Betreuung Gotesdienst als Teil des Zivildiensteinsatzes?

Hi,

Ich hatte heute meinen ersten Einsatztag im Rahmen des obligatorischen Zivildienstes als Ersatz für den Wehrpflicht. (Wir sprechen hier von der Schweizer Variante, daher betrifft dies auch schweizer Recht). Ich bin dabei nun in einem Alter- und Pflegeheim gelandet, was an sich schon deprimierend ist als ich anfangs gehofft hatte, aber immerhin sinvoller als den ganzen Tag mit ner Waffe durch den Dreck zu robben...

Nun wurde mir heute beim Rundgang durchs Gebaude, eine kleine Kappelle gezeigt, in dem jeweils 1 Mal wöchentlich ein Gottesdienst stattfindet (Die Kappelle hat Katholische Elemente, scheint aber auch für Reformierte Andachten genutzt zu werden und ob das dann nach Konfession getrennt stattfindet oder nicht, weiss ich leider noch nicht, ist aber aktuell auch zweitrangig).

Dabei wurde mir erklärt dass es zu meinen Aufgaben gehören würde, diesen zu betreuen. Im wesentlichen heisst das wohl das ich da drin sitzen werde, mir anhören darf was da vom Podium aus geredet wird und die Leute nachher wieder rausbegleiten.

Bei mir kam da dann die Frage auf: Wie sieht das nach schweizer Recht aus? Muss ich mich da wirklich reinsetzen und mir diesen gequirllten Mist geben?

Mein Problem ist folgendes: Ich bin Atheist und meine Meinung von den beiden Kirchen hier im Land (und Religion im allgemeinen) ist gelinde gesagt sehr sehr weit unten angesiedelt. Ich habe im besonderen ein Problem damit, wenn man sich hinstellt und unschuldigen alten Leuten (die Geistig teilweise schon so stark abgenommen haben dass sie sich wohl kaum dagegen wehren könnten) Lügen erzählt. Ich halte das für grob unmoralisch und absolut wiederwärtig. Ich hab also absolut keine Lust so etwas auch nur im Ansatz zu unterstützen und finde es im Hinblick auf die Verfassungsrechtlich garantierte Religionsfreiheit (die Zwingend auch die Freiheit von der Religion einschliesst) zumindest fragwürdig wenn mcih ein Einsatzbetrieb, und damit letztlich der Staat, dazu zwingen kann.

Ich hab ebenfalls meine Bedenken ob ich mich da rein setzen könnte und einfach kommentarlos dieser Predigerei zuhören könnte...
Entschuldigt den langen Text aber mir geht das alles gerade etwas auf die Nerven (vermutlich mehr als es sollte), nicht zuletzt weil auch auch unsere Wehrpflicht, die mich überhaupt erst zu diesem Mist verdonnert, absolut missfällt... aber ich schweife ab.

Für eure Antworten, am liebsten mit Rechtsquellen, wäre ich euch sehr dankbar.

Liebe Grüsse und besten Dank.

Schule, Schweiz, Recht, Schweizer Recht, Zivildienst
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Bin ich die einige die das mit dem Bundesheer als Schweinerei empfindet?

Hallo

also vorab finde ich es schon gut und notwendig dass das Land ein Militär hat.

Muss leider sein.

Aber in welchem Zustand das in Österreich ist, ich war selbst ganz kurz dort aber brach es dann wieder ab und entschied mich für das Studium, dieser ist fürwahr kein guter.

Viele der Berufssoldaten machen irgendwie den ganzen Tag gar nichts außer Kaffee zu trinken, gut, denen mache ich keinen Vorwurf, da liegt der Fehler ein paar Instanzen weiter oben wenn die Personal anstellen das sie nicht brauchen.

Dann halt wegen dem Beamtenstatus sind die bis zur Pension dort, und nciht bis 40 oder sagen wir mal max.50 wo es irgendwie Sinn ergibt dass jemand Soldat ist.

Truppenübungen gibt es irgendwie einmal im Jahr für eine Woche oder so, gefühlt.

Aber Zivilbedienstete sind angestellt die die Büros putzen, während die Kaderleute gar nichts machen.

Und dann wäre da noch die Sache mit dem Grundwehrdienst, diese Burschen krieggen 300€ca. im Monat. Die meisten werden gar nicht richtig ausgebildet, sondern nur ein Monat und verstauben dann irgendwie den Rest ihrer Haftzeit, ich kenne genug die da sind oder waren.

Also das Bundesheer und die Landesverteidigung scheint so egal zu sein dass man es nicht für nötig hält das Budget zu stellen dass diese wirklich ein halbes Jahr lang ausgebildet werden, aber dass man sie ein halbes Jahr zwangseinzieht was ein gewaltiger Eingriff in die Freiheit ist, das scheint keinerlei Problem zu sein....

Geht eh längst nur noch darum billige Arbeitskräfte für den Zivildienst zu bekommen, diese beschafft man sich über den Umweg der Wehrpflicht was definitiv nicht Sinn der Sache ist.

Wäre die Landesverteidigung wichtig, dann müssten wirklich alle oder halt die meisten da ein halbes Jahr zeitgemäß ausgebildet werde, müsste dann aber für Jungen und Mädchen verpflichtend sein, Gleichberechtigung ist halt immer nur dann relevant wenn es sich gerade anbietet für die Politiker.

In dem Fall wäre es aber auch toll wenn die zumindest soviel wie ein Arbeitsloser kriegen würden, und nicht nur ein drittel davon.

So wie es aktuell ist, man behält die Wehrpflicht die man offenbar nicht braucht, nur für den Zivildienst, dies ist unter aller Sau in meinen Augen.

Bitte sachlich bleiben, was denkt ihr?

lg Lisa

die Wehrpflicht gehört für beide Geschlechter und reformiert 36%
Weg mit der Wehrpflicht 29%
ein starkes Berufsheer wäre toll 29%
Bundesheer brauchen wir eh nicht mehr 7%
passt wie es ist 0%
Wehrpflicht nein, aber verpf. Sozialjahr wäre sinnvoll 0%
Der Staat sollte junge Leute nicht zu sowas zwingen 0%
Bundesheer, Militär, Soldat, Vaterland, Wehrpflicht, Zivildienst, zwangsarbeit, Abstimmung, Umfrage
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Inwiefern darf ich den Bundesfreiwilligendienst kündigen?

Werte Leser,

seit September bin ich im BFD tätig. Anfangs gab es ein paar Probleme, welche jedoch alsbald beigelegt wurden. Ich kam seither mit der Chefin und den Angestellten gut zurecht. Nun wurde ich heute in das Büro der Chefin gebeten. Mich erwartete ein Anschiss, was mich sehr verwunderte, denn eigentlich war alles in Ordnung.

Sie war völlig außer sich, und machte mich binnen 30 Minuten rund und drohte mir mehrfach mit der Kündigung.

Sie brachte u.a. diese Argumente:

1) Meine Kleidung. Ich trage jeden Tag Anzug. Jagut, das ist für einen Kindergarten unnötig, aber darf ich nicht tragen was ich will? Es ist doch blödsinn solch normale kleidung zu verbieten. Im Vertrag steht diesbezüglich nichts. (Und auch wenn das lächerlich ist, gerade da Anzüge zu tragen) was soll daran schlimm sein?

2) Da ich ein allgemein schwaches Immunsystem was "KInderkrankheiten" (welche es permanent in Kindergärten gibt) betrifft habe, war ich sehr oft krank. Hatte jedoch IMMER eine offizielle krankmeldung.

3) Da ich am 1. September 2016 eine Lehre in einem anderen Bundesland beginne, wollte ich vorzeitig kündigen. Also Anfang August. Denn immerhin muss ich das Zeugs mit der Bahn transportieren da ein Umzugs-LKW zu groß wär. Ich durfte nur durch meine restlichen 11 Tage Urlaub mein Dienstende auf den 16. August vorverlegen anstatt zu kündigen, da ein "wichtiger Grund" vorliegen müsste. Und da gilt wohl nur ein anderer Vertrag.

Das Gespräch schwankte um auf meine Ausbildung die ich beginnen werde. Sie meinte dass ich die Ausbildung sowieso nicht schaffen werde. Dabei brachte sie Argumente wie z.B dass ich mir letzten Dezember einen Leistenbruch zuzog und eine Kraftfahrerlehre deshalb sowieso vergessen könnte. Oder auch, dass ich sowieso nicht die erforderlichen Leistungen erbringen könnte.

Ich gebe zu, man spekuliert seit langem dass ich an Borderline leide. Jedoch kam ich nie in eine Therpie, der gesetzlichen Kasse wegen... Darum brach ich danach innerlich zusammen... Aber darauf will ich jetzt nicht eingehen... Nach dem Gespräch, indem auch noch Beleidigungen ihrerseits (z.B. dass ich faul und ein Alkoholiker sei) fielen, kam mir der Gedanke sofort zu Kündigen. Doch da kam mir halt Punkt "3)" in die Quere. Denn ich wäre dann zwischen Vertragsende und Ausbildungsbeginn auch nicht mehr unfallversichert. Das würde ich jedoch in Kauf nehmen.

Nun meine Fragen:

Gibt es einen "wichtigen Grund" den ich nennen könnte? z.B. eine Therapie. Denn ich bin der Meinung dass mir nur eine Psychotherapie mir helfen kann, insbesondere bei privaten Problemen die z.T. in meiner erstern Frage hier auf "GF.net" geschildert wurden.

Wenn ich zu einem Psychologen gehen würde, hätte mein Ausbildungsbetrieb das Recht mich aufgrund dieser Tatsache (also das ich Hilfe beanspruche) zu entlassen?

Ich weiß dass es normal ist wenn man mal mit der vorgesetzten Person in Konflikt gerät, aber ich weiß momentan einfach nicht mehr weiter...

Ich hoffe das liest jemand.

MfG MK

Beruf, Kündigung, Psychologie, bfd, bundesfreiwilligendienst, Freiwilligendienst, Zivildienst
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