Aufgeben oder eine Niederlage riskieren?

Da ich nicht weiß an wen ich mich mit sowas wenden soll, ohne dafür gleich für dumm oder blöd erklärt zu werden, versuche ich es mal hier. Bitte ruhig und sachlich antworten.
Ich hole ein kleines Stück weiter aus:

Ich wollte mit 17 zur Bundeswehr, hab mich dementsprechend auch informiert und war auch mit der Bundeswehr schon im Kontakt. Die Ärzte haben mich wegen Untergewicht aber wieder nach Hause geschickt. Und dann steht man im Oktober ohne Berufsperspektive da.

Wurde nach vielen Bewerbungen dann doch bei einem Betrieb aufgenommen ab November, als Elektroniker für Betriebstechnik.

Ich hatte viel Spaß daran Schaltschränke aufzubauen, zu verdrahten und Probleme z.B bei ner Erweiterung zu lösen.

Aber schon nach zwei Jahren zeigte sich das wahre Gesicht der Firma...

Den Betrieb selber interessiert es absolut nicht, was der Azubi lernen sollte. Nach einem Jahr war ich quasi nur mit auf Baustelle und hab dort die letzten Drecksarbeiten machen können. Aufräumen, quer durch die Anlage ein Kabel ziehen was der eigentliche Monteur vergessen hat und solche Aktionen...

Letztes Jahr ist unser Lagerist erkrankt, die Firma kümmert sich nicht um Ersatz. Zwischendurch hab ich dann mehrere Wochen nur Pakete angenommen, ausgepackt, einsortiert oder musste Lieferdienst/Abholdienst für diverse Einzelteile machen.

Kurz gesagt: Ich hab einfach die Schnauze gestrichen voll.

Ich habe mich im Dezember bei einer Motorradwerkstatt beworben als Azubi, um meinem eigentlichen Hobby nachgehen zu können. Jetzt wurde mir vor kurzem das einmalige Angebot gemacht, das ich dort direkt als Zweiradmechaniker anfangen kann, ab 01.02 und unbefristet. Wurde persönlich noch vom Chef der Werkstatt informiert. Vertrag hab ich schon unterschrieben, meine jetzige Firma juckt das nicht die Bohne.

Jetzt hab ich in einer Woche meine praktische Abschlussprüfung, wo ich zum Teil echt noch richtig Angst bei habe. Messungen hab ich so gut wie nie gemacht, die gesamte Dokumentation ist für mich reine Verwirrung. Mir fehlt ehrlich gesagt aber inzwischen auch einfach die Lust mich da jetzt noch anzustrengen, da ich mit ziemlicher Sicherheit durch meine Prüfungsangst durchfallen werde...

Jetzt meine eigentliche Frage:
Ist es jetzt echt so verwerflich, wenn ich einfach hinschmeiße? Ich mein, ich hab in dem Beruf absolut keinen Spaß und werde auch nie was in der Richtung machen wollen. Und ne neue Arbeitsstelle hab ich ja bereits, es ist auch keine Vorraussetzung das ich die Prüfung bestehe damit ich dort anfangen kann. Dann hab ich halt die drei Jahre jetzt einfach in den Sand gesetzt, das würde ich dann quais als Lehrgeld abstreichen und gut ist... Ich möchte einfach vermeiden das ich mich jetzt in der nächsten Woche wieder so extrem unter Druck setze und dann wieder in die tiefe Depression rutsche. Hatte das schon vor knapp einem Jahr und bin da mit viel Mühe und Not wieder rausgekommen.

Was würdet ihr machen/mir vorschlagen?

Prüfungsangst, Handwerk, Ausbildung, Depression, elektroniker, Ausbildung und Studium
3 Antworten
Ins Handwerk gehen oder in der Industrie bleiben. Bitte ganz durchlesen?

Guten Abend,

Ich lerne aktuell Elektroniker für Betriebstechnik und bin im 3. Lehrjahr.

Dieser Beruf bzw. die Tätigkeiten sind nicht so mein Ding. Es wird nach der Ausbildung genau so weitergehen.

Man kommt in eine Abteilung und baut jeden Tag Schaltschränke und macht wiederkehrende arbeiten. Jeder hat da wie am Produktionsband seine Station/Aufgabe.

Produktion eben. Keine Abwechslung. Das macht macht mich kaputt/unglücklich.

Für mich ist das jedenfalls nichts, dass steht fest.

Nun bin ich am überlegen ob ich ins Handwerk gehe. Da geht es denke ich mal abwechslungsreicher zu oder?

Mir ist aufgefallen das bei den E-Installationsbetrieben sehr viel Personal gesucht wird und da auch weniger auf die Abschlussnote geachtet wird, die bei mir auch nicht so toll wird.

Von daher hätte ich vielleicht die Chance dort eine Stelle zu finden in der man mich einlernt, in das, auf was es im Handwerk ankommt.

Eine alternative wäre nochmal einen Beruf zu erlernen. In Frage kommen Berufe mit Mechanik und Metall, Kfz Mechatronik...

Andererseits gibts E-Installateure die lieber in die Industrie gehen möchten und jeden Tag die gleiche Schaltung verdrahten. Zwickmühle

Was sagen mir hier die E-Installateure? Ins Handwerk gehen empfehlenswert oder nicht?

Unterm Strich, wenn ich nach dem Herzen gehe, würde ich nochmal gerne einen anderen Beruf lernen...

Vielen Dank im Vorraus

Beruf, Schule, Strom, Handwerk, Arbeitsamt, Elektriker, elektroniker, Industrie, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
4 Antworten

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