Sind das Symptome für einen Tinitus?

Seit einigen Jahren habe ich ab und zu ein Piepen im Ohr. Mal öfter, mal seltener. Mal so laut, dass ich für eine Sekunde ein taubes Gefühl im Ohr habe und mal nur ganz leise im Hintergrund, aber immer nur in einem Ohr. Meistens links. Meine Mama hat vermutet, dass es was mit Stress zu tun haben könnte. Aber jetzt habe ich zusätzlich ein merkwürdiges Rauschen im rechten Ohr. Es ist permanent. Manchmal hört es auf. Wenn ich zum Beispiel draußen bin. Da wird es übertönt vom Lärm der Straße, von den Menschen, den Autos. Aber wenn ich auf dem Sofa vor dem Fernsehr sitze, ist es wieder da.

Ich hatte dieses Rauschen schon öfter. Wenn ich mich kopfüber von einer Stange gehängt habe oder wenn ich schnell gesprintet bin und körperliche Anstrengung hatte. Ich weiß nicht, ob ich den Begriff irgendwo aufgeschnappt habe oder ihn mir ausgedacht habe, aber ich habe das Geräusch Blutrauschen genannt. Meine Erklärung war, wenn ich mich angestrengt habe oder kopfüber hing, schoss mein Blut in den Kopf und an meinem Ohr vorbei.

Aber dass das Rauschen jetzt permanent ist, ergibt keinen Sinn. Ich habe bereits im Ohr mit einem Ohrstäbchen gestochert und gehofft, dass es aufhört, aber Fehlanzeige. Deswegen habe ich den Verdacht auf Tinitus. Eine andere Möglichkeit fällt mir nicht ein. Was dafür sprechen würde, ist, dass ich früher gerne sehr laut über Kopfhörer Musik gehört habe. Sehr laut. Und dabei hab ich mir die Kehle wund gebrüllt, weil ich meine Energie loswerden wollte. Aber weil ich wusste, dass es nicht so gut ist, wenn ich sehr laut über Kopfhörer Musik höre, hab ich es nur gemacht, wenn ich verdammt frustriert und wütend war. Ansonsten hab ich dafür gesorgt, dass die Musik nicht zu laut war. Allerdings habe ich mindestens dieses ganze bisherige Jahr nicht mehr so laut Musik gehört. Erst gestern Abend wieder.

Aber meine Ohrgeräusche sind schon seit ein paar Wochen da. Das macht mich noch verrückt, vor allem, weil mir keine andere Möglichkeit als Tinitus einfällt und das eigentlich gar nicht so wahrscheinlich finde, weil es schon fast ein halbes Jahr her ist, dass ich meine Trommelfelle mit Musik masakriert habe. Trotzdem höre ich hervorragend. Ich höre meine Mutter im unteren Stockwerk bei laufendem Fernsehr telefonieren, wie die Krallen unseres Hundes über den Boden kratzen, wenn er irgendwo hin läuft und ich höre leise Geräusche, wie den ekligen Maulwurfabschrecker aus der Nachbarschaft, die andere nicht hören.

Deswegen frage ich mich, wenn man Tinitus hat, hört man dann besser oder schlechter? Sind dieses Piepen und das Rauschen Anzeichen für Tinitus? Und sollte ich einen Tinitus haben, was kann ich dagegen und vor allem gegen die ekligen Geräusche im Ohr machen?

Krankheit, Gesundheit und Medizin, Symptome, Tinnitus
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Tinnitus - CMD - Kostenübernahme?

Hallo alle zusammen,

ich hatte gestern einen Termin bei einem Kieferorthopäden, um die Ursache meines Tinnitus herauszufinden. Der Tinnitus begann vor ca. 11 Wochen mit einem dumpfen Ton im linken Ohr. War daraufhin in der Uniklinik Bonn. In den darauffolgenden Wochen war ich bei meinem HNO Arzt. Dieser konnte keine beschädigungen des Ohrs feststellen. Ich kann nachwievor sehr gut hören und habe keinen Hörsturz. Allerdings konnte die HNO Ärztin bei mir diverse Allergien feststellen. Darunter Hasel, Roggen, Gräser, Birke, Erle, Esche und ein bisschen Milben. Daher kommt auch meine Tubenbelüftungsstörung.

Der Kieferorthopäde konnte bei meiner Erstuntersuchung eine Fehlstellung meines Kiefers feststellen. Wenn ich feste zubeiße oder meinen Unterkiefer nach hinten verstelle, kann ich den Tinnitus auch lauter warnehmen.

Jetzt kommen wir zu meinem eigentlichen Problem. Die Hauptuntersuchung meines Kiefers kostet 212 Euro. Das kann ich mir noch leisten. Jedoch die Behandlung selbst, wenn es darauf hinausläuft, dass ich eine Korrekturschiene benötige, nicht! Diese kostet mich zwischen 600-1500 Euro. Je nachdem welche ich benötige.

Nun zu meiner Frage: Gibt es hier jemanden mit Erfahrung bezüglich Tinnitus wegen CMD? Und hat jemand Erfahrung gemacht, mit einer Zahnzusatzversicherung, die solche Kosten übernimmt?

Der Orthopäde konnte mir zudem sagen, dass die Dauer der Therapie über 6-12 Monate andauern kann. Eine Physiotherapie ist unteranderem auch von nöten. Diese kostet mich bestimmt auch ein heiden Geld.

Über jegliche Hilfe würde ich mich sehr freuen. Danke vorab.

Selbsthilfe, zusatzversicherung, cmd, Gesundheit und Medizin, Heilung, Kieferorthopäde, Tinnitus
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Tinnitus oder doch Hörsturz?

Hallo alle,

Achtung langer Text folgt... Ich würde direkt zum Arzt gehen aber wegen der Corona-Krise bin ich mir gerade nicht sicher.

ich habe einen leichten Tinnitus seit gut nem halben Jahr. Er macht sich eigentlich fast nur nachts bemerkbar, deswegen hatte ich mich inzwischen damit abgefunden. War am Anfang direkt beim Arzt, und wir kamen zu dem Ergebnis, dass es aufgrund einer Allergie dazu kaum, die zu einer Belüftungsstörung geführt hat. (Ich hab auch hin und wieder ein Knacken im Ohr gehabt beim Schlucken oder Kauen etc.). Ich habe jeden Tag mind. 1 mal einen Druckausgleich ausgeführt. Dabei merk ich zu 99% immer nur das rechte (heile) Ohr, das aufgeht. Nur ganz selten geht auch das Tinnitus-Ohr auf. Daher denk ich, dass die Belüftungsstörung immer noch anhält.

Vor einer Woche hatte ich abends auf einmal einen Ton im Ohr (ca. 1-2 Sekunden). Es war kein Piepen, sondern ein Ton/Klang. Danach war mein Piepen weg. 3 Tage hatte ich keinen Tinnitus. Ich dachte zuerst, ich wäre geheilt. Dann am 4. Tag verspührte ich ein vibratorisches Brummen ( ich dachte erst, draußen steht ein Auto, aber das Geräausch hörte nicht auf). DIeses Brummen hat sich heut morgen verstärkt und manchmal fühlt es sich auch an wie ein Gong. Also ja ich höhre es nicht wirklich, sondern spüre es (fühlt sich an, als würde etwas regelmäßig Druck auf mein Ohr ausüben). Mir fällt heute auch auf, dass wenn ich nur einen Kopfhörer in mein rechtes ("heiles") ohr tue, knackt es bei jedem Ton (Auch bei leisem Sprechen in einem Video o.ä.). Ich habe das Gefühl es kommt immer in Schüben, manchmal ist es gar nicht da, manchmal kaum erträglich. Ich bemerke keine Hörminderung aber habe manchmal Verständnisschwierigkeiten (als würde mein Unterhaltungspartner manchmal undeutlich sprechen); habe aber das Gefühl das kommt nur dann vor, wenn eben das Brummen kurzzeitig lauter wird (sodass es die äußeren Geräusche übertönt). Mein damaliges Tinnitus-Geräusch ist allerdings immer noch seit 1 Woche so gut wie weg (oder vielleicht wird es auch lediglich von dem Brummen übertönt...)

Eigentlich habe ich ausgeschlossen, dass es ein Hörsturz ist, da ich keine konstante Hörminderun bemerke. Allerdings hatte ich auch in letzter Zeit leichte Schwindelgefühle/Kreislaufprobleme (obwohl ich nur auf einem Stuhl saß).

Tut mir Leid für den langen und verwirrenden Text, aber vielleicht hat ja jemand etwas ähnliches erlebt. Ich hoffe, ich kann auch bald einen Arzt aufsuchen.

Danke!

Gesundheit und Medizin, Ohr, Tinnitus
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