohnt bei mir in der Stadt und kenne ihn flüchtig, ich weiß auch wo er arbeitet. Dieser Jemand äußert sich extrem demokratiefeindlich, homophob, möchte die Sharia, wünscht Türken die gegen Erdogan sind den Tod, jeder der gegen die Sharia ist ist ein Kafir usw.

Sein AG ist ein internationaler Großkonzern. Sein Account ist komplett öffentlich. Ich dachte mir, dass ich solche Leute endlich mit ihren eigenen "Waffen" bekämpfen möchte, weil es mir einfach reicht.

Was könnte im schlimmsten Fall auf mich zu kommen, wenn ich den bei seinem AG melde und mit einigen Fotos belege?

Religion, Islam, Facebook, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Beschwerde
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Firmenwagen Ja oder Nein?

Hallo zusammen, ich bräuchte einfach mal eine kleine Entscheidungshilfe, da ich mit dem Thema leider vollkommen unerfahren bin.

Ich bin teilweise im Außendienst tätig und kann aktuell auf einen Pool von Springer-Fahrzeugen zugreifen. Da sich mein Tätigkeitsgebiet in den letzten Monaten stark erweitert hat, hat mein Arbeitgeber mir nun angeboten, einen Firmenwagen zu bekommen. Privatnutzung und Benzin inklusive. Das Fahrzeug wäre ein aktueller VW Polo mit ordentlich Ausstattung (Ausstattungslinie "Highline"). Ich brauch keinen "Status-Benz" und wäre damit absolut zufrieden.

Unter Einbezug des geldwerten Vorteils, bzw. der 1% Regelung würde mich der Wagen 152 € von meinem Nettolohn kosten.

Privat fahre ich einen 22 Jahre alten BMW, der mir bisher immer treu war, nun aber auch langsam anfängt zu kränkeln. Das Thema "neues Auto" wäre daher vermutlich sowieso in absehbarer Zeit auf mich zugekommen ...

Ich bin halt trotzdem etwas hin und her gerissen. Natürlich wären Benzin-, Wartungs-, Reparatur und Versicherungskosten sowie die KFZ-Steuer für mich damit endgültig vom Tisch. Auch mein Bahnticket (mittlerweile alleine 100 €) mit welchem ich zur Arbeit pendel, wäre ich dann los. Auf der anderen Seite macht man sich aber natürlich schon abhängig vom Arbeitgeber und steht beim Firmenwechsel dann evtl. erst einmal ohne Auto da.

Wozu würdet Ihr mir raten?

Firmenwagen nehmen 100%
Privatwagen behalten 0%
Firmenwagen, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Auto und Motorrad
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Firmenwagen für Arbeitnehmer Vorteil oder Nachteil für Arbeitgeber?

Hallo zusammen, kurz zur Situation: Ich arbeite in einer Firma als einer von mehreren Mitarbeitern, welche teilweise im Außendienst tätig sind. Ich bin jedoch eindeutig am meisten im Außendienst unterwegs, da mein Aufgabenbereich die meisten Fahrzeiten beinhaltet. Bisher gab es für alle Angestellten insgesamt drei Springer-Fahrzeuge, welche täglich mehr oder weniger "spontan" aufgeteilt wurden. Je nach Terminlage halt.

Da nun demnächst wieder die Leasing-Verträge für alle drei Spinger-Fahrzeuge parallel auslaufen und ich, wie bereits erwähnt, sowieso die meiste Zeit eines der Fahrzeuge "blockiere", existiert aktuell die Überlegung, mir einen der dann neuen Pkw fest nach 1% Regelung als Firmenwagen zuzuschreiben. Natürlich dann auch mit Privatnutzung. Da ich mich privat ohnehin mittelfristig auch mit dem Thema "neues Fahrzeug" hätte aueinandersetzen müssen, passt mir das eigentlich ganz gut in den Kram.

Frage: Leider bin ich kein Fachmann in Sachen Steuern, etc. Da ich aber meinen "Marktwert" auch im Hinblick auf zukünftige Gehaltsverhandlungen ganz gerne einschätzen würde, wäre es für mich wichtig zu wissen, ob es für die Firma einen Vor- oder Nachteil darstellt, wenn das Fahrzeug im beschriebenen Szenario als mir fest zugeordneter Firmenwagen zum Einsatz kommt. Die Anschaffungs-, bzw. Leasingkosten wären hierbei ja identisch. Es kommt also nur auf die steuerlichen Gegebenheiten an.Oder kurz gefasst: Was käme die Firma billiger? Springerfahrzeug für alle oder mir fest zugewiesener Firmenwagen?

Danke!

Arbeit, Firmenwagen, Arbeitgeber, PKW, versteuern, Auto und Motorrad
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Forderung nach einer möglichst egalitären Gesellschaft - was sagt ihr dazu?

Hey,

die Frage steht oben. Ich beschäftige mich gerade mit einem Thema, das kontrovers diskutiert wird: Ist eine egalitäre Gesellschaft erstrebenswert?
Da geht man dann auch auf das System der sozialen Ungleichheit und der Bildungschancen ein. Außerdem stellt sich die Frage, ob die Ungleichheit nicht doch von Vorteil ist in der Gesellschaft. Diese Aspekte zu der Hauptfragestellung setze ich dann noch mit dem magischen Sechseck und der Ordnungs-, Struktur- und Prozesspolitik in Verbindung, wobei die soziale Gerechtigkeit und Gleichheit miteinbezogen muss und nicht verwechselt werden darf.

Wollte ich einfach nach euren Meinungen, Ansichten etc. diesbezüglich fragen!

Liebe Grüße

Ordnung, Schule, Technik, Menschen, vergleichen, Arbeitslosengeld, Diskussion, Politik, Unterricht, Arbeitsrecht, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Psychologie, Abi, Abitur, Angela Merkel, arbeitgeberrecht, arbeitslos, Bürgerrechte, Gerecht, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Gesellschaftskritik, Gesellschaftsrecht, Gleichberechtigung, Klasse, Marktwirtschaft, Meinung, Politik und Wirtschaft, Politiker, politikwissenschaft, Präsident, soziale Marktwirtschaft, soziale ungleichheit, Soziales, Staat, Staatsanwaltschaft, Staatsbürgerschaft, Ziele, Ansicht, Arbeitgeberwechsel, Bildungssystem, Bundesregierung, Gleichheit, leistungsfaehigkeit, sinnvoll, Bevölkerungsentwicklung, bevoelkerungswachstum, Bürgermeister, Bundesrepublik, Bundesrepublik Deutschland, gerechtfertigt, Gleichungssysteme, Kontrovers, Position, Ungleichheit, Ungleichungen, Politik und Gesellschaft, Philosophie und Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzen, Gesellschaft und Philosophie
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Woher kommt extreme Solidarisierung mit Arbeitgeber?

Hallo!

In meiner Heimat gab es einige große Firmen, bei denen die Leute teilweise ihr Arbeitsleben lang beschäftigt waren - wer da heute einsteigt, hat da im Grunde immer noch den "Job fürs Leben", wenn er nicht groß aus der Reihe tanzt.

Bei einer dieser Firmen ist so, dass die Arbeitnehmer dort in extremer Weise mit ihrer Firma solidarisieren - das Unternehmen wird trotz einer oft in der Kritik stehenden Umgangsweise mit Umwelt, Arbeitnehmern, Sozialplänen, Gewerkschaften und dem Hang zur "Vetternwirtschaft" dermaßen gelobt und verteidigt, dass es fast wie eine Farce wirkt. Es ist dann die Rede vom Patron, der den Leuten Brot und Arbeit gibt und selbst die Unternehmerfamilie - die man eigentlich als sehr arrogant kennt - wird gelobt und als so sozial und nett dargestellt, obwohl man eigentlich weiß, die sind alles andere als das.

Mein Bruder war da mal kurzzeitig beschäftigt und hatte den Eindruck von Gehirnwäschen, denen Leute unterzogen werden. Deswegen hat er auch schnell wieder gekündigt.

Die Freizeit findet in diversen firmeneigenen Lager und Freizeitangeboten statt, wenn man nicht in einer gewissen Siedlung wohnt, die auch dieser Firma/der Familie gehört. Die Firma dominiert praktisch den ganzen Alltag und das Private. Ich kann darüber nur den Kopf schütteln.

Woher kommt so eine extreme Solidarisierung?

Man muss vielleicht sagen - das ist dort ein relativ engstirniges "Arbeitermilieu". Mein Großonkel sagte immer, die Leute hätten "nicht viel zwischen den Ohren" und seien so leicht zu begeistern wie zu beeinflussen.

Arbeit, Menschen, Arbeitgeber, Psychologie, Firma, Gesellschaft
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"Probearbeiten". Mehr als einen Tag finde ich einfach unverschämt und einfach nur ausbeuterisch?

Habe heute sehr lange mit einer Freundin von mir Telefoniert. Sie möchte ihren Job wechseln. Okay, jetzt in dieser Koronakriese, ich kann das mittlerweile nicht mehr hören, weil mir dieses Mimimimi so richtig hart auf die Nerven geht, aber das, soll ja jetzt hier nicht zur Debatte stehen, sagte doch ein Arbeitgeber allen Ernstes zu Ihr: Kommen Sie doch erstmal 4 Wochen "Probearbeiten". Natürlich unbezahlt versteht sich.

Aha.Warum soll jemand unbezahlt "Probearbeiten" kommen, wenn er jahrelang in diesem Job und auch genau in diesem Fachbereich gearbeitet hat?!? (Dipl. Ing. Maschinenbau). Und das auch noch für vier Wochen vollkommen unbezahlt? Ist übrigens kein Einzelfall.

Sie hat gesagt, angesichts dessen, dass sie ihre Arbeitsstelle noch hat, Vielen Dank, kein Interesse, was ich vollkommen nachvollziehen kann, hätte ich genauso abgelehnt. Einen bis Zwei Tage sind okay, mehr, zumindest ohne Bezahlung, aber nicht.

Gab in meinem Berufsleben auch mal genau so eine Situation, wo ein Arbeitgeber gesagt hat, ich solle erstmal 4 Wochen, natürlich vollkommen kostenlos, "Probearbeiten" kommen, obwohl ich genau diese Tätigkeit, die von mir verlangt wurde, schon Jahrelang ausgeübt habe, was ich meiner Person und meiner beruflichen Qualifizierung gegenüber eine ziemliche Herabwürdigung empfunden habe.

Mein Kommentar darauf: Vielen Dank für Ihr Angebot. Darauf würde ich gerne einsteigen, aber wie wäre es, wenn Sie erstmal für 4 Wochen zur Probe Gehalt zahlen und dann können wir über eine weitere berufliche Zsammenarbeit nochmal sprechen?

Ausgang vom Vorstellungsgespräch dürfte klar sein. Es gibt in der Arbeitswelt sowas, das nennt sich Probezeit. Wenn es passt, dann ist alles okay, passt es nicht, gibt es halt die Kündigung.

Also was soll dann dieses dummdreiste "Probearbeit" eigentlich?!? Ist das einfach nur eine Masche, um damit eine "Billige Urlaubsvertretung" zu haben?

Meistens sind das ja leider genau die Firmen, kenne ich zumindest aus meiner Zeit, wo ich Arbeitslos war, die ein Bruttogehalt geboten haben, wo ich jetzt mal ganz Geseallschaftsunkonform sagen muss, dass das Geld, was die brutto geboten haben, ca. 200 - 400 Euro unter dem "Netto" lag, was man mit Hartz4 und ein paar Tagen "Steueroptimiertem Arbeiten" im Monat so bekommt.

Was soll also diese sogenannte "Probearbeit" und dann auch noch in einem dermaßen unverschämten Umfang?

Arbeit, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Berufsausbildung, Soziales, Jobwechsel, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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