Ist stolz sein Angeben?

Vielleicht kennen das einige Leute hier, die Ähnlichkeiten teilen. Ich weiß nicht ob es durch meine Vorfahren weitergegeben wurde (dieser Instinkt) aber habe manchmal das Gefühl als müsste ich mit meinen Genen/Herkunft angeben. Bin halt türkisch/italienisch.

Jetzt fragt man sich warum überhaupt angeben? Das ist halt schwer zu erklären wenn man nicht in der Position ist. Deswegen versuche ich es so gut wie möglich zu erklären. Aber zuerst muss man verstehen, was hauptsächlich geprahlt wird.

Türkei:

  • Osmanisches Reich
  • Türkische Küche (Döner (Kebab), Dürüm, Lahmacun, Köfte, Sarma, Dolma, Baklava, Künefe und viele weitere (glaube noch ca 30-40. weitere). Die vor bzw vor allem im Osmanischen Reich gegessen wurden. Habe meine Urgroßmutter gefragt damals und sie hat Ihre Mutter etc gefragt die da gelebt hat etc.) Döner gab es schon vieeeel früher. Das hat kein Türke in Deutschland erfunden so wie es einige Deutsche mal gesagt haben. Das ist Respektlosigkeit gegenüber das Osmanische Reich (deshalb erwähne ich das).
  • Meere, geile Sonne
  • Kultur und Religion wobei das etwas ist was Geschmackssache ist, ich jedenfalls finde sie am edelsten weil sie so viel Wert auf Ehre legt und so fein und königlich ist.
  • Istanbul (ich brauche dazu nichts zu schreiben)
  • und die Größe des Landes fast 800.000km2 obwohl es eigentlich mehr wäre wenn man die Meere dazu rechnet bzw das Osmanische Reich das ja mehr als doppelt so groß war.

Italien:

  • die Küche: Pizza und Pasta, etc. ich glaub ich brauch dazu nicht mehr sagen, das hat die ganze Welt erobert.
  • Rom
  • Meere, Sonne
  • Leonardo DiCaprio ist Italiener (ich glaub das ist bereits der beste Faktor)
  • natürlich gibt es noch viel mehr aber hab jetzt genug geschrieben.

Das habe ich jetzt als kleines Beispiel geschrieben, damit man versteht, was ich meine. Kultur kann jedes Land haben aber ob diese auch wirklich geil ist, ist eine andere Sache. Ich finde man sollte stolz sein aber angeben sollte man nicht (aber natürlich gibt es freie Meinungsäußerung). Manchen fällt es aber schwer zu unterscheiden, ob jemand stolz ist oder angibt.

Wie seht Ihr das ganze? Wie definiert Ihr Stolz und Angeben und die Zusammenhänge, etc?

Italien, Geschichte, Türkei, Menschen, Welt, Charakter, italiener, Osmanisches Reich, Psyche, stolz, Türken
Ich will nicht, dass andere stolz auf mich sind?

Das klingt komisch, ich weiß. Aber ich hasse einfach das Gefühl, wenn andere stolz auf mich sind.

Innerlich würde ich manchmal am liebsten viel herzlicher und offener zu meiner Familie sein. Aber ich brings einfach nicht übers Herz. Ich nehme mir zum Beispiel vor, meiner Großtante fröhlich zum Geburtstag zu gratulieren und sie zu umarmen, aber wenn ich dann daran denke, wie sie mich dann loben wird, lass ichs doch bleiben und brumme nur "Alles Gute".

Auch an Familienfesten bin ich immer ziemlich ruhig. Ich könnte natürlich auch anders sein und dann würden meine Eltern sagen: "Was für ein selbstständiger junger Mann unser Sohn doch ist." Aber gerade das will ich nicht! Gerade das hasse ich! Ich will kein selbstständiger junger Mann sein. Ich will einfach der Sohn sein.

Vor ein paar Jahren an einem Geburtstag bin ich zum Beispiel von Tisch zu Tisch gelaufen und hab mich mit den Leuten unterhalten. Eine Frau sagte dann, dass ich ja schon ein richtiger höflicher Mann wäre. Und ab dem Moment hab ich mich wieder neben meine Eltern gesetzt und hab keinen Fremden mehr angeguckt.

Ich will einfach, dass es selbstverständlich ist, was ich tue. Dass da keiner ein Theater drum macht. Ich will nicht, dass ich "höflicher, junger Mann" genannt werde. Ich will nicht "höflich" und "anständig" genannt werden. Ich will einfach nur ich sein und ich fühl mich nicht höflich und anständig. Ich will kein Schleimer sein.

Ich hab es irgendwie viel lieber, wenn meine Eltern sauer auf mich sind, als wenn sie stolz auf mich sind. Ich will einfach das kleine Söhnchen sein und kein vernünftiger, junger Mann.

Aber ich kanns nicht so richtig erklären.

Familie, Verhalten, Freundschaft, Gefühle, Menschen, Jugendliche, Eltern, Psychologie, Gesellschaft, Liebe und Beziehung, stolz
Krebs?Stolz?wie weiter?

Hallo Zusammen

Wiss ihr eigentlich fühl ich mich ziemlich blöd das ich so eine frage überhaupt stelle aber ich weiss aktuell grad nicht so recht weiter und muss meine Gedanken mal los werden an Menschen die sozusagen eine neutrale Meinung haben.

Meine Mama hat vor 10 Monaten die Diagnose Brustkrebs bekommen und während der Therapie wurde entdeckt das sie eine vererbte Form hat die ziemlich aggressiv ist und bei dem Gendefekt geht man etwas anders vor da diese Menschen ein viel höheres Risiko haben an Brustkrebs und auch Eierstockkrebs noch mehrmals zu erkranken. Und das ist ein sehr schnell wachsender tumor.... Jedenfalls hat sich meine Mama für 2 Operationen entschieden und aktuell warten wir gerade darauf was nächste woche bei diesem Termin heraus kommt und ich hoffe das wir dann endlich wissen wann sie operierr werden kann ( die 2te OP)

Ich denke mir eigentlich können wir doch stolz darauf sein was wir schon alles hinter uns haben ( Tumorentfernungsop, Chemo, die Diagnose mit dem erblichen Gendefekt, die erste Operation und den ersten Teil der zweiten OP) Aber irgendwie kann ich grad nicht darauf stolz sein.... viele Sagen immer zu meiner Mama wie stolz sie sein kann und wie gut sie gegen den Krebs gekämpft hat aber nie hat auch nur jemand gefragt wie es uns damit geht oder wie anstrengend es für uns war, etc.

Ich sehne mich aktuell sehr nach dem Termin in einer Woche, da ich einfach möchte das es so zu sagen in die Finale runde geht.... ich möchte endlich zumindest für den Moment einen Schlusssttich ziehen können. Ich weiss das danach noch ganz viele Kontrolluntersuchungen anstehen aber dennoch wär es endlich einfach mal ein relativ grosses Ziel das erreicht wurde....

Ich fühle mich einfach etwas leer und merke auch einfach das ich grad an einem Punkt angelangt bin an dem ich nichts mehr verstehe mich nach dem warum und wiesi frage, man sagt immer alles passiert aus einem Grund und ich weiss ich werde es irgendwann verstehen aber aktuell versteh ich es nichz...

Das thema mit meiner Mama ist aktuell ein ziemlich wunder punkt bei mir und ich könnte jederzeit von 0 auf 100 losweinen...

Dennoch denk ich mir die ganze Zeit auch ich sollte nicht jammern es gibt viel schlimmere Krebserkrankungen als Brustkrebs...

Naja ihr merkt ein Chaos in meinem Kopf ist da

Angst, tipps-und-tricks, Psychologie, Gesundheit und Medizin, Krebs, stolz
Fixierung auf Deutschland´s Erinnerungskultur an WWII, angemessen?

Hi, mich würde mal interessieren, ob ihr die derzeitige Erinnerungskultur im Bezug auf den zweiten Weltkrieg und Deutschlands Gräueltaten in diesem für angemessen und positiv für die Entwicklung unserer Gesellschaft haltet.

___

Um meine Ansicht darauf mal "kurz" zusammenzufassen, ich halt es für wichtig aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und die Geschichte um die extrem einschneidenden Ereignisse der letzten Epochen in Gedenken zu halten

Was mir jedoch sauer aufstößt ist, dass es oft so scheint als gäbe es vor und nach dem zweiten Weltkrieg, im jetzigen öffentlichen Diskurs kaum etwas anderes was als identitätsstiftent in der deutschen Geschichte gilt

Das äußert sich z.b darin, dass gerade rechte konservative Politik in Deutschland so verpönt ist, dass die größte ehemals konservative Partei Deutschlands aufgrund ihres Images in die politische "Mitte" geflüchtet ist und dort jetzt in alle Richtungen versucht Politik zu machen.

Auch ist der Nationalstolz in Deutschland extrem minderwertig seit dem zweiten Weltkrieg ausgeprägt.

Und um das gleich voraus zu nehmen, man sollte nicht Stolz auf den Boden sein auf welchen man geboren ist, sondern auf die Taten der Vorfahren die unsere Gesellschaft letztendlich zu dem gemacht haben was sie jetzt ist.

___

Zusammengefasst:

Meines Erachtens nach ist es für eine Gesellschaft nicht förderlich ihre größten Fehler als Dreh-/ und Angelpunt ihrer Identität zu sehen.

Man sollte aus der Geschichte lernen und sie bewahren, sich aber nicht durch sie geißeln lassen.

___

Bin gespannt auf eure Ansichten zu dem Thema.

Europa, Schule, Deutschland, Politik, Gesellschaft, Holocaust, stolz, WW2, Nation
Sagen daß ich stolz bin,Fortschritt sucht?

Hallo alle miteinander,

Mein Freund konsumiert Cannabis was ich nicht so gut finde er raucht eigentlich jeden Tag was am Anfang eben nicht so war.

Es hat sich immer mehr gesteigert von

Nur am Wochenende bis

Nur in der Woche und jetzt beides

Habe gesagt das ich mir wünsche, dass er drauf achtet und das ich möchte das es auch Mal Tage in der Woche gibt an denen er nicht raucht

Im Sinne von kannst rauchen wie du meinst aber achte drauf.er sollte sich ein bisschen Rücksicht nehmen will ihm ja auch nix verbieten oder so

Wenn es nur Abends ist hab ich da eigentlich kein Problem mit aber Wochenende wenn auch kein gutes Wetter ist dann raucht er mittags ein und Abends

Er sagte er achtet darauf weil er mich auch nicht verlieren möchte.

Anfangs war es so das er ganz oft sein Wort gebrochen hat

Zum Beispiel sagte er

,,Donnerstag Rauch ich nicht,, aber hat es dann doch getan was mich natürlich im Umkehrschluss enttäuscht hat

Dann kam ein Satz wie ,,ich Rauch den Rest heute und danach hol ich erstmal nichts,, aber am nächsten Tag hat er neu geholt

Auf jeden Fall haben wir viel drüber geredet und gestern hat er dann gesagt er raucht nicht und hat dann auch wirklich nicht geraucht wir waren dann shoppen und im Garten sonst sind wir auch viel im Garten aber dann raucht er Abends.

Jetzt will ich ihm sagen daß ich froh drüber bin das er gestern nicht geraucht hat und auch stolz ohne das Thema irgendwie aufzurütteln oder so in der Hoffnung das es ihn vielleicht motiviert öfter nicht zu rauchen um öfter so guten Zuspruch zu bekommen

In letzter Zeit ist er auch ganz verändert zeigt sehr viel Liebe macht Komplimente und Sucht körperliche Nähe darüber bin ich auch sehr froh

Danke im vorraus

Liebe, Freundschaft, Beziehung, Sucht, Cannabis, Liebe und Beziehung, Motivation, stolz, Zuneigung
Wie kann ich meine Eltern stolz machen? Was soll ich tun, damit sie mich loben?

Egal was ich mache. Egal wie sehr ich mich anstrenge - Nichts ist genug.

Ich bin Einserschülerin, spiele drei Instrumente und gewinne oftmals bei Zeichenwettbewerben. Auch einen Literaturwettbewerb habe ich gewonnen.

Und nie hat mir jemand etwas Derartiges wie "Ich bin stolz auf dich" gesagt.

Wenn ich mal freiwillig das Wohnzimmer aufräume, heißt das dann nur "Das Schlafzimmer bitte auch noch." Und wenn ich das dann auch erledige, kommt auch schon die nächste Aufgabe.

Und als ich einmal eine Schularbeit mit 58 von 60 Punkten nach Hause gebracht habe, meinte mein Vater bloß, ich hätte auch locker die volle Punktzahl erreichen können, hätte ich mich mehr bemüht.

Beim Literaturwettbewerb hat er mir Verbesserungsvorschläge bekommen. Ein "Super gemacht" oder "Bravo" bekam ich nicht zu hören.

In ihren Augen bin ich anscheinend nur durchschnittlich. Meine Leistungen wären nichts Besonderes. Dabei bemühe ich mich in Wirklichkeit so sehr, wie ich nur kann. Ich will ihre Aufmerksamkeit ein wenig mehr auf mich richten. Das Gefühl von Zuneigung zu spüren bekommen.

Ich liebe meine Eltern über alles. Und sie lieben mich sicherlich auch. Aber sie zeigen das leider nicht. Die restlichen Menschen hassen mich wie die Pest. Sie beneiden mich. Machen sich über mich lustig.

Ganz ehrlich: Ich habe mir schon als Kind öfters absichtlich Knochen gebrochen oder mir andere Verletzungen zugefügt, nur um dann von meinen Eltern versorgt zu werden.

Was mache ich bloß falsch? Manchmal fühle ich mich unsichtbar. Wie ein Geist.

Liebe Grüße

Schule, Leistung, Eltern, Psychologie, Kinder und Erziehung, Kinder und Jugendliche, Soziologie, stolz
Anti-Nationalstolz-Argument?

Hi, immer wenn man jemanden gegen Nationalstolz argumentieren sieht, kommt eher früher als später folgendes Argument:

Warum sollte man stolz auf etwas sein worauf man keinen Einfluss hat, niemand kann sich aussuchen in welchem Land er geboren wird!

Dieses Argument hinkt finde ich extrem, da sowas für viele andere Zusammenhänge gilt wie z.b den Erfolg im Bildungssystem, da Kinder aus wohlhabenden und akademisch geprägten Haushalten einen klaren Vorteil haben, auf den sie selbst keinen Einfluss nehmen konnten.

Demnach dürfte niemand der nicht aus den schlimmsten Verhältnissen stammt, es aber trotzdem zu was gebracht hat, überhaut auf irgendwas stolz sein.

Was letztendlich natürlich vollkommener Unsinn ist wenn man nur einen Moment drüber nachdenkt.

__

Außerdem beschäftigt mich auch warum man laut einiger Menschen nicht stolz auf das eigene Land sein darf.

Stolz auf etwas zu sein sorgt dafür, dass man einen höheren Ansporn hat das etwas gut wird und bleibt.

Wenn ich nicht in einem gewissen Maß stolz auf meine Arbeit wäre, würde ich schnell die Motivation verlieren mir überhaupt Mühe zu geben und so verhält es sich finde ich auch mit dem Nationalstolz.

Hört man auf Stolz auf sein Land zu sein, nimmt auch die Motivation ab etwas dafür zu tun damit es besser wird, weshalb ich die Menschen nicht verstehe die Nationalstolz in einem gesunden Maß für etwas verwerfliches halten.

__

Freue mich schon auf eure Antworten und Anmerkungen zu dem Thema.

Schule, Deutschland, Politik, Psychologie, Gesellschaft, stolz, Philosophie und Gesellschaft

Meistgelesene Fragen zum Thema Stolz