Ist die Gesellschaft asozialer geworden?

Moin in die Runde,

letzte Woche musste ich wieder mit dem Bus pendeln und hatte wieder so eine Situation wo ich mich frage, was in den Köpfen einiger Menschen abgeht.

Zur Situation: Es war Berufsverkehr, der Bus war etwa zur Hälfte gefüllt, zwei Kinderwagen standen auf den Nutzflächen. Ich bin mit Rollator dazugesteigen und wollte mich an die Seite setzen. Das ist der einzige Ort im Bus, wo man mit Rollator sitzen kann. Der Platz war auch noch frei. Kurz bevor ich am Sitzplatz ankam drängelte sich eine Jugendliche vorbei und setze sich demonstrativ da hin. Ein weiterer geeigneter Platz war ebenfalls von einer Jungendlichen besetzt. Aufstehen wollte keiner von beiden. Also blieb mir mal wider nichts anderes übrig als auf dem nassen streusalzverseuchten Boden zu sitzen, weil ich nicht lange stehen kann. Auf dem Rollator sitzen hätte nicht funktioniert, da der dann in der Kurve wegrollen würde. die Bremsen greifen bei Rollatoren nur hinten. Auf einen anderen Bus warten hätte mir eine Stunde bei Minus 5 Grad warten beschert.

Während der gesamten Fahrt starrten mich so ziemlich alle Meschen im Bus an, aber keiner hat was dazu gesagt oder einen alternativen Platz angeboten. Erst als die Security dazu kam und die Jugendlichen aufgefordert hat Platz zu machen, ist eine von ihnen unter Murren und Fluchen aufgestanden. Zum Busfahrer wäre ich gar nicht durchgekommen, also konnte ich ihm nicht Bescheid geben.

Was geht in den Köpfen von solchen Leuten vor? Wenn ihr zu solchen Menschen gehört, was passiert da bei euch im Kopf oder eher was passiert da nichts so wie es passieren sollte? Ist nicht böse gemeint, ich will es nur verstehen. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass diese Jugendlichen selber mal so behandelt werden wollen. Selbst der Secu war verstört über so viel Gleichgültigkeit. Ich erlebe das leider immer häufiger. Ist die Menschheit asozialer geworden?

Jugendliche, Behinderung, Bus, Egoismus, Rollator, teilen, Rücksicht

Notaufnahme oder Überweisung?

Moin in die Runde,

ich habe seit zwei Jahren folgendes Problem:

Ich habe eine harte, nicht verschiebbare, unebene Schwellung an der rechten Unterzungenspeicheldrüse. Im Prinzip ist die gesamte Speichelsrüse eine einzige harte Beule mit einem kleinen "Hautsack", zumindest kann ich es nicht besser beschreiben. Zusätzlich sind die Lymphbahnen auf der rechten Seite chronisch geschwollen und auch die Halslymphknoten dauerhaft vergrößert. Bis jetzt war es immer so, dass es manchmal nach dem Konsum von Koffein bis ins Ohr hochgezogen hat. Außerdem habe ich auf der Seite einen objektiven Tinnitus und auch der Kiefer zieht nach rechts, wenn ich den Mund öffne. Das war vor der Schwellung alles nicht.

Ich war damit ein paar Mal beim Arzt, aber da wurde auch nur mit den Schultern gezuckt und gesagt: Na wird schon nichts sein. Das Problem ist nun, dass es seit gestern schlimmer wird und mittlerweile immer wieder schmerzt und stark zieht. Die Schwellung selbst hat sich in der Größe nicht verändert und ist nur von innen Tastbar. Quasi als wäre sie an den Kiefer von innen rangepappt. Im Röntgen war damals nichts zu sehen, sodass ein Speichelstein ausgeschlossen wurde. Eigentich sollte ich dann einen Ultraschall bekommen, allerdings bietet das bei uns nur noch ein Arzt an und der ist nicht barrierefrei zugänglich. Sprich ich komme nicht in die Praxis. Deshalb ging es mit der Diagnostik nie weiter.

Da es mittlerweile seit gestern aber schlimmer geworden ist, frage ich mich ob das nicht im KH abgeklärt werden kann? Ich habe keinen Nachtschweiß oder plötzlichen Gewichtsverlust, falls ihr jetzt gleich Krebs schreien wollt, aber dass es jetzt ständig beim Essen und Trinken Probleme bereitet, kann ja auch kein Zustand sein. Macht es da Sinn in die NFA zu gehen oder sollte ich lieber in die Tage eine Überweisung für das KH vom Hausarzt besorgen? Macht das für die NFA überhaupt einen Unterschied?

Danke schonmal.

Schmerzen, Hals, Krankheit, Arzt, Entzündung, HNO, Krankenhaus, Krebs, Lymphknoten, Notaufnahme, Ohr, Speicheldrüse

Unfall mit Rollator und Bus. Wer ist Schuld?

Hallo in die Runde,

ich bin vor wenigen Tagen Zeuge eines Unfalls geworden, war auch Ersthelfer. Seitdem frage ich mich, ob dem Busunternehmen/ dem Busfahrer rechtlich etwas passieren kann. Folgendes hat sich zugetragen:

Ich bin aus dem Stadtbus an der Endhaltestelle ausgestiegen mit meinem Rollator. Der Busfahrer hat den Bus vollständig abgesenkt. Bei der Haltestelle, an der ich ausgestiegen bin, handelte es sich um eine reine Endhaltestelle. Auf dem Schild an der Haltestelle stand auch groß: Hier nur Ausstieg. Als ich dem Busfahrer tschüs gesagt habe, war der gerade dabei in seiner Tasche zu kramen, da er dort kurz Pause machen kann. Hatte also seine Hände nicht an der Amatur oder irgendwelchen Knöpfen.

Da ich meinen Assistenzhund dabei hatte, bin ich noch kurz neben den Bus zu einem Grünstreifen gegangen, wo mein Hund sich lösen konnte (wir wollten einkaufen gehen). In dem Moment sehe ich einen älteren Herren mit Rollator, wie er sich daran macht in den Bus einzusteigen. Die Türen waren noch offen, der Bus noch abgesenkt. Leider war der Herr nicht so richtig fit und hat die Vorderräder seines Rollators zwischen Bus und Bussteig verkeilt. Dadurch ist er sofort vornüber gekippt und mit dem Rollator in den Bus gestürzt. Da er nicht so fit war, hat er sich nicht abgefangen und ist mit dem Kopf aufgeschlagen. In dem Moment hat auch der Busfahrer bemerkt, dass da gerade jemand in den Bus einsteigen wollte und ist sofort nach hinten gekommen, um erste Hilfe zu leisten. Habe dann natürlich auch geholfen und es kam dann auch ein Krankenwagen, da der Herr arg geblutet hatte. Es stellte sich heraus, dass der Herr in einem nahegelegenen Pflegeheim untergebracht war und wirklich schwerer behindert war.

Nun frage ich mich ob der Busfahrer oder das Busunternehmen in irgendeiner Weise angreifbar sind. Halten wir fest: Die Haltestelle war nur zum Aussteigen und das stand da auch groß. Das Bus war vollständig abgesenkt und auch so nahe am Steig, wie eben möglich. Der Busfahrer hatte Pause und hat gerade nicht in den Spiegel geschaut. Ich gehe mal davon aus, dass er bis zum Sturz nicht mitbekommen hat, dass dort jemand einsteigen will.

Was meint ihr, wer ist Schuld?

Schadensersatz, Unfall, Gesetz, Behinderte Menschen, Busunternehmen, Haftung, Rollator, personenschaden, Stadtbus

Behindertentoilette nur für Rolli- Fahrer?

Moin in die Runde,

ich war heute im Einkaufszentrum. Da es mir nicht gut ging, ich aber trotzdem ein paar Dinge besorgen musste, bin ich mit Assistenzhund und Rollator unterwegs gewesen. Soweit so gut. Zwischendurch rief dann mal die nTaur, sodass ich zur Toilette gegangen bin. Für die Behindertentoilette habe ich einen Euroschlüssel und somit die Berechtigung diese auch zu nutzen. Zwischendurch ruckelte dann jemand an der Türe und als ich rauskam stand dort eine ganze Sippe. Eine Person saß im Rollstuhl. Die restlichen 5 Personen waren mit einem Kinderwagen da. Kaum komme ich raus drückt mir eine von denen erstmal den Spruch: Ja und du kannst nicht aufs normale Klo gehen oder was? Das ist für Rollstuhlfahrer! Und giftet mich an. Ich war in dem Moment so perplex, dass ich sie einfach nur kurz angeguckt und dann weitergegangen bin. Ich frage mich immer, wie Menschen auf so einen geistigen Dünnschiss kommen. Die Rollstuhlfahrerin selbst hat sich nicht beschwert, nur diese komische Begleitung. Da ich noch etwas auf einer Bank in der Nähe gesessen hatte, konnte ich sehen wie nach der Rollstuhlfahrerin dann noch die Eltern samt Kinderwagen auf dem Klo, welches ja angeblich nur für Rollstuhlfahrer sei, verschwunden sind. Und nein der Wickeltisch ist nicht im Behindertenklo. Wenn ihr mich fragt, ganz schöne Doppelstandards.

Halten wir fest: Großfamilie muss eine Minute vor dem Behindertenklo warten, weil es durch eine andere behinderte Person besetzt ist. Diese behinderte Person kommt raus und wird angegiftet, dass sie doch auf ein normales Klo hätte gehen können. Wohlgemerkt mit Assistenzhund plus Rollator ...., wie auch immer das passen sollte.

Hättet ihr anders reagiert, als einfach weiterzugehen?

Angst, Barrierefreiheit, Behinderung, Diskriminierung, Gesellschaft, Streit, Ableismus

Eigenverantwortung vs. Wohlfahrtsstaat

Moin in die Runde,

mir ist seit eniger Zeit etwas aufgefallen und mich interessiert, wie ihr das erlebt.

Ich bin jetzt im September mit meinem Studium fertig, muss aber noch auf das Zeugnis und die staatliche Anerkennung warten, bevor ich in meinen Job arbeiten darf. Die etwa zwei Monate zwischen Studium und Job (habe schon einen in Aussicht) werde ich mit Bürgergeld überbrücken müssen. Trotzdem habe ich mit einen Aushilfsjob gesucht, damit ich nicht so viel Bürgergeld brauche und was sinnvolles tue.

Die meisten Menschen, denen ich das erzähle, haben absolut kein Verständnis dafür, dass ich arbeite, während ich BG bekomme. Oft kommen dann Aussagen wie: Du bist doch behindert, also ist der Staat zuständig, Wieso sollte man arbeiten, wenn man "nur" 100€ anrechnungsfrei verdienen darf...? etc. pp.. Ich bin über dieses Anspruchsdenken erstaunt. Ich denke nicht, dass der Staat vollständig für mein Leben verantwortlich ist. Außerdem finde ich die Ansicht, dass man nicht arbeiten sollte, wenn man nur 100€ behalten darf äußerst egositisch. Aus gesellschaftlicher Perspektive macht es Sinn trotzdem Geld hinzuzuverdienen, da ich dann weniger BG brauche und somit weniger Steuergelder verpulvere. Steuergelder, die hauptsählich von der arbeitenden Bevölkerung getragen werden. BG sollte doch eigentlich nur eine Nothilfe sein für eine kurze Zeit, kein bequemes Auffangnetz.

Sind die Leute in eurem Umfeld auch so "asozial" unterwegs und wollen keine Verantwortung für sich übernehmen oder ist das nur bei mir so?

LG

Arbeit, Geld, Minijob, Arbeitslosigkeit, Behinderung, Gesellschaft, Sozialstaat, Eigenverantwortung, Bürgergeld, Sozialschmarotzer

Rollator für Festivals?

Moin in die Runde,

ich war am WE bei einem Mittelalterfestival, was auch ganz schön war. Das Problem war aber, dass es kaum Sitzmöglichkeiten gab, schon gar nicht im Schatten. Da ich körperbehindert bin, habe ich normalerweise einen Gehstock, aber auf dem kann man nicht sitzen und durch das lange Stehen kann ich umkippen. Jetzt, einen Tag später kann ich mich vor Schmerzen auch kaum bewegen, da ich so viel gestanden bin. Auf dem Festival habe ich aber viele junge behinderte Menschen gesehen, die einen Rollator dabei hatten und sich dann natürlich einfach dort hinsetzen konnten, wo sie gerade wollten.

Nun überlege ich mir auch so einen anzuschaffen. Natürlich auf eigene Kosten, zum Beispiel über Kleinanzeigen, da ich ihn ja nur 3-4 Mal im Jahr auf Festivals nutzen würde. Die Allgemeinheit würde ich wegen sowas also nicht belasten. Dennoch frage ich mich, ob das eine gute Idee ist oder nicht? Rein trainingstechnisch kann man bei mir nichts mehr retten. Länger stehen zu üben wird das Problem also nicht lösen. Kann man einen Rollator ohne Vorkenntnisse nutzen? Gibts was, was man beachten sollte oder sollte ich besser mit so einer Idee den Hausarzt um Rat bitten?

Dass es auch Gehstöcke mit Sitzgelegenheiten gibt, habe ich gesehen, aber die sind mir zu schwer vom Gewicht her, um damit den ganzen Tag durch die Gegend zu laufen.

Wäre für sachlichen Input dankbar.

LG.

Arzt, Behinderung, Gehhilfen, Hilfsmittel, Inklusion, Physiotherapie, Rollator, Teilhabe

Dynamische Behinderung: Wieso denken so viele Leute man sei nicht mehr behindert, wenn man einmal was geschafft hat?

Moin in die Runde,

mir selbst ist es schon oft aufgefallen, aber auch auf Plattformen wie TikTok und Insta berichten immer wieder Betroffene von dem Phänomen:

Ein behinderter Mensch schafft einmal etwas, was er normalerweise nur schwer oder gar nicht machen kann und schon hört er von Bekannten aber teilweise auch völlig fremden Menschen, dass er dann ja nicht so behindert sein kann oder das Hilfsmittel XY doch nicht brauche.

Bspw.: Ein Mensch ist teilweise auf einen Gehstock angewiesen, je nach Tagesform. Da er es seit langem einmal ohne Gehstock geschafft hat einzukaufen, wird sofort behauptet, dass er auf den Gehtsock dann ja gar nicht so angewiesen sei und warum er denn so darauf bestehe ihn an anderen Tagen zu nutzen.

Oder

Ein Mensch mit einem Assistenzhund hat das erste Mal seit Jahren einen Ausflug gemacht und ist ein Fahrgeschäft gefahren. Dazu hat er den Hund kurz 10 Minuten bei jemand anderem gelassen. Ist also ohne Hund mitgefahren. Und promt verstehen einige Menschen nicht mehr, wieso die gleiche Person an schlechteren Tagen auf die Mitnahme des Hundes besteht oder solche Aktivitäten komplett meidet.

Habe es selbst an mir schon beobachtet, dass ich mich teilwesie schwerhöriger stelle als ich bin im Seminarraum, weil ich ansonsten regelmäßig blöde Sprüche gedrückt bekomme, warum ich manches verstehe. Denn dann könne ich ja gar nicht so schwerhörig sein, dass ich eine spezielle Anlage brauche. Wenn ich so tue, als hätte ich es nicht gehört, bekomme ich wenigstens keine blöden Sprüche. Aber gut ist das ja auch nicht. Es ist auch nicht unbedingt was, das man bewusst macht. Man weicht halt irgendwann unbewusst Konflikten aus und hält einfach den Sabbel.

Nun frage ich mich: Ist das Konzept von dynamischen Behinderungen bzw. das Konzept, dass nicht alle Behinderten gleich Vollinvaliden sind so fremd für den Normalo? Versteht ihr was eine dynamische Behinderung ist oder was bräuchtet ihr für Informationen, um es besser nachvollziehen zu können?

Frage einfach, weil ich es als selbst Betroffene gerne verstehen möchte.

LG

Behinderung, chronische Krankheiten, Gesellschaft, Hilfsmittel, Inklusion, Teilhabe, Universität, Ableismus

Findet ihr das übertrieben? Hund meiner Mutter ist distanzlos?

Hallo in die Runde,

ich habe folgendes Problem:

Meine Mutter hat sich vor zwei Jahren einen Hund aus dem Tierheim geholt ( keine Ahnung wieso sie den überhaupt bekommen hat). Dieser Hund (ein Rüde) ist jetzt eben zwei Jahre alt und geht auf alles los, was sich bewegt. Radfahrer, Autos, spielende Kinder, andere Hunde.... you name it. Der Hund hat ungfähr 35cm Schulterhöhe, aber wiegt ziemlich viel und hat ganz schöne Pranken. Meine Mutter kümmert sich unter der Woche kaum um den Hund. Gibt ihn morgens bei meiner Oma ab und kommt am späten Nachmittag wieder. Immer, wenn man ihr dann erzählt wie sich ihr Hund verhalten hat, kommt sie mit Aussagen wie: Ja er wird ja immer missverstanden, oder: Die anderen sind doch Schuld, weil ..... . Meine Oma bekommt schon fast keinen Besuch mehr und hat Schmerzen in der Schulter, weil der Hund so zieht. Außerdem hat der Hund meine Mutter schon mehrfach gebissen. Besonders dann, wenn er korrigiert wird. Der Hund hat einfach keinen Respekt und kennt kein Nein. Als Welpe wurde er schon nach 2 Wochen Eingewöhnung von meiner Mutter über den ganzen Tag alleine im Garten gehalten. Sprich der Hund ist aus meiner Sicht komplett versaut und gestört.

Normalerweise habe ich mit meiner kleinen Hündin (20cm Schulterhöhe) meine Oma immer besucht. Leider ist ja jetzt fast immer der Hund meiner Mutter dort und der lässt meine Mia nicht in Ruhe. Er bedrängt sie, läuft ihr die ganze Zeit hinterher, will sie korrigieren etc pp.. Mir ist das persönlich zu gefährlich, da ich das Gefühl habe, dass der Hund irgendwann mal zubeißt. Und dann würde meine Kleine den Kürzeren ziehen. Sie schnappt schon immer ab, knurrt ihn mittlerweile schon an, wenn er nur in ihre Nähe kommt und rennt dann immer ganz gestresst zu mir. Ich bin im Prinzip nur damit beschäftigt meine Kleine vor diesem Hund zu schützen und mir ihr auf dem Arm irgendwo rumzustehen, weil der Hund meiner Mutter auch einfach überall rauf springt, um an meine Hündin dranzukommen. Einen Chip hat der Hund übrigens auch schon, hat aber nichts geholfen. Es liegt also nicht an den Hormonen.

Beim letzten Mal ist der Hund dann wieder auf meine losgegangen, sodass wir beide Hunde an die Leine genommen und getrennt haben. Als dann meine Mutter von der Arbeit kam, um ihren Hund abzuholen war wieder mal Drama. Ihr Hund würde in der Wohnung nicht angeleint werden blah blah blah. Sofort als sie reinkam hat sie ihren ohne Rücksicht auf irgendwen von der Leine gelassen, sodass ich gerade noch meine Hündin hochnehmen und den Raum verlassen konnte. Sie nimmt überhaupt nicht wahr, dass sie mit ihrem Verhalten die Grenzen anderer Menschen mehr als leicht überschreitet. Bei ihr sind immer alle anderen am Verhalten ihres Hundes Schuld. Und obwohl sie nie da ist, weiß sie immer alles besser und will meiner Oma Vorschriften machen, wie die sich um ihren Hund zu kümmern habe.

Beim letzten Mal habe ich dann die Reißleine gezogen und bin nach Hause gefahren. Mir tut das für meine Oma so unfassbar Leid, weil die ja nun am wenigsten dafür kann und wegen meiner Mutter und ihrem Hund von allen isoliert wird. Aber ich muss auch an meine Mia denken, die auch ein Recht hat nicht ständig angegangen zu werden. Nun komme ich gar nicht mehr zu meiner Oma, wenn der Hund da ist. Was sie natürlich sehr traurig macht. Aber für mich steht die Entscheidung: Ich schütze meine Hündin vor diesem unerzogenen Fifi und da meine Mutter meine und die Grenzen meines Hundes immer wieder überschreitet, komme ich da halt nicht mehr hin. (Meine Mutter hat generell ein Problem mit den Grenzen anderer Menschen/ ich bin mit 13 nicht ohne Grund zu meinem Vater gegangen). Findet ihr meine Reaktion übertrieben?

LG

Tierheim, Tierhaltung, Tierschutz, Hundetraining, Hundeerziehung, beißen, Hundebesitzer, Hundebiss, Hundehaltung, grenzueberschreitung, Knurren

Wieso halten manche Menschen an offensichtlichen Fehlinformationen über Assistenzhunde fest?

Moin in die Runde,

mir sind hier des Öfteren schon zwei User aufgefallen, sie sich gerne zum Thema Assistenzhunde äußern und dabei bewusst falsche Aussagen tätigen, falsche Tatsachen andeuten oder schlicht leicht widerlegbare Aussagen tätigen. Bspw. ein Assistenzhund sei kein medizinisches Hilfsmittel, obwohl diese sowohl gesetzlich, als auch beim Eingliederungshilfeträger und vor Gericht als Hilfsmittel gelten. Siehe BGG §12e:

"(6) Für Blindenführhunde und andere Assistenzhunde, die als Hilfsmittel im Sinne des § 33 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt werden, finden die §§ 12f bis 12k und die Vorgaben einer Rechtsverordnung nach § 12l Nummer 1, 2 und 4 bis 6 dieses Gesetzes keine Anwendung."

Alleine diese Passage lässt schon zu, jeden Assistenzhund als Hilfsmittel zu bezeichnen. EGH finanzieren einen Assistenzhund ebenfalls als medizinisches Hilfsmittel zur sozialen Teilhabe.

Ein weiteres Beispiel ist die Behauptung es gäbe keine begleitete Sebstausbildung mehr. In der AHundV findet sich dazu folgendes:

"§ 7 Fremdausbildung und Selbstausbildung

(1) Die Ausbildung erfolgt als Fremdausbildung oder Selbstausbildung."

Auch wird oft behauptet, dass kleine Hunde wie meiner keine Assistenzhunde seien. Hierzu schreibt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

"Nein. Die Eignung als Assistenzhund hängt nicht von der Hunderasse ab. Es kommt nur darauf an, dass der Hund gesund ist und bestimmte charakterliche Eigenschaften aufweist (siehe dazu die Frage "Eignet sich mein Hund als Assistenzhund nach der AHundV?")."

Diese ganzen Aussagen sind also leicht widerlegbar. Dennoch werden sie hier, aber auch von vielen anderen im realen Leben immer wieder getätigt und viele Assistenzhundebesitzer fälschlicherweise als Lügner betitelt, die ihre Assistenzhunde angeblich faken würden.

Wieso halten so viele Menschen an offensichtlichen Irrtümern und falschen Ansichten fest, obwohl sie nachweislich falsch liegen?

Quellen: BGG §12e, AHundV und Website des BMAS.

Hund, Tierhaltung, Behinderung, Diskriminierung, Inklusion, Psyche, Assistenzhund

Kreuzfahrt mit Hund?

Hallo Leute,

ich würde gerne mit meinem Assistenzhund in einem Jahr (oder zwei ;) ) nach England. Genauer gesagt nach London mit ein paar Tagen aufenthalt. Dort möchte ich den Buckingham Palace und die Harry Potter Studios besuchen.

Da ich schwerbehindert bin, kann ich meinen Assistenzhund nicht zuhause lassen und will es ehrlich gesagt auch nicht. Sie gehört zu mir und hat sich das dann auch verdient nicht alleine gelassen zu werden.

Nun habe ich ,al recherchiert und gesehen, dass AIDA auf einem Schiff der Linien nach England Assistenzhunde gestattet. Auf dem Schiff soll es auch eine Art kleinen Hundeauslauf geben, wo der Hund sich erleichtern kann und schnüffeln kann. Nun wollte ich mal wissen ob hier schon jemand Erfahrungen mit Urlaub in England mit Hund hat und ob schonmal jemand seinen Hund mit auf ein Kreuzfahrtschiff genommen hat. Haben eure Hunde das gut mitgemacht? Kann man das irgendwie üben? Wie habt ihr das mit den Einfuhrbestimmungen für England geregelt? Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, muss mein Hund nicht nur durchgeimpft und als Assistenzhund anerkannt sein, sodern auch eine Entwurmung für Bandwürmer erhalten und das 24 Stunden vor Einreise. Die Kreuzfahrt würde aber 5 Tage eine Tour dauern. Ich könnte meinen Hund also nur 5 Tage vorher beim Tierarzt entwurmen lassen. Die Botschaft konnte mir da leider nichts zu sagen. Eventuell hatte jemand ja das selbe Problem? Alle anderen Unterlagen zur Einfuhr liegen sowieso vor.

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Distanztlose Menschen beim Thema Behinderung

Moin in die Runde,

als junger Mensch mit Behinderung mache ich regelmäßig ziemlich zweifelhafte Erfahrungen mit mir völlig fremden Menschen und bin mir oft auch nicht sicher wie ich in dem Moment reagieren sollte. Oft frage ich mich wie andere wohl reagieren würden und welche Reaktionen überhaupt sozial angemessen wären.

Da wären zum Beispiel folgende Situationen:

Ich bin mit meinem Assistenzhund (in Freizeit = er hat die Weste nicht an) auf dem Weg zur Bushaltestelle. Dabei habe ich auch meinen Rucksack, einen Orangenen Rucksack mit einem Schild, auf. Auf dem Schild steht: Assistenzhund, bitte Abstand halten und Symbole für nicht streicheln, füttern etc.. Einfach, weil erwachsene Menschen es sonst nicht lassen können einen fremden Hund zu füttern oder ungefragt anzugrabschen XD. Plötzlich tippt mich von hinten eine wildfremde Frau an und fragt: "Ist das ein Witz?". Ich drehte mich komplett perplex zu ihr um und weiß erst gar nicht was sie meint. Sie daraufhin erneut: "Ist das mit dem Assistenzhund ein Witz?". Nachdem ich sie gefragt habe warum sie das denkt und wie sie darauf kommt und sie mir mitteilte, dass der Hund nicht aussehe wie ein Assistenzhund, habe ich ihr natürlich gesagt, dass es sich nicht um einen Witz handelt. Daraufhin gingen die distanzlosen Fragen los: Welche Krankheit haben Sie denn? Können Sie denn überhaupt arbeiten? etc.. Ich fand das ganze Mega distanzlos. Ich meine, wer fragt Menschen auf der Straße, die man gar nicht kennt, solche Fragen? Obwohl ich die Frau mehr als problematisch fand, habe ich ihr trotzdem ihre Fragen beantwortet, weil ich auch gar nicht wusste was ich bei so viel Dreistigkeit machen sollte.

Ein anderes Mal saß ich im Bus und ein älterer Herr setze sich zu mir und meinem Assistenzhund und lehnte sich zu mir. Dann fragte er: " Und was stimmt mit Ihnen nicht, dass sie den brauchen?", und zeigt auf meinen Hund. Hab ihm gesagt, dass ich behindert bin und bin dann einfach ausgestiegen. Fand die Art und Weise wie er gefragt hat auch irgendwie mega unhöflich.

In einer Vorlesung habe ich mal einer Gastdozentin mein Mikrofon gegeben, welches direkt in meine Hörgeräte streamt, sodass ich sie verstehen konnte. Das ist im Audimax immer ein bisschen schwierig sonst. Sie hat das Mikro auch entgegen genommen, aber nicht ohne vor versammelter Mannschaft zu fragen was denn mit meinen Ohren nicht stimme und welche Krankheit ich denn habe. Hab nur geantwortet: Keine Ahnung und mich hingesetzt. Sie hat dann nicht weiter nachgefragt, aber es war halt maximal unangenehm, wenn etwa 150 Kommilitonen gebannt zuhören.

Wieder ein anderes Mal stand ich mit Assistenzhund an unserer Apotheke an, die Schlange reichte bis nach draußen ins Einkaufszentrum. Dort waren Haustiere nicht erlaubt. Mein Assistenzhund trug aber seine Arbeitskleidung. Wutentbrannt kam dann ein alter Mann auf uns zu, baute sich vor mir auf und blaffte mich lautstark an, dass ich ja gar nicht blind sei... . Zur Info: Mein Hund ist 20 cm groß, also sichtbar kein Blindenhund. Habe dem Mann dazu nur gesagt, dass man nicht blind sein muss, um einen Assistenzhund zu haben. Er verlangte daraufhin, dass ich ihm meinen Behindertenausweis zu zeigen habe, um ihm (einem anderen Kunden, kein Sicherheitsbeamter) zu beweisen, dass ich behindert sei. Ich habe ihn stehen lassen und bin einfach weitergegangen.

Bei all diesen Situationen frage ich mich aber, wie ich in Zukunft besser mit sowas umgehen kann, oder wie man damit überhaupt sozial angemessen umgehen kann. Ist das eurer Meinung nach überhaupt möglich? Habt ihr ähnliche Situationen erlebt?

Versteht mich bitte nicht falsch: Ich werfe den Menschen nicht generell Böswilligkeit vor. Naja, außer dem Opa bei der Apotheke vielleicht ;). Aber trotzdem sind diese Verhaltensweisen der Menschen doch extrem distanzlos.

Behinderung, Gesellschaft, Öffentlichkeit, Sozialverhalten, Teilhabe, Assistenzhund

Katzenomi als Notfell aufgenommen. Ich habe Fragen?

Guten Abend in die Runde,

ich habe spontan über Ostern eine 15 Jahre alte Katzendame bei mir aufgenommen (war dringend). Da das ganze maximal ungeplant war, bin ich natürlich ein blutiger Anfänger bei Katzen, vor allem bei so alten Exemplaren ;) . Der einzige Grund, warum ich sie so spotan bei mir aufgenommen habe war, dass sie mich noch aus ihrer Jugend kannte und ich die einzige Person bin, von der sie sich hochnehmen lässt (sie ist sehr eigen). Wieso sie aus ihrem Zuhause weg musste, möchte ich jetzt nicht weiter thematisieren. Nur so viel: Ihr geht es nach zwei Tagen bei mir schon deutlich besser als dort, wo sie zuvor verwahrt wurde.

Nun zu meinen Fragen:

Laut Vorbesitzer der Katze trinkt sie extrem viel und pinkelt dann wohl auch extrem viel. Bei mir hat sie jetzt ungefähr 300 ml Flüssigkeit zu sich genommen (am Tag und Nassfutter miteingerechnet). Pinkeln tut sie etwa 4-6 Mal am Tag. Ich persönlich konnte da jetzt nichts super Ungewöhnliches beobachten, außer, dass sie hauptsächlich nach dem Fressen Brandt bekommt. Ich muss aber dazu sagen, dass ich sie ganz schön fett finde. Sie hat wohl beim Vorbesitzer auch Dinge vom Tisch und Erdnussflips bekommen ..... . Naja. Wieviel trinken und pinkeln ist für eine 15 jährige Katze normal? Und trinken die immer so viel nach dem Fressen?

In zwei Wochen wollte ich mit ihr sowieso zum Tierarzt und sie mal durchchecken lassen, denn einen Tierarzt hat sie das letzte Mal als Kitten gesehen. Da ich sie aber nicht extrem stressen will, wollte ich warten bis sie zu mir eine engere Bindung aufgebaut hat. Sie schläft ziemlich viel, ist ansonsten aber normal. Wie kriegt man eine Katze zum Tierarzt ohne ihr extremen Stress zu verursachen? Gibt es da Tipps was ich tun kann, um ihr die Reise da hin und den Besuch zu erleichtern?

Nun meine dritte und letzte Frage:

Sie bekommt seit sie klein ist Felix Nassfutter. Ich habe aber gelesen, dass dieses Futter Müll sein soll. Außerdem bekommt sie immer noch das normale und nicht das Seniorenfutter. Kann man eine so alte Katze noch umstellen oder sollte man das jetzt einfach so laufen lassen? Und wenn man sie umstellen kann, wann kann ich damit anfangen, damit es nicht zu viel Veränderung auf einmal ist?

Danke für alle Tipps.

artgerechte Haltung, Tierarzt, Tiermedizin, Hauskatze, Katzenernährung, Katzenfutter, Katzenhaltung, Katzenverhalten, Tiergesundheit, Alte Katze, Futterumstellung

Stromabrechnung plötzlich 6 Fach erhöht?

Moin in die Runde,

ich habe heute Morgen meine Jahresabrechnung der Stadtwerke im Briefkasten gehabt und ehrlich gesagt damit gerechnet entweder etwas zurück zu bekommen oder zumindest nicht viel drauf zu zahlen. Nun der Hammer: Ich solle doch bitte 1000€ nachzahlen. Laut der Rechnung hat sich mein Stromverbrauch 6 Fach erhöht. Wie das passiert sein soll, kann ich mir nicht erklären. Weder habe ich neue Geräte, noch bin ich oft zuhause. Ich habe nicht mal einen Fernseher. Die einzigen Geräte, die bei mir laufen sind der Kühlschrank, der Gefrierschrank und ab und zu mal Herd und Waschmaschine. Ansonsten nur Handy laden und ab und an mal ein kleines Licht am Abend.

Ich wohne zur Zeit in einer Einraumwohnung und hatte die Jahre vorher auch nie einen hohen Verbrauch. Kurzzeitig wohnte ich auch mal in einer 3- Raum- Wohnung mit drei simultan laufenden Aquarien. Da habe ich auch weniger verbraucht als mit jetzt unterstellt wird. Die Aquarien habe ich jetzt aber auch nicht mehr.

Angeblich wurde der Zählerstand dieses Jahr abgelesen. Ich habe aber hier keinen Ableser gehabt und auch aus dem Haus hat den wohl niemand reingelassen. Das lässt mich doch etwas verwirrt zurück. Eine Aufforderung zum Ablesen habe ich auch nicht bekommen und könnte ich auch gar nicht, da ich behindert bin und die Zähler für mich damit nicht einfach so zugänglich. Letztes Jahr wurde bereits geschätzt, obwohl ich dem widersprochen habe. Da hieß es auf einer Karte im Briefkasten, dass der Ableser da gewesen wäre, aber keiner im Haus gewesen sei. Datum und Uhrzeit meiner angeblichen Abwesenheit standen aber nicht auf der Karte. Ich habe dieser Schätzung dann mehrfach schriftlich widersprochen. Eine Reaktion der Stadtwerke blieb aber aus. Soweit ich weiß, habe ich mich in meinem Vertrag auch nicht zum Selbst- Ablesen verpflichtet.

Ich habe der Rechnung jetzt erstmal widersprochen. Trotzdem bin ich maximal verwirrt über so eine Rechnung. Hat jemand von euch sowas schon mal erlebt? Konntet ihr da noch was rumreißen?

Danke schonmal.

Finanzen, Wohnung, Technik, Strom, Stromverbrauch, Stromrechnung