Eure Meinung zu jungen Autoren?

Meine persönliche Meinung:

Gerade weil junge Autoren heute so sehr versuchen, ein sinnliches Kunstwerk zu erschaffen, wird das ganze oft so kitschig, dass ich es nicht lesen möchte. Wohlklingende Sprache, elegante Formulierungen, schöngeistige Wortwahl. Genau das ist dann leider oft so überkandidelt, dass es keinen Spaß macht. Ich lese daher gerne alte Bücher von Erich Kästner, Karl May oder Enid Blyton, die normale Sprache benutzt haben und deren Ziel die Unterhaltung der Leute war und denen es nicht hauptsächlich darum ging, ein schöngeistiges, sinnliches und wohlklingendes Kunstwerk zu erschaffen.

Ich möchte in einem Buch einfach keine sprachlich Experimente oder Wort-Akrobatiken. Der künstlerische Wert ergibt sich für mich aus der Geschichte des Buches und nicht daraus, ob die Sprache im Buch möglichst künstlerisch wertvoll ist.

Und am meisten nerven mich die inflationäre Nutzung von Adjektiven in vielen modernen, deutschen Büchern. Mit Adjektiven ist es wie mit allem: Bitte nur in Maßen. Und noch viel schlimmer sind diese Ein-Wort-Sätze: Nervig. Blöd. Doof. Bescheuert. Ich finde das einfach unnötig. Überflüssig. Überfluss. Überdruss. Tot. (Sowas endet nämlich meistens mit "Tot")

Aber das ist ja nur meine persönliche Meinung. Was ist eure Meinung?

Buch, lesen, Schule, Sprache, Kultur, Autor, Bibliothek, Bücherei, Literatur, Schriftsteller, Philosophie und Gesellschaft
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