Meint ihr, das Problem liegt darin, dass viele Menschen den Glauben zu bildlich nehmen?

Früher haben viele Menschen nichts von abstrakten Dingen oder Philosophie verstanden. Außerdem konnten viele Menschen nicht lesen. Also hat man versucht, ihnen theologische Sachen bildlich darzustellen.

Vorallem im Barock hat man so den Leuten verbildlichen wollen, wie man sich den Himmel vorstellen kann. Weil die Menschen damals natürlich unter "absolute Transzendenz der ewigen Gottesschau" nichts anfangen konnten. Also hat man viele Engel gemalt usw., um den Leuten das zu verbildlichen.

Heute haben wir das Problem, dass viele Leute den Glauben zu bildlich nehmen, während unser Denken abstrakter geworden ist.

Und dann sagen manche Leute, es sei doch Schwachsinn, dass man nach dem Tod auf einer Wolke sitzt und Harfe spielt. Und das ist ja auch Schwachsinn. Hat die Kirche auch nie behauptet. Die Ewigkeit ist absolut Transzendent, das heißt absolut unvorstellbar.

Aber heute schauen sich viele Leute eben Bilder an und hören Begriffe, die gedacht waren, um den Bauern in der Barockzeit etwas zu verbildlichen und halten das dann aber für die Lehre der Kirche.

Z.B. dass Petrus am Himmelstor sitzt. Das ist selbstverständlich nicht Lehre der Kirche. Das ist Sache der Volkskunst, die sich so theologische Aussagen verbildlicht hat.

Oder auch Auferstehung. Heute sehen viele Leute Bilder der Auferstehung und schütteln nur den Kopf. Dabei können diese Bilder natürlich auch nie den vollen theologischen Gehalt aussagen.

Deswegen stellt man heute eben auch vieles wieder abstrakt da, weil die Menschen heute mit den bildlichen Darstellungen von damals nichts mehr anfangen können, weil sie sie zu ernst nehmen.

Wie seht ihr das?

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