Sind die Unterschiede deutscher Standardvarietäten und Dialekte geringer als es im Englischen der Fall ist?

Mir persönlich fallen zwischen britisch-irischem Englisch, amerikanischem Englisch, australischen Englisch oder südasiatischem Englisch keine enorm großen Unterschiede. Zwar habe ich keine Erfahrungen direkt vor Ort gesammelt, komme jedoch über das Internet regelmäßig mit der englischen Sprache in Kontakt. Nun ist es so, dass ich die genannten englischen Standardvarietäten alle recht gut verstehen kann. Bei deutschen Standardvarietäten wie Schweizer Hochdeutsch, österreichischem Hochdeutsch oder Schwyzerdütsch fällt mir das deutlich schwieriger. Hinzu kommt das gesamte deutsche Dialektkontinuum. Ehrlich gesagt kann ich teilweise Shakespeare-Texte besser verstehen als manch schweizerdeutsche Gedichte.

Ist es grundsätzlich korrekt, die deutschen Standardvarietäten und das deutsche Dialektkontinuum als diverser aufzufassen? Und wenn ja, warum ist das so? Ich meine, die einzelnen deutschen Regionen sind recht nah beieinander und Schweiz und Österreich sind direkte Nachbarländer. Durch den gegenseitigen Einfluss, der durch die räumliche Nähe verstärkt wird, sollte doch eigentlich anzunehmen sein, dass die Unterschiede geringer sind als bei einer Sprache, die an verschiedensten, weit auseinander liegenden Orten der Welt gesprochen wird, oder nicht? Ich meine, es gibt so viele Unterschiede jeglicher Art (Mentalität, Modernität etc.) zwischen Europa und den USA, doch die sprachlichen Unterschiede sind gar nicht so groß.

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Dürfen in der deutschen Sprache wie im Englischen auch in Buchtiteln und/oder Kapitelüberschriften die Rechtsschreibregeln zur Großschreibung missachtet werden?

Etwa:

  1. "Das Gute Ende Hält Nicht Ewig" (als Buchtitel)

  2. "Jeder über Jeden" (Steckbriefseiten mit Kommentaren zu einer Person von jeweils anderen Klubmitgliedern)

  3. "Viel Wissen ist Laut, aber Viel Lärm um Nichts." (als Kapitelüberschrift)

  4. "Das Danke ist Blau und Kalt ist die Finstere Nacht." (als Buchtitel)

Dürfen auch alle Kommas/Kommata in Titeln und Überschriften entfallen?

"Farbenpracht, die glänzt und glimmt." zu: "Farbenpracht die glänzt und glimmt."

Darf ein Titel und/oder eine Überschrift mit einem Punkt als Satzzeichen enden (siehe Beispiel vier (4))?

canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Gross-klein/Titel.html#Anchor-Das-47857


Vergleich mit der englischen Sprache:

In der Regel schreibt man alles groß, außer Artikeln, Präpositionen und nebenordnenden Konjunktionen (and, but, or, nor, for, yet, so). Auch das „to“ bei Infinitiven wird nicht groß geschrieben. Außerdem werden das erste und das letzte Wort einer Überschrift oder eines Titels grundsätzlich groß geschrieben.

The Catcher in the Rye How to Kill a Mocking Bird. Dawn of the Planet of the Apes

Falls Wörter, die nach der oben genannten Regel klein geschrieben werden, betont werden sollen oder Präpositionen fest zu einem Verb gehören (z. B. to take up sth.), kann man diese jedoch auch groß schreiben:

A River Runs Through It Men Taking Up Too Much Space on the Train

Quelle: http://www.crosslingua.de/de/sprachenblog-beitrag/gross-und-kleinschreibung-im-englischen

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