Hallo, ist der Text so sprachlich in Ordnung?

Der Metatext ist der Kommentar, der den Schlüssel für den Aufführungstext bereitstellt, mit dem der Zuschauer sich konfrontiert sieht.

Zum Beispiel verkürzt Thalheimer den ersten Aufzug, der aus 8 Auftritte besteht, auf zwei Auftritte.

Es entfallen folgende Auftritte: der zweite, der dritte, der vierte, der fünfte und der achte Auftritt. Durch diese Verkürzung des Aufzugs auf zwei Auftitte merkt man, wie sehr sich Thalheimers Fassung zu der originall Fassung verändert hat. Durch diese Veränderung erzeugt der Regisseur eine schnellere Dynamik.

Im zweiten Aufzug werden ebenfalls Verkürzungen vorgenommen. Der erste Auftritt ist gestrichen worden, da es sich wohl um eine kurze und unbedeutende Szene handelt, bleibt die Struktur erhalten. In diesem Auszug sind der zweite und vierte Auftritt zusammengelegt worden. In dieser Zusammenlegung fällt auf, dass es keine religiösen Anspielungen, wie Namen der Heiligen, gibt.

Durch diese Striche in der Inszenierung wirde Emilia Galotti bodenständiger dargestellt als in Lessings Originall. Das Publikum der heitigen Zeit kann sich mit Thalheimers Emilia besser identifizieren.

Im Originaltext möchte Emilia von ihrem Vater durch den Dolch erlöst werden, doch diese Szene findet sich in der Inszenierung nicht wieder. Der Dolch wirde in der Inszenierung durch eine Pistole ersetzt. Aus der Pistole wird kein Schuss ausgelöst. Plötzlich tauchen aus den Türen in schwarz gekleidete Paare auf, die einen Walzer tanzen. Das könnte auf Emilias positive Zukunft hindeuten. Der achte Auftritt, der mit Emilias Tod endet, ist in die Inszenierung nicht aufgenommen worden. In Thalheimer Fassung findet das Schuldgeständnis Odoardos und die Schuldzuweisung gegen den Prinzen keine Entsprechung.

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Hallo, den Text so Sprachlich lassen?

Im Folgenden möchte ich die Inszenierung von Schillers „Räuber“ durch Nicola Stemann disutieren und seinen Umgang mit der literarischen Vorlage diskutieren.

Ein dramatischer Text muss der Aufführung genug Freiraum geben, da genaue Anweisungen (Didaskalien) störend sind, besonders wenn sie die Schauspieler betreffen. "Die Aufführung bildet ein Zeichnesystem, das sich in den sprachlichen Zeichendes Dialogs artikuliert und das infolgedessen die notwendige Voraussetzungen für die imaginäre Aussage der Figurenrede darstellt."

Eine Aufführung muss nicht genau dem original Text entsprechen, weil der Regisseur für das Publikum, an das er sich wendet, erarbeiten soll. Es müsste jeder Text dekodiert und für jedes neue Publikum neu kodiert werden.

Die Inszenierung fängt mit einer Gruppe mit vier jungen Männern. Alle Vier sind ähnlich angezogen: ein Hemd, einen Pullover und lockere Haare. Am Anfang findet das Gespräch zwischen Franz und seinem Vater Moor statt, welches von allen 4 Spieler gesprochen wird. Entweder sprechen sie den Dialog im Chor, abwechselnd oder es löst sich einer aus der Gruppe und spricht einige Zeilen des Dialogs.

In Stemanns Inszenierung ist die Handlung im Heute angesetzt- die zeitgenössische Symbolik werden von ihm nicht aufgegriffen.

Zudem sind noch unterschiedlichen Mittel auffällig, die Stemann in seine Inszenierung mit einbezieht: Riesiger Leinwand mit projizierten Bildern und der Einsatz der Handkamera in kleinen Modellstadten .

Aufgrund der vermeintlichen Verlustes der Vaterliebe schaffen sich eine eigene Welt. Der zweitgeborene Sohn Franz, der sich von seinem Vater ungeliebt fühlt, intrigiert gegen seinen Bruder Karl und bringt eigenen Vater um. Der erste Sohn Karl, der sich von seinem Vater verstoßen fühlt, wird zum Anführer der Räuberbande und endet als Mörder. Schließlich sehen sich beide Brüder nach der Modellstadt.

Bei Stemann ist es nicht wichtig, wer wen am Ende umbringt, weil es um ein allgemeiens Scheitern handelt. 

Auf der Bühne ist nur noch Amalia, Karls Verlobte, zu sehen. Ihr Lied kann sich am Ende nicht gegen der Rockmusik durchsetzen. Von einem Schuss getroffen, fällt sie zu Boden.

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Schwärmen oder Verliebt oder ...? Rita Russek!?

Noch etwas kurzes zu mir: ich bin weiblich und 15 Jahre alt.

Seit dem Ich Wilsberg gucke komme ich nicht weg von Rita Russek, ich gucke mir jeden Tag Bilder von ihr an und Filme in dem sie mitspielt. Ich habe das Gefühl es ist schon wie eine Sucht geworden. Jeden Abend schaue ich mir ein Film an in dem Sie mitspielt und frühs wen ich aufwache denke ich über denn Film nach vor allem über Sie, wie Sie so ist und so. Danach belesen ich mir immer im Internet ein Interview durch, wie Rita Russek so selbst in die Rolle passt, was sie ändern würde und was die Rolle von ihr hat und wie sie persönlich ist. Mich macht das manchmal hab ich das Gefühl auch schon etwas nervlich fertig, da ich manchmal nur noch die Filme, Bilder von in meinem Kopf von ihr hab. Außerdem Interessiere ich mich auch für ihr Leben also für ihre Karriere, Hobbys, Familie etc.(meine Freundin hat mal zu mir gesagt das ist ja fast wie stalken) da ich mir auch gefühlt alle anderen Interviews schon durchgelesen habe. Leider konnte ich sie noch nicht persönlich treffe. Ich finde ihren persönlichen und den Gespielten Charakter sehr schön und auch irgendwie sympathisch und auch anziehend! Außerdem finde ich Sie sehr Hübsch😍

Was meint ihr ist das der Anfang von einer Sucht? Wird das irgendwann mal wieder aufhören? Was kann ich tun? Hattet ihr so was auch mal?

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Warum wird Perfektionismus oft als schlecht empfunden?

Wenn ich von meinem Opa als Perfektionisten spreche, meine ich das eigentlich positiv. Im Gegensatz zu seinen Kollegen, hat er auf dem Bau zwar stets länger gebraucht, dafür waren seine Ergebnisse stets hundert Prozentig.

Ich habe allerdings das Gefühl, dass Perfektionismus immer mehr eine negative Konnotation bekommt. So wird dem Schauspieler Stewart Granger negativ vorgeworfen, er habe sich am Set der Karl-May-Filme perfektionistisch verhalten. Deswegen wurde er von vielen als eine Art "Nestbeschmutzer" empfunden. Pierre Brice bezeichnete ihn als "Kotzbrocken". Dass ein Schauspieler dem Regisseur und seinen Kollegen konstruktive Kritik gibt, war wohl ein Novum bei deutschen Filmproduktionen.

Auch bei Dirigenten wird "perfektionistisch" zunehmend zu einer negativen Charaktereigenschaft. Ein perfekionistischer Dirigent wird als ungerecht empfunden. Dabei möchte er doch eigentlich nur das Beste für die Musiker.

Eine alter Lehrerin von mir, die wir in der Theatergruppe hatten, sagte: "Schön, wenn die Atmosphäre fröhlich ist, aber am Ende kommts eben aufs Ergebnis an." Dieser Meinung bin ich auch. Natürlich sollte kein militärischer Drill herrschen - Leute, die sich unwohl fühlen, liefern auch ein schlechtes Ergebnis ab. Aber Disziplin und Perfektionismus sehe ich eigentlich nicht als etwas negatives an.

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