Jesus Christus – die neusten Beiträge

Was du suchst ist wovon du guckst?!

Keine Ahnung wie ich diesen wunderschönen Satz sonst übersetzen soll.

Mooji sagte: "what you're looking for ist what you're looking from"

Also, das wonach du suchst ist das wovon du guckst, also es ist das was du bereits hast, was bereits in dir ist.

Jeder kennt diesen plakativen Spruch : "alles was du brauchst, ist bereits in dir." Aber die wenigsten wissen, oder erfahren wirklich, was das im Kern bedeutet.

Deswegen sind Milliardäre unglücklich obwohl sie all das Geld haben, was etliche Menschen sich erträumen. Deswegen begehen Leute Suizid, obwohl sie all ihre Ziele erreicht haben.

Weil der Geist der Ursprung allen Leidens ist, oder eher gesagt, die Identifikation damit.

Der Ursprung von dem Satz...geht darauf zurück, dass es in Wahrheit keine Spaltung gibt. Diese Welt ist in gewisser Weise nur ein Konzept. Ein Gedanke. Aus dem Bewusstsein Gottes entstanden. Aber sie ist nicht das ultimative. Das ultimative, dem alles andere unterliegt, ist Gott.

Und Trennung ist eine Illusion. Deswegen sagt man auch aus dem Hinduismus: "Namaste", was bedeutet: "Das Göttliche in mir erkennt und ehrt das Göttliche in dir."

Und wenn man jemanden liebt, dann liebt man sich selbst, weil das alles im Außen nur ein Spiegelbild von einem selbst ist. Weil es eben nur das Eine gibt. Ich beziehe mich auf das Gesetz des Einen.

Man kann damit auch das Gesetz der Anziehung verknüpfen. Denn...wie ich schon sagte ist alles im Außen ein Spiegelbild von einem selbst. Und man sagt, man soll positive Dinge denken und visualisieren, um sie zu verkörpern und somit anzuziehen. Weil man es von vorne rein bereits in sich hat. Es geht nur darum die Frequenz anzupassen.

Oh mein Gott...

Hat irgendeiner verstanden oder eher gesagt erlebt und gefühlt was ich meine ?



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Vergibt mir gott diese sünde?

Hallo,

Eigentlich bin ich sehr stark im Glaube. Eigentlich.

Mir sind sehr viele wirklich seeeehr schlimme dinge im leben passiert und angetan worden und ich habe IMMER auf Gott gezählt und den Glauben nicht losgelassen.

Nun ist mir wieder etwas schlimmes zugestossen und ich sehe keinen weg mehr, da mir droht, ALLES zu verlieren.

Meinen Job hab ich schon verloren.

Meine Beziehung auch.

Meine Wohnung bin ich auch am verlieren und nun aufgrund meiner depressiven Phasen auch meine Kinder.

Ich bin in einem gerichtsprozess der sich unfassbar in die Länge zieht. Ich lebe seit einem jahr täglich in grosser angst, meine Kinder zu verlieren.

Ich weiss nicht wie es weitergeht, da sich der Prozess so in die länge zieht. Genau dieses Unwissen bringt mir wieder enorme angst, schlaflose nächte, depressionen.

Ich habe zu gott gebetet, mir sicherheit zu geben. Danach trennte sich mein partner von mir und die wohnung läuft auf seinen namen.

Da wurde ich das 1. Mal aus verzweiflung wütend auf gott.

Ich gab meine Kinder ab über Nacht & habe alkohol getrunken.

In diesem betrunkenen zustand brach ich zusammen und sagte meiner freundin schlimme dinge über gott. Dass ich ihn aufgebe und er mir sowieso nicht hilft. Dass er sich f* kann, mir am arsch lecken kann und ich nicht mehr an ihn glaube. Dass ich lieber in der hölle bin anstatt mit jemandem im himmel, der mich so dermassen hat fallen lassen. Und so weiter...

Das bin aber nicht ich! Ich liebe gott!! Ich glaube an gott und ich bereue es zutiefst was ich an diesem abend aus Wut und verzweiflung heraus alles gesagt habe! Das meinte ich nicht so!! Ich war einfach betrunken und zerstört!

Vergibt mir gott??? Ich habe so eine riesen angst dass er mich nun verstossen hat!

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Wäre Jesus heute bei manchen Christen unbeliebt?

Ich frage mich schon länger: Wie würden manche Christen wohl heute auf Jesus reagieren, wenn er wirklich mit seinen originalen Lehren hier unter uns leben würde?

Denn viele Dinge, die Jesus laut Bibel gelehrt hat, wirken im heutigen Kontext – besonders unter konservativen oder extrem dogmatischen Christen – fast revolutionär oder „zu links“. Ein paar Beispiele:

Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. (Markus 10,25)
Ebenso wichtig ist aber ein zweites: ›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹ (Matthäus 22,39)
Widersteht nicht dem, der böse ist, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu (Matthäus 22,39)

Er war ein armer jüdischer Wanderprediger aus Nazareth, also aus einer Region, die heute im Nahen Osten liegt – kein weißer Europäer. Er saß mit Zöllnern, Prostituierten und Ausgestoßenen am Tisch. Er kritisierte die religiöse Elite offen (siehe Matthäus 23). Er stellte Menschen über Gesetze – siehe die Heilung am Sabbat.

Was denkt ihr?

Würde Jesus heute bei manchen Christen anecken? Vielleicht sogar ausgegrenzt oder abgelehnt werden?

Oder würden sie ihn erkennen – trotz seiner radikalen Botschaft?

Mich interessieren eure Meinungen – auch wenn ihr selbst nicht gläubig seid.

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Cessationismus vs. Kontinuationismus: Die große Spaltung

Cessationismus vs. Kontinuationismus: Die große Spaltung Die brennende Frage unserer Zeit:

Sind die spektakulären Geistesgaben wie Zungenrede, Prophetie und göttliche Heilungen heute noch aktiv - oder sind sie mit den Aposteln gestorben?

Der Kampf um die Wahrheit

In den Gemeinden tobt ein erbitterter Streit, der Familien spaltet und Freundschaften zerbricht. Auf der einen Seite stehen die Cessationisten, die mit eiserner Überzeugung verkünden: "Die Zeichen-Gaben sind mit dem vollendeten Kanon der Heiligen Schrift beendet!" Auf der anderen Seite kämpfen die Kontinuationisten mit feurigem Eifer: "Gott wirkt heute genauso mächtig wie zur Zeit der Apostel!"

Cessationismus: "Das Vollkommene ist gekommen!"

Die Cessationisten argumentieren messerscharf: Paulus schrieb in 1. Korinther 13,10: "Das Vollkommene aber kommt, so wird das Stückwerk aufhören." Sie sind überzeugt, dass mit der Vollendung der Bibel die außergewöhnlichen Gaben überflüssig wurden. Diese Gaben dienten nur dazu, das Evangelium zu authentifizieren und die frühe Gemeinde zu etablieren. Heute seien sie nicht nur unnötig, sondern gefährlich - ein Einfallstor für Täuschung und falsche Lehre.

Ihre Warnung: "Hütet euch vor den falschen Zeichen und Wundern! Was heute in charismatischen Kreisen geschieht, ist bestenfalls Selbstbetrug, schlimmstenfalls dämonische Verführung."

Kontinuationismus: "Jesus Christus ist derselbe gestern und heute!"

Die Kontinuationisten feuern zurück mit Hebräer 13,8: "Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit!" Sie sehen in der cessationistischen Lehre eine tragische Begrenzung von Gottes Macht. Warum sollte ein allmächtiger Gott plötzlich aufgehört haben zu wirken? Sie erleben täglich Heilungen, prophetische Eingebungen und übernatürliche Zeichen.

Ihr Vorwurf: "Ihr habt Gott in eine theologische Kiste gesperrt! Ihr leugnet seine fortwährende Macht und beraubt die Gemeinde ihrer geistlichen Kraft."

Die Sprengkraft dieser Frage

Diese Kontroverse ist nicht nur theologisches Geplänkel - sie bestimmt, wie Millionen von Christen ihren Glauben leben:

Sollen Gemeinden für Kranke beten und Heilung erwarten? Können moderne Propheten heute noch direkte Offenbarungen von Gott empfangen? Ist die Zungenrede ein Zeichen geistlicher Reife oder religiöser Verirrung? Wie unterscheidet man echte Wunder von emotionaler Manipulation? Die Konsequenzen sind dramatisch:

Für Cessationisten bedeutet die kontinuationistische Praxis eine Verwässerung des Evangeliums und Öffnung für Irrlehre. Sie sehen mit Sorge, wie "Wunderheilungen" enttäuschte Gläubige zurücklassen und falsche Hoffnungen wecken.

Für Kontinuationisten ist der Cessationismus eine geistliche Katastrophe, die die Gemeinde ihrer übernatürlichen Kraft beraubt und zu einer kraftlosen Religion macht. Sie fragen: "Wo sind die Zeichen, die Jesus seinen Nachfolgern versprach?"

Die unbeantworteten Fragen Warum gibt es heute keine unbestreitbaren Wunder wie zur Zeit der Apostel? Können beide Seiten recht haben, oder schließen sie sich gegenseitig aus? Wie erklärt man die unterschiedlichen Erfahrungen in verschiedenen christlichen Traditionen? Ist es möglich, dass Gott in verschiedenen Zeitaltern unterschiedlich wirkt?

Die Antwort auf diese Fragen könnte das Gesicht des modernen Christentums für immer verändern.

Gott, Jesus Christus

Was wünscht ihr euch von christlichen Kinder- Geschichten?

Hey,

zuerst möchte ich kurz sagen, dass sich meine Frage ganz bewusst an christliche Leserinnen und Leser richtet – besonders an diejenigen, die selbst Kinder haben oder mit Kindern arbeiten.

Ich bin gerade dabei, christliche Kinderbücher als Kindle-Versionen auf Amazon zu veröffentlichen. Es ist ein persönliches Herzensprojekt, über das ich meiner Familie noch nichts erzählt habe – darum suche ich hier anonym nach ehrlichem Feedback.

Mir ist wichtig, dass Kinder schon früh erfahren dürfen, wie nah Gott ihnen ist – besonders in Situationen wie Angst, Verlust oder beim Einschlafen. In den letzten Wochen sind vier kleine Geschichten entstanden, die kindgerecht, liebevoll und mit einfachen Bildern und Worten christliche Werte weitergeben.

Mich würde interessieren:

Welche Themen sind euch bei christlichen Kinderbüchern besonders wichtig? Ihr könnt es gerne bei den Optionen anklicken.

Welche dieser Geschichten spricht euch am meisten an?

Oder was würdet ihr euch grundsätzlich wünschen?

Hier die vier Titel, die ihr bereits auf Amazon finden könnt (Kindle):

– Keine Angst, kleines Zebra – über Angst, Gebet und Gottes Nähe

– Gott hat dich lieb – eine einfache Einführung ins Evangelium für Kleinkinder

– Lina und das verlorene Schäfchen – über Vertrauen und das kindliche Gebet

– Tiko und die geheimen Spuren – über Geborgenheit und Vaterliebe

Ich danke euch sehr fürs Lesen und freue mich auf ehrliche Rückmeldungen – gerne auch kritisch.

Liebe Grüße

eine Mama, die auf euer Feedback gespannt ist

Jesus 30%
Dankbarkeit 20%
Vertrauen 20%
Einschlafen / Geborgenheit 10%
Teilen 10%
Ehrlichkeit 10%
Gebet 0%
Angst 0%
Dreieinigkeit 0%
Verlust 0%
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Die vier Säulen der Erlösung: Metanoia, Bekenntnis, Sündenerkenntnis und Buße

Die Erlösung ist kein oberflächlicher Vorgang oder eine simple "Versicherungspolice" für das Jenseits. Sie ist eine radikale, lebensverändernde Transformation des gesamten Menschen. Vier biblische Konzepte bilden das Fundament dieser Erfahrung: Metanoia (Umkehr), Bekenntnis, Sündenerkenntnis und Buße. Diese vier Elemente sind keine separaten "Schritte", die man abhaken kann, sondern verschiedene Facetten ein und derselben geistlichen Realität.

1. Sündenerkenntnis: Die erschütternde Wahrheit über uns selbst

"Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren." (Römer 3,23)

Die Sündenerkenntnis ist nicht bloß das intellektuelle Wissen, dass Menschen fehlbar sind. Es ist die tiefe, existentielle Erschütterung, wenn der Heilige Geist uns die Wahrheit über unser Herz offenbart. Es ist der Moment, in dem wir nicht nur unsere Taten als sündhaft erkennen, sondern unser ganzes Wesen als von Sünde durchdrungen.

Die Tiefe der Sündenerkenntnis

Echte Sündenerkenntnis geht weit über das hinaus, was wir gemeinhin als "schlechtes Verhalten" bezeichnen. Sie umfasst:

Rebellion gegen Gott: Der Kern der Sünde ist nicht Moral, sondern Beziehung. Wir haben Gott den Rücken gekehrt. Götzenanbetung: Wir haben andere Dinge (uns selbst, Erfolg, Beziehungen) an Gottes Stelle gesetzt. Unfähigkeit zum Guten: Unsere "guten Werke" sind vor Gott wie "schmutzige Kleider" (Jesaja 64,5).

Jesaja erlebte diese Erschütterung, als er Gott sah: "Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk unreiner Lippen" (Jesaja 6,5).

2. Metanoia: Die radikale Wende des ganzen Lebens

Das griechische Wort Metanoia bedeutet wörtlich "Umdenken" oder "Sinnesänderung", aber seine biblische Bedeutung ist viel radikaler. Es beschreibt eine komplette Umkehrung der Lebensrichtung – nicht nur des Verhaltens, sondern der gesamten Weltanschauung.

Was Metanoia NICHT ist: Bedauern: "Es tut mir leid, dass ich erwischt wurde" Selbstverbesserung: "Ich werde mich mehr anstrengen" Religiöse Routine: "Ich gehe ab jetzt in die Kirche" Was Metanoia IST: Totale Richtungsänderung: Wie ein Auto, das eine 180-Grad-Wende macht Neue Prioritäten: Gott wird vom Nebendarsteller zum Hauptdarsteller des Lebens Neue Identität: Nicht mehr "Ich + Jesus als Helfer", sondern "Jesus + ich als sein Nachfolger"

"Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden." (2. Korinther 5,17)

3. Bekenntnis: Das öffentliche "Ja" zu Jesus

Römer 10,9-10 gibt uns die klassische Formel: "Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet werden. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet."

Die zwei Dimensionen des Bekenntnisses:

Herzensbekenntnis (innere Realität):

Glaube an Jesu Auferstehung als historische Tatsache Anerkennung seiner Gottheit Vertrauen auf sein Erlösungswerk

Mundbekenntnis (äußere Realität):

Öffentliche Identifikation mit Jesus Keine Geheimjüngerschaft Bereitschaft, für den Glauben einzustehen

Das Bekenntnis ist nicht nur ein einmaliger Akt, sondern eine lebenslange Haltung. Jesus warnte: "Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater" (Matthäus 10,33).

4. Buße: Die Frucht der Umkehr

Buße (griechisch: metanoia in der praktischen Auswirkung) ist das sichtbare Ergebnis der inneren Umkehr. Johannes der Täufer forderte: "Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße hervor!" (Matthäus 3,8).

Echte Buße zeigt sich in:

Restitution: Wiedergutmachung wo möglich

Zachäus gab vierfach zurück (Lukas 19,8) Diebe sollen aufhören zu stehlen und stattdessen arbeiten (Epheser 4,28)

Lifestyle-Veränderung: Neue Gewohnheiten, neue Prioritäten

"Wandelt als Kinder des Lichts" (Epheser 5,8) Ablegen der "alten Kleider", Anziehen der "neuen Kleider" (Kolosser 3,9-10)

Geistliches Wachstum: Nicht nur Sünde vermeiden, sondern Christus ähnlicher werden

"Wachst aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn" (2. Petrus 3,18) Das Zusammenspiel: Ein organisches Ganzes

Diese vier Elemente sind nicht wie die Sprossen einer Leiter, die man nacheinander erklimmt. Sie sind wie die Organe eines lebendigen Körpers – alle gleichzeitig notwendig und aufeinander angewiesen:

Sündenerkenntnis schafft die Voraussetzung für alles andere Metanoia ist die fundamentale Entscheidung zur Umkehr Bekenntnis bringt die innere Realität nach außen Buße ist der lebenslange Prozess der Heiligung Die Gnade in allem

Das Wunderbare ist: Selbst diese "Bedingungen"sindGeschenke Gottes!

Die Sündenerkenntnis kommt durch den Heiligen Geist (Johannes 16,8) Die Umkehr ist Gottes Gabe (2. Timotheus 2,25) Der Glaube zum Bekenntnis ist geschenkt (Epheser 2,8) Die Kraft zur Buße kommt von oben (Philipper 2,13)

"Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen." (Philipper 2,13)

Wie denkst du über die Erlösung?

Erlösung, Gott, Jesus Christus

Wie kann die russisch-orthodoxe Kirche noch als Leib Christi gelten, wenn sie sich dem nationalistischen Machtanspruch mit dem Schoßgebet einer „heiligen......

„heiligen Mission“ unterwirft?

Die Fakten sind bestürzend: Unter Patriarch Kyrill hat sich die russisch-orthodoxe Kirche von ihrem eigenen Auftrag losgesagt und Putins Krieg direkt unterstützt. Statt Frieden zu predigen, billigt sie den brutalen Überfall als Teil eines göttlichen Plans und tauft die „militärische Spezialoperation“ auf den Pathos eines „Heiligen Krieges“. In den offiziellen Stellungnahmen werden westliche Gegner als „satanisch“ gebrandmarkt und Russland zum kämpfenden Bollwerk gegen die vermeintliche Dekadenz erklärt. Die Worte des Patriarchen klingen wie eine Kriegserklärung: Es ist ein „metaphysischer Kampf“ gegen das Böse – der tiefe Grund, das eigene Land mit Waffen zu stützen. Gewalt und Nationalismus werden hier offenbar zum neuen Träger des Glaubens, statt ihn zu überwinden.

Dieser Schulterschluss von Altar und Macht hat bittere Folgen. Die Kirche ist zum verlängerten Arm des Staates geworden: Der Patriarch empfängt staatliche Zuwendungen und Privilegien, während er im Gegenzug Putins Politik theologisch deckt. In Predigten und Strategiepapieren wird die kriegerische Ideologie der „russischen Welt“ gepredigt – ein Geschichtsbild, das Brüder zu Feinden macht und jeden Widerstand als Gotteslästerung diffamiert. Wer dies kritisiert, riskiert Sanktionen sogar im Kircheninneren. Wie Oppositionspriester Alexej Uminski beklagt, werden in der ROK Christen verfolgt, die Kyrills Kurs ablehnen. Sie sitzen in Gefängnissen, weil sie öffentlich für Frieden eintraten. Der Fall des Priesters Kurmowarow belegt es: Er verurteilte den Krieg als Missetat, wurde verhaftet, sein Kreuz und Ikonen beschlagnahmt. So züchtet man Schweigen und Schrecken statt Demut – eine schändliche Perversion des Glaubens.

Diese Entwicklung schadet nicht nur den Opfern in der Ukraine, sondern auch der Kirche selbst: In der Ukraine entzweit sie die Gläubigen. Hunderte Gemeinden haben das Moskauer Patriarchat verlassen, weil ihr Gewissen es nicht mehr mittrug, Teil einer Kirche zu sein, „deren Patriarch Kyrill I. Massaker und die Ideologie der ‘russischen Welt’ segnet“. Auch im Ausland spalten sich die Ansichten: Orthodoxe Christen wachsen auseinander, je nachdem, ob sie nationaler Propaganda folgen oder sich dem Evangelium verpflichten. Kurz gesagt: Die Verzahnung von Politik und Kirchentum bringt Spaltung und Verzweiflung, wo eigentlich Versöhnung sein soll.

Als radikale evangelische Christin stört mich diese Wende zutiefst. Jesus selbst wies uns den Weg der Demut und des Friedens. “Selig sind die Friedensstifter” (Mt 5,9) hat er gesagt, nicht die Schwertträger. Unser Herr, der sich freiwillig in den Tod gab, hat seine Nachfolger gelehrt, Ängste zu überwinden und Feinde zu lieben. Doch die Verkünder des russisch-orthodoxen Glaubens predigen etwas völlig Anderes: Sie glorifizieren Verletzen und Töten als heilig, stellen sie über Jesu Gebot der Nächstenliebe. Es ist, als hätten sie vergessen, dass in Gottes Augen „Demut, Güte und Gerechtigkeit“ (vgl. Mi 6,8) göttliche Gebote sind – nicht der größenwahnsinnige Nationalstolz. Die Kirche aber gießt ihren Segen über Waffen, stempelt Abweichler als Verräter ab und schützt jeden Machtmissbrauch.

Ich empfinde Schmerz und Zorn, wenn ich das Evangelium der wahren Nachfolge Jesu danebenstehen sehe. Ist es nicht Blasphemie, den Worten Christi etwas anderes gegenüberzustellen? Welcher Funken von Gottes Gerechtigkeit bleibt in einer Institution, die statt die Demütigen zu erheben die Hochmütigen stützt und Krieg zum Dienst anpreist? Das Evangelium lehrt uns Dienst am Nächsten, nicht Dienst am Tyrannen. Doch die offizielle Botschaft klingt wie ein Vorwand, um Autorität mit Religion zu verschmelzen. Welch bittere Ironie, dass die Kirche, die einst als Trösterin der Schwachen galt, heute Macht gelobt und Gewalt lispelt!

Als Glaubende stehen wir hier vor der Entscheidung unserer Generation: Wollen wir das Wort Gottes weiter schweigend verraten oder die Stimme unseres Herrn erheben? “Entziehen wir Gottes Wort nicht der Welt” – dieses Gebot Mahnt uns doch, nicht wegzusehen. Wir dürfen nicht zulassen, dass das Kreuzverzichtige unserer Brüder weiter verraten wird, während sie um Frieden flehen. In dieser Stunde wird uns klar vor Augen geführt, ob wir wirklich den Weg Jesu gehen, der uns zur Demut rief, oder ob wir heimlich schon zur Macht der Welt gehören.

Und so muss aus evangelischer Sicht eine drängende Frage alle Christen heute beschäftigen: Wie kann die russisch-orthodoxe Kirche noch als Leib Christi gelten, wenn sie sich dem nationalistischen Machtanspruch mit dem Schoßgebet einer „heiligen Mission“ unterwirft?

Gott, Jesus Christus

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