Ist der Kapitalismus die alleinige Hauptursache für die Klimakrise?

Jedenfalls behauptet das Hans Jessen, dass der Kapitalismus die große und alleinige Ursache des Klimawandels wäre.

Ich sehe das anders. Zwar hat natürlich das kapitalistische Denken mit dazu beigetragen, dass Ressourcen verbraucht wurden, ich sehe aber im Kapitalismus an sich keinen Zwang zur Umweltschädlichkeit.

Ich sehe die Ursache für den Klimawandel eher in der Erfindung der Dampfmaschine. Industrialisierung und Kapitalismus sind zwar ziemlich deckungsgleich, allerdings hätte der Kapitalismus auch ohne Dampfmaschine funktionieren können.

Stellen wir uns mal vor, die Spinning Jenny wäre nicht durch eine Dampfmaschine, sondern durch eine Solaranlage angetrieben worden. Und die Industrialisierung wäre durch Solarkraft vorangetrieben worden. Stellen wir uns vor der Kapitalismus wäre durch erneuerbare Energien entstanden, dann hätte sich der Kapitalismus genauso entwickelt, aber eben klimafreundlich.

Dass also Kapitalismus zwingend zur Klimaschädlichkeit führt sehe ich nicht.

Ich sehe aber: Solange Klimaschädlichkeit noch günstiger ist als Klimafreundlichkeit (z.B. illegale Müllentsorgung, billiger Strom, usw) werden kapitalistische Betriebe klimaschädlich sein.

Das Ziel muss also sein, dass Klimafreundlichkeit wesentlich günstiger ist als Klimaschädlichkeit.

Wie seht ihr das?

Geld, Wirtschaft, Menschen, Politik, Klimawandel, Industrialisierung, Kapitalismus, Philosophie und Gesellschaft

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