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Thema Rechtswissenschaft
Mord auf North Sentinel Island - ethische und moralische Bewertung?

Sicher haben manche von euch schon von North Sentinel Island gehört. Das ist eine Insel im indischen Ozean die formal zu Indien gehört. Das besondere an dieser Insel ist dass sie einen der letzten Orte dieser Welt darstellt an dem Menschen leben die absolut keinen Kontakt zur modernen Zivilisation haben.

Nun kommt das aber nicht von ungefähr sondern daher, dass die Inselbewohner jeden Kontakt aggressiv ablehnen und das Betreten der Insel eine Gefahr für Leib und Leben darstellt. Deshalb ist es auch strengstens verboten. Heute war in den Nachrichten zu lesen dass ein amerikanischer Tourist dieses Verbot missachtet und die Insel betreten hat. Er wurde daraufhin von den Insulanern mit Pfeilen getötet.

Meine Frage ist nun, findet ihr die Tötung des Touristen ist als klarer Mord anzusehen und zu ahnden, und würdet ihr das aufgrund der besonderen Situation der Insel und ihrer Bewohner anders bewerten?

Andere Bewertung aufgrund der besonderen Umstände 86%
Eindeutiger Mord der geahndet werden sollte 13%
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15 Antworten
Was bedeutet das Gesetz "Erfüllung trotz Einrede"?

Hallo, ich interessiere mich für Jura und habe mir das Bürgerliche Gesetzbuch gekauft und beschäftige mich gerade mit der ungerechtfertigten Bereicherung (z.B. gibt es ein Paar das sich verlobt hat und der Verlobte ist fremdgegangen, nun hatte die Verlobte ihrem Freund eine Uhr geschenkt und hat daraufhin nach §§ 1301, 812 BGB einen Herausgabeanspruch).

Meine Frage bezieht sich auf den darauffolgenden Paragraphen § 813 "Erfüllung trotz Einrede". Bisher fällt mir das Juristendeutsch noch etwas schwer, was ist mit Einrede gemeint? Bezieht sich die Erfüllung auf den Herausgabeanspruch (Erfüllung der Herausgabe?).

Gerne zitierte ich den Paragraphen gekürzt an dieser Stelle:

"Das zum Zwecke der Erfüllung einer Verbindlichkeit Geleistete kann auch dann zurückgefordert werden, wenn dem Anspruch eine Einrede entgegensteht, durch welche die Geltendmachung des Anspruchs dauerhaft ausgeschlossen wurde (...)."

Jetzt beim Schreiben kommt mir der Gedanke: "Das zum Zwecke der Erfüllung einer Verbindlichkeit Geleistete" ist z.B. eine Wohnung, die der Freund von seiner Verlobten als Beispiel geschenkt bekommen hat damit sie näher oder zusammen beisammen wohnen. Nun kann sie es nach dem fremdgehen zurückfordern weil dem Anspruch (dass er in der Wohnung leben darf oder sie besitzt) die Einrede entgegensteht, dass er sie betrogen hat.

Wie darf ich das verstehen/interpretieren? Vielen Dank im Voraus! :-)

Recht, Rechte, Gesetz, Jura, Rechtswissenschaft
1 Antwort
Fsj in forensischer Klinik?

Hallo zusammen,
Ich möchte hier ein Thema ansprechen, welches wahrscheinlich viele abneigen würden.
Mitte Oktober habe ich die Möglichkeit ein Fsj in einer forensischen Klinik anzufangen.
Dort werde ich mit Straftätern arbeiten, welche vor Gericht als intelligenzgemindert eingestuft worden und daher nicht ins Gefängnis, sondern eben in so eine Klinik kommen. (Straftaten von Brandstiftung und Körperverletzung bis hin zu Sexuelle Straftaten)
Diese Menschen sind also psychisch krank.
In der Klinik sind sie trotzdem eingesperrt.
Jetzt ist mein Problem, dass ich mir keine Meinung darüber bilden kann.
Meine Aufgabe wäre es dort Ihnen in Ihrem „Alltag“ zu helfen. Sie zu unterhalten und eventuell zu verschieden Therapien zu begleiten.
Ich weiß nicht, ob ich den ganzen Tag mit Leuten reden kann und sie unterhalten kann mit spielen und spazieren. Auf der einen Seite sind es psychisch Kranke Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Auf der anderen seite Straftäter, die vielleicht einen kleinen Menschen das Leben in nur einem Moment zum Alptraum gemacht haben.
Es fällt mir so schwer mich dort auf eine Seite zu stellen. In der Klinik sind es für die Mitarbeiter PATIENTEN ( selbstverständlich immer mit dem Hintergrund des Delikts).
Den Männern( es sind nur Männer) merkt man zu 85% an, dass es intelligenzgeminderte mit psychischen Erkrankungen sind.
Bitte sagt mir doch etwas dazu. Bitte verurteilt mich nicht direkt, denn ich zweifle ja selber noch. Danke für alle antworten
Lg

Psychologie, Forensik, Jura, kriminologie, Psychische Erkrankungen, Rechtswissenschaft, Straftat
4 Antworten
Sollte ich doch noch den Studiengang wechseln (Jura/Medizin)?

Hey Leute ich habe eine Frage die sicher schon tausend mal gestellt wurde aber irgendwie ist diese Situation jetzt doch anders... "Kurze" Vorgeschichte: Ich habe letztes Jahr mein Abitur mit einem Schnitt von 1,8 abgeschlossen. Da ich unfassbar gern Medizin studieren wollte habe ich mich für eine Pflegeausbildung beworben um die Wartezeit sinnvoll zu nutzen. Ich wurde auch von fast allen Standorten eingeladen. Jetzt hatte ich mein erstes Vorstellungsgespräch an der Uniklinik Düsseldorf und wurde dort auch sofort genommen. Beim Check vom Betriebsarzt musste ich dann allerdings angeben dass ich bis 2013 unter einer ausgeprägten Epilepsie litt die seit 2013 aber inaktiv ist. Der Betriebsarzt hat mir daraufhin die Unfähigkeit ausgestellt und damit wars das am UKD. Er hatte mir zudem gesagt dass ich mir auch ein Studium sparen könne da jemand wie ich eh keine Chance hat die Zulassung zum Arzt zu erhalten. Resigniert davon habe ich dann die restlichen Termine abgesagt, da die Angst vor einem erneuten Ausbruch der Epilepsie doch zu groß war. Das Uniklinikum Bonn hatte mir allerdings gesagt dass seine Türen auch später für mich offen sind. Jedenfalls hatte ich einige Zeit damit zu kämpfen und bin schließlich zu meinem Plan B - Jura umgestiegen. Ich studiere seitdem in Bayreuth. Ich mag das Studium sehr aber meine Faszination für Medizin lässt keinen Deut nach und die hätte/wäre/wenn Frage "quält" mich. Nun hatte ich gestern einen Routinecheck in meiner alten Klinik - das UKB und habe dort zufällig meinen alten Oberarzt getroffen dessen letzter Stand mein Medizinwunsch war. Als ich ihm die ganze Sache erläutert hab war er regelrecht wütend und hat alles was dieser Betriebsarzt gesagt hat als Schwachsinn abgetan. Ein ebenfalls dort tätiger Professor unterstütze dabei seine Ansicht. Mein Oberarzt bot mir auch seine Hilfe an die Pflegestelle am UKB zu bekommen.. Jedenfalls hat das ganze mich wütend, traurig und nachdenklich gestimmt. Ich werde aufjedenfall noch die Zwischenprüfung in Jura abschliessen hänge danach aber in der Luft ob ich den Schritt wagen soll doch noch mich für die Medizin zu engagieren. Es ist meine absolute Leidenschaft aber ich bin mir unsicher ob es funktioniert. Nun meine Frage an euch: Denkt ihr es wäre sinnvoll doch noch umzuschwenken und wie schätzt ihr meine Chancen ein mit einer Ausbildung einen Studienplatz (und an welcher Uni?) zu bekommen?

Ich bedanke mich schon jetzt für die Antworten!

LG Lasse

Studium, Gesundheit und Medizin, Jura, MedizinStudium, Pflegeausbildung, Rechtswissenschaft, Studienwechsel, Ausbildung und Studium
4 Antworten
Jurastudium in den Niederlanden?

Hallo,

in einem Jahr werde ich (hoffentlich) mein Abitur haben und daher habe ich mir natürlich schon Gedanken darüber gemacht, was und wo ich studieren möchte.

Meine Wahl fiel in diesem Fall schon vor einiger Zeit auf Jura, ich möchte Richterin werden.

Da ich jedoch im letzten Urlaub die Niederlande für mich entdeckt habe, würde ich dort später hinziehen und frage mich nun, ob es mir dort als Deutsche wirklich möglich ist Jura zu studieren und später zu praktizieren.

Ich habe nun also mehrere Fragen:

Wie lange dauert das Jurastudium in den Niederlanden? Wie ist es aufgebaut?

Wie ist der Werdegang zum Richter in den Niederlanden?

Wie hoch ist die Studiengebühr in den Niederlanden? (Habe da Unterschiedliches gelesen)

Gibt es maßgebliche Unterschiede zum Studium in Deutschland?

Könnte ich in Deutschland studieren und dann in den Niederlanden als Richter arbeiten?

Und umgekehrt: Kann ich in den Niederlanden studieren und in Deutschland als Richter arbeiten?

Entschuldigt die vielen Fragen, ich verspreche euch, für Deutschland wusste ich das alles schon. ;)

Falls ihr Erfahrungen zum Studium in den Niederlanden, zur Arbeit in der Justiz in den Niederlanden habt, mir eine Uni oder z.B. ein Buch zum Sprache lernen empfelen könnt, gerne auch immer her damit.

Über eure Antworten würde ich mich freuen.

Studium, Schule, Niederlande, auswandern, Holland, Jurastudium, Jurist, Rechtswissenschaft, Richter, Universität, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
2 Antworten
Warum sind die Grundrechte nicht einklagbar?
Artikel 1  grund gesetz

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.


(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten 


als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.


(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.


Artikel 19 grund gesetz


(2) In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.


§ 93 bvfg gesetz


(1) Die Verfassungsbeschwerde ist binnen eines Monats zu erheben und zu begründen. 


(3) Richtet sich die Verfassungsbeschwerde gegen ein Gesetz oder gegen einen sonstigen Hoheitsakt, gegen den ein Rechtsweg nicht offensteht, so kann die Verfassungsbeschwerde nur binnen eines Jahres seit dem Inkrafttreten des Gesetzes oder dem Erlaß des Hoheitsaktes erhoben werden.


§ 93a 


(1) Die Verfassungsbeschwerde bedarf der Annahme zur Entscheidung


§ 93d


(1) Die Entscheidung nach § 93b und § 93c ergeht ohne mündliche Verhandlung. Sie ist unanfechtbar. Die Ablehnung der Annahme der Verfassungsbeschwerde bedarf keiner Begründung.


warum sind diese " unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechte die nicht in ihrem wesens gehalt verändert werden dürfen "


nicht entsprechend ein klag bar ? also ohne wenn und aber ....

.
Grundrechte, Rechtswissenschaft
3 Antworten

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