Was ist los mit mir (Weinkrampf an Heiligabend)?

Zusammenfassung von Gestern, damit man verstehen kann, was passiert ist:

  • Meine Familie (Mutter, Stiefvater und Bruder) und ich (W17) waren gestern bei meiner Schwester zu Besuch, um zu Frühstücken. Dabei gabs wurde ich schon die ganze Zeit als zu inkompetent und zu laut bezeichnet von einfach allen.
  • Danach sind wir zu meinen leiblichen Vater gelaufen (mein Bruder und ich) und er hat mich nicht mehr erkannt, da er stark Demenz hat und ich ihn seit über 10 Jahren nicht mehr gesehen habe. Zu erwähnen ist, dass ich ihn eigentlich nicht mag, da er sich nie für mich interessierte und zu meiner Mutter meinte, sie solle mich lieber abtreiben, da ich für seinen Geldbeutel nicht tragbar sei. Wurde da kaum beachtet, besser gesagt eher ignoriert und mein Bruder wurde dann von der Frau unseres Vaters nur gelobt.
  • Später sind wir zu unserer Bekannten gefahren, wo wir essen sollten, usw. Ich hatte vorher gute Laune aber ab da nicht mehr. Da hab ich 4 bier getrunken aber war weder angetrunken noch betrunken, da ich es traurigerweise gewohnt bin. (soll nicht heißen, dass ich das runtertrinken kann als wäre es nichts. Mit Alkoholkonsum prahlt man nicht) Irgendwann war ich kurz vom weinen, da mir immer mehr bewusst war, was für eine Enttäuschung ich eigentlich bin (meine Eltern sind schnell genervt von mir und prahlen immer mit meinem Bruder (18)) , wie wenig ich kann und überhaupt was ich alles falsch gemacht habe und ging ins Bad, um mich kurz auszuweinen, ging dann zurück, aß etwas und begann wieder passiv- aggressiv zu werden. ich habe dann spitze Bemerkungen gemacht und wollte einfach nur nach Hause, weil ich schon gespürt habe, dass ich kurz vorm weinen und ausrasten bin.
  • Also hab ich mir unseren Schlüssel genommen und ging, ohne vernünftig Tschüss zu sagen, wofür ich heute auch ärger bekommen habe. Bei unserem Haus angekommen, bekam ich die Tür nicht auf, da diese schwer aufzubekommen ist. (meine Mutter und ich bekommen das nicht hin im gegensatz zu meinem Bruder und meinem Stiefvater) Ich war so sauer, dass ich überall gegengetreten habe und mich dann auf den Boden gesetzt habe.
  • Dann habe ich etwas zu viel nachgedacht und fing an etwas zu weinen und habe versucht mich zu widersetzen, was mir nicht gelang, sodass ich einen Heulkrampf bekam gefolgt mit Atemnot und Übelkeit. Mein Bruder kam irgendwann, was ich erst ein wenig spät realisiert habe und hat aufgeschlossen und mich nicht wirklich beachtet. Was war los? Und gibt es Tipps wie man soetwas verhindern kann?

Kleine Randbemerkung: War im letzten Jahr in einer Psychatrie (Selbstmordgedanken, SVV, etc), wo ich mit mittelgradiger Depression und Sozial Phobie diagnostiziert wurde. Therapie hatte ich anfangs. Habe sie aber abgebrochen, da ich mit meinen Therapeuten nicht klar kam und in unserem Dorf gibt es keinen anderen und woanders hinbringen kann mich niemand, weshalb ich so tue, als ob ich weiter dort hin gehe, um niemanden zu enttäuschen oder dafür zu sorgen, dass alle unnötig in Sorge geraten.

Tipps, Familie, Psychologie, Heiligabend
Warum sind Erwachsene eigentlich so schrecklich träge?

Ich überlege mir die ganze Zeit, wie wir Weihnachten wenigstens ein bisschen besinnlich gestalten können.

Aber mein Eltern sind so dermaßen träge, dass ich ausrasten könnte.

Wir könnten für uns daheim eine eigene Christmette feiern. Dafür würde ich einfach mein Keyboard ins Wohnzimmer stellen so als Kirchenorgel. Aber nein, etwas in der Wohnung umräumen, um Gottes Willen, so weit kommts noch. Man darf doch nicht einfach ein Keyboard woanders hinstellen, also, das wäre ja der Untergang des Abendlandes.

Oder wir könnten uns in den Keller ins Kaminzimmer setzen und ich könnte Feuer anmachen. Aber geh, extra in Keller laufen? Das ist doch anstrengend. Und so unbequem isses da unten. Und Internet gibt's auch keins.

Oder wir haben einen Feuerkorb im Garten und den könnte ich anmachen und wir könnten uns dazu setzen und ich könnte Glühwein machen. Aber na, da müsste man sich ja Jacken anziehen und raus gehen. Ist doch so kalt draußen. Und außerdem, was soll man denn draußen. Und Glühwein, ach geh, da kriegt man ja Kopfweh und der ist so süß, ach ne.

Und so sitzt mein Vater weiterhin auf der Couch und guckt Youtube-Videos, während meine Mutter am Bett liegt. Ich versteh das nicht. Wie kann man denn so dermaßen unmotiviert sein? So träge und faul?

Wenn mein bester Freund jetzt anrufen würde, um was mit mir zu machen, ich wäre SOFORT dabei, scheiß egal, ob es kalt ist oder ich mich bewegen müsste, Hauptsache ich hätte heute wenigstens IRGENDWAS gemacht.

Aber meine Eltern sind Mitte 50 und stellen sich so an wie Ende 80. Bloß nicht bewegen, bloß nicht konzentrieren, bloß nicht anstrengen.

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Findet ihr es gerechtfertigt, auf die "langweiligen" Gottesdienste zu schimpfen?

Erstmal: Frohe Weihnachten euch!

Ich komme gerade aus der Christmette. Und wie das so ist an Weihnachten, kommen da auch Leute, die außer Weihnachten nie in die Kirche kommen.

Und kaum, dass der Gottesdienst rum ist, hört man sie auf den angeblich so "langweiligen" Gottesdienst schimpfen. "Die Kirche ist doch selbst dran Schuld, dass die Leute weg rennen, wenn die nur so langweilige Gottesdienste machen."

Ich persönlich finde diese Aussage falsch. Natürlich kann man durch die Auswahl der Lieder einige Akzente setzen, aber darum geht es den Nörglern ja nicht. Da herrscht ein Denken nach dem Motto: "Die sollen mich mal bespaßen." Und da liegt schon der erste Denkfehler. Im Gottesdienst stehe nicht ich im Vordergrund, sondern Gott. Es ist nicht die Aufgabe des Priesters dafür zu sorgen, dass ich unterhalten werde.

Desweiteren glaube ich, dass bei vielen Leuten einfach das nötige Vorwissen fehlt. Um es zu vergleichen: Ich kenne mich mit Formel 1 nicht aus. Ich kenne die Regeln nicht. Deshalb finde ich Formel 1 auch stink langweilig. Und so gibt es auch Leute, die überhaupt nicht mehr wissen, um was es in der Messe geht; was der Priester da vorne macht. Und dementsprechend nehmen diese Leute die Messe als langweilig wahr, weil sie nicht wissen, was da gerade passiert. Warum wird jetzt "schon wieder" gesungen? Warum wird jetzt "auch noch" das Licht ausgemacht? Warum "dröhnt" die Orgel jetzt so laut?

Und als letzter Punkt glaube ich, dass sich viele nicht auf den Gottesdienst einlassen können, weil es für sie ein Pflichtprogramm ist. Man möchte das schnell abhaken. Deshalb ist man auch genervt über alles, was das ganze noch in die Länge zieht.

Ich persönlich kann mich auf den Gottesdienst voll und ganz einlassen. Ich interessiere mich für die Liturgie und die Kirche und empfinde die Christmette deshalb keinesfalls als langweilig. Im Gegenteil; ich bin am Schluss immer traurig, wenn es schon wieder vorbei ist. Während die anderen sich echauffieren, dass sie jetzt zwei Stunden "verschwendet" haben.

Ich bin der Meinung, wer Gottesdienst als Zeitverschwendung ansieht; nur als nerviges Pflichtprogramm, der sollte gleich komplett daheim bleiben.

Jetzt kennt ihr meine Meinung zu dem Thema. Mich würde sehr interessieren, wie ihr darüber denkt?

PS. Wart ihr in der Christmette? Wie hat es euch gefallen?

Kirche, Weihnachten, Christentum, Gesellschaft, Glaube, Gottesdienst, Heiligabend, katholisch

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