Studieren oder Lesen?

Hallo Community,

ich stelle mir seit einiger Zeit die Frage, ob ich studieren sollte. Bin zurzeit 21 Jahre jung, habe Berufsausbildung und Matura(Abitur). Arbeite schon seit meinen 16 Lebensjahr. Habe die Matura mit Jänner 2019 abgeschlossen. Habe danach mit einen Fernstudium begonnen dies aber dann nach zwei Wochen sein lassen.

Der Grund dafür waren einerseits die Kosten für das Studium anderseits habe ich mir gedacht, das Geld investiere ich in Immobilien und Kapitalmarkt. In dem ich in meinen Alter ja noch extrem vom Zinseszinseffekt profitieren kann.

Mein Ziel ist die finanzielle Unabhängigkeit d.h. das ich von dem investierten Geld leben kann. Mit den aktuellen Hochrechnung und dem Gehalt wird es mit 50 Jahren so weit sein.

Ich bilde mich sehr gerne weiter, besonders in Sach- und Fachbüchern wo ich ca. 25-30 Stk. jedes Jahr lese. Ich möchte natürlich mein Gehalt noch weiter steigern.

Entweder Fernstudium Kosten ca. € 14.000 oder soll ich auf Bücher setzen. Ich denke durch Bücher werde ich sicher mehr lernen und es ist auch kostengünstiger, dass ich mein Ziel erreichen kann.

Was würdet ihr tun studieren und einen Schritt von der finanziellen Freiheit zu entfernen bzw. das Risiko eingehen, dass ich mit einen Studium dann deutlich mehr verdiene. (Studium wird BWL sein.) oder auf Bücher setzen und die Sachen von den Büchern umsetzen und somit im Job und im Persönlichen immer besser werden.

Beides wird sich zeitlich nicht ausgehen, weil ich 40h in der Woche arbeite und wenn ich Teilzeit gehe, mir zu den Kosten noch weniger Lohn zusteht.

Was sagt ihr Bücher oder Studium um eher mein Ziel zu erreichen.

Freue mich über euren Rat.

danke,

Studium 71%
Bücher 29%
Schule, Kapitalanlage, Sachbuch, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro
Mögt ihr Sachbücher?

Jetzt im Studium muss ich natürlich viele Sachbücher lesen. Aber so privat habe ich eher eine Abneigung gegen Sachbücher. Ich weiß nicht recht, wie ich das erklären soll.

Sachbücher sind halt irgendwie so Mittel zum Zweck. Jemand weiß was und will, dass es die anderen auch wissen, also schreibt er es auf. Das Buch dient hier lediglich als Datenträger der Informationen. Und deshalb werden Sachverhalte auch immer öfter über digitale Medien übermittelt, weil es eben nur um die pure Übermittlung nüchterner Fakten geht. Sachbücher sind wie Nachrichtensendungen. Reiner Mittel zum Zweck.

Fiktive Geschichten dagegen entführen in eine ganz andere Dimension. Sie sind das Tor zu einer ganz anderen Welt. Man schlägt das Buch auf und ist im Reich der Fantasie. Hier werden die Sinne betört. Von der Gestaltung des Umschlags bis zur Gestaltung der Seiten. Alles ist verführerisch und faszinierend.

Wenn ich in der Bibliothek der Fakultät stehe, dann sind das halt Bücher. Aber es erstaunt mich jetzt nicht. Wenn ich allerdings in der städtischen Bücherei stehe oder im Buchladen, dann staune ich wie ein kleines Kind und fühle mich richtig verzaubert; überall gibt es andere Welten und Abenteuer zu entdecken.

Sachbücher und Fiktion - obwohl das gleiche Medium, sprechen sie doch ganz andere Sinne an. Sachbücher sind rational, vernünftig und nüchtern. Romane dagegen sind musisch, episch und phantastisch.

Romane sind für mich wie gute Freunde, die mir spannende Geschichten erzählen. Sachbücher sind die Lehrer, die mir halt was erklären.

Natürlich lese ich während des Studiums Sachbücher, um etwas zu lernen. Der Mittel zum Zweck. Aber in mein Bücherregal in mein Zimmer werden niemals Sachbücher kommen. Die bleiben unten im Arbeitszimmer! Genauso wie im Fernsehen: Nachrichten sind wichtig , aber wirklich glücklich macht der Spielfilm.

Geht es euch auch so? Oder denkt ihr vielleicht ganz anders?

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