Steuerhinterziehung - Selbstanzeige?

Seit dem ich berufstätig bin, hilft mir mein Versicherungsmakler bei der Lohnsteuer. Da ich 150 km einfach von ihm entfernt wohne, habe ich es so gemacht, dass ich das Formular, soweit ich mich auskannte, selbst ausgefüllt und dann natürlich unterschrieben und an ihn geschickt habe.

So habe ich bezüglich der Fahrtkosten einen Zettel beigefügt und habe drauf geschrieben, dass ich 18 km einfach zur S-Bahn-Station gefahren bin und dann den Rest mit den öffentlichen Verkehrsmittel und ich die 18 km abschreiben will.

2016 hat mir der damalige Arbeitgeber eine MVV-Karte zur Verfügung gestellt. So fügte ich der Erklärung bei, dass der Arbeitgeber die Fahrtkosten übernommen hat.

Gestern erhielt ich die Lohnsteuer für 2017 zurück und habe mich doch sehr gewundert, weshalb ich fast 1600 Euro zurück erstattet bekomme. Es fallen neben den Fahrtkosten zwar noch Abschreibungen für Versicherungen an und ich hatte auch relativ hohe Handwerkerkosten zum Abschreiben. Aber trotzdem: Mir kam der Betrag viel zu hoch vor und erst da habe ich mir den Bescheid ganz genau angeschaut und festgestellt, dass dieser "nette Herr" in meinem Namen gegen meinen Willen auf gut Deutsch gesagt, das Finanzamt beschissen hat, in dem er angegeben hat, dass ich die gesamte Strecke mit dem Auto zurück gelegt habe, auch da, wo der Arbeitgeber mir eine MVV-Karte zur Verfügung gestellt hat.

Ich bin zutiefst geschockt und am Boden zerstört, dass ich ohne meinem Wissen Steuerhinterziehung begangen habe! Ich arbeite an einer Oberlandesbehörde und wenn mein Ex-Arbeitgeber eine Steuerprüfung hat, war es dann für mich. Ich bin davon ausgegangen, meine Steuererklärungen korrekt abgegeben zu haben.

ich kann auch nicht beweisen, dass er das gegen meinen Willen gemacht hat. Ich habe ihm vertraut, dass er sich an meine Angaben hält und diese Beizettel mit dem Formular an das Finanzamt einreicht. Stattdessen hat er in meinem Namen für mich Steuerhinterziehung gemacht.

Wenn ich mich selbst anzeige, komme ich dann nochmals ungeschoren davon? Ich werde mir von diesem Typen nie mehr wieder die Lohnsteuer machen lassen. Ich habe ihn zur Rede gestellt und ihm klar gemacht, was das für mich für Folgen haben kann.

Wie gehe ich am besten vor, wenn ich den Gang nach Canossa antrete?

Recht, Selbstanzeige, Steuerhinterziehung
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Offshore Firma / Briefkastenfirma – wie funktioniert das Steuern sparen und die Zahlungsströme in der Praxis?

Hallo zusammen,

im Hinblick auf die aktuellen Berichte der Panama Papers habe ich mich mit dem Thema der Offshore-Firmen intensiver beschäftigt.

Es handelt sich um reines Interesse, da ich dieses Thema unglaublich spannend finde. Mein Vermögen lässt es nicht einmal eine Sekunde zu, mich mit diesem Thema im Eigeninteresse zu beschäftigen! :-D

Ich habe verstanden wie solche Firmen grundsätzlich gegründet werden, wie die Strukturen gehandhabt werden und so weiter.

Mir stellen sich aber zwei Fragen – einmal im Hinblick auf Privatpersonen und einmal im Hinblick auf Unternehmen.

Privatpersonen:

Was bringt einer reichen Privatperson eine solche Briefkastenfirma im Hinblick auf die Steuern?

Wenn Millionen auf Konten vorhanden sind, dann sind diese Gelder doch schon versteuert? Gibt es für solche Privatleute überhaupt Steuervorteile oder eröffnen diese Personen die Firmen nur aus dem Motiv der Anonymität der Gelder?

Unternehmen:

Nehmen wir an ein sehr erfolgreiches, großes deutsches Unternehmen erwirtschaftet hohe Gewinne und entscheidet sich nun keine Steuern mehr zahlen zu wollen.

Nun gründet der Inhaber seine Offshore-Firma und rechnet in Zukunft alles über diese Firma im Ausland ab. Rechnungen usw. werden dann nur noch über die neue Firmierung erstellt.

Der eigentliche Firmensitz ist doch aber weiterhin in Deutschland. Warum sind dann nicht mehr im Erzeugerland Steuern zu zahlen??

Wenn diese Offshore Firmen dann zum Beispiel Ware bestellt, dann ist doch trotzdem ganz normal Vorsteuer zu begleichen?? Um welche Steuern handelt es sich dann, die umgangen werden können?

Ich freue mich auf Eure Antworten zu diesem spannenden Thema!   Liebe Grüße

Steuerhinterziehung
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Steuerhinterziehung = Straftat? Alleiniges Sorgerecht möglich?

Seit seinem Auszug vor zehn Jahren benutzt mein geschiedener Mann unsere gemeinsamen Kinder, um mich zu zwingen seinen Forderungen nachzugeben.

Im Juni 2013 hat er mit seiner neuen Partnerin, mit der er seit neuneinhalb Jahren zusammenlebt, das mit mir zusammen gebaute Haus bezogen.

Am Einwohnermeldeamt hat er angegeben eine Wohnung seines Vaters zu bewohnen und dort Miete zu zahlen. Seine Freundin ist in einer Wohnung seines Hauses als alleinige Mieterin gemeldet.

Ich weiß, dass er steuerliche Vorteile geltend machen kann, wenn er seine eigene Immobilie nicht selbst bewohnt, sondern vermietet.

Real wohnt er selbstverständlich mit seiner Partnerin in der Wohnung des eigenen Hauses, die Mietwohnung seines Vaters bewohnt er nur auf dem Papier, um die Steuervorteile mitzunehmen.

Meiner Ansicht nach, ist das Steuerhinterziehung und somit eine Straftat. Wenn das wirklich so ist, wie ich mir das vorstelle hätte ich endlich die Möglichkeit das alleinige Sorgerecht zu beantragen und damit meinen jetzt 13jährigen Sohn dem Einfluss seines Vaters zu entziehen.

Wenn meine Idee richtig ist, brauche ich ganz dringend eine Einschätzung, wie erfolgversprechend eine Anzeige wegen Steuerhinterziehung und der folgende Antrag auf alleiniges Sorgerecht ist. Wenn die Info lautet, dass die Chancen gering sind werde ich zugunsten meiner Söhne darauf verzichten.

Falls die Chancen gut stehen würde ich mich über eine Anleitung über das weitere Vorgehen freuen.

Falsche Angaben im Einwohnermeldeamt sind eine Straftat. 50%
Ja, das ist Steuerhinterziehung. Ein Antrag auf alleinges Sorgerecht ist erfolgversprechend. 50%
Falsche Angaben im Einwohnermeldeamt sind nur eine Ordnungswidrigkeit und werden nicht bestraft. 0%
Keine Steuerhinterziehung, keine Straftat. Antrag auf alleiniges Sorgerecht wird nicht genehmigt. 0%
Scheidung, alleiniges sorgerecht, Steuerhinterziehung
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Was darf das Finanzamt sich alles erlauben?

Hallo, ich habe seit einiger Zeit immer mal wieder Streß mit meinem Sachbearbeiter auf dem FA. Musste mehrfach Widerspruch einlegen und habe immer Recht bekommen. Leider hat der SB mir das übel genommen. Ich habe letzttes Jahr im Juli meine ESt mit V+V und Rente eingereicht. Bis heute ist kein Bescheid da. Dafür kam aber vor ein paar Tagen ein Einschreiben mit einer "Einleitung eines Ermittlungsverfahrens" wegen angeblicher Steuerhinterziehung. Ich habe mal meinen Steuerberater gefragt, was das soll. Dieser meinte nur, dass etwas mit V+V wäre. Es ginge wohl darum, dass der SB mir unterstellt, ich hätte eine Bohrmaschine und eine Heckenschere, welche ich in den Werbungskosten meiner Erklärung angegeben hätte, an meinem privaten Haus verwenden würde. Es gäbe Fotos ??? von der Finanzverwaltung - das ist ja wohl ein Witzt!

Wir haben denen natürlich sofort mitgeteilt, dass wir die Sachen (die beiden Wohneinheiten stehen etwa 60KM auseinander) logischerweise auch für das eigene Anwesen gekauft haben. Und nun kommt der Hammer: Das Finanzamt hat tatsächlich beim örtlichen Fachgeschäft angefragt, ob und wann wir da was gekauft hätten! Ich hätte denen auch so die Belege für alle Teile zeigen können (hebe ich auch wegen der Garantie auf) Sowas habe ich noch nicht erlebt, wie stehe ich denn jetzt da, wir wohnen in einem 300 Seelen Dorf ?? Dürfen die sowas überhaupt? Ich würde das FA gerne verkagen, habe aber Bedenken, die halten doch sicher zusammen - und am Schluss siitze ich auf den ganzen Kosten und meinem sowieso ruinierten Ruf. Weiß jemand, ob es Sinn macht zu klagen?

Steuerhinterziehung, Vermietung und Verpachtung
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