Frühzeitige Vererbung bzw. Schenkung aufheben - wegen Undankbarkeit oder Ähnlichem?

Hallo,

ich frage auf eigene Faust, aber unterschwellig ist das Thema schon bei den beiden (s.u.) aufgekommen...

Ich habe ein befreundetes älteres Ehepaar, diese haben vor über zehn Jahren ihrem Sohn ihr Haus vermacht (Bin mir nicht sicher, ob vorzeitig vererbt oder geschenkt). Sie wohnen auch noch in dem Haus und haben lebenslanges Wohnrecht. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie auch ein gutes Verhältnis mit ihrem Sohn, aber kurz nach dem übergang des Hauses, spielte der Sohn "verrückt" und war nur noch gegen die beiden. Es wurde immer schlimmer.

Hier ein paar Auszüge, was vorgefallen ist:

  • Er sagte den beiden fast täglich, was für eine Bruchbude das Haus ist (Marktwert 460.000 €).
  • Er hat versucht die beiden aus dem Haus zu kriegen und sie eingeladen nach unten ins Haus zu ziehen, weil er dachte damit verwirken sie ihr lebenslanges Wohnrecht. Nach Rücksprache mit einem Anwalt, fanden wir heraus, das sich lebenslanges Wohnrecht auf ein gesamtes Objekt bezieht und die beiden nicht ausziehen müssen.
  • Als die beiden etwas Geld (Fünfstellig) übrig hatten und es zur Bank bringen wollten, sagte der Sohn, er könne es verwahren und würde es ihnen geben können, sobald sie es brauchen. Als die beiden sich nach sechs Monaten eine neue Couch kaufen wollten, sagte der Sohn, dass das Geld nicht mehr da wäre, sie hätten es ihm doch geschenkt.
  • Sie haben nicht nur lebenslanges Wohnrecht, sondern auch mietfreies Wohnen vereinbart, trotzdem stellt der Sohn jeden Monat Rechnungen für Reparaturen und Nebenkosten und setzt sie unter Druck, wenn sie nicht zahlen.
  • Jetzt ist es schon soweit, dass der Sohn ihnen mitten ins Gesicht sagt, dass er sie aus dem Haus haben möchte und in ein Seniorengerechtes wohnen stecken möchte. - Dazu muss man sagen, die beiden sind noch quick-fidel und er muss keinen Finger krümmen für sie. Er schreibt jetzt auch regelmäßig whatsapp Nachrichten, wo er seine Drohungen ausspricht.

Dies war nur ein kleiner Auszug, es gibt noch unzählige Gemeinheiten, die hin über Bestechung Dritter bis hin zur üblen Nachrede und Stalking reichen, die er gemacht hat und noch macht

Kurze Info: Der Sohn musste bisher "nur" die Verwaltung des Objektes regeln, noch keinen Cent zahlen.

Ihr denkt vielleicht "warum hängt der sich in die Sache rein?!" die beiden wissen nicht was sie tun sollen und sind sehr eingeschüchtert von ihm und seiner Partnerin und überlegen sogar einfach auszuziehen, aus Angst vor ihm und das macht mich nicht nur traurig, da ich die beiden unheimlich gern mag, sondern auch wütend und ich finde der Sohn hat nichts verdient von dem was ihm da zugute kam. Lieber sollten sie alles zurückbekommen und es ihren Urenkeln vermachen.

Jetzt meine Frage:

Ich kenne nur vom Hören-Sagen, dass man jemandem eine vererbte/verschenkte Sache wieder "aberkennen"/"wegnehmen" kann, wenn dieser sich als undankbar erweist.

  • Stimmt das?
  • Wenn ja, ist das hier schon erbracht oder sind das noch Harmlosigkeiten?

Vielen Dank!

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Obdachlosen Geld geben? Wie macht ihr es?

Hallo, heute widerfuhr mir in der Stadt ein Ereignis, was bei mir zu einem kleinen Umdenken führte. Ich habe Obdachlosen meistens Geld gegeben, wenn ich sie in der Stadt sah, da ich mir denke, dass diese sehr häufig herbe Schicksalsschläge erleiden mussten und dies bei mir oftmals Mitleid auslöste, heute jedoch sah ich mich mit einem überraschenden Unterfangen konfrontiert. Ich war mit Freunden in der Stadt, vor fünf Minuten angekommen sprach uns ein ca. 22 Jähriger Afrikaner an (keine Bettelbande, er war alleine vor einem Essensgeschäft und hatte keinen „Bettelstand).Er sprach außerdem ohne Dialekt Deutsch, zudem kam er nicht ganz nüchtern rüber, meiner Meinung nach. Er sagte uns, dass er vor kurzem Obdachlos wurde und Geld benötige, mir war die Masche geläufig,  ich zückte meine Brieftasche und gab ihm 1€ begleitet mit meinen Worten : „Mehr kann ich dir nicht geben“ im gleichen Moment sah der Obdachlose, dass ich noch ein wenig mehr Kleingeld in der Brieftasche hatte und sagte „Aber du hast da doch noch mehr“. Worauf ich ihm entgegenbrachte : „Ich habe nicht so viel“, er daraufhin „Warum? Bist du Hartz IV Empfänger“ Daraufhin wurde ich schon genervter und sagte nur „Ich bin Schüler“ (was ich in der Tat bin) und ging genervt weg. Ich meine, man verschenkt freiwillig Geld, obwohl ich es nicht tun müsste und dann reicht es nicht, zusätzlich wird man dann noch als Arm beschimpft, aufgrund dieses Ereignisses stehe ich im Moment in der Position, keinem Obdachlosen mehr was zu geben. Wie seht ihr das? Gebt ihr Geld raus?

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