Kennt sich jemand ein wenig mit Arbeitsverträgen für Taxifahrer aus?

Heute vormittag traf ich einen ehemaligen Schüler, der sich als (angestellter) Taxifahrer versuchen will. Eigentlich möchte er das sehr gerne machen, bekam jedoch von seinem Chef in spe ein Papier, das ihn ratlos macht. Das ist mir im Laufe des Nachmittags nachgegangen.

Anstelle eines unterschriebenen Arbeitsvertrages (er muß noch in seiner derzeitigen Firma kündigen und wünscht verständlicherweise Sicherheit) bekam er etwas in einfacher Ausfertigung, das wir laienhaft als Vertragsentwurf bezeichnen würden, mit einigen Unstimmigkeiten.

Der künftige Arbeitgeber hat noch nicht unterschrieben, jedoch das vereinbarte Datum für den Dienstbeginn eingetragen. Das erzeugt nun erheblichen Zeitdruck. Vereinbart war, dass er erst in seiner Firma kündigt, wenn er einen gültigen Arbeitsvertrag hat. Wenn er nun dieses eine Exemplar unterschreibt und an den Taxi-Unternehmer zurückgibt hat er gar nichts in den Händen - nicht schön.

Dann gibt es Nachfragen:

Als vereinbart gelten alle 7 Wochentage als Arbeitstage. Das ist bei Taxifahrern wohl üblich und zunächst einmal nicht zu beanstanden.
Es fehlt ein Hinweis auf eine 5-Tage-Woche, was wir bei 20 Tagen Jahresurlaub wichtig finden, denn i. a. verlängert sich der Urlaub pro Woche um 2 Tage. Bei einer 6- oder 7-Tage-Woche (gibt das überhaupt?) sind 20 Tage Urlaub sehr wenig.

Zudem gilt bei einer 40-Std.-Woche "zulässige" Mehrarbeit als vereinbart. Auch das ist zunächst einmal in Ordnung. Es gibt jedoch keine Vereinbarung darüber, ob die Mehrarbeit vergütet oder ausgeglichen werden soll. Der Unternehmer hat wohl Interesse, dass das Taxi so viel wie möglich unterwegs ist. Auch das ist verständlich. Was ist zulässige Mehrarbeit? Gehört eine Vereinbarung zu Vergütung bzw. Zeitausgleich nicht in einen Arbeitsvertrag?

Für hilfreiche Antworten danke ich im Voraus und später auch gerne rückwirkend. ;-)

Recht, Arbeitsrecht, Arbeitsvertrag, Vertrag, Taxi, Beruf und Büro
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Heute einen nächtlichen Zug Ausfall gehabt - Wieso solidarisieren sich Leute in schwierigen Situationen?

Hallo, wir hatten gerade eine absolute Horror-Nacht. Wir wollten nach einem Tag im Grünen mit dem ICE nach Hause. Der Zug war auch pünktlich, aber nach einer Station hielt er auf einmal. Der Führer machte eine Lautsprecher Ansage und sagte: "Auf der Strecke vor uns liegt ein technisches Problem vor, sie ist derzeit nicht befahrbar".

Viele Fahrgäste stöhnten und guckten sich an. Wir waren mit den Kindern (12, 14), meinem Mann und unserem Nachbarn. Nach einer knappen Stunde kam die nächsten Ansage: "Die Info die ich jetzt habe ist dass ein Prüfwagen bald Vorort ist, der fährt dann durch und dann schauen wir. Bis dahin bitte ich sie Ruhe zu bewahren und ihre Plätze einzunehmen".

Eine Frau in der Nähe sagte zu ihrem Freund: "Ja klar, jede Stunde dann wieder sagen dass man nichts weiss, toll". Ich sagte: "Der Lokführer kann da gar nichts für". Nach einer weiteren Stunde kam die Ansage: "Ich weiss derzeit nichts, an der Leitstelle ist gerade besetzt".

Jetzt waren die meisten Leute echt genervt, viele stiegen aus vor dem Zug und telefonierten. Einige Leute fanden zusammen und sprachen miteinander, einer rief zb. "Kann man hier was trinken?", woraufhin eine kleine Gruppe sagte: "Waren schon unten, ist kein Kiosk oder so". Der Bahnhof auf dem wir waren war tatsächlich ein sehr kleiner.

Um es kurz zu machen: Wir sind gegen 19 Uhr losgefahren und standen um viertel vor eins immer noch an der gleichen Stelle. Mitarbeiter des Zuges teilten Beschwerdeumschläge und stilles Wasser auf. Unser Nachbar, welcher die ganze Zeit schon mit vielen Reisenden ins Gespräch gekommen war rief auf einmal: "Ich probier es jetzt mal beim Taxi Dienst. Heute fährt kein Zug mehr, wenn den Rest der Strecke mit dem Taxi fahren können wir uns eins teilen".

Ein Gast rief: "Das haben wir längst probiert, alle Nummern besetzt. Andere riefen: "Das sind noch mindestens 160 Kilometer, das wird teuer". Unser Nachbar erreichte dann aber tatsächlich den Chef eines Funkmietwagen-Dienstes aus dem nächsten Dorf, privat, auf dem Handy. Dieser sagte er schicke seinen größten Bus los, wir sollen 45 Minuten warten.

Stolz verkundete unser Nachbar die Nachricht, einige Gäste jubelten ihm zu, viele riefen: "Wie viele Plätze hast Du", oder "Ich bin dabei". Andere fragten nach dem Preis. Als unser Taxi kam, gingen wir mit unserem Nachbarn und 7 weiteren Personen die in den Minibus passten los. Wir riefen: "Macht es Gut", und viele winkten und sagten: "Schade, wir kriegen sicher auch noch eins" etc.

Jetzt sind wir endlich Zuhause nach einer langen Fahrt/Nacht und fragen uns: Wieso solidarisieren sich die Leute in solchen Situationen und halten teilweise sogar Smalltalk? LG

DB, Menschen, Bahn, Deutsche Bahn, Psychologie, Taxi
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