Ist es wirklich ungerecht, dass Hartz4 Kinder 80% ihres Gehaltes abgeben müssen, wenn sie mehr als 100€ im Monat verdienen?

Ich bin auf einen Artikel gestoßen, in dem eine Junge Dame über die aktuelle oben genannte Regelung klagt.

https://mobil.stern.de/wirtschaft/job/17-jaehrige-tochter-von-hartz-iv-empfaengerin-klagt---der-staat-zwingt-mich-dazu--arm-zu-bleiben--8351238.html

Ich bin sehr erstaunt darüber, dass es für viele junge und nicht ganz so junge Menschen eine Selbstverständlichkeit ist einen Obdach, Kleidung, Essen und eine kostenlose medizinische Versorgung zu erhalten ohne dabei Gegenleistung erbringen zu müssen. Es gibt nur sehr wenige Länder in welchen die "armen" Menschen ein solches Priveleg haben.

Auch bin ich darüber sehr verwundert, dass sich diese Menschen auch noch beklagen, dass ihnen zu viel Geld abgezogen wird, wenn sie etwas mehr als 100€ verdienen. Da lohnt sich angeblich die ganze Arbeit nicht.

Ich denke, dass die Arbeit jedes Euro wert ist, ganz besonders dann, wenn man damit denjenigen entlastet, der einem ein sozial verträgliches Leben und den Lebensraum ermöglicht und finanziert. Dem Steuerzahler. Auch als Steuerzahler mit einem Einkommen hat man seine teilweise heftigen Abzüge, die sehr viele ebenso als ungerecht empfinden. Ohne dieser Abzüge, die unter anderem der Versorgung der Hartz4-Empfänger dienen, bekämen sie ihre Möglichkeit auf einen Eigenheim und die Erfüllung einiger Wunschträume. Diese Möglichkeit wird ihnen ebenso genommen.

Ich bin kein Mensch, der ein soziales Miteinander ablehnt. Jeder Bedürftiger soll von meinem Steuergeld profitieren. Jedoch empfinde ich es wiederum als ungerecht, wenn sich derjenige beklagt, dass er für seine eigene Existenzsicherung mit anpacken muss.

Wie sieht Ihr die Sache? Hat das Mädchen recht mit ihren Klagen und Vorwürfen?

Vielen Dank im Voraus für Eure ehrliche Meinung!

Kinder Deutschland Armut ALG 2 ALG II Gesellschaft Hartz IV Soziales Sozialhilfe Wirtschaft und Finanzen
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Kann man von Rassismus sprechen, wenn Ausländer sich abwertend in Deutschland über Deutsche äußern?

Letzte Woche, als es so heiß war, fuhr ich mit meiner Familie zum Baggersee. Da dieser sehr gut besucht war, hatte ich deshalb meine Schwierigkeiten einen Parkplatz für mein Auto zu finden.

Plötzlich sah ich ein Auto, dass gleich zwei Parkplätze schrägstehend belegte. Ich konnte mich zwar mit Mühe und Not noch reinquetschen, streifte aber die rechts liegenden Hecken (was dem Autolack nicht gut tat) und hatte meine Probleme beim aussteigen, weil ich ja das Auto von dem Parkschwachmaten nicht beschädigen wollte.

Verärgert schrieb ich auf einen Zettel "Egoist" und steckte dem Parkschwachmaten an die Windschutzscheibe.

Als ich zurück kam fand ich den selben Zettel ergänzt mit weiterem Inhalt an meiner Windschutzscheibe. Was da Stand könnt ihr dem Foto entnehmen.

Meine Frage ist: "Kann man dies als eine rassistische Äußerung betrachten? Schließlich beschimpfte mich der Parkschwachmat als" deutsche Kartoffel" ohne überhaupt zu wissen, ob ich ein Deutscher bin. Ist denn die deutsche Kartoffel besonders abwertend als einfach nur eine Kartoffel, oder als eine sagen wir mal belgische Kartoffel?

Klar. Im ersten Augenblick musste ich über den Inhalt des Zettels erstmal lachen. Später stellte sich mir die Frage, ob so eine Aussage als rassistisch gewertet werden könnte.

Was meint ihr dazu?

Deutschland Recht Psychologie Ausländer Diskriminierung Gesellschaft Rassismus
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Findest du es richtig, dass Spätaussiedler die deutsche Staatsbürgerschaft automatisch erlangen?

Die Meinung der Öffentlichkeit dient meinem persönlichen Interesse.

Ich habe in letzter Zeit einige kritische Presseberichte in Bezug auf Spätaussiedler und im speziellen auf Russlanddeutsche gelesen und auch einige Fernsehberichte angeschaut.

Ganz besonders hat mich die Doku „DEUTSCHLAND – HEIMAT – FREMDES LAND“ des Ersten deutschen Senders zum nachdenken angeregt.

Ich muss für mich feststellen, dass die meisten kritischen Presseberichte ziemlich klischeehaft und oberflächlich sind. Der Fokus liegt meist pauschal auf den russlanddeutschen Spätaussiedlern, obwohl es auch genügend Gleichgesinnte bei der in Deutschland geborenen Bevölkerung und anderen Zuwanderern gibt.

Und es wird tatsächlich die Inanspruchnahme des persönlichen Grundrechts, der Meinungsfreiheit zwar nicht verwehrt, dafür aber reichlich kritisiert.

Russlanddeutschen wird oft Intolleranz, Rassismus und die Führung einer Parallelgesellschaft pauschal vorgeworfen.

Gelegentlich trifft man auch auf Kommentare von Menschen, die sich sogar gegen die deutsche Verfassung stellen und verlangen, dass man den Russlanddeutschen die deutsche Staatsbürgerschaft verwehren bzw. sie ihnen nicht "schenken" sollte.

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/deutschland-heimat-fremdes-land-100.html

Wie findet ihr das?

Sind solche Forderungen gerechtfertigt?

Bitte begründet auch eure Meinung, ganz egal wie diese ausfällt.

Vielen Dank für eure Ehrlichkeit!

P.S. Falls es für jemanden eine wichtige Rolle spielt, ich selbst bin ein vor langer Zeit nach Deutschland zugewanderter Russlanddeutscher und somit betrifft mich dieses Thema auch persönlich.

Deutschland Politik Deutsche Einbürgerung Grundgesetz Russlanddeutsche Spätaussiedler Staatsangehörigkeit Staatsbürgerschaft Philosophie und Gesellschaft
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