Wer war der Prophet Micha, so wie dieser in der Luther Bibel seine Vorstellung findet wirklich?

Beim Lesen in der Luther-Bibel bin ich inzwischen an den Propheten Micha gelangt und musste mich ein wenig über die eher rätelhafte Bebilderung eingangs in dessen Geschichte wundern.

Man erkennt darauf einige Edelleute, die aus einem Burgtor hervortreten sowie im Hintergrund dieses Bildes zum ersten Kapitel aus jenem Buch, zudem einen spitzbärtigen, etwas orthodox wirkenden Schäfer, der auf einem Berg in der (gedanklichen) Nähe eines großen, orientalisch wirkenden Palastes mit goldenen Kuppeln, seinen Kopf wohl fragend zum Himmel richtet.

Zwei der im Vordergrund gezeigten Edelleute treten daran besonders hervor, zum einen jener auf der linken Seite, der hauptsächlich in einen schicken blauen Wams gekleidet ist, jedoch rote Schuhe trägt, sowie daneben ein weiterer, der in einem güldenen Federschmuck steckt, dem Anschein nach jedoch eine untergeordnete Rolle in dem Gespräch, welches diese beiden vor weiteren dort führen, einnimmt.

Zunächst meint man daher, die erstgenannte Person repäsentiere einen König damaliger Zeiten, ggf. den Propheten selber, welcher seine ebenso edlen Besucher seines gefestigten Reiches vermutlich etwas neuzeitlicher aufkläre über ebensolches und die Verhältnisse darin. Im Anschluss und bei weiterer Überlegung dazu, vermutet man jedoch auch eine Art Kämmerer in jener ersten Person, die wiederum jenem zweitgenannten, vermutlich älterem König hierin eher die Ehre erweist.

Es kommt zudem zu dem Gedankenspiel, ein Vogel hätte den nächsten zu fressen, sobald diese Möglichkeit zustande komme (bzw. erarbeitet wurde) und werde so also selber zum fortan noch achtgebenden Vogelwesen, das irgendwann einmal dann ebenso gefressen werde. Stimmt dies?

Mich interessiert an dieser Stelle nicht umbedingt ein religiöser Verweis in Form von Referenzen auf sobezogene Lektüre, sondern eher eine eigene Meinung jener, die vielleicht gerade selber darin gelesen haben, oder aber Micha bereits kennen.

Religion, burg, König, Prophet, Kaiserreich, Philosophie und Gesellschaft
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Was meint Joel mit seinem Statement zu den Kindern Juda?

Im Propheten Joel, in der Luther Bibel, findet man einen Ausspruch, bei welchem Joel einen Zustand des von ihm erlebten Juda in einige mehrdeutig zu verstehende Worte fasst. Dies war auch bei den diesem voran gegangenen beiden Propheten (Hesekiel und Hosea) bereits zu erleben und verwundert nicht. Joel fasst sich mit nur drei Kapiteln allerdings sehr knapp. Er ergänzt so wohl lediglich den bereits ausgeführten Punkt "Vergeltung", hier selber mit jenem Bezug auf Juda.

Er schreibt: "... um den Frevel an den Kindern Juda" zu tilgen, "... welche selber das Land in Blut getränkt..." hätten, et cetera. Sollten hier tatsächlich die Kinder Juda als die Frevler heraus gestellt werden? Ich denke schon, sodass der Satz natürlich: "...den Frevel der Kinder Juda" lauten müsste und im ferneren gleich endete. Joel behält sich dies vor und verdreht im Weiteren, als wohl einstiger "Falscher Prophet" seinem Motto getreu, die Details seiner bereits durchplanten Vergeltung.

Man muss dazu wissen, dass das alte Juda selber fehlerhaft war. Es ist das den Anweisungen Gottes trotzende, alte Israel, das weiterhin Götzen verehrt und sich nicht schert, um das ihm befohlene. In der heutigen Zeit, gelten Staaten in aller Welt als von Juda (fehl-)geleitete, wenn diese bsp.w. Raketen mit Atombomben in die Erde oder gar Berge einbringen. Man hat es mit einem Symbol von Götzenverehrung zu tun, das damit gesetzt wird und bewußt bis in die heutigen Zeiten erhalten wird.

Könnte man dem Recht geben? Wäre das aus dessen Statement zu entschlüsseln?

Religion, Israel, Luther, Prophet, Raketen, Joel
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Findet an Schulen eine Indoktrination in Hinblick auf den Klimawandel statt?

In diesem Artikel heißt es:

Junge Leute, die den Weltuntergang durch den Klimawandel befürchten, sind wie Greta Thunberg auf indoktrinierenden Unterricht hereingefallen. [...] Greta Thunberg verrät, dass sie in der Schule eine quasi-göttliche Offenbarung darüber erlebt hat, wie die Welt untergehen würde [...] Solche schändlichen [...] Versuche, Kinder in Schulen einer Gehirnwäsche zu unterziehen, erinnern an autoritäre Regimes. [...] So kann Greta Thunberg alle Arten von Mist frei postulieren, wie z.B. dass der Klimawandel „höchstwahrscheinlich zum Ende unserer Zivilisation, wie wir sie kennen, führen wird", oder dass „jeden einzelnen Tag“ „bis zu 200 Arten aussterben“. Das ist Unsinn, nicht auf empirische Daten gestützt. Dass Greta in letzter Zeit keine Schule besucht hat, könnte der Grund dafür sein, dass sie nicht viel über „unsere Zivilisation" weiß. [...] Zu viele [...] haben sich der Katastrophe [...] der Umweltbewegung verschrieben. [...] Sie denken gerne moralisierend, schwarz-weiß: Entweder wir handeln jetzt oder die Natur treibt uns schnell in die Hölle; entweder du bist mit uns oder du bist gegen uns (und die Natur). Aber der Klimawandel ist kein Schwarz-Weiß-Problem. Es bedarf des kritischen Denkens, der Reflexion und vor allem der Debatte.

Ich besuche nicht mehr die Schule und zu meiner Schulzeit gab es noch nicht diese Klimahysterie. Ich weiß aber, dass Lehrer (so in meinem Fall) Diskussionen häufig in eine bestimmte Richtung lenken wollten. So gingen Lehrer auf Meinungen, die sie womöglich eher hören wollten, eher ein, als auf Meinungen, die nicht dem allgemeinen Konsens entsprachen.

Schüler werden nicht indoktriniert, weil ... 56%
Schüler werden teilweise indoktriniert, weil ... 44%
Religion, Schule, Wirtschaft, Politik, Unterricht, Klimawandel, klimaschutz, Debatte, Ethik, Fanatismus, Glaube, Klima, Kritik, Moral, Ökosystem, Philosophie, Prophet, Philosophie und Gesellschaft, Abstimmung, Umfrage, Greta Thunberg
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