Ist die Bezeichnung "Down Syndrom" diskriminierend?

Ist die Bezeichnung „Down Syndrom“ diskriminierend?

Auch wenn ich es durchaus gestern, verstanden habe, dass die Mongolen offensichtlich ein Problem damit gehabt haben, dass Dr. Down 1866 versucht hatte, seine Behinderten mit dem Vergleich mit anderen Völkern aufzuwerten, frei nach dem Schema „Alle Menschen sind gleich an Recht und Würde“, so muss ich sagen, ist das, was hierauf erfolgte für mich fast noch diskriminierender.

Da stimmt doch allen Ernstes die WHO 1966 zu, dass man die Krankheit die man bis dahin als Mongolismus bezeichnet hatte, also möglicherweise wirklich keinen optimalen Namen trug, in weiterer Folge als Down-, also Hinunter- oder Unten-Syndrom bezeichnen soll.

Für mich ein Ausdruck für Menschen zweiter Klasse. Oder minderwertiges Leben.

Etwas also, dass die Nazis zu ihrem Eutanasie-Programm veranlasste.

Und seitdem man die Krankheit nun Down-Syndrom nennt, steht fest, dass Behinderte Menschen immer Menschen zweiter Klasse bleiben werden. Letztendlich keine Chance auf ein gleichwertiges Leben haben dürften.

Weil sie ja angeblich „Down“ sind.

Der Grund, warum ich diese Bezeichnung ablehne.

In meinen Augen also eine Entscheidung, welche Artikel 1 und Artikel 2 der allgemeinen Menschenrechtscharta für behinderte Menschen sprengt.

Und sich leider, gerade weil es einen Rechtsstreit um den Namen der Krankheit gegeben hat, auf alle Arten von Behinderung überträgt.

Behinderte gelten dann eben als „down“.

Zugegeben: Der Arzt konnte nichts dafür, dass er so hiess.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass genau das einer der Gründe dafür war, warum dieser seinen Namen im Namen der Kranheit nicht verewigt sehen wollte.

Und ganz ehrlich, dass ist auch der Grund, warum ich mich weigere von einem „Down-Syndrom“ zu reden.

Ich möchte behinderte Menschen nicht diskriminieren.

Weil ich mir denke:

Auch Behinderte haben ein Recht auf gleichwertiges Leben.

Findet Ihr nicht?

Sprache, Krankheit, Down-Syndrom, trisomie-21
5 Antworten
Warum haben viele Menschen Angst vor der sogenannten künstlichen Intelligenz (KI)?

Moin!

Schon lange stelle ich mir die Frage, warum Menschen Angst vor der sogenannten künstlichen Intelligenz haben, also vor automatisierter Informationsverarbeitung.

Ich meine was wäre so schlimm daran, wenn beispielsweise in der Pflege Roboter zum Einsatz kommen, oder im Krieg Waffen automatisiert schießen, oder ein Roboter operiert und so weiter.

Beispielsweise könnte man diese Technik auch zur Früherkennung bei behinderten Embryonen einsetzen, die dem Arzt dann ein Feedback gibt, was für Risikofaktoren das Kind haben wird und ob man es abtreiben sollte oder nicht.

Man könnte eine gesündere Gesellschaft schaffen rein ohne Behinderungen wie das Down Syndrom, dabei würde man ummengen an Pflegeplätzen, kosten und Zeit sparen! Die KI soll natürlich nicht alleine entscheiden, sondern dem Arzt eine Hilfe geben!

Versteht mich nicht falsch ich hab nichts gegen behinderte, aber es wäre mir lieber man würde diese von Anfang an ausmerzen, um leid zu sparen und vor allem Geld.

Bargeld braucht man dann auch nicht mehr, sondern das Geld sind "Daten", die in riesigen Clouds gespeichert sind.

Autonomes Fahren und Fliegen (beim fliegen gibt es immernoch einen Pilot), das würde die Unfalltoten drastisch senken.

Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht für die Abschaffung der eigenen Individualität und Intelligenz.

Es werden auch massiv viele arbeitslos werden, da geht es drum sich weiter zu qualifizieren, um nicht angehängt zu werden.

Und falls jetzt hier wieder welche kommen mit: „Du bist unmoralisch" Nein! Es geht um den Fortschritt und um Geld, wir brauchen ein System, wo nur derjenige was bekommt der was leistet!

Überwachung schafft dabei Rechtssicherheit, man ist viel freier.

Wieso scheuen sich so viele vor dieser Revolution der Moderne?

Computer, Leben, Beruf, Kinder, Schule, Familie, Geld, Angst, Menschen, Abtreibung, Roboter, Bildung, Deutschland, Politik, Wissenschaft, Waffen, Psychologie, Down-Syndrom, Ethik, Forschung, fortschritt, Gesundheit und Medizin, Gott, Informatik, kapitalismus, konservativ, Künstliche Intelligenz, Liebe und Beziehung, Menschenwürde, Moral, Nächstenliebe, Qualifikation, Technologie, Überwachung, 5g, Leistungsgesellschaft, Philosophie und Gesellschaft
49 Antworten
Wieso werden Menschen mit Down-Syndrom behandelt, also ob sie behindert wären, obwohl sie genau so verschieden sind wie Menschen ohne Down-Syndrom?

Ich meine damit Trisomie 21. Umgangssprachlich wird es auch Down-Syndrom genannt. Menschen mit diesem Gendefekt werden eigentlich alle in eine Schublade gesteck und dann so behandelt als ob sie behindert wären.

Es ist aber so, dass Leute mit Trisomie 21 genau so unterschiedlich wie Leute ohne diesen Gendefekt sind.

Ich habe z.B. von Fällen gehört wo Menschen mit Down Syndrom ganz normal leben, einen normalen Schulabschluss, eine Ausbildung am 1. Arbeitsmarkt, einen Führerschein machen und dann ganz normal arbeiten und normal leben.

Das Problem liegt also eher in der Gesellschaft. Menschen mit Down-Syndrom werden einfach auf eine Förderschule geschickt und werden dann so behandelt wie wenn sie behindert wären. Es ist also kein Wunder, dass diese Menschen dann ohne Förderung in einer Einrichtung für Behinderte oder in einer WfbM landen.

Man kann aber sehen, wenn man Menschen mit Trisomie 21 genau so fördert wie normale Leute, dann können sie auch viel erreichen. Ich habe von einem Fall gehört wo die Intelligenz normal war (IQ 80) und wo die betroffene Person dann eine normale Ausbildung am 1. Arbeitsmarkt machte und auch normal arbeitete. Es gibt auch viele Menschen mit Trisomie 21, die auf das Gymnasium gehen und später dann studieren. Es gibt sogar einige davon, die auf eine Uni gehen und später dann in akademischen Berufen arbeiten.

Was ist euer Standpunkt zu diesem Thema?

Schule, Psychologie, Behinderung, Down-Syndrom, Gesundheit und Medizin, klatsch und tratsch, Ausbildung und Studium, Philosophie und Gesellschaft
10 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Down-Syndrom