Warum sind viele Fernsehfilme so lebensfern?

Mir geht es jetzt gar nicht um die Handlung, sondern eher um die Dialoge und um die Charaktere. Vorallem im ZDF ist es seit einiger Zeit in Mode, dass die Protagonisten reich sind und in einer Designer-Villa wohnen. Aber das stört mich gar nicht mal, sondern diese unglaubwürdigen, geschwollenen Dialoge.

"Weißt Du, Schatz, ich bin Dir dankbar für alles. Für unser wunderschönes Haus, für unsere liebevollen Kinder und für die wunderbare Zeit mit Dir."

Wer redet denn so?

"Ich möchte frei und unabhängig sein. Ich möchte mein Leben genießen. Ich möchte die Welt umarmen. Ich möchte die Sonne und den Wind auf meiner Haut spüren. "

"Maximilian, mein Kind, wärst Du so lieb und könntest mir bitte einmal das Glas Champagner reichen?

Bei so lebensfernen, geschwollenen Dialogen vergeht mir schnell die Lust am Film. Vorallem im ZDF ist das besonders schlimm.

Wenn ich da an Serien wie "Ich heirate eine Familie" denke: das waren noch lebensnahe, realistische Dialoge. Oder Filme mit Jan Fedder - die wirken auch sehr lebensnah.

Aber im ZDF wirken viele Filme, als ob man sie zehnmal durch den Weichzeichner gejagt hätte. Vorallem bei den Dialogen. Und wenn dann noch die obligatorische Gartenparty mit Abendkleid, Champagner und Kaviar kommt, dann schalte ich endgültig ab. Das hat doch alles mit der Lebensrealität in Deutschland nicht viel zu tun. Aber vielleicht denken die gutbezahlten ZDF-Redakteure ja, dass das so normal wäre, wer weiß...

Oder möchte man sich vom Assi-TV damit abgrenzen, dass man nur Wohlhabende mit wohlerzogener Sprache zeigt?

Schauspieler, Fernsehen, Film, Sprache, Menschen, Kultur, Drehbuch, Fernsehfilm, Filme und Serien, Gesellschaft, ZDF, Öffentlich Rechtliche
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Welcher ist euer Lieblingsfilm bzw. eure Lieblingsserie oder Reihe des Schauspielers Gerd Baltus?

Am 13. Dezember verstarb der beliebte deutsche Schauspieler Gerd Baltus.

Während seiner beruflichen Laufbahn stand er natürlich ähnlich wie viele andere große deutschsprachige Schauspieler für viele Fernsehproduktionen vor der Kamera und war daher vor allem hauptsächlich fürs Fernsehen als Neben und Hauptdarsteller aktiv.

Und mich würde heute mal von euch interessieren, welcher euer Lieblingsfilm bzw. eure Lieblingsserie oder Reihe mit Gerd Baltus ist?

Freue mich auf zahlreiche Teilnahmen.

mit den besten Grüßen

euer SANY3000

PS.: Diese Umfrage war übrigens ein Wunsch des Community Experten rotesand. Und leider konnte ich auch hier mal wieder aufgrund der begrenzten Abstimmungsmöglichkeiten nur auf das hoffentlich Beste zurückgreifen und hoffe es ist mir einigermaßen gelungen. Jedenfalls dürft ihr auch gerne noch eine andere Serie oder einen Fernsehfilm nennen, falls euer Favorit nicht mit dabei sein sollte.

Welcher ist euer Lieblingsfilm bzw. eure Lieblingsserie oder Reihe des Schauspielers Gerd Baltus?
Tatort (Kriminalfilm-Reihe) (1976 - 2006) (Diverse Folgen) 42%
Derrick (Fernsehserie) (1977-1994) (9 Folgen) 17%
Ein Bayer auf Rügen (Fernsehserie) (1993-1997) (79 Folgen + Film) 17%
Wälsungenblut (Spielfilm) (1965) 8%
Der Kommissar (Fernsehserie) (1969) (4 Folgen) 8%
Der Fall von nebenan (Vorabendserie) (1970-1975) (53 Folgen) 8%
Der Alte (Fernsehserie) (1978, 1991) (Diverse Folgen) 0%
Schauspieler, Fernsehen, Film, Deutschland, Serie, ARD, Filme und Serien, Hauptdarsteller, Krimi, Reihe, Sat1, Tatort, ZDF, Lieblingsfilm, Krimiserie, lieblingsserie, Abstimmung, Umfrage
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Nach "Umweltsau" wieder ein Hass-Video im öffentlich rechtlichen Rundfunk?

In einem "Satire Format" der ARD-Jugendwelle Funk wird das Coronavirus als „schönen und sinnvollen Reflex der Natur“ bezeichnet. Dass vor allem Ältere daran sterben, sei „nur gerecht“. Schließlich habe diese Generation den „Planeten voll gegen die Wand gefahren“.

In einem sogenannten „Satireformat“ der ARD-Jugendwelle „Funk“ wurde das Corona-Virus als „schöner und sinnvoller Reflex der Natur“ bezeichnet.

https://www.welt.de/kultur/article206548759/ARD-Satire-Coronavirus-rafft-die-Alten-dahin-Das-ist-nur-gerecht.html

Natürlich ist das alles nur „Satire“, beteuert man bei der von uns allen zwangsfinanzierten ARD.

Der Tod durch Corona ist aber alles andere als angenehm.

https://www.bild.de/news/ausland/news-ausland/italienische-aerzte-ueber-corona-die-patienten-sterben-bei-vollem-bewusstsein-69369864.bild.html

Ich zitiere aus diesem Artikel der "Bild":

Wie dramatisch die Lage ist, beschreibt besonders eindrücklich Francesca Cortellaro, Chefin der Notaufnahme des „San Carlo Borromeo“-Krankenhauses in Mailand.

„Wissen Sie, was das Schlimmste ist?“, fragte sie laut der Zeitung „Il Giornale“. „Zu sehen, wie die Patienten alleine sterben. Zu hören, wie sie bitten, sich von ihren Kindern und Enkelkindern verabschieden zu dürfen.“

Die Corona-Patienten würden alleine im Krankenhaus liegen, berichtete die Ärztin. Kein Verwandter dürfe sie begleiten. Cortellaro: „Und wenn sie sterben, spüren sie es. Sie sind bei Bewusstsein, sie sind nicht weggetreten. Es ist, als würden sie ertrinken. Nur langsamer. So, dass sie alles mitbekommen.“

Hier die Frage: müssen wir ab jetzt regelmäßig mit Hass-Videos bei den öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten gegen alte Menschen rechnen, weil diese angeblich für den Klimawandel verantwortlich sind?

Politik, ARD, Hass, Rundfunk, Rundfunkgebühren, ZDF, Hetze, Philosophie und Gesellschaft
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Warum wird es in neuen deutschen Filmen immer als erstrebenswert dargestellt, ein rebellischer Lebemann zu sein?

Ein typischer neuer deutscher Film über die 60er Jahre: Die Eltern sind bürgerlich (also "böse".) Die Tapeten in der Wohnung sind IMMER braun. Der Junge gerät irgendwann auf die schiefe Bahn, nimmt Drogen, geht ins Bordell, rebelliert, lebt von der Hand in den Mund.

Der "böse" bürgerliche Vater (meist dargestellt von Charly Hübner) versucht aus dem Rebellen einen vernünftigen, arbeitenden Mann zu machen. Es kommt zum Streit. Der Junge sieht Arbeit als "Versklavung des Systems" an.

Die Moral von der Geschicht: Freiheit besteht nur im Unangepasstsein. Nur wer sich absondert, randaliert und dem Rausch hinterherjagd ist ein freier Mann. Wer vernünftig ist und anständig, ist ein "prüder Spießer", der nicht den Mut hat, sich zu "befreien."

ALLE 50er/60er Jahre Filme von ARD und ZDF laufen genau nach diesem Schema ab. Immer ist es der rebellische, linke Lebemann, der sich von seinen bürgerlichen, gebildeten Eltern "befreien" muss.

Als ob das Glück dieser Welt einzig und allein im Rebellieren und im Rausch besteht. Ein anständiger, bürgerlicher Mensch kann also nie "frei" und "ehrlich" sein?

Das ist sogar mir als 18 jähriger zu viel 68er Ethos.

Sind denn heute die Alt-68er zuständig für die Fernsehfilme? Oder warum verbreiten diese Filme alle diese Botschaft?

Fernsehen, Film, Deutschland, Politik, ARD, Gesellschaft, ZDF, 68er, Öffentlich Rechtliche
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