Bis jetzt keine Einladung zu Hochzeit im Juli?

Hallo,

eine Freundin von mir heiratet Anfang Juli. Bis jetzt habe ich keine Einladung erhalten. Mir wurde mündlich Anfang des Jahres gesagt, dass ich eingeladen sei. Von den Trauzeugen wurde ich auch wegen eines Gruppengeschenks Anfang des Jahres angeschrieben (ein Geschenk, für das man kein Geld ausgeben musste und an dem ich mich auch beteiligt habe).

Im April habe ich meine Freundin per WhatsApp gefragt, was man ihr denn schenken könne und keine Antwort erhalten. Bis jetzt habe ich keine schriftliche Einladung erhalten, ich wüsste also gar nicht, wann und wo genau. Ich hab mir das Wochenende natürlich frei gehalten, aber find es wird langsam etwas spät für die Einladungen.

Auf jeden Fall weiß ich jetzt nicht, wie ich mich verhalten soll. Mir ist es ehrlich gesagt relativ wurst, ob ich zu der Hochzeit eingeladen bin oder nicht. Wenn die Braut sich entschieden hat, mich auszuladen (kein Plan, warum - doch zu groß geplant oder weil ich mal vor Jahren ein paar fruchtlose Dates mit einer Sandkastenfreundin der Braut hatte, wobei ich das ziemlich albern fände, da ihr das nichts neues ist), dann wäre das okay für mich. Eine Hochzeit zu planen ist mehr als stressig und an dem Tag soll es um die Braut gehen - ich wäre der letzte, der da wie auch immer Drama machen würde. Wenn sie mich nicht mehr dabei haben will/kann, würde das für mich an den Freundschaft nichts verändern.

Aber wie verhalte ich mich nun? Nachfragen? Oder ist das Fehlen einer Einladung eindeutig genug und ich sollte es darauf beruhen lassen?

Verhalten, Freundschaft, Hochzeit, Gäste, Hochzeitsfeier, Freunde, Einladung, Etikette, Liebe und Beziehung, Rat
Wieso laufen soviele Asoziale rum?

Gestern war nur ein einziger Tag und alleine auf dem Weg in die Arbeit, von der Arbeit nach Hause und auf dem Weg zu einem Kunden gab es drei solcher Sachen:

Auf dem Weg in die Arbeit fuhr ich mit dem Bus. Steigt ein 60-jähriger Mann ein und beschimpft die anderen Fahrgäste, dass ihm "alle im Weg stehen" und "Geht zur Seite!", "Macht Platz!", "Hier kommt ja kein Mensch durch!", "Seid ihr doof oder was?"... 5 Stationen lang hat der rumgebrüllt, dabei war der Bus so voll, dass es unmöglich gewesen wäre, dass ihm die Leute mehr Platz machen...

Dann war ich am frühen Nachmittag mit dem Dienstwagen zu einem Kunden unterwegs. Vor mir auf der Straße fährt ein T-Roc im Schneckentempo. Also überhole ich. Als ich auf Höhe des anderen Fahrzeugs bin, tritt der auf einmal aufs Gas, so dass mich beinahe der Gegenverkehr erwischt hätte, wenn ich nicht Vollgas gegeben und mich rasch vor ihm eingeordnet hätte. Daraufhin zeigt er mit den Stinkefinger, hupt mich drei Minuten lang an und betätigt die Lichthupe. Als wir Kilometer weiter an einer Kreuzung zum Stehen kamen, bemerkte er, dass ich wieder vor ihm stand, also hupte er erneut... alles wegen der Situation vorhin, die er durch sein plötzliches Gasgeben provoziert hatte.

Am Abend dann fahre ich wieder mit dem Bus nach Hause, sitzen vor mir zwei junge Mädchen. Essen im Bus ihre Jause und lachen darüber dass sie "Wenn sie essen und trinken wenigstens keine Maske tragen müssen." Wow... als wäre das nicht genug, haben sie dann angefangen, ihre leeren Pommestüten und Pappbecher mit Cola-Resten dem Fahrgast vor ihnen zuzuschieben. Die leere Tüte steckten sie zwischen dem Sitz durch unter seine Jacke und den leeren Becher schoben sie so am Boden hin, dass er am Tragegurt seines Rucksacks hängen blieb.

Woran liegt es, dass quer durch alle Altersschichten sich viele so asozial und aggressiv verhalten? Alles nur wegen Covid? Oder ist das schon ein längerer Trend?

Ich finde es momentan so unglaublich anstrengend mit den Menschen rundherum...

Menschen, miteinander, zusammenleben, Psychologie, Etikette, Gesellschaft, Soziales, asoziales Verhalten
Verhalten auf Beisetzung?

Hallo,

die Frage mag ggf. sehr dumm sein, aber ich war als Erwachsener noch nie auf einer Beisetzung. Als Kind natürlich schonmal, aber da war ich 9 Jahre alt und da musste ich einfach nur neben meiner Mutter sitzen/stehen/gehen.

Meine Oma ist gestorben und diese Woche ist die Beisetzung und ich weiß nicht, wie ich mich da genau verhalten soll/muss. Da gibt es gleich mehrere Fragen:

  1. Ich habe immer ein sehr enges Verhältnis zu meiner Oma gehabt, schon als kleines Kind bis zum Ende, sie war schon eher wie eine zweite Mutter für mich. Mit dem Rest der Familie habe ich aber nichts zu tun und will es jetzt noch weniger (ich mache ihren Kindern einige Vorwürfe, daran das sie überhaupt gestorben ist). Nun weiß ich schon, dass die Familie in den ersten Reihen zusammensitzt, ich will aber ungern mit denen dort zusammen sein. Ich weiß aber auch, dass meine Oma sehr viel Wert auf Anstand und solche "Pflichtverhaltensweisen" gelegt hat. Die Frage dazu: Sollte ich da nun trotzdessen bei den anderen sitzen/stehen oder ist es auch in Ordnung wenn ich einfach am Ende des Raums für mich bin?
  2. Wie ist das mit Blumen? Gibt es da bestimmte Blumen die man mitbringt oder bringt man überhaupt Blumen mit oder lässt man einen Kranz vom Floristen bringen? Wie genau läuft das?
  3. Ich weiß noch als Kind, dass jeder nochmal an das Grab herantritt um sich zu verabschieden. Gibt es da eine bestimmte Reihenfolge an die man sich hält?
  4. Falls ihr sonst noch hilfreiche Tipps habt, nehm ich die natürlich auch gerne.

P.S.: Ich frag ganz bewusst im Internet unbekannte Leute, weils mir irgendwie unangenehm ist, das nicht zu wissen. Ich hab das Gefühl alle wissen was zu tun ist, außer mir...

Ich danke für ernsthafte Beiträge.

Verhalten, Tod, Christentum, bestattung, Beerdigung, Etikette, Bräuche und Sitten
Welche Regierungspartei würde sowas unterbinden?

Gestern fuhr ich mit der Straßenbahn. Alles vollbesetzt, mit alten Leuten, Arbeitnehmern auf dem Nachhauseweg, Schülern, Müttern mit Kinderwagen usw.

Auf einmal steigen 4 Typen ein. Keiner einen Mundschutz auf. Versiffte Klamotten. Dafür jeder eine Flasche in der Hand. Vodka, Bier und Schnaps. Der eine köpfte die Flasche an der Sitzlehne, der andere warf den Verschluss drei Meter durch die Bahn. Dann prosteten sie sich lautstark zu. Machten sich über die irritierten und verängstigten Blicke der Mütter mit ihren Kindern und der alten Leute lustig. Fingen an, laut zu pfeifen und Lieder zu trällern. Nach 5 Haltestellen stiegen sie aus. Dabei warf einer seine nur halb geleerte Bierflasche in die Bahn, so dass es spritzte.

Ich hab es satt, dass solche asozialen Leute hierzulande ungestraft die Bürger schikanieren dürfen.

Meine Frau stammt aus Thailand. Bangkok hat 10 Millionen Einwohner und dennoch hat sie dort noch nie etwas ähnliches erlebt. Dort stellen sich die Menschen bei einer Haltestelle millimetergenau auf Bodenmarkierungen, damit die anderen Fahrgäste ohne Probleme ein- und aussteigen können. In der Bahn wird nur gedämpft gesprochen, der Blick bleibt gesenkt und man versucht, seinen Mitmenschen nicht auf die Nerven zu gehen.

Das wünsche ich mir auch hier, natürlich ohne die Militärdiktatur. Ginge das bitte?

Menschen, Politik, Psychologie, Benimm, Etikette, Gesellschaft, Soziales
Ausdrucksweise/ Wortschatz von Kindern und Jugendlichen heutzutage?

Mein Anliegen richtet sich an alle Altersklassen, welche hier vertreten sind. Ich freue mich über Einschätzungen allerseits und jeder Generation.

Mir geht es um die Ausdrucksweise/den Wortschatz, welcher heutzutage Anwendung findet. Ich selbst finde es schön, wenn sich jemand gewählt ausdrücken kann, jedoch habe ich den Eindruck, die Kinder, Jugendlichen und mittlerweile auch Erwachsenen verfügen heutzutage über einen sehr abgespeckten Wortschatz.

Aufgefallen ist mit es extrem, als ich anfing meinem 4-jährigen Kind Hörspiele und Bücher vorzustellen, welche ich früher (80/90er) konsumiert hatte. Die Texte sind anspruchsvoll und nicht kindlich umschrieben.

Abgesehen davon, dass ich die Geschichten inhaltlich schöner und lehrreicher empfinde, ist mir aufgefallen, dass die Wortwahl in diesen älteren Medien viel mehr Wörter (welche ich heute LEIDER ebenfalls nicht mehr verwende) beinhalten.

Bereits beim Formulieren dieser Frage wird mir bewusst, dass ich so normal niemals sprechen würde, aber bei einem solchen Thema auf keinen Fall die Umgangssprache verwenden sollte. Fazit: In schriftlicher Form gelingt es. Mündlich eher ausreichend.

Ich finde es sehr schade, dass unsere schöne Sprache so abgewertet wird. Fast alle Artikel gibt es nun auch in leichter Sprache.

Was ist eure Meinung hierzu? Läuft man Gefahr, Außenseiter zu werden, wenn man sich gewählt ausdrücken kann oder könnte es dich vielleicht sogar rückläufig entwickeln, sprich neuer Trend werden, sich im Alltag besser ausdrücken zu können? Schließlich dachte auch nie jemand daran, dass bauchfrei, Schlaghosen und Plateau-schuhe wieder in sind und vegetarisch oder vegan hatten sich früher höchstens die Hippies ernährt..kaum denkbar, dass bewusst leben heute so "IN" ist.

Ich freue mich auf zahlreiche Antworten von Euch und bis dahin versuche ich weiterhin meinen Teil zur Kultivierung unserer Sprache bei meinem Kind und mit zu auszuüben (im angemessenen Rahmen)

LG

Kinder, Schule, Sprache, Bildung, Jugendliche, Kommunikation, Ausdruck, Ausdrucksweise, deutsche Sprache, Etikette, Generation, Germanistik, Jugend, Kinder und Erziehung, Umgangsformen, Umgangssprache, Wortschatz, Umgangston, Rethorische Mittel, umgangssprachlich, Generation Z
Wieso trifft man so oft auf asoziale Leute?

Als ich heute morgen zur Arbeit fuhr, hatte ich im Abstand einiger Haltestellen zwei Situationen, die ich so eigentlich nicht okay fand.

Das erste war eine junge Mutter mit ihrem Kind. Das Kind saß auf dem Platz nahe der Tür und es war sehr voll. Eine ältere Dame stieg ein, und sagte zu dem Kind, das keinerlei Anstalten machte, sich zu erheben "Würdest du bitte den Platz frei machen? Du siehst doch, dass ich nicht gut gehen kann?", daraufhin mischte sich die Mutter des Kindes ein und meinte "Wie reden Sie mit meinem Kind? Wenn sie so gebrechlich sind, bleiben sie halt zuhause und fahren Sie nicht zur Stoßzeit!" Daraufhin schüttelte die alte Frau den Kopf und schimpfte, die Mutter beleidigte auch nochmal weiter...

Ein paar Minuten später, als sich das gelegt hatte, stieg ein Mann mit einem nicht angeleinten großen Hund ohne Maulkorb ein. Als er einige irritierte Blicke bemerkte, sagte er laut "Probierts halt mich rauszuschmeißen. Schmeißt lieber die drecks K*nacken raus." und dann, an seinen Hund gewandt "Du und ich, wir mögen keine K*nacken, gell?"

Keiner traute sich etwas zu sagen, da der Typ so unzurechnungsfähig aussah.

Irgendwie kommt mir vor, dass es mit jedem Tag schlimmer wird in der Gesellschaft. Hab schon gar keine Lust mehr, das Haus zu verlassen, weil überall nur Irre rumlaufen.

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Überführung Verstorbener 19.Jhd und anschließende Trauerzeit?

Guten Morgen liebe Community

Konkretes Beispiel für eine Kurzgeschichte die 1880 spielen soll:

Ein Mitglied einer gut gestellten Familie des viktorianischen Englands kommt in Indien ums Leben. (Malaria). Hätte diese Person direkt in Indien ein Grab bekommen oder wäre sie in die Familiengruft nach England überführt worden?

Und: Da Schifffahrten zu dieser Zeit ja elend lang dauerten:

Hätte man den Toten für diese Zeit in irgendeiner Form konserviert? Oder faulte er in seinem Sarg so vor sich hin und stank das ganze Schiff voll?

Andere Frage die dazugehört, die ich aber nicht für einen neuen Beitrag aus dem Zusammenhang reissen will:

Angenommen die Person wurde tatsächlich überführt: Laut Netz dauerte die Trauerzeit für Eltern ein Jahr, für Geschwister 6 Monate. Wenn wir jetzt von 6 Monaten ausgehen die das Schiff braucht bis es mit dem Toten in England ist, ist ja im Grunde die gesamte Trauerzeit schon rum, bzw. fast rum. Verlängert diese sich nach der Beerdigung?Mit anderen Worten: Ab wann galt es in diesem Fall als schicklich sich nach der Beisetzung in der Gesellschaft zu zeigen und die schwarze Kleidung abzulegen?

Ich möchte möglichst historisch korrekt sein. Also bitte direkt auf den Beispielfall beziehen. Und wenn irgendetwas überhaupt nicht zusammenpasst, wäre ich auch dankbar wenn man mich darauf Aufmerksam macht.

Danke schonmal!

Geschichte, bestattung, Etikette, Gesellschaft, Historie, Viktorianisches Zeitalter

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