Kükenschreddern mit dem Tierschutzgesetz vereinbar?

Heute verhandelt das Bundesverwaltungsgericht darüber, ob das Schreddern von männlichen Küken in Zuchtbetrieben für Legehennen unmittelbar nach der Geburt mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist. Dies betrifft jährlich 45 Millionen Küken, die direkt nach dem Schlüpfen aussortiert und entweder geschreddert, oder vergast werden.

Das Land Nordrein-Westfalen möchte diese Praxis seit 2013 untersagen. Brütereien klagen dagegen. Der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft warnt vor wirtschaftlichen Einbußen. Tierschützer hingegen halten die Praxis für einen Skandal. Alternative Methoden sind inzwischen möglich, gelten jedoch als unwirtschaftlich.

Seid ihr der Meinung, das industrielle Schreddern oder Vergasen männlicher Küken direkt nach der Geburt ist mit dem deutschen Tierschutzgesetz vereinbar? Wie beurteilt ihr diese Praxis aus ethischer und moralischer Sicht? Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

Ist mit dem Tierschutzgesetz nicht vereinbar 68%
Ist mit dem Tierschutzgesetz vereinbar 15%
Andere Antwort 12%
Ethische Beurteilung abseits der Rechtslage 3%
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38 Antworten
freilaufende und - lebende Hühner- geht das?

Wir ziehen demnächst um, haben ein wirklich großes Grundstück von fast 1500m². Unser Plan war, dort Hühner zu halten. Allerdings ohne irgendwelchen Nutzen von den Tieren einzuplanen, wir dachten daran, Hühnern, die den Abschied von der Legebatterie bekommen haben, einen schönen Lebensabend zu bieten. Wir kennen jemanden, dessen Bruder so eine Legebatterie hat. Unsere Vorstellung war 4 Hühner und denen jederzeit einen komplett freien Auslauf auf das ganze Grundstück zu ermöglichen. Der Stall sollte von den Tieren nach eigenem Bedürfnis genutzt werden. Die Winter sind bei uns eher mild, Schnee haben wir selten, wenn, nur wenig und kurz, mit Frost muss man natürlich rechnen. Wie sieht es in so einem Fall mit dem Grundstück aus? Wird es trotz des großen Auslaufs kahl gescharrt? Muss ich also um meine Blumenbeete und den Rasen bangen? Es soll auch ein großer Teich angelegt werden, ist der gefährlich für Hühner? Wir ziehen in eine Wohnsiedlung, die Vorbesitzer hatten früher einmal selbst Hühner, ein Stall ist vorhanden, muss aber neu ausgestattet werden. Ich habe gehört, man könne statt Stroh auch Kies ausstreuen, hat jemand Erfahrung damit? Und wie ist es mit Habicht und Marder? Ist mit denen in einer Wohnsiedlung auch zu rechnen? Eigentlich sollten die Hühner nicht eingesperrt werden, sie sollen die Möglichkeit bekommen, durch einen kleinen Zugang jederzeit in den Stall oder nach draußen zu gelangen. Nur- kann ein Marder so etwas ja dann auch.........kann ich etwas tun, um den Hühnern die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu schützen, also zu fliehen oder sich zu verstecken? Wir werden das Grundstück mit einer dreireihigen Vogelschutzhecke einfassen, also das Grundstück soll insgesamt sehr Vogelfreundlich gestaltet werden......ist das ein Schutz? Dann zur Fütterung der Tiere, wieviel muss zugefüttert werden, usw. Welche Lektüre zu Haltung von Hühnern könnt ihr empfehlen?

Tiere, Garten, Tierhaltung, gartengestaltung, Hühner, Hühnerhaltung, Marder
7 Antworten
Kann es sein, dass der Hahn die Hühner kaputt macht...?

Hallo zusammen.

und zwar habe ich zur Zeit ein paar Bedenken.

Ich habe bereits 2 mal je 3 Hühnerküken aufgezogen. Es lief alles super. Ab einem bestimmten Alter brachte ich sie zu meiner Oma, da sie hier einen sehr großen Auslauf, einen großen Stall und zusätzlich ein riesen Grundstück haben, auf dem sie hier Hühnerleben wunderbar leben können. Geschlachtet werden sie schon gar nicht.

Unter anderem ist ein Hahn dabei. Ein (meiner Meinung nach) verdammt großer. Und egal wann ich nach ihnen sehe, dauernt knackst eins, oder humpelt und das meistens, nach dem dieser Fettsack "auf ihr" war. Mittlerweile sind von den insgesamt 6 meiner selbst aufgezogenen Hühner die Hälfte gestorben... und ich versteh das nicht. Sie haben dort absout perfekte Lebensumstände, mehr als nur artgerechte Haltung, artgerechte Fütterung alles. Viele der Hühner meiner Oma wurden bis zu 8 Jahre alt.

Als noch der Vorgängerhahn da war, gab es sowas gar nicht. Seit dieser Neue da ist, haben die dauernd was. Aber wenn ich meinem Onkel meine Vermutung sage, dass der Hahn die Hühner kaputt macht, glaubt er mir nicht. Er sagt, der Hahn gehört dazu. Gut, dass kann schon gut sein, aber fakt ist, dass er die Hühner kaputt macht. Es sterben in letzter Zeit immer mehr. Es waren 1 Hahn und 9 Hühner, jetzt sind es nur noch 3 Hühner!

Jedenfalls habe ich mir überlegt, nochmals Küken aufzuziehen, falls es sich anbietet. Auch bei uns haben sie einen Stall mit Freigang und einen Garten. Meiner Meinung nach reicht das platzmäßig allerdings ab einer bestimmten Größe nicht mehr, weshalb ich sie auch irgendwann immer zu meiner Oma bringe, weil sies da einfach besser haben.

Aber ich ziehe doch nicht mit viel Mühe Küken auf, dass sie dann so kaputt gehen... Die sehen auch in letzter Zeit so "zerrissen" aus... Als die noch bei mir waren ohne diesen Hahn, hatten sie ein wunderschönes Gefieder...

Hat jemand einen Tipp? Oder könnten meine Vermutungen stimmen?

Tiere, kaputt, Hahn, Hühner, Hühnerhaltung
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Nature&Respect Hähnchen, was ist dran?

Hallo ihr Lieben,

ich hab heut beim Einkaufen ein Hähnchen in der Tiefkühlabteilung entdeckt in einer grünen Verpackung, mit Blümchen und der Aufschrift "Nature&Respect-Hähnchen aus Freilandhaltung".

Ich kaufe mein Hühnerfleisch zwar immer von einem befreundeten Hühnerstall-Besitzer, aber das hat mich dann doch mal interessiert, denn das Huhn war sogar günstiger als das Wiesenhof-Sonntagshähnchen (wobei ich mich da so nebenbei frage wo der Unterschied zwischen den drei angebotenen Wiesenhof-Sorten liegen soll, im Preis oder vielleicht im Schweregrad der Misshandlung?).

Ich hab mir dann mal ein Hähnchen genommen und gelesen was auf der Packung stand. Und zwar hieß es dort, dass Tierschutz das wichtigste sei für den Vertreiber dieser Tiefkühlware und dass die Hühner deswegen 50% ihres Lebens in Freilandhaltung auf grünen Wiesen leben würden und ausschließlich pflanzliche Futtermittel verspeisen würde.

Klingt ja erstmal ganz sonnig aber nun frage ich mich, was das genau bedeutet? Ist es die erste Hälfte, also das Kükenleben, oder ist es die zweite Hälfte des kurzen Lebens in der die Hühner die Wiesenhaltung geniessen dürfen und wie lang ist so eine Lebenshälfte? Und vorallem wo und wie wird die andere Lebenshälfte verbracht und warum bleibt das Huhn nicht ein "Leben" lang in Freilandhaltung?

Könnte ich so ein Huhn ruhigen Gewissens kaufen (um meinen Geldbeutel zu schonen), oder sollte ich weiterhin ein paar mehr Euros investieren in ein Huhn das garantiert gut gelebt hat?

Vielleicht gibt es hier ja Kenner der Marke unter euch, oder Jemanden der sich mit der beschriebenen Hühnerhaltung auskennt.

Ich wäre auch für Tipps dankbar wo und wie ich selbst weiter forschen könnte.

Vielen Dank und noch einen schönen Abend!

Hähnchen, Lebensmittel, Tierhaltung, Tierschutz, Hühner, Hühnerhaltung
3 Antworten
Welches ist für 3 Zwerghühner die beste Auslauf-Variante für eine Zeit von 5 Wochen?

Wir sind Hühnerneulinge und bereiten uns auf die Ankunft unserer ersten 1,2 Hühner vor. Es sind Holländische Zwerghühner, die ja lt. Internet recht gut fliegen können. Die Lösung ist nicht als Dauerlösung geplant, da wir in 4 Wochen ein großes Grundstück beziehen, auf dem wir alles besser machen können mit unserer dann 4-Wochen-Hühnererfahrung...

Folgende Varianten stehen zur Auswahl:

  1. Tagsüber Freilauf im 800 m² großen Garten, der im hinteren Bereich (beim Stall) 1,20 m hoch eingezäunt ist, nach vorne (ca 50 m vom Stall entfernt) aber ein Tor mit nur 80 cm hat. Es gibt hier Marder, Füchse und Katzen, allerdings sehen wir nur die Katzen tagsüber. Außerdem wachsen im Garten Giftpflanzen (aber auch genug Rasen als hoffentlich leckerere Alternative). Finden die Hühner eigentlich an Tag 1 zurück in den Stall, ober muss man sie wie Katzen erst wochenlang im Stall einsperren, eh man Freilauf gewährt?

  2. Ein Elektro-Geflügelnetz (das besitzen wir schon, 50m), mit dem wir einen kleinen Teil des Gartens abteilen - OHNE Schutz nach oben. Wir können zusätzlich Büsche als Raubvogelschutz mit abzäunen, allerdings sind auch giftige dabei (Liguster, Rhododendron, Buchsbaum, evtl. Eibe). WENN das eine tierverträgliche Lösung sein sollte, könnten wir den Hühnern Flügelklemmen gegen das Entfliegen anbringen.

  3. Elektro-Geflügelnetz (Höhe 1,20) MIT darüber gespanntem Katzen-Sicherheitsnetz.. Allerdings haben wir da etwas Angst, dass die Hühner versuchen herauszufliegen und sich irgendwie daran strangulieren bzw. wir Raubvögel fangen, die beim Angriff das dünne Netz nicht sehen. Wenn das der Favorit sein sollte - wie groß sollte die Fläche sein?

  4. Nutzung unseres allseitig geschlossenen (ehemaligen) Kaninchenauslaufs (für 4 Wochen + 1 Woche Bauzeit für besseres Gehege). Allerdings ist er mit 5 qm eigentlich viel zu klein und der Boden befestigt (wir könnten etwas Mulch o.ä. drüber streuen und eine Sandecke anlegen...) - wäre aber zumindest sicher. Ggf. könnten die Hühner auch noch im 8 qm großen (bewohnten) Kaninchenstall zusätzlich laufen, wenn das für alle Tiere akzeptabel ist.

Vielen Dank!

Landwirtschaft, gefluegel, Hühner, Hühnerhaltung, Nutztiere
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