Wunsch nach mehr Minimalismus - was verkaufen?

Wir ziehen demnächst um und wollen die neue Wohnung nicht mehr so anfüllen wie die alte, daher sind meine Frau und ich am überlegen, wovon wir uns am besten trennen sollten.

Was würdet ihr als erstes verkaufen, was eher nicht, und wieso?

  • Zeichen- und Malutensilien, Bastelzeug (ca. 2 mal im Jahr benutzt)
  • Messersammlung, Schleifstein, usw. (war früher ein großes Hobby von mir, liegt aber seit einiger Zeit nur mehr in einer Kiste)
  • Videospiele (ein Regal voll mit Spiele-DVDs, Collectors Editions, Lösungsbüchern usw., ist halt etwas Nostalgie dabei, aber mittlerweile spielen wir aber eigentlich nurmehr auf digitalem Wege (Steam, Nintendo Online Store)
  • Urlaubs-Souvenirs (verbrauchen insgesamt dann doch viel Platz, sind aber eben auch eine schöne Erinnerung...)
  • Modellbau-Kram und Flugzeugmodelle (hab ich früher auch mit Leidenschaft betrieben, teilweise stecken in den Modellen hunderte Arbeitsstunden, aber mittlerweile komme ich zu diesem Hobby auch nur noch ganz selten)
  • E-Gitarre, E-Bass und Verstärker (meine Frau spielte eine Zeit lang in einer Rockband, hat deshalb schöne Erinnerungen, aber nun auch schon über ein Jahr nicht mehr gespielt)
  • LP- und CD-Sammlung, Musiker-Merchandise (da wir beide sehr musikbegeistert sind, kamen im Laufe der Jahre viele Tonträger, T-Shirts, Tourposter, usw. zusammen... das Zeug steckt halt voller Erinnerungen, aber wird so gut wie nie angefasst. Ich wüsste aber auch nicht, wie man sowas als Ganzes verkauft?)
  • Camping-Ausrüstung (habe alles vom Camping-Geschirr, über Tische, Klappstühle, Feldbetten, drei verschiedene Zelte, Schlafsäcke für alle Temperaturen und unzähliges Zubehör. Verbraucht mega viel Platz, wird aber nur zweimal im Jahr im Urlaub mal benutzt - wir reden aber immer davon, in Zukunft als Familie campen zu gehen. Stattfinden tat es bisher kaum.)
  • Lego-Modelle von früher (unsere Tochter spielt gern damit, wünscht sich aber auch immer wieder neue Sachen. Mittlerweile ist ein ganzer Schrank nur mit Lego voll... leider verbinden wir mit vielen Modellen Nostalgie)
  • Biker-Ausrüstung (war früher viel im Bikerclub unterwegs und erinnere mich gerne an die Zeit, aber seit die Tochter da ist, komme ich dazu nicht mehr wirklich)
  • Kletter-Ausrüstung (ebenfalls ein großes Hobby meiner Frau von früher, mittlerweile aber auch vernachlässigt, nur noch zweimal im Jahr)
  • Sportschießen-Ausrüstung (Zwei Gewehre im Schrank. Selten benutzt, aber war sehr teuer und ist schwierig zu verkaufen, wegen der behördlichen Registrierung...)

Ihr merkt, wir haben echt zuviel Zeug. Wir stehen verzweifelt vor all den Sachen und wissen nicht, wovon wir uns guten Gewissens trennen können.

Leben, wohnen, Psychologie, Hobbies, Konsum, Minimalismus, Philosophie
Wie definiert man "brauchen"?

Hallo an Alle,

ich habe in einem Buch zum Thema "Aufräumen" unter anderem die Frage gelesen, dass man sich die Frage stellen soll, ob man einen Gegenstand wirklich braucht.

Ehrlich gesagt bringt mich die Frage sehr ins Grübeln: Wenn ich "Brauchen" definiere als "zum Überleben wichtig", dann müsste ich mich von etwa 95% all meiner Gegenstände trennen - von meinen Büchern, von meinen Spielen, von meinen Füllern, von ...
Im Grunde genommen bräuchte ich dann nur ein paar wenige Möbel, Haushaltsgegenstände und sonst nichts. Eigentlich bräuchte ich dann auch keinen Computer, weil ich mit diesem ja keinen Lebensunterhalt verdiene.

Wenn ich "Brauchen" als "einen Nutzen daraus ziehen" definiere, dann jedoch dürfte ich mich überhaupt nicht von meinen Gegenständen trennen, wobei sich natürlich die Frage stellt, wie man denn Nutzen definieren sollte.

Ich kann mich zum Beispiel hinstellen und sagen: Ich behalte meine Spiele und meine Bücher, da mich Spielen und Lesen entspannt und ich dabei abschalten kann. Eventuell lerne ich auch etwas daraus.

Natürlich muss ich mir bei diesem Sinne von "Brauchen" die Frage stellen: Benötige ich alle, um diese Nutzen daraus zu ziehen.
Und ich müsste da einen Hit der Musikcombo "Fettes Brot" zitieren: Ja, Nein, ich mein Jein. Denn ehrlich gesagt stellt sich mir dann die nächste Frage an: Welcher Gegenstand kann dann weg, wo hätte ich den meisten, den wenigsten Nutzen?

Mir wurde mal der Satz gesagt: Wenn du einen Gegenstand ein Jahr nicht in die Hand genommen hast, kann es weg, dann wirst du es auch für den Rest deines Lebens nicht mehr in die Hand nehmen.
Inzwischen weiß ich, dass diese "Weisheit" nicht auf mich zutrifft, habe ich doch sogar recht häufig feststellen dürfen, dass ich zum Beispiel hier Bücher stehen habe, die ich noch zu DM-Zeiten gekauft und nach dem Kauf nicht angerührt habe - und plötzlich verspüre ich das unbändige Verlangen, genau dieses Buch, was seit zig Jahren im Regal ruht, zu lesen.

Und ich stehe noch immer vor der Frage: Wie definiert man "brauchen"?

Jemand eine Antwort (für die ich mich schon mal im Voraus bedanke).
GLG

Tichuspieler

Psychologie, Definition, Gegenstände, Minimalismus, Philosophie
Alternative zu Matratzen/Betten (Minimalismus)?

Hallo,

ich suche nach Alternativen Methoden bzw. Gegenständen, auf denen man schlafen kann.

Es sollte möglichst kein Bettgestell sein, auch kein Hochbett bzw. eine Matratze.

Da ich nicht mehr unter und hinter dem Bett saugen möchte, zumindest nicht indem ich das bett oder/und die Matratze schieben oder/und hochheben muss. Außerdem fangen mir konventionelle Matratzen zu viel Staub ein und Hängematten sind mir nicht stramm genug, jedoch von der Höhe und von der Dicke bzw. vom Potenzial, kein Staub oder weniger staub einzufangen, ziemlich optimal. Da die Hängematten in der Regel ziemlich schmaler ausfallen und im durchschnitt auch so erscheinen und somit weniger Raum geben für Staub Milben usw. An Hochbette habe ich auch schon gedacht, finde aber keine nach meinen Vorstellungen. Außerdem ist es umständlicher hinter einem Hochbett zu saugen als hinter einem "konventionellem"

Bettgestell.

Von der Höhe könnte es ähnlich so hoch wie eine Hängematte sein. Es sollte jedoch eine relativ feste und gerade Option bzw. Methode oder/und ein Gegenstand sein, welches einen gerade schlafen lässt. Optimal wäre es auch wenn man um diese Option oder sagen wir um dieses Bett und unter als auch dahinter saugen bzw. sauber machen kann, ohne dass es man dabei irgendwas bewegen müsste.

Da ich seit Jahren hin und wieder auf der Suche nach so einer Methode bzw. nach so einem Bett bin, habe ich mir gedacht, dass ich vielleicht auch nochmal hier nachfragen kann.

Matratze, Einrichtung, Möbel, Schlaf, Bett, Ergonomie., Matratzenkauf, Minimalismus, Bettgestell
Warum seid ihr Minimalisten?

Minimalismus als Lebensstil heißt: bewusster Verzicht, um Platz für das Wesentliche zu schaffen.

Dies wird jedoch von vielen ganz anders interpretiert oder es gibt unterschiedliche Motive:

ästhetische Gründe: man kann sich ruhig teure Designermöbel kaufen, hauptsache die Wohnung ist nicht vollgestellt damit, man hat nur wenige Möbel. Es kann gerne eine große, freundliche Wohnung sein, mit einem minimalistischen Einrichtungsstil (Klasse statt Masse).

nachhaltige Gründe: man besitzt wenig vor allem aus Gründen des Umweltschutzes und kauft sich am liebsten Second Hand-Möbel oder zumindest solche mit Ökosiegel

finanzielle Gründe: man kauft und besitzt wenig vor allem um Geld zu sparen, hier schafft man sich die günstigsten Möbel an unter Berücksichtigung der Nutzungsdauer. Wenn man Second Hand kauft, dann um Kosten zu sparen und nicht die Umwelt zu schützen. Für Möbel mit Ökosiegel würde man nicht mehr ausgeben. Wer weniger Möbel hat kann sich auch eine kleinere Wohnung mieten.

Liebe Minimalisten, was sind eure wesentlichen Gründe dafür, dass ihr weniger Dinge besitzen und kaufen wollt?

Wenn ihr keine Minimalisten seid (wohl die meisten hier), dem aber trotzdem etwas abgewinnen könnt: Was schätzt ihr an dem minimalistischen Lebensstil am meisten?

ästhetische Gründe (die Wohnung ist cleaner/aufgeräumter) 30%
nachhaltige Gründe (um die Umwelt zu schonen) 25%
andere Gründe 25%
finanzielle Gründe (um den eigenen Geldbeutel zu entlasten) 20%
Konsum, Minimalismus, Abstimmung, Umfrage
Reichtum und Armut - Gibts reiche Minimalisten?

Veganismus oder Minimalismus als kritische Orientierung zu praktizieren hängt doch sicher auch mit den Lebensumständen und finanziellen Situation zusammen? Das meine ich nicht ausschließlich, aber wer dem Materialismus nicht verfallen ist und vertrauen in die Nahrungsmittelindustrie steckt wird sicher auch entgegen seiner Umgebung, andere Lebenskonzepte versuchen oder sich zwischen den Welten aufhalten. Aber wenn es kann wer würde dann entgegen dem sich verhalten? Sicher kann der Bettler nicht wie ein König Leben. Anders herum gehts schon.

Ich glaube kaum, dass man Minimalismus, als wohlhabender Mensch, praktizieren würde, weil man es nicht muss, im Gegenzug als Mittelständler man dadurch mehrere Vorteile ziehen kann. Ebenso würde ich behaupten dass Kritik an der Nahrungsmittelindustrie und der BIO-Hype dazu führen weniger Fleisch zu konsumieren, aber ausweichen auf das BIO ist auch nicht gerade billig. Beides sind mehr oder weniger Resultate des Umstandes oder des Milieus. Während wohlhabende klischeehaft Fuji-Wasser und Champagner konsumieren wird der finanziell-nicht wohlhabende eher Leitungswasser und Bier bevorzugen, einfach weil man es kann oder gar muss. Kann oder Muss, liegt da der Unterschied? Was hängt noch damit zusammen?

Sicher will ich nicht versuchen schwarz/weiß zu denken, nur versuche ich Konstellationen zu finden die dem widersprechen.

Kritik am Reichtum bezüglich der klischeehaften "dauerhaften Unzufriedenheit" mit folgenden Depressionen findet man sicher auch in der mittleren Unterschied, auch schwer zu sagen wie und was jeweils Auslöser ist. Doch Schlagzeilen über die "oberen 10.000" wird in den Medien kaum berichtet, keine Familiendramen doch auch dort müsste es krieseln. Viele Unternehmer legen großen Wert auf die Nachkommen für die Firma, während die Kinder bei den Eltern wohnen bis mitte 30 und kaum mal ohne Helm auf dem Moped durch die City gerauscht sind. Ich glaube einige rich.kids legen zu viel Wert auf Materialien und verhalten sich ganz anders, oder ist das auch nur Klischee?

Nun gut, es liegt auch viel am Verhalten und den Fähigkeiten des Menschen. Nimm jemanden sein Hab und Gut und du weißt zu was er fähig ist. gib jemanden Mach tund du weiß wer ist. Du bist was du isst. Lauter schlaue Sprüche.

Doch letztendlich wirds von den meisten auch keiner in die First World schaffen wenn man nicht irgendwie was illegales macht oder reiche Vorfahren hat. Mit wenigen Ausnahmen und vielen Konstellationen.

Armut, Minimalismus, Reichtum, Soziologie, Philosophie und Gesellschaft
Bin ich Menschenhasser/Misanthrop?

Wegen Komplikationen mit gutefrage.net (Danke aber auch) fehlt nun der ganze erste Teil meiner ausführlichen Beschreibung (über 3000 Zeichen). Ging auf jenden Fall um viele verschiedene Punkte, Pluralismus der Meinungen, Minimalismus, Unreflektiertheit von Menschen und wie sie ihr Eigeninteresse über das Wohlergehen von Lebewesen stellen, und und und. Ich habe keine Lust alles von vorne zu schreiben, also ergänze ich jetzt einfach den Part, den ich noch gespeichert hatte:

Egal wie selbstkritisch ich bin, ich halte mich für was besseres als der Großteil der Bevölkerung. In der Schule hab ich mich auch schon immer für intelligenter gehalten, besonders dann, wenn ich sehe wie manche Menschen erzogen, bzw. nicht erzogen sind. Und ja, ich kannte auch Leute, die ich für intelligenter gehalten habe. Aber die Ausnahme bestätigt die Regel.

Ich könnte jetzt tausend andere Punkte, die mich an der Welt stören, aufzählen. Am besten wäre es meiner Meinung nach immer noch, dass alle Menschen ausgerottet werden, denn letztendlich sind wir sowieso alle geboren um zu sterben. Der Tod ist unausweichlich, also warum sich so viel Mühe geben die wenigen Jahre, die man hat, mit Unfairness und Leid ertragen? "Für den Fortschritt bla bla", wenn erst mal alle tot sind, bringt uns der Fortschritt auch nichts mehr. Vielleicht bin ich einfach ein extremer Nihilist, vielleicht auch einfach ein arrogantes Sonstwas.

Sich seinen Trieben und Lust hinzugeben finde ich animalisch und widerwärtig. Menschen, die keine Selbstkontrolle haben, finde ich widerwärtig. Menschen, die genießen und sich besaufen, und dabei ihre Umwelt, und all das Leid ausblenden, finde ich widerwärtig.

Konkludiert hasse ich einfach alles. Die ganze Welt fuckt mich ab (pardon für diesen Ausdruck) und will am liebsten sterben, um das alles nicht mehr mit ansehen zu müssen. Kann ich meiner Familie, bzw. meiner Mutter bloß nicht antun, der Rest der Familie schert mich eh nicht.

Gibt es jemanden, der mich versteht oder eventuell selbst so denkt? Bin ich einfach psychisch krank? Schließe gar nichts mehr aus. Danke für hilfreiche Antworten.

Religion, Menschen, Welt, Minimalismus, Veganismus

Meistgelesene Fragen zum Thema Minimalismus