Mache ich mir zu viele Gedanken über meinen Nebenjob?

Hey,

ich arbeite seit 2 Monaten auf 450€ Basis im Discounter, immer ab 6 Uhr morgens um die Ware zu verräumen. Die Arbeit ist körperlich ziemlich hart, man transportiert eine Menge Gewicht und hat permanenten Zeitdruck.

Nun ist es so, dass ich laut Arbeitsplan nur 1-2x pro Woche für jeweils 3-4 Stunden arbeiten muss. Discounter sind in Deutschland aber generell unterbesetzt und es wird bewusst am Personal gespart, sodass ich bestimmt 2-3x pro Woche zu jeder Uhrzeit angerufen werde, ob ich nicht am nächsten Tag einspringen kann. Das nervt auf Dauer.

Laut meines Arbeitsvertrags bin ich aber als "flexibler Mitarbeiter" angestellt, da ich studiere und tendenziell meine Aufgaben selber einteilen kann. Aufgrund der zusätzlichen Whatsapp Gruppe unserer Filiale bekommt man außerdem noch 20-50 Nachrichten am Tag über jeden Kram, was man tun soll und das man mehr Gas geben soll usw. Der Stundenlohn liegt bei knapp 13€ und man hat sechs Wochen Urlaub im Jahr, außerdem Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Dadurch, dass man im Prinzip immer zur Verfügung stehen muss wird das ganze anstrengend - mental. Selbst wenn ich beispielsweise erst am Dienstag wieder arbeiten muss, dann denke ich jetzt schon daran. Das tut mir nicht gut.

Außerdem habe ich immer das Gefühl dass meine Arbeit nicht gut genug ist, obwohl ich schon ziemlich fix bin und mit den Aufgaben fertig werde. Lob bekommt man selten, meistens wird die Leistung nur einmal "abgenickt". Gemeckert wird zwar fast nie, aber dennoch ist das Umfeld teilweise toxisch. Die Kollegen sind super nett und hilfsbereit, aber zu den Vorgesetzten ist das Verhältnis ein wenig komisch.

Habt ihr Tipps, wie ich weniger darüber nachdenke?

Letztendlich sind es ja nur ein paar wenige Stunden Arbeit, dennoch nehmen sie meinen Kopf dafür viel zu sehr ein. Schließlich studiere ich und habe noch einen weiteren Job, ich gebe Nachhilfe für Gymnasialschüler.

Bei der Nachhilfe kann ich aber nicht hinschmeißen, da mir etwas an dem Schüler liegt und die Familie in einer schwierigeren Situation ist.

Nachhilfe, Nebenjob, Psychologie, Discounter, Liebe und Beziehung, Ausbildung und Studium

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