Nachzahlung oder nicht? Bin ich im Recht?

Hi, ich hatte folgenden Emailverkehr mit meinem Arbeitgeber:

ICH: 15.01.2021

Sehr geehrte Frau …,

Aus der Mail vom 21.10.2015 von Frau… geht hervor, dass eine Höhergruppierung von Stufe 2 in Stufe 3 am 01.03.2016 erfolgte.

Demnach müsste ich mich seit 01.03.2020 in Stufe 4 befinden. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich noch in Mutterschutz (jedoch nicht in Elternzeit), der meines Wissens nach mit angerechnet wird.

Laut Lohnabrechnungen/Jahresabrechnung befinde ich mich jedoch immer noch in Stufe 3.

Das würde dann theoretisch eine rückwirkende Höherstufung bedeuten.

Liege ich mit meiner Rechnung richtig? 

Freundliche Grüße 

ANTWORT: 12.01.2022

Sehr geehrte Frau…

Wir haben ihren Fall geprüft und können Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, dass Sie seit März 2020 den Anspruch auf die Stufe 4 Ihrer Entgeltgruppe haben. Eine Nachzahlung hierfür erfolgt mit der nächsten Gehaltsabrechnung.

ICH: 31.01.2022

Sehr geehrte Frau …,

Sie schrieben, dass eine Nachzahlung mit der nächsten Gehaltsabrechnung erfolge.

Das Gehalt für Januar 2022 habe ich letzte Woche Donnerstag auch erhalten. Leider konnte ich jedoch keine Nachzahlung feststellen. Wann kann ich damit rechnen?

Mit freundlichen Grüßen.

ERST NACH MEINER EMAIL IN DER ICH NACHGEFRAGT HABE, KAM DIESE MAIL.
IST DAS RECHTENS?:

ANTWORT: 01.02.2022

Gem. § 20 MuSchG (Zuschuss zum Mutterschaftsgeld) besteht für die Zeit der Schutzfrist Anspruch auf einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld von Seiten des Arbeitgeber.

Als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld wird das durchschnittliche kalendertägliche Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor Beginn der Schutzfrist gezahlt.

Da Sie sich ab 02.02.2020 in Mutterschutz befanden, wurden die Monate November 2019 – Januar 2020 für die Berechnung des Zuschusses zu Grunde gelegt.

In dieser Zeit befanden Sie sich noch in der Stufe 3 Ihrer Entgeltgruppe. Daher erfolgt keine Nachzahlung.

Recht, Lohnabrechnung, Mutterschutz, Mutterschutzgesetz, Öffentlicher Dienst, Tarifrecht, Tarifvertrag, Verwaltung, Höhergruppierung
Wäre eine Gehaltserhöhung möglich - Tarifvertrag?

Hallo,

nächste Woche findet ein wichtiges Gespräch - welches ausschlaggebend für meine berufliche Zukunft sein wird - statt.

Kurzfassung: Ich arbeite seit 5 Jahren in einer Bäckerei. Laut den Aussagen meiner Kollegen und Kunden, als auch meines Vorgesetzten, leiste ich sehr gute Arbeit. Ich bin lediglich als Verkäuferin eingestellt, übernehme aber viele Aufgaben welche i.d.R Filialleitungen machen. Bin sehr sehr selten krank - in 5 Jahren 2 Wochen und bin auch sonst immer stets zu fahrlässig.

Ich verdiene aktuell etwas über 10,00€. Wir haben ca 30 Filialen und bei uns gilt ein hauseigner Tarifvertrag.

Von diesen Geld kann man (über)leben.

Nun wurde mir ein neue Arbeitsstelle angeboten, wo ich 12,50/h verdienen würde - was sich super anhört. Das Arbeits-Stress-Pensum wäre viel geringer und allgemein wäre es ein schöner Job.

Würde ich da nicht an dieser Bäckerei hängen. Wobei, eher an diesen tollen Team und den Menschen herum.

Meine Frage:

Könnte mir mein Vorgesetzter mehr Geld zahlen, obwohl im hauseigenen Tarifvertrag geregelt ist wie viel jeder bekommt?

Das wäre für mich sehr wichtig zu wissen. Das Thema Gehalt steht bis oben bei den mir bevorstehenden Gespräch mit ihn. Ich verlange jetzt nicht den gleichen Stundenlohn wie bei der mir angebotenen Stelle, aber auf 11,50€ müsste es mindestens gehen. Weis nicht ob das zu viel verlangt wäre.

Wären 1,30€ mehr wie bisher.

Was meint ihr?

Tarifvertrag, Gehaltsverhandlung, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro

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