alles läuft schief2‘?

also, es wollte sich nichts ändern.

ziemlich direkt nach meinem suizidversuch wurde ich nach ein paar tagen notaufnahme in einer klinik entlassen und meine mutter beschloss mit mir in die türkei zu fliegen. der flug, oder allgemein die reise hin war ziemlich stressig, rückblickend habe ich den urlaub aber als heilend empfunden. 

ziemlich direkt nach der anreise kam ich auf die idee meine tabletten, welche mir zugänglich waren zu nehmen. ich glaube nicht, dass ich das wirklich in der hoffnung ich würde sterben getan habe, möchte es aber nicht ausschließen. ich hab mir also welche mitgenommen, bin zu einem abgelegenen, heruntergekommenen ‚schuppen‘ gelaufen und hab ein paar eingenommen - nicht mehr als 7, oder vielleicht 8. - mehr ging nicht. mehr konnte ich nicht. hatte mich dann vermutlich doch ‚umentschieden‘, je nach dem, was ich mir dabei dachte. jedenfalls wollte ich für einen kurzen moment einfach nicht mehr fühlen. die wirkung war nicht wirklich stark, oder so, wie ich sie mir eigentlich erhofft hatte, weil sich mein körper vermutlich bereits an eine hohe dosierung gewöhnt hat. wie dem auch sei, es dauerte nicht lang, bis meine mutter von dieser äußerst leichtsinnigen aktion wusste und ich wurde nach dem urlaub in eine andere klinik eingewiesen. die therapie hab ich 2-3 wochen vor meiner entlassung abgebrochen, weil‘s mir die anderen patienten nich‘ leicht gemacht haben. 

komischerweise ging nachdem ich zuhause war so ziemlich alles wieder bergauf. ich kam in meine neue klasse, werde nach wie vor akzeptiert, auch, wenn ich mich verstellen muss. 

jetzt zu meiner ‚frage’, mir gehts momentan normalerweise relativ gut, habe aber angst, dass ich wieder in alte muster verfalle. ich kann mich nicht aufraffen irgendwas zu machen, bin je nach dem worum es geht unmotiviert, beispielsweise auf die schule bezogen, ich komm zwar in jedem fach bis auf mathe gut ohne lernen durch, stehe jetzt dafür aber in mathe auf einer 6. - man würde meinen, ich wäre bequem, bin ich vermutlich teilweise auch, es fällt mir einfach schwer, mich aufzuraffen. mangelnde konzentration, sowie mangelndes selbstwertgefühl, ich neige dazu aufzugeben, bevor ich‘s überhaupt versucht habe, keine guten voraussetzungen, denk‘ ich.

die 6 macht mir momentan ziemlich zu schaffen. ich möchte etwas ändern, will mich aufraffen, schaffe es aber nicht - ich habe keine kraft mehr.  obwohl ich gefühlsmäßig das meiste von damals verdrängt habe, kommt mir dieses jetzige gefühl der kraftlosigkeit bekannt vor. ich brauche eine auszeit von allem, sogar alltägliche, verständliche dinge fallen mir schwer.

was kann ich tun, um nicht wieder in dieses tief zu geraten? was motiviert euch in solchen ‚krisen‘? :(

Krise, Schule, Psychologie, Gesundheit und Medizin, tief, kraftlosigkeit
Alles läuft schief?

vorerst möchte ich mich entschuldigen, normalerweise lege ich auf meine grammatik und rechtschreibung wert, mir ist es aber gerade wichtiger, alles zu sagen, was ich zu sagen habe. - ich weiß nicht, was ich mir hierdurch erhoffe, habe aber das bedürfnis, jemandem meine ‚sorgen‘ mitzuteilen, weil ich momenten nicht mehr weiter weiß. - fange erst einmal von ganz vorne an;

ich bin weiblich, vor kurzem 15 jahre geworden und gehe momentan in die 8. klasse einer gemeinschaftsschule. vorher war ich bis zur 6. klasse auf einem gymnasium, habe jedoch aufgrund von ‚depressionen‘, - wohl eher eine dieser typischen phasen des heranwachsens - die fünfte klasse freiwillig wiederholt. parallel zur schule ging’s mir ziemlich schlecht, ich war schon immer gedanklich weiter als andere und konnte mich dementsprechend nur schwer in gleichaltrige hineinversetzen, zumal meine thematik, oder auch interessen woanders lagen - ich hab mich früh mit dingen beschäftigt, mit welchen sich normalerweise keine, zu dem zeitpunkt 11, oder 12 jährige beschäftigt hätte - ich hab’ texte über verzweiflung geschrieben, teilweise bis tief in die nacht sinnfragen hinterfragt, umgestellt,  philosophiert. unter anderem auch mit erwachsenen, wohnte über einen längeren zeitraum wegen meiner mutter mit einem professor und autor, welcher sich größtenteils mit der philosophie auseinandergesetzt hatte, zusammen. kam mir ziemlich gelegen, schade, dass mir dieses, man könnte fast schon meinen ‚glück‘, aufgrund einer scheiternden ehe genommen wurde. - jedenfalls fiel es mir sichtlich schwer, mich in meine klasse, bzw stufe zu integrieren - ich hätte mir zu dem zeitpunkt gewünscht,  mit älteren sprechen zu können. mir fehlte jedoch der anschluss, die möglichkeiten dazu, weil ich auf außenstehende einen introvertierten eindruck hinterließ, wobei ich alles andere war, als das - dazu kam, dass ich mit 11, bzw 12 eben auch dem alter entsprechend aussah. folgend fing ich an mich zurückzuziehen, entwickelte aggressionen und lies diese - vorerst, bis ich ein besseres ventil fand - an außenstehende aus. dieses andere, ‚bessere‘ ventil war irgendwann die selbstverletzung, woraufhin meine mutter mich mit 12 jahren das erste mal in eine klinik einweisen lassen hat. mein aufenthalt ging 3 monate und die diagnose war letztendlich eine mittelgradige depressive verstimmung. ich bin der meinung, dass anfangs alles weniger schlimm war & mich das ganze hin & her mit psychologischer beratung, schulsozialarbeiter & etliche gespräche des gleichen erst ‚krank‘ machten, aber dennoch änderte es nichts. - die therapie hat wenig gebracht, weshalb mir von meiner psychologin fluoxetin, ein antidepressivum verschrieben wurde. eine besserung war nicht festzustellen, im gegenteil, in den ersten beiden wochen der täglichen einnahme, würde ich meinen ersten suizidversuch begehen - das krankenhauszeugs erspare ich euch.

schreibe in der nächsten frage weiter. sorry, dass sich das so lang gestreckt hat. ist alles etwas schwammig.

Leben, Gesundheit, Krise, Schule, Psychologie, Gesundheit und Medizin, tief, kraftlosigkeit
Pubertät oder psychische Erkrankung?

Hey. Ich bin w/15. Seit Jahren kämpfe ich immer wieder mit meiner Psyche. Es ist immer ein auf und ab. Mal geht es mir Monate schlecht, dann wieder längere Zeit relativ gut. Anfang des Jahres hatte ich wieder ein Tief. (Ich dachte teilweise, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr hier wäre) Irgendwann ging es dann wieder halbwegs, aber seit August merke ich, wie es mir einfach wieder immer schlechter geht. Mit jemanden darüber geredet habe ich nie. Weder mit meinen Eltern noch einem Psychologen o.A.. Hin und wieder habe ich es bei sehr guten Freunden angesprochen, aber auch das schaffe ich nicht mehr. Ich fühle mich damit einfach alleine. Denn immer wenn ich es anspreche bekomme ich schnell als Antwort, dass das eben die Pubertät ist und somit normal. Aber ist es denn normal, sich hin und wieder aus Frustration und Traurigkeit zu beißen?(blutig) Ist es in der Pubertät denn wirklich normal sich ständig leer zu fühlen, fast täglich zu weinen, sodass meine Augen schon richtig trocken sind, weil ich die Tränen wegwische, damit es keiner merkt? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es jedem in meinem Alter so geht.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich professionelle Hilfe bräuchte. Aber wenn es immer alle auf die Pubertät schieben, denke ich halt, dass es unnötig ist wegen sowas dann eine Spezialisten aufzusuchen.

Ist das alles wirklich normal in der Pubertät? Kann ich nichts dagegen tun? Was sagt ihr?

Freundschaft, alleine, Freunde, Pubertät, Psychologie, Gesundheit und Medizin, innere Leere, Liebe und Beziehung, Psyche, tief

Meistgelesene Fragen zum Thema Tief