Ist die Bezeichnung 'Frau' inzwischen nicht mehr politisch korrekt?

Mir scheint in der Abgeschiedenheit meiner häuslichen Klausur entgangen zu sein, dass anstelle von 'Frau' jetzt 'Menschen mit Gebärmutter' als geschlechtsneutrale Ausdrucksweise benutzt wird. So konnte man es kürzlich in der 'taz' in einem Artikel anlässlich des 'Welttoilettentages' lesen.

'Tatsächlich ist der Mangel an sicheren, sauberen Klos in etlichen Ländern ein Desaster – für alle Menschen, aber auf besondere Art und Weise für Menschen mit Gebärmutter. [...]

Meine Frage wäre, ob dieser Begriff jetzt im Eifer des Genderwahns entstanden ist oder ob er der Nähe zum aktuellen Zeitgeist der Hauptstadt geschuldet ist.

Vielleicht soll uns dieser Begriff schon für-/vorsorglich auf den sprachlichen Umgang mit als geschlechtslos konnotierten 'Trägern von Fortpflanzungsinstrumenten' einstimmen, die zu meiner Zeit schlicht Männer und Frauen hießen.

Bei solch vermeidenden Wortkreationen kommt mir die 'geflügelte Jahresendfigur' in den Sinn, die in der atheistisch geprägten DDR den guten alten traditionellen 'Weihnachtsengel' ersetzten sollte (wenn überhaupt, dann wohl auch bloß als terminus technicus in sachlichen Bestelllisten).

In Berlin spricht man ja, wie ich im Radio gehört habe, genderneutrale Sternchenbegriffe abgehackt, also mit Hiatus aus - *innen - was das Wort aus dem Zusammenhang reißt, weil man automatisch an das Gegenteil von 'außen' denken muss. Hier ziehen westdeutsche Sender erst zeitverzögert nach ...!

Alles eine Frage des Zeitgeists ?

Ich freue mich auf eure Stellungnahme.
Ist solch eine Bezeichnung für euch akzeptabel?
Wie sollte dann eine spezifische Bezeichnung für Männer aussehen?

Männer, Frauen, Psychologie, deutsche Sprache