Positive gesellschaftliche Aspekte eines BGE?

Viele Befürworter eines bedingungslosen Gruneinkommens (BGE) erhoffen sich durch dessen Einführung sehr vielfältige positive Auswirkungen auf die Gesellschaft. Zu den meistgenannten zählen u. a.:

-Das BGE führe insgesamt zu einer glücklicheren und sozial gerechteren Gesellschaft mit weniger Neid und Ausgrenzung.

-Durch das BGE entfalle die Stigmatisierung Erwerbsloser.

-Viele Bürger hätten durch die Einführung eines BGEs weniger finanziellen Druck sowie mehr Zeit und Möglichkeiten, sich mit aus ihrer Sicht interessanten Themen intensiver auseinanderzusetzen und somit eine sinnvolle Tätigkeit zu finden, die zu ihnen passt und sie langfristig erfüllt.

-Menschen hätten mit einem BGE erstmals die Möglichkeit, sich einer Arbeit, die sie nicht ausüben wollen, zu verweigern, ohne dabei Sanktionen fürchten zu müssen und damit die Freiheit, eigenverantwortlich und selbstbestimmt mit ihrem Dasein umzugehen.

-Ein BGE würde auch Menschen, die keiner geregelten Erwerbstätigkeit nachgehen, ein bescheidenes, aber würdevolles Leben ermöglichen. Das BGE überwinde somit einen Arbeitsbegriff, der auf reine Erwerbsarbeit reduziert sei und nebenberufliche Aktivitäten zu sehr außer Acht lasse.

-Unattraktive Arbeiten, die in naher Zukunft noch nicht automatisiert werden, müssten mit einem BGE durch bessere Bezahlung und ansprechendere Arbeitsbedingungen attraktiver gestaltet werden, um Anreize zu schaffen.

-Durch die garantierte finanzielle Absicherung eines BGEs erhöhe sich die Risikobereitschaft in der Bevölkerung. Damit würde eine Kultur des Erfindungsreichtums geschaffen und der Unternehmergeist gestärkt.

Haltet ihr diese Vorstellungen für realistisch? Warum (nicht)?

Realistische Vorstellungen 46%
Alles Quatsch 46%
Der ein oder andere Punkt könnte durchaus zutreffen 4%
Andere Antwort 4%
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Bedingungsloses Grundeinkommen?

Was sagt ihr dazu?

Ich verstehe darunter ein Einkommen für jeden Bürger dieses Landes.

Persönlich finde ich die Idee toll, denn der Mensch kann dadurch sein Leben viel freier gestalten und beruflich das machen, was ihm Spaß macht. Die Aussage es würden dadurch noch mehr arbeitslose entstehen, unterstütze ich nicht vollkommen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen kann eine Motivation sein, zu arbeiten, nämlich das, was einem Spaß macht. Außerdem hat man durch Arbeit die Möglichkeit finanziell aufzustocken und seinen Lebensstandard zu erhöhen.

Vom finanziellen Aspekt her, naja, der Sozialstaat kostet in Deutschland knapp über eine Billion Euro (10^12) das dann auf jeden Bundesbürger herunter gerechnet, naja, da kommt jeder auf knapp 1000€. Wenn man Kindern etwas weniger gibt, dementsprechend mehr. Diese Billion Euro, ist schon Geld, was so schon finanziert wird. Wegfallen würde ein riesiger bürokratischer Aufwand, zusätzlich könnte man Ämter wie das Arbeitsamt oder andere Institutionen wegrationalisieren & das Rentensystem dementsprechend reformieren.

Meine Überlegung ist natürlich nicht vollkommen, sie beinhaltet z. B. gewisse Fälle nicht, wie die extra Pflege von behinderten Menschen, die dementsprechend auch noch Personal benötigen.

Wie findet ihr das bedingungslose Grundeinkommen?

Ich halte nichts davon... 65%
Prinzipiell gut... 35%
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Grundeinkommen; JA oder NEIN - Wäre ein sozialistischer Kapitalismus die beste Regierungsform?

Sozialistischer Kapitalismus heißt, dass jemand, der überdurchschnittlich viel tut, auch überdurchschnittlich mehr haben sollte als Durchschnittsmenschen.

Außerdem würde der sozialismus bedeuten, dass es ein Grundeinkommen o. Ä. gibt.

Beispielsweise würde jemand, der bereits vermögend ist (mindestens 1 Million am Konto hat) ein Grundeinkommen nicht benötigen.

Jemand der mehr tut als andere, sollte auch mehr haben, definiert:

Es gibt zwar ein Grundeinkommen - von sagen wir mal 1200€ monatlich. Diese 1200 wären das Minimum, was jeder hätte, auch für jene die nichts tun und z. B. obdachlos sind oder arbeitslos.

Je nach Einkommen würde das Grundeinkommen dann gestaffelt in Prozent heruntergerechnet werden.

Jemand der also bereits 2000€ Netto verdient, bekommt nur noch 61% des Grundeinkommens. Das heißt, monatlich hätte diese Person 2732€ Netto zur Verfügung.

Jemand der 3500€ Netto verdient, würde dann nur noch 27% des Grundeinkommens zusätzlich bekommen. Diese Person hätte dann also insgesamt 3824€ monatlich zur Verfügung.

Ab einem Nettoeinkommen von 4001€, läge die prozentuale Höhe des Grundeinkommens nur noch bei 4%. Heißt, jemand der 4001€ Netto verdient, würde zusätzlich nur noch 48€ bekommen.

Wohingegen ab einem Nettoeinkommen von 4500€ kein zusätzliches Grundeinkommen mehr berechnet werden würde.

Zudem würde das Vermögen der jeweiligen Personen mit einbezogen werden. Jemand der 10 Million Vermögen am Konto hat, aber nur 450€ Netto verdienen würde, würde kein zusätzliches Grundeinkommen bekommen.

In diesem Beispiel wäre es fraglich, ob jemand, der bereits - unabhängig vom monatlichen Einkommen - 500.000€ oder 1 Million Euro besitzt, Anspruch auf ein Grundeinkommen haben sollte?

Unabhängig vom Einkommen würde das Grundeinkommen dann wohl ab einem Vermögen von 50.000€, in 10.000€-Schritten des Vermögens um jeweils 5% herabgesetzt werden:

Also würde nach diesem Beispiel jemand, der z. B. 50.000€ besitzt, und keinerlei Einkommen hat, lediglich 95% des Grundeinkommens bekommen.

Jemand der kein Einkommen hat, und 60.000€ besitzt, würde 90% des Grundeinkommens bekommen, und jemand der 70.000€ besitzt, würde rund 85% des Grundeinkommens bekommen, und immer so weiter.....

Was ist Eure Meinung zu diesem Projekt???

Nein 83%
Ja 17%
Vielleicht 0%
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