Plastikstück in pikant eingelegter Pulpo-Tube - muss man jetzt auch mit so etwas rechnen?

Gestern hatte ich so richtig Appetit auf ein Glas mit eingelegtem Tintenfisch (Pulpo) mit kleinen Fangarmen und Tuben.

Bis ich dann auf einen dünnen Abriss stieß, der von einem Plastikrand einer transparenten Verpackung stammen könnte. Puuuuh! Und es war so, dass er sich IN der Tube befand.

Meine Gedanken flutschten in Richtung Weltmeere und Plastikbelastung - aber wir sind halt Kinder unserer Zeit: rumzicken ist albern, solang man sich selbst nicht kümmert.

Da ich nicht zu der Generation 'iiiiiii und ausspucken' gehöre, habe ich dann - tief versunken in Gedanken - meinen Pulpo (der ansonsten lecker schmeckte!) weitergegessen und bin -ohne eigene Kinder- am Überlegen, was ich selbst anders zu machen bereit bin, für mögliche weitere Generationen zu tun bzw. wegzulassen.

Mitgebrachte Stoffbeutel beim Einkaufen benutze ich ja schon immer (aus Sparsamkeit), jetzt schwappt auch die 'Lose-Ware-Versorgung' in unsere ländliche Gegend, pasteurisierte, aber nicht homogenisierte Milch von Kühen in 6km Entfernung kann ich mir am Milchautomaten in einem Super-Laden in mitgebrachte Glasflaschen zapfen - es ist schon so einiges möglich.

Gehört nicht direkt zum Thema, aber kleiner Exkurs: Solange ich keine vergleichbaren Abhilfeinitiativen gegen Stickoxid in Ländern rund um uns herum wahrnehmen kann und solang niemand etwas gegen Dieselabgase in der weltweiten Schifffahrt unternimmt, fahre ich meinen geliebten Ibiza (96 kW Pumpe-Düse, 4,7 l Schnitt) weiterhin ohne schlechtes deutsches Gewissen!

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Gibt oder gab es das bei Euch: besondere Familienrituale zu bestimmten Anlässen, die ein besonderes Gefühl vermitteln und Euch stolz machen?

Einen schönen guten Morgen an alle hier!

Folgende Frage liegt mir am Herzen: gibt oder gab es bei Euch besondere Familienrituale zu bestimmten Anlässen, die ein besonderes Gefühl vermitteln, Details, die es nur bei Euch gibt und die Euch stolz machen?

Ich denke bei meiner Frage an 'Kleinigkeiten', die es wohl in jeder Familie gibt und an die man sich später gern erinnert: so wie das Klavierständchen, mit dem unser Vater uns Sonntag frühs geweckt hat: er spielte wunderbar, auch schwierige Partituren von Chopin, Brahms, Beethoven, aber auch 'leichte Kost' und besonders Potpourris, wobei er die Übergänge gern selbst zusammenfantasierte, was sich lustig anhörte. Oft wurde das 'Ständchen' auch zum Konzert und auch zum Wunschkonzert, denn er konnte aus dem Stehgreif herrlich spielen.
In der Woche hat ihn sein Beruf fast verschlungen, so dass es seine Freude und Erholung war, wenn er sonntags spielen konnte - nach vielen Jahren denke ich oft daran.

Und mein Bruder hatte es drauf, immer etwas genial Praktisches, Zeitsparendes (naja!) zu erfinden. So wie eines Tages - noch als Schuljunge - als unserer Mutter ein Schokoladenguss zu heiß und dadurch unbrauchbar geworden war, der auf unseren geliebten Bananenkuchen sollte.

Mein Bruder - kurz nachgedacht - rückte an und -wir trauten unseren Augen nicht-: den Kuchen aus der Kastenform auf einem großen Stück Butterbrotpapier plaziert, viele Stücke Zartbitter-Schokolade obendrauf, und dann er: links ein breites, vorne abgerundetes Messer, rechts ein FÖHN, und los gings: die heiße Luft auf die Schokolade gerichtet, verliefen die Stückchen und er verteilte den flüssigen duftenden Brei auf dem Kuchen, zuerst an den Rändern (wieder Schokostückchen nachlegen!), dann obendrauf (Föhn nicht zu nah dranhalten, sonst spritzt's), er machte das sehr geschickt, fast routiniert! Der Kuchen war gerettet, die Überraschung perfekt.
Diese geniale Technik haben wir seither mit Stolz auf meinen Bruder angewandt.

Und schließlich gab es familiäre Wortschöpfungen, deren Bedeutung nur wir kannten und die das Gefühl von Gemeinsamkeit verstärkten, aber bei Debatten auch mal ironisch eingesetzt wurden.

Habt Ihr auch solche familiären Besonderheiten, von denen Ihr erzählen wollt?

Kommt alle gut durch diesen Tag !

Familie Erinnerung Rituale
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Kann ein Gedanke, einmal in die Welt gesetzt, wieder gelöscht werden?

Im April fand ich eine Information über eine GS-Studie in der Huffington Post, nach der ein deutlich lukrativeres Geschäftsmodell darin bestünde, Kranke gar nicht zu heilen und sich so den Grundstock für stetige Zuwachsraten zu schaffen. https://www.huffingtonpost.de/entry/goldman-sachs-bank-investment-gesundheit-studie_de_5acf9309e4b0edca2cb79917

Wenn sich dieses Konzept erstmal in den Köpfen verfestigt hat, könnten manche Ärzte dann - zumindest unterschwellig - versucht sein, diesen Denkansatz konsequent umzusetzen?

Mich würde als Patient interessieren, wie man angesichts dieser nun latent im Raume schwebenden Bedrohung herausfinden kann, ob bzw. inwieweit ein Arzt sich ethisch noch an den Maximen des hippokratischen Eides orientiert. Ich formuliere das bewusst so naiv, denn Win-Win-Modelle für Ärzte funktionieren ja bereits.

Es ist ja ein bekanntes Prinzip: ein Gedanke - einmal in die Welt gesetzt - vermehrt sich mit genau den Vorzeichen, unter denen er entstand: negativ oder positiv. Hier: negativ. (Lektüre: 'Das Prinzip' von A. Campobasso). Es sind schon viele gute Erfindungen verboten, weggeschlossen und vernichtet worden, damit sie sich nicht verbreiten, um 'einflussreichere' Geschäftsinteressen nicht zu gefährden. Und hier?

Mich interessieren eure Gedanken dazu.

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