Wie findet ihr diese Einleitung?

Seine Hand schmerzte, so stark um krampften seine Finger den rauen Griff der Tasche. Er drängte die Schmerzen mit einem Zähneknirschen beiseite, während er die Straße hinunter hetzte, scharf links ab bog und dabei beinahe das Gleichgewicht verlor. Schnell schlug er noch einen Haken, die Sirene des Polizeiwagens gellte in seinen Ohren und die flackernden Leuchten wurden von den Häuserwänden reflektiert. Der Jackenärmel war rau, als er damit hastig den Schweiß von seiner Stirn wischte, während ihm das Wasser den Rücken hinunter lief. Die Füße berührten kaum den Asphalt, er rannte automatisch, die unsichtbaren Verfolger im Nacken, wie ein kalter Hauch. Er erreichte die Hauptstraße. Passanten drängten sich, er rempelte, stieß sie beiseite. Flüche wurden ihm nachgeworfen, aber das Blut in seinen Ohren rauschte lauter. Mit offenem Mund sog er die Luft ein wie ein Ertrinkender, seine Brust drohte zu platzen, aber Anhalten kam für ihn nicht in Frage. Der Polizeiwagen kroch immer näher heran, die Schwäche in seinen Beinen wuchs, seine Lunge schien zu schrumpfen. Sie durften ihn nicht bekommen, dann wäre alles umsonst gewesen. Er warf einen schnellen Blick nach hinten, um zu sehen, dass der Polizeiwagen ihm so nahe auf den Fersen war das er jeden Moment überfahren werden könnte. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich Zweifel das alles verloren war. Auf einmal wurde alles schwarz, die Sirenen wurden lauter, die aufgeregten Passanten schrien auf und es ertönte ein lauter Knall.

Mit einem Ruck erwacht Liona aus ihrem Tagtraum, während ihre beste Freundin Amalia sie besorgt anstarrte. Es war schon das dritte mal diese Woche das Liona nicht ansprechbar in die Luft starrte und dabei unverständliche Wörter murmelte. „Ich habe in letzter Zeit nicht so viel geschlafen...“ versuchte sie sich auszureden, doch Amalia hielt ihr schon eine Predigt darüber, dass sie endlich mal zum Arzt gehen sollte da es ihr langsam zu merkwürdig wurde.

Deutsch, Text, Geschichte schreiben, Literatur, Meinung, Einleitung
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Meinung zu meiner Einleitung über Woyzeck von Georg Büchner?

Hallo,

ich schreibe am Montag meine LK Klausur (Szeneninterpretation) und wollte fragen wie ihr meine Einleitung findet. Meine Lehrerin hat an meinen Einleitungen so gut wie immer was auszusetzen, daher über ich das jetzt intensiv.. Wir werden über das Dramenfragment „Woyzeck“ schreiben, deshalb kann ich die Einleitung perfekt auswendig lernen, wenn sie denn gut in euren Augen ist.

Liebe Grüße

julchenHD

Das 1836 entstandene und somit aus der Zeit des Vormärz stammende Dramenfragment „Woyzeck“ des deutschen Schriftstellers Georg Büchner thematisiert den Prozess der Entsozialisierung und der Isolation des Protagonisten Franz Woyzeck, ausgelöst durch Missbrauch, Demütigungen und Unverständnis seines sozialen Umfeldes. Am Beispiel eines geistig verwirrten Soldaten, Franz Woyzeck, der unter starken Halluzinationen und Wahnvorstellungen leidet und im Verlaufe des Dramas zum Mörder der Mutter des gemeinsamen Kindes wird, erkennen wir die Problematik des sozialen Determinismus. In der vorliegenden Szene „Wirtshaus“ wird zum Einen seine begründete Eifersucht thematisiert, zum Anderen spielen soziale Not und Auswege in Richtung Alkohol, Scheinfröhlichkeit und eines nihilistischen Spiels mit dem, was allgemein als Kultur verbunden wird, eine Rolle. Diese Komplexität stellt im Kern das Thema der Szene dar.

Deutsch, Schule, Literatur, Woyzeck, Einleitung, Ausbildung und Studium
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