Hormontherapie Transjunge?

Hi

Also... Ich bin Transjune, 13, beim Psychologen bzw. Tagesklinik. Um einmal etwas weiter auszuholen: Bei dem ersten Psychologen bei dem ich war (ein grauenhafter, egozentrischer, diskriminierender Mensch, wie auch immer sich so jemand Psychologe schimpfen kann) hieß es, dass wir ja „... vielleicht mal in ein paar Monaten darüber reden können, wie du dich in deinem Körper fühlst.“ und „... ich weiß auch nicht, warum du jetzt zum Psychologen gehst. Man kann eh erst mit 18 anfangen.“.

Er meinte halt so, dass man Hormone erst mit 18 nehmen kann und so. Und das man zwei mal ein Jahr zu Therapeuten gehen muss, um zwei Diagnosen zu haben. Von dem zweiten hab ich auch gehört, obwohl ich mittlerweile unfassbar verwirrt bin, weil ich mich natürlich an sich informieren möchte und so, aber überall was anderes steht (falls wer ne gute, zuverlässige Seite kennt: Pls🥺).

Lange Rede kurzer Sinn: Der Psychologe bei dem ich eig bin redet immer von einer echt überschaubaren Zeit, was Diagnose etc. angeht. In der Tagesklinik sind es auch nur 4-6 Wochen.

Jetzt würde ich gern wissen:
Wie läuft das alles genau ab? Wenn sich vielleicht jemand gut mit sowas auskennt oder es sigar hinter sich hat, wäre es möglich, dass wer Punkt für Punkt die Abfolge (bitte, bitte, in der Reihenfolge) kurz zusammenfassen kann? So das wichtigste? Muss man zu nem speziellen Arzt? Fängt was schon vor dem 14 Lebensjahr an (sowas stand halt im Internet, aber das verwirrt halt, weil es sonst immer heißt, das das davor gar nicht geht)?

Und noch was: Wenn man wirklich zwei Gutachten (richtig?) braucht, kann ich das dann in der Tagesklinik ansprechen? Zählt das dann? Und dann halt ganz normal beim Psychologen?

Falls jemand sehr viel Zeit und Langeweile hat:

Wie läuft alles eig genau ab? Also von der „Diagnose“, dass man im falschen Körper ist, bis zu den OPs (gern das auch noch). Wie lange dauert das ungefähr? Die OPs und so? Der oben erwähnte erste Psychologe meinte, neben all seinen anderen grandiosen (hust) Aussagen, dass man frühestens mit 20 alles hinter sich hat, weil keine Ahnung. War schon sein ganzes Argument.

Danke für die Aufmerksamkeit, vielleicht sogar einer Antwort!

Gesundheit und Medizin, Hormone, Hormontherapie, Transgender, Transsexualität, FtM, trans, LGBTQ
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Meine Mutter meint das sich das auch ändern kann? (Trans)?

Also ich habe mich vor einiger Zeit bei meiner nahen Familie geoutet (das ich Trans bin) und alle waren eigentlich Recht aufgeschlossen und haben mich unterstützt.

Nur bin ich mir bei meiner Mutter nicht so sicher, immer wenn ich etwas in der Richtung sage, meint sie das es sich noch ändern kann und nichts überstürzen soll, da es auch trans Menschen gibt, die nach einiger Zeit gemerkt haben, das sie nicht wirklich Trans sind.

Und da ich auch erst 16 bin es auch nur eine Art Phase sein kann. Wenn ich dann halt sage das ich keine Kinder haben möchte, sondern adoptieren (also selber keine gebären möchte) oder sage das ich Operationen bezüglich meiner brüste in später Zukunft also schon noch ein paar Jahre machen möchte, meint sie immer das ich das nicht sagen soll, da es sich ja noch ändern könnte und ich dann die Entscheidungen bereuen würde.

Hormone erlaubt sie, da dies auch wieder abgesetzt werden können (aber auch nur wenn sie ganz genau weiß das es mir nicht schadet, da ich ja noch nicht ausgewachsen bin).

Aber immer wenn ich über das Thema im generellen reden möchte, meint sie das sie nicht darüber reden will, weil ich im Moment "nur" darüber rede.

Sie meint auch immer wenn ich ihr wiederspreche und sage das ich weiß, das ich kein Mädchen bin, dass ich keine Ahnung hätte und nur 16 wäre und in diesem Alter eh voller Hormone bin.

Deswegen bin ich etwas verwirrt ob sie mich nun wirklich unterstützt oder im Inneren das gar nicht gut findet das ich Trans bin bzw. mich vielleicht auch zu sehr beschützen möchte vor fehl Entscheidungen.

Transgender, trans
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Wie soll man darauf reagieren( taktvoll)?

Hi. Meine Freundin hat einen trans Kumpel von mir also einen trans Mann. Und der hatte wohl ein etwas dummes Kommentar abgegeben woraufhin meine Freundin etwas naja unhaltsam wurde.

Er meinte erst sowas wie " Ich fand es voll eklig ein Mädchen zu sein..... Weiß nicht wie man das sein kann...überall kurven am. Körper und so. Halt nichts für ungut.... Das Schwache und hässliche Geschlecht.... Ne "

Daraufhin ist meiner Freundin etwas der Kragen geplatzt... Sie ist Feministin und sehr stolz auf ihr Geschlecht. Und. Mag es sehr eine Frau zu sein. Und. Da hat sie sich sehr drüber ausgelassen und meinte daraufhin etwas wie:" Wenigstens gehöre ich einem Geschlecht an. Auch wenn es deiner Meinung nach das minderwertige ist, nicht so wie du. Ich bin froh eine Frau zu sein. Ich bin stolz auf meine Kurven. Und Dellen und alles. Ohne Frauen würde die Welt wie sie ist nicht existieren."

Und dann haben sie sich weiter so angekeift. Ich hab dann nochmal. Mit. Beiden gesprochen was schief lief. Er meinte : er hat nur gesagt was er fühlte und war sich keiner Schuld bewusst. Und hat sich von ihr angegriffen gefühlt und habe dann deshalb auch noch Sachen gesagt wie: wegen solchen schl*mpen wie dir mag ich keine Frauen.

Und sie meinte sie hat sich als Frau angegriffen gefühlt. In einer Welt wo das eh Alltag für sie ist ist es abartig das in der Freizeit zu hören. Sie fand die Bemerkungen abartig udn war wütend und hat nur zurückgeschossen.

Jaaaa.... Bin jetzt irgendwie im. Zwiespalt. Ich versteh beide Parteien. Und jetzt mal ganz real wie hättet ihr auf solche Bemerkungen reagiert? Ich weiß nämlich auch nicht ob ich da ruhig geblieben wäre.

Männer, Freundschaft, Frauen, Psychologie, Geschlecht, Konflikt, Liebe und Beziehung, Streit, Transgender, Transsexualität, Vorurteile, trans
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Trans. Gibt es da Kriterien für?

Hallo ihr Lieben.

Zurzeit beschäftige ich mich (21) doch ein wenig mehr mit dem Thema Trans, da ich vermute, dass ich selbst Trans sein könnte. Auch wenn es sich eher etwas später gezeigt hat.

Ich wollte nun wissen, ob man damit man als Trans "eingestuft" wird bestimmte Kriterien erfüllen muss. Habe nämlich auf dieser Seite https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/psychische-gesundheitsst%C3%B6rungen/sexualit%C3%A4t-und-sexuelle-funktionsst%C3%B6rungen/geschlechtsidentit%C3%A4tsst%C3%B6rung-und-transsexualit%C3%A4t unter Diagnose folgendes gefunden:

Kinder müssen außerdem mindestens sechs der folgenden Symptome aufweisen:

  • Ein starker, anhaltender Wunsch oder das Beharren, zum anderen Geschlecht (oder einem sonstigen Geschlecht) zu gehören
  • Eine starke Vorliebe, Kleidung des anderen Geschlechts anzuziehen, und bei Mädchen die Verweigerung typisch femininer Kleidung
  • Eine starke Vorliebe, im Spiel so zu tun, als gehöre man dem anderen Geschlecht an
  • Eine starke Vorliebe für Spielzeuge, Spiele und Aktivitäten, die für das andere Geschlecht typisch sind
  • Eine starke Vorliebe für Spielkameraden des anderen Geschlechts
  • Eine starke Ablehnung von Spielzeugen, Spielen und Aktivitäten, die für ihr anatomisches Geschlecht typisch sind (Jungen weigern sich beispielsweise, Fußball oder mit Lastwagen zu spielen)
  • Eine starke Abneigung gegenüber ihrer Anatomie
  • Ein starkes Verlangen nach den Geschlechtsmerkmalen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen

Jugendliche und Erwachsene müssen außerdem mindestens eines folgenden Symptome aufweisen:

  • Ein starker Wunsch, ihre Geschlechtsmerkmale loszuwerden, und bei Jugendlichen, die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale (die sich während der Pubertät entwickeln) zu verhindern
  • Ein starkes Verlangen nach den Geschlechtsmerkmalen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen
  • Ein starker Wunsch, dem anderen Geschlecht (oder einem anderen Geschlecht) anzugehören
  • Ein starker Wunsch, wie ein anderes Geschlecht zu leben oder so behandelt zu werden
  • Ein starker Glaube, wie ein anderes Geschlecht zu fühlen und zu handeln

Und auf dieser Seite https://primary-hospital-care.ch/article/doi/phc-d.2019.10147 steht unter Hormontherapie folgendes:

Der therapeutische Ansatz geht davon aus, dass es sich bei der Transidentität um ein intrapsychisches Phänomen handelt, das von aussen nicht falsifiziert werden kann und deshalb eine Selbstdiagnose darstellt. Aus diesem Grund darf in dieser Standortbestimmung die Frage nach der «tatsächlichen» Existenz einer Geschlechts­inkongruenz nicht im Zentrum stehen. Vielmehr gilt es, in einem diagnostischen Prozess die Notwendigkeit und der Wunsch nach geschlechtsangleichenden Massnahmen individuell zu explorieren und Infor­mationen über Möglichkeiten und Grenzen der geschlechtsangleichenden Interventionen aufzuzeigen.

Wie sieht das denn nun genau aus? Wie seht ihr das (Erfahrungen)?

Ich bin ja eher der Meinung, dass es schon eine Selbstdiagnose sein und man da keine Kriterien für erfüllen sollte.

scharap

Körper, Sexualität, Psychologie, Liebe und Beziehung, Transgender, trans, Transident, Philosophie und Gesellschaft
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Bin ich womöglich Trans?

Hallo ihr Lieben.

Erstmal einige Hintergrundinfos.

Schon in meiner Kindheit war meine weibliche Seite eher stärker ausgeprägt und ich interessierte mich etwas mehr für die Dinge welche Mädchen so machen.

Dies äusserte sich unteranderem so, dass ich teilweise Sachen gemacht habe, wie Finger und Fussnägel lackieren. Zudem mochte ich so Filme, welche als eher typische Mädchenfilme galten irgendwie lieber und das ist bis heute noch so. Das sind Filme wie die Barbie Reihe, H2o: Plötzlich Meerjungfrau und lauter Filme in denen es um Freundschaft (zwischen Mädels) und Abenteuern geht.

Einmal sogar hatte ich, als ich mit meinen Geschwistern spielte, das dunkelblaue Samtkleid meiner Schwester an. An das Gefühl kann ich mich auch noch gut erinnern. Es war einfach nur schön und fühlte sich richtig angenehm an. Ein anderes Mal war ich bei den Grosseltern in den Ferien und hatte, glaube ich, den Pyjama vergessen. Daraufhin gingen wir einkaufen und ich sah einen Mädchen Pyjama der mir sehr gefiel (meine Grossmutter sagte mir, ich müsse das dann den Eltern erklären wenn sie fragen würden). Leider war dieser zu gross und meine Grossmutter wollte ihn deswegen wieder zurückgeben.

Später dann als wir älter wurden und mein Bruder in die Grundschule kam, begann er seine Plüschtiere zu unterrichten. Und wie das bei vielen Schulklassen so ist, kamen auch mal Studentinnen in die Schule und unterrichteten. Das waren dann immer meine Schwester und ich. Damit ich dann als Studentin durch ging, da ich kein Student sein wollte, hatte ich immer ein Prinzessinnenkleid an. Später dann hatte ich dazu noch einen BH meiner Schwester an und diesen mit Socken gestopft, damit es aussah als ob ich Brüste hätte. Ein anderes Mal bat ich meine andere Grossmutter mir ein Prinzessinnenkleid zu kaufen wobei ich angab, dass dies für eine Klassenkameradin die bald Geburtstag hätte wäre.

In der Oberstufe dann begann ich selbst Mädchenkleidung zu kaufen und damals noch im Heimlichen zu tragen bis ich mich letztes Jahr als Crossdresser geoutet habe.

Nun zum eigentlichen Anliegen.

Seit einigen Tagen verspüre ich den Wunsch weiblicher (eine Frau) zu sein (im Moment wieder etwas stärker) und das nicht zum ersten Mal. Wobei ich (bisher) eigentlich immer mit mir (als Mann) zufrieden war. Ich bin teilweise hin und her gerissen.

Ich weiss nur nicht, ob ich das auch wirklich will (eine Frau sein). Da ich nicht möchte, dass ich das später noch bereue, wenn dem nicht so ist. Habe heute früh folgenden Test gemacht, bei dem rauskam dass ich möglicherweise Transsexuell sein könnte. Es ist zwar nur ein Test, aber dennoch hab irgendwie das Gefühl...

https://www.ellens-blog.de/cogiati.html#

Wisst ihr wie man damit am besten umgehen kann? Was würdet ihr da machen?

Würde mich echt über Tipps und (Erfahrungs-) Berichte freuen.

scharap

Seele, Körper, Sexualität, Psychologie, crossdressing, Liebe und Beziehung, Psyche, Selbstfindung, körper und geist, trans, Transident
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Bin ich eventuell trans*?

Hallo. Ich bin 16 und biologisch gesehen weiblich.

Ich hänge schon seit zwei-drei Jahren an diesem Thema. Ich kann mir nicht vorstellen jemals als Frau zu leben, aber zwischendurch kommen dann so Zweifel, die ich nicht unterdrücken kann.

Manchmal, wenn meine Haare wieder zu lang werden und ich sie zur Seite streiche, habe ich das Gefühl dass ich weiblich bin. Danach fühle ich mich immer echt scheiße.

Aber anders - nicht immer wenn ich die... Ähm... inneren Blutungen habe, fühle ich mich deswegen scheiße. Ich versuche es einfach zu ignorieren. (Klappt nicht immer)

Backstory: (die mich leider irgendwie zweifeln lässt)

Als kleines Kind habe ich zwar nicht gerne Kleider etc. getragen und war auch eher aktiver und grober als „andere“ Mädchen, aber ich denke ehrlich gesagt nicht, dass das ein Beweis wäre. Was wenn ich mir diese Erinnerungen einbilde?

Während meiner Grundschulzeit wollte ich mich immer mit den Jungs anfreunden. (So lange ich mich erinnern kann) Ich habe mich auch so einer Art „Gruppe“ angeschlossen, die sich gegenseitig bekämpft und beklaut etc. haben, weil es mir halt Spaß gemacht hat mich mit anderen zu prügeln.

Trotzdem könnte es einfach auf ein maskulines Mädchen hindeuten.

Die ganze andere Zeit war ich extrem schüchtern, hatte Depressionen oder bzw. eine sehr lange Depressive Episode, die auch (neben ADHS) diagnostiziert wurde.Ich hatte mich schon immer für mich geschämt (könnte aber Dysmorphophobie sein) und mich hinter langen, schlabbernden Anziehsachen versteckt.

Aber ich war jetzt nie so, dass ich explicit gesagt have, dass ich ein Junge war. Ja gut - ab und zu habe ich mal davon geträumt ein Junge zu sein und ich wollte es auch, aber ich wusste dass das Hirngespinst war.

Erst in der vierten Klasse war ich einmal sehr wütend auf die Mädchen und habe sie im allgemeinen beleidigt. Daraufhin haben sie mich geärgert, weil ich ja selbst eins war, worauf ich gesagt habe, dass ich keins bin.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich eines dieser Kinder war, das alle angefaucht hat und Aufmerksamkeit brauchte, weil ich mich sonst immer sehr einsam gefühlt habe.

Dann in der 6.Klasse, habe ich davon gehört, dass es Leute gibt, die so empfinden und ich konnte mich perfekt da hineinversetzen.

Ich habe mir die Haare kurz geschnitten und die Leute gebeten mich Xavier (So wie der Professor von den X-Men) zu nennen, da mein alter Name auch mit einem X begann.

Daraufhin wurde ich sehr selbstbewusst und hatte kaum noch Depressionen, außer wegen meiner Körperlicher Ausprägungen... Trage seit kurzem aber nen Binder und packe auch.

-

Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob ich den Schritt gehen sollte, bald Testosteron zu beantragen, obwohl ich das unbedingt will. Irgendwie habe ich Angst, dass ich trotzdem depressiv bleibe/werde.

Was würdet ihr mir raten?

Freundschaft, Psychologie, Liebe und Beziehung, Transgender, FtM, trans
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Transgender-Kritik und Geschlechtsdysphorie?

Wie standet ihr zu dem Thema "Transgender", bevor ihr von der Existenz der Geschlechtsdyphorie erfahren habt? ("Vorher" in der Abstimmung)

Hat sich das geändert, als ihr davon erfahren habt? ("Nachher" in der Abstimmung)

Und warum hat sich das geändert bzw. nicht geändert?

Ich stelle diese Fragen, um ein ungefähres (und mir ist klar, dass das nicht repräsentativ ist) Bild davon zu bekommen, ob es in Diskussion über die "Legitimität" von Transgender-Personen nützlich ist, das Argument der Geschlechtsdysphorie anzuführen.

Für die, die nicht wissen, was das ist: Geschlechtsdysphorie ist ein Unwohlsein, das zu Depressionen und Suiziden führen kann, wenn man entsprechend des Geschlechts, dem man bei der Geburt zugeordnet wurde, angesprochen wird (inkl. geschlechtsspezifischen Pronomen und Vorname), oder wenn man die entsprechenden biologischen Merkmale an sich selbst sieht. Die einzigen erwiesenermaßen wirkungsvollen Behandlungsmethoden sind das Ansprechen mit anderen Anreden und ggf. körperliche Angleichungen, weshalb diese auch von der Krankenkasse übernommen werden (Nach psychologischer Überprüfung; Deutschland). Transgender-Personen empfinden meist diese Gefühle, weshalb es für ihr Wohlergehen notwendig ist, sie entsprechend anzureden.

Mit Pro-Trans ist gemeint, dass ihr Transgender-Personen mit von ihnen gewünschten Anreden ansprecht; nicht öffentlich auf provokative Weise ausdrückt, Transgender-Personen hätten nicht das Geschlecht, das sie für sich empfinden; und dass ihr euch nicht gegen die Rechte von Transgender-Personen einsetzt. Ihr könnt aber privat der Meinung sein, sie hätten das Geschlecht, dem sie bei der Geburt zugewiesen wurden, und müsst nicht unbedingt gezielt für ihre Rechte kämpfen.

Mit Anti-Trans ist gemeint, dass einer der Faktoren aus Satz 1 des letzten Abschnitts nicht zutrifft. "Anti" ist vielleicht etwas unschön ausgedrückt, aber es erschien mir als der treffendste knappe Begriff. Das soll niemanden beleidigen.

Vielen Dank im Voraus für alle sachlichen und respektvollen Antworten. Wenn etwas unklar ist, bitte einfach nachfragen.

Vorher Pro-Trans, nachher Pro-Trans 62%
Vorher Anti-Trans, nachher Anti-Trans 18%
Kann mich nicht in Pro oder Anti einordnen 7%
Sonstiges 7%
Vorher Anti-Trans, nachher Pro-Trans 4%
Vorher Pro-Trans, nachher Anti-Trans 2%
Medizin, Schule, Psychologie, Gender Studies, Geschlecht, Transgender, LGBT, trans, Philosophie und Gesellschaft
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Welche Geschlechtsidentität passt in meiner Situation am besten?

Es ist so. Ich bin 17 Jahre alt, lesbisch und biologisch weiblich. Schon früh habe ich mich nicht für die Norm interessiert, also dass Mädchen rosa tragen und mit Puppen spielen. Zwar habe ich auch das getan, gleichzeitig trug ich aber auch schon damals gerne Jungenkleidung meines älteren Bruders und spielte mit Autos, Piratenplaymobil, Lego, Fußbällen etc. Also recht gemischt. Durch meine ganze Kindheit hindurch hatte ich Tage, an denen ich meine Kleidchen liebte und dann aber auch wieder Tage, an denen ich irgendwie gern einen Penis gehabt hätte. Mit der Pubertät und dem Wachstum meiner Brüste etc habe ich das alles kaum noch beachtet, mich weiblich gekleidet und verhalten. Schminke mochte ich allerdings nie so wirklich. Nun bin ich wie gesagt 17 und seit ich mich als lesbisch geoutet habe, traue ich mich auch wieder mehr, zu mir selbst zu stehen. Ich trage an einigen Tagen Männerkleidung und unter der Mütze versteckte Haare, an anderen weibliche Outfits und offene Haare. Meistens fühle ich mich jedoch männlich und mich stört meine sehr große Oberweite, die sich nicht abbinden lässt (C-Körbchen). Einen Penis wünsche ich mir nicht mehr, so wie in der Grundschule, ich mag meine Vagina. Dennoch fühle ich mich meist als Frau nicht wirklich wohl, kann mir aber auch nicht vorstellen, in einem Herrenanzug zu Feierlichkeiten zu gehen. Hemd und Hose sind mir trotzdem lieber, als Kleid oder Rock. Ich habe mir auch heimlich den Namen Jonas gegeben, mit dem ich mich meist besser identifizieren kann, als mit meinem Rufnamen. Davon weiß jedoch niemand. Ich fühle mich einfach so oft als Mann, obwohl ich die männliche Behaarung und so nicht mag. Da ich ja keinen Penis möchte, glaube ich noch dazu nicht, dass ich trans bin. Aber was bin ich dann? Ein ganz normales Mädchen keinesfalls. Vielleicht Genderfluid, Tomboy oder irgendsowas? Oder gibt es auch Transmänner, die keinen Penis und Bart und andere Behaarung möchten?

Kennt jemand meine Situation und kann mir irgendwie weiterhelfen? Was kann ich tun, um mich selbst zu finden?

männlich, Mädchen, Gefühle, Junge, Pubertät, Gender, Geschlecht, Identität, Liebe und Beziehung, Phase, Psyche, Selbstfindung, Transgender, Verwirrung, Verzweiflung, weiblich, tomboy, trans, genderfluid , non-binary
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