Psychiater Besuch noch Sinnvoll?

Hallo,

Kleine Vorgeschichte:

Ich denke, dass ich schon sehr lange leichte Symptome von einer Depression oder einer Vorstufe davon habe. Nun habe ich angefangen zu studieren, seit dem ist es dramatisch schlechter und ich habe mich an meine Psychologische Beratungsstelle der Uni gewendet. Vor allem meine Angst vor viele sozialen Situationen ist schlimmer geworden aber auch die allgemeinen Symptome einer Depression. Was z.B. nicht wirklich möglich ist, ist auf Menschen zugehen, Kontakte knüpfen und vor allem zu telefonieren (aber das ging noch nie). Doch ganz generell habe ich quasi große Angst vor dem Reden mit oder vor fremden Menschen.

Die Psychologin dort hatte mich nach einem einstündigen Gespräch an meinen Hausarzt und an meinen Psychiater verwiesen. An den Psychiater hauptsächlich wegen der Angst vorm telefonieren, da geplant war, dass ich einen Psychologen aufsuche und dafür ja telefonieren muss.

Da ich mit der Beraterin dort aber auch nach dem zweiten Termin einfach nicht zurecht kam und mir das ganze solche Angst macht, habe ich den Termin bei ihr abgesagt, heißt: eigentlich habe ich erstmal nicht vor, weiter in Richtung Therapie zu gehen.

Meine Frage:

Würde der Psychiater mir etwas verschreiben (vorausgesetzt er hält es für sinnvoll bei meinen Symptomen) obwohl ich keine Therapie mache oder in Aussicht habe?

Ich hätte das Medikament gerne um mal zu schauen wie es damit geht, aber will da nicht hingehen und mir den Stress machen (ich hab ziemliche Angst vor dem Gespräch) wenn er es sowieso nicht machen würde.

Danke

Angst, Psychologie, Antidepressiva, Depression, Gesundheit und Medizin, Psychiater, Psychopharmaka, Suizid
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Wie beurteilt ihr die Lebensgeschichte meiner Freundin und was könnte ihr jetzt noch helfen?

Sie ist jetzt mittlerweile schon 21, hatte/hat eine schwierige Lebenssituation, war mal in der Psychiatrie und bis jetzt hat sie noch nichts erreicht.

Von ihrer schwierigen Kindheit hat sie nicht viel erzählt, aber es ging so weit dass sie fast ins Heim musste und so viele Verweise hatte, dass sie von der Grundschule geflogen ist. Sie war auch schon in ihrer Kindheit in Therapie und musste Neuroleptika nehmen.

Als sie 11 war haben sich ihre Eltern getrennt und sie war praktisch obdachlos und musste eine Weile in einem Wohnwagen leben. Zu der Zeit war sie noch in der Schule und ihre Leistungen wurden immer schlechter. Sie hat dann mit Medikamenten angefangen und hat eine Essstörung bekommen. Sie musste außerdem in einen Hort für Schwererziehbare gehen und musste immer noch in Therapie gehen.

Zwischenzeitlich musste sie mehrmals umziehen weil die Vermieter wegen Mietrückständen gekündigt haben.

Als sie dann mit 16 gerade so ihren Hauptschulabschluss geschafft hat, fing sie eine Ausbildung an. Genau zu der Zeit wurde bei ihr der Strom abgestellt und sie hat es nicht mehr ausgehalten und wurde gekündigt weil sie die Arbeit nicht mehr geschafft hat und betrunken oder nachdem sie Tabletten genommen hat zur Arbeit ist. Sie war dann den Winter über ohne Strom und hat mit Alkohol und Tabletten angefangen. Sie hat dann eine Kaufsucht bekommen und hat so viele Sachen bestellt bis sie letztendlich 20.000€ Schulden hatte.

Mit 17 wurde sie dann zwangseingewiesen. Da ist sie mal abgehauen und wurde mit Gewalt wieder in die Psychiatrie gebracht. Sie wurde dort auch gezwungen Medikamente zu nehmen. Sie musste dort so lange bleiben bis sie 18 war. Diagnosen: schwere Depressionen (Psychose), Paranoide Schizophrenie.

Sie wurde gegen ihren Willen unter Betreuung gestellt. Als sie dann noch mehr Schulden verursachte, wurde sie entmündigt.

Alle Maßnahmen vom Jobcenter sind gescheitert. Eine stationäre Therapie wurde abgelehnt, sie ist schwerbehindert und nicht mehr in der Vermittlung. Weil es ihr alles zu viel wurde ist sie mal von daheim ausgerissen und wurde dann von der Polizei eingefangen und wieder zurück gebracht.

Mittlerweile steht sie nicht mehr unter Betreuung weil sie nicht betreubar ist. Von allen stationäre Einrichtungen wurde sie abgelehnt (Betreutes Wohnen, etc.). Jetzt laufen gegen sie auch noch mehrere Strafverfahren. Vom Jobcenter wurde sie sanktioniert weil sie nicht zu Terminen ging und die Krankenversicherungsbeiträge wurden mal eingestellt. Sozusagen ist sie seit 8 Jahren arbeitslos.

Ihre Schulden sind so hoch dass ihr Konto gepfändet wurde und der Gerichtsvollzieher bei ihr schon Sachen pfänden wollte. Zum Arzt kann sie auch nicht mehr und sie hat außerdem noch eine Panikstörung.

Das nächste Problem bahnt sich schon an. Schlimmstenfalls fällt sie vom Amt aus dem Leistungsbezug und wird obdachlos. Was könnte ihr in der Situation noch helfen?

Leben, Kinder, Familie, Geld, Schulden, Menschen, Versicherung, Krankheit, schizophrenie, Arbeitsamt, Biographie, Depression, Gesundheit und Medizin, Hartz IV, Liebe und Beziehung, Obdachlosigkeit, Persönlichkeitsstörung, Psychiatrie, Psychopharmaka, zwangseinweisung, Philosophie und Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzen
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Derealisation/ Dissoziation alles fühlt sich so unwirklich an?

Ich versuche mich kurz zu fassen.

Ich bin weiblich, 28.

Nach mehreren Traumata (Kindheit/Jugend und weiteres schweres 2013) ich war 3 Monate in einer Klinik, Posttraumatische Belastungsstörung, Benzodiazepinmissbrauch, schwere Panikattacken, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Depression als Folge des Traumas;

es ging mir wirklich richtig schlecht. Jetzt, knapp 5 Jahre später geht es mir im Vergleich wirklich sehr gut. Ich bin jetzt in ambulanter Therapie, noch in der Phase der Stabilisierung, sehr gute Therapeutin.

Bei einem sehr guten Psychiater in Behandlung sehr gutes Vertrauensverhältnis. Ich nehme seit Ende 2014 Sertalin, nun 150mg tgl. es schlägt sehr gut bei mir an keinerlei Depressionen mehr. Ängste und Panikattacken waren noch da. Um überhaupt „normal“ das Haus verlassen zu können hat er mir Lyrica (Pregabalin) verschrieben. Langsame Dosissteigerung jetzt bei 600mg tgl.

Meine Angst und Panikattacken sind vollkommen weg. All das was Schlimmes passiert ist, ist nicht mehr real, es ist weg wie in einem anderen Leben. Dennoch soll ich das jetzt alles in der Therapie aufarbeiten. Nun zu meiner eigentlichen Frage: Ich fühle mich seit geraumer Zeit nicht mehr richtig „da“ es fühlt sich alles an wie in einem Film ich weiß nicht was das ist es geht mir gut, sehr gut eigentlich aber das kommt mir alles ziemlich spanisch vor, ich fühle mich auch sehr fremd in meinem Körper. Liegt das an den Medikamenten?

Da ich neulich nach der Therapiesitzung extrem aufgewühlt war bekam ich noch dazu Quetiapin (Seroquel) 50mg retard ich schlafe extrem gut damit und ich nehm das jetzt seit einigen Tagen weil es meinen Kopf wieder ein wenig geraderückt.

Ich weiß nicht es fühlt sich alles so komisch an, nicht echt als würde ich alles nur beobachten ich weiß einfach nicht wie ich das beschreiben soll...

ich würde die Medikamente außer Sertralin eigentlich gerne ausschleichen habe aber solche Angst, dass dann die Angst und die Panikattacken wieder kommen, das ist so extrem. Aber vielleicht geht es ja durch die Therapie schon besser? Ich weiß es eben nicht....

ich bin sehr dankbar über eure Antworten, Ratschläge oder Erfahrungen! :)

Therapie, Medikamente, Psychologie, Angststörung, Gesundheit und Medizin, Psyche, Psychiatrie, Psychopharmaka, PTBS, Trauma
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Durch Abilify und Venlafaxin Schizophrenie bekommen?

Liebe Community,

ich hoffe es gibt unter euch Pharmakologen, die mal Klartext schreiben.

Kann man durch Abilify oder Venlaflaxin, bzw in Kombination oder nacheinder eingenommen sozusagen künstliche Schizophrenie auslösen?

Zu meinem Fall, ich war jahre lang Depri und habe mich mal entschlossen bei einem Psychiater anzuvertrauen, mit der Hoffnung meine Stimmung zu therapieren.

Er hat mich gefragt ob ich Stimmen höre, ich meinte sowas kenne ich nicht. Anschließend verschrieb er mir mir gegen meine Depressionen Abilify, damit wie er sagte ich mehr Antrieb bekomme und wie so ein Mantel kriege. KA was er damit gemeint hat. Zuhause habe ich nachgelesen, dass Abilify gegen Schizophrenie und Bi-Polare Störung ist. Ich hatte aber sowas nicht, war halt Depri und hatte Liebeskummer durchmachen müssen. Ob dann Abilify gegen Depressionen helfen soll, war mir dann ein Rätsel. Da ich aber noch blöd war und recht jung (23), nahm ich die Tabletten über Monate, ca. halbes Jahr oder etwas länger.

Da ich keine positive Wirkung verspürt habe und mit Nebenwirkungen bombadiert wurde, habe ich diese mit dem Arzt abgesetzt und er hat mir danach sofort Venlafaxin verschrieben. Diese habe ich eingenommen, auch ca. ein halbes Jahr. Meine Stimmung wurde nicht besser, und ich habe ab da verstanden, dass die Pillen mir zumindest nicht helfen. Ich habe Sie abgesetzt und beim letzten Gespräch mit dem Psychiater meinte er noch, wenn sie bei mir die Therapie nicht weiter fortsetzen, wird es ihnen in einem Jahr deutlich schlechter gehen und hat gegrinst. Was ich sehr merkwürdig fand O_O . Ich ging dann.

ca. 8 monate später bekam ich Schizophrenie. Die dauerte bei mir ca. 5 Monate und verschwand von allein. In meiner Familie sind Schizophrenie Fälle nicht bekannt, außer mir jetzt.

Ich fand diesen Zufall mit seiner treffenden Aussage, dass es mir in einem Jahr deutlich schlechter gehen wird, seeeeehr merkwürdig. Vorallem , weil er noch gegrinst hat....

Kann man mit diesen Pillen das Gehirn so gezielt schädigen und ein ungleichgewicht der Biochemie im Gehirn auslösen, dass man gezielt Schizophrenie verursachen kann?

Abgesehn davon, bin ich dann wegen meinen Eltern ins Krankenhaus gegangen und man hat mir Olanzapin aufgezwungen. Diese Pillen habe ich zwei Monate lang eingenommen und meine Schizophrenie verschwand nicht, sondern die Nebenwirkungen haben mich zusetzlich belastet, sodass ich, als ich wieder zuhause war sie ganz abgesetzt habe.

Nach weiteren 3 Monaten verschwand meine Krankheit plötzlich und ganz, innerhalb einer Woche wo ich gemerkt habe, dass die Symptome plötzlich schwächer werden.

Ich bin schokiert, dass diese Tabletten nicht das gewünschte Ergebniss erzielen, wie sie vermarktet werden, sondern in meinem Fall nur die Nebenwirkungen entstanden. Nicht desto Trotz geben die Ärzte diese Psychodrogen wie Tic Tac....

Ich bin sehr Dankbar über eure Beiträge und wünsche euch ein schönes Wochenede <3 Paul

Medizin, Medikamente, Psychologie, Ärzte, Gesundheit und Medizin, Pharmakologie, Pharmazie, Psychiatrie, Psychopharmaka, Medikamenten Missbrauch
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Welcher ist mein richtiger IQ und woran liegen meine Probleme?

Meine Mutter hat mir mal erzählt, dass ich in der Grundschule einen IQ Test gemacht habe. Da hatte ich 108 raus. In der 6. Klasse hatte ich eine wahnhafte Störung (Wahnvorstellungen). Dann bin ich in eine geschlossene Sation geschickt worden. Da haben die bei mir ein IQ test gemacht, wo ich 99 raushatte (da hatte ich Wahnvorstellungen). Jetzt bin ich in der zehnten Klasse. Ich nehme seit Frühsommer 2014 das Medikament Abilify/Aripiprazol. Am Anfang habe ich 7,5 mg genommen und jetzt nehme ich 5mg. Ich habe mal vor einem Monat bei einer Handyapp einen IQ Test durchgeführt. Da hatte ich 95 raus. Aber ich glaube Handyapps sind nicht aussagekräftig und ich habe noch vielleicht Depressionen. Es gibt einen Verdacht das ich Depressionen habe(was ich schon von jetzt an seit mindestens einem Jahr habe oder vielleicht noch länger). Ich soll bald in eine offene Station ins LVR-KLINIKUM kommen. Ich kriege auch vielleicht ein neues Medikament. Ich mache mir zu viele Gedanken. Mir geht es momentan seelisch sehr schlecht. Mir geht es eigentlich seit 4 Jahren nicht richtig gut. Mein Mathelehrer meint das ich zu langsam denke. Meine Deutschlehrerin meint seit der 7. Klasse das ich Schwierigkeiten mit Textverständnis und Transferleistungen habe. Ende der 8. Klasse hatte ich ein 1,6 Notendurchschnitt. Anfang der neunten Klasse hatte ich ein 2,5 Notendurchschnitt. Ende der 10. Klasse hatte ich in der internen Prüfung ein 4,3 Notendurchschnitt. Ich habe da auch wenig gelernt und war unkonzentriert. Anfang der zehnten Klasse habe ich sehr viel gelernt aber habe dann schnell nachgelassen und hatte beim ersten Zwischenzeugnis ein Notendurchschnitt von 3,5. Ich habe glaube ich generell nachgelassen. In der Grundschule habe ich normalschnell bis schnell gedacht. Ich konnte alle Länder von Asien auswendig und die dazugehörigen Hauptstädte. Jetzt vergesse ich Sachen etwas mehr. Mir wurde mal 2006 Asperger-Syndrom diagnostiziert. Ich habe bis zu meinem dritten Lebensjahr nicht gesprochen. Das Asperger-Syndrom habe ich sehr gut in den Griff. Ich hätte da nur eine Schwierigkeit. Die wäre ,Situationen und Menschen richtig einzuschätzen,laut meiner Diplom-Heilpädagogin. Die Wahnhafte Störung bzw. die Wahnvorstellungen seien laut meiner Psychiaterin schon längst geheilt. Deshalb soll ich auch in eine offene Station ins LVR-KLINIKUM kommen ,für ein neues Medikament und einem Durchscheck. Ich bin 16 Jahre alt und Sachen richtig einzuschätzen können viele Jugendliche nicht immer. Bitte hilft mir. Ich bitte um gute und ausführliche Antworten.

Medizin, Schule, Noten, Psychologie, Intelligenz, Depression, Gesundheit und Medizin, Heilpädagogik, IQ-Test, Psychopharmaka, Abilify, Textverständnis, Wahnvorstellungen, Ausbildung und Studium
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Anerkennung der Erwerbsminderung: abgelehnt - Frage: Medikamentöse Therapie, Therapie - Rechte?

Können Sie mir einen Rat geben, bitte, kennt jemand sich aus?

Die Anerkennung meiner vollen Erwerbsminderung wurde abgelehnt - die Begründung ist, dass ich zu wenig krank sei und vor allem die Therapie nicht ausgeschöpft ist.

Frage: Ich habe bereits vier Therapien hinter mir, ohne Erfolg. Es hieß, ich müsse mich weiter therapieren lassen.

Außerdem kann ich nur Johanniskraut als Medikament nehmen. Mein Arzt stimmt dem jedoch zu und ich kann auch nichts anderes nehmen, weil bestimmte Ängste vor Psychopharmaka sich verstärken. Man kann mich doch nicht zu Psychoph. zwingen. Es ist aber anscheinend ein guter Grund, die EM abzulehnen. Darf das sein?

Ich habe bereits viele Psychopharmaka probiert, nun ist aber Schluss, mich macht das Rumexperimentieren krank. Das einzige ist Johanniskraut. Es soll außerdem hoch wirksam sein, besteht also keinen Anlass, zu sagen, weil ich keine Psychoph. nehme, sei der Leidensdruck wohl zu gering und ich müsse erst das weiter machen.

Das Krankheitsbild ist komplex, in der letzten Therapie hieß es, es sei unheilbar.

Ich bin nun im Widerspruch.

Was ich brauche – meine Frage ist, ob mir jemand sagen kann, wo ich diese Informationen und Nachweise finden kann -

- Wirksamkeit von Johanniskraut im Vgl. zu Psychoph. genauso wirksam

- Mein komorbides Krankheitsbild ist in Therapie gescheitert – 4 Therapien habe ich bereits hinter mit – die Begründung, ich müsse weitere Therapien machen, ist sinnlos – wie gehe ich hier vor, welche Nachweise von Studien etc. kann man anbringen?

- Persönlichkeitsstörung, Zwangserkrankung, Depression, Angst etc. sind Thema – welche Belege gibt es, dass nur eine Therapie helfen kann, Psychoph. Nicht heilen können

- darf man mich zu Psychoph. Zwingen – bzw. für die Ablehnung das Argument benutzen, dass ich keine Psychoph. Nehme und damit kein hoher Leidensdruck bestehen kann?

Gibt es gerichtliche Urteile, nach denen Johanniskraut als gleichwertig und vollwertig anzuerkennen sind? Oder nach denen zum Beispiel festgestellt wurde, dass – z.B. bei Persönlichkeitsstörung, Zwang – im Grunde nur Therapie hilft und wenn diese nicht wirkt, auch Psychph. Nicht in dem Maße helfen, die Arbeitsfähigkeit herzustellen?

Über jede Hilfe bin ich froh und bedanke mich!

Schule, Erwerbsminderungsrente, Rechte, Psychologie, Erwerbsunfähigkeit, Gerichtsurteil, Gesundheit und Medizin, Johanniskraut, Persönlichkeitsstörung, Psychopharmaka
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Tablette (Seroquel) nicht genommen, nicht einschlafen können?

Guten Abend liebe Community, da ich eine schwere depressive Episode hatte, bin ich nun schon seit etwa 2 1/2 Monaten medikamentös eingestellt. Morgens nehme ich ein Antidepressivum und abends ein Antipsychotikum aufgrund von Schlafstörungen und da es die Wirkung des Antidepressivums verstärkt, das Antipsychotikum nehme ich aber vielleicht erst 1 Monat. Jetzt habe ich erneut das Problem, dass ich erst spät zu Hause war und es zu spät war, Seroquel einzunehmen, da ich ansonsten morgens extrem schwer aus dem Bett komme beziehungsweise den Wecker verschlafe. Aber sobald ich die Tablette nicht genommen habe, kann ich überhaupt nicht einschlafen, das hatte ich jetzt auch schon ein paar Mal. Und ich rede mir auch nicht ein, dass ich sowieso nicht schlafen kann, wenn ich die Tablette nicht genommen habe. Ich weiß nämlich, dass ich heute viel gemacht habe und deshalb gut einschlafen können müsste, aber dennoch klappt es nicht. Lange Rede kurzer Sinn: Meine Frage ist jetzt, wie kann es sein, dass ich überhaupt nicht einschlafen kann, obwohl ich das Medikament ansonsten regelmäßig einnehme? Bedeutet es, dass ich davon abhängig bin und ohne das nicht mehr schlafen kann? Mir wurde gesagt, dass das Zeug nicht abhängig macht, aber dem stand ich sowieso fragwürdig entgegen. Was kann ich tun?

Entschuldigt bitte den langen Text. Ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen.

Psychologie, Antidepressiva, Depression, Gesundheit und Medizin, Psychopharmaka, Schlafstörung
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Schwere Depression – Psychopharmaka (Erfahrungen)? Alternativen?

Hallo zusammen,

sorry, dass ich gleich nach meiner Portal-Anmeldung hier mit einer Frage hereinplatze (ohne mir dies vorab durch hilfreiche Antworten „verdient“ zu haben). Ich bin zwar schon über längere Zeit hinweg ein „stiller Mitleser“ bei verschiedenen Themen, aber meine „Social Media Paranoia“ hatte mich bislang immer davon abgehalten, hier aktiv zu werden. Nun befinde ich mich jedoch in einer Situation, in der ich nach jedem Strohhalm greife und hoffe, vielleicht hier ein paar Tipps erhalten zu können… allerdings möchte ich mein Problem und meine Situation nicht vollumfänglich öffentlich kommunizieren und verkürze daher entsprechend. Vielleicht besteht ja zudem die Möglichkeit, dies ausführlicher in einem persönlichem Gespräch bzw. im Rahmen einer privaten Kommunikation zu erörtern.

Ende 2017 haben sich meine Partnerin und ich nach über 12,5 Jahren getrennt. Auch auf Grund einiger voran gegangener Gespräche war dies – rein rational – eine (vermeintlich?) adäquate Entscheidung. Emotional wusste ich, dass dieser Schritt für mich nicht einfach werden würde. Letztlich hat sich die Trennung für mich jedoch zu einem seelischen Fiasko (schwere Depression) entwickelt. Hauptursache ist der durch die Trennung provozierte maßgebliche Verlust von

  • Geborgenheit,
  • einer Art extrinsischer emotionaler Sicherheit (als Kompensation eines fehlenden Urvertrauens) und
  • Sinnhaftigkeit (mit einer resultierenden privaten wie beruflichen Sinnentleerung).

Neben diverser ärztlicher (unter anderem neurologischer und psychiatrischer) Betreuung führe ich seit Anfang des Jahres eine Psychotherapie durch. Leider ist die Frequenz Therapeut-bedingt ausgesprochen suboptimal. Nun habe ich zusätzlich Psychopharmaka erhalten, hadere allerdings noch mit deren Einnahme im Hinblick auf Nebenwirkungen und langfristige Konsequenzen, insb. auch in Verbindung mit einer weiteren Grunderkrankung (Hämochromatose-Polymorphismus) sowie einer grundlegenden Skepsis gegenüber Medikationen.

Nun zu meinen beiden Haupt-Fragen:

  1. Hat jemand Erfahrungen mit den Medikamenten „Escitalopram“ (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer), „Perazin“ (Neuroleptikum) und „Mirtazapin“ (NaSSA) – insb. in Verbindung mit Hämochromatose-Polymorphismus?
  2. Hat jemand Tipps für Alternativen (insb. zu Psychopharmaka)?

Zwei weitere Fragen darf ich auf Grund der hier geltenden Richtlinien leider nicht stellen… :-(

Liebe Grüße und vorab vielen Dank für Eure Antworten und Tipps,

Ralf

Medizin, Depression, Psyche, Psychopharmaka, Geborgenheit
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Floxyfral verursacht unkontrollierbare Angstzustände...Normal?

Ich nehme jetzt seit ca. 6 Wochen das Antidepressivum Floxyfral. Gegen die Depression. Ich bin immer morgens antriebslos, überfordert, traurig etc.

Angefangen habe ich mit 25mg. Ich hatte dann so ca. 1 1/2 Wochen so unkontrollierbare Angstzustände. Hielt sich aber noch in einem Rahmen, dass ich trotzdem raus konnte und unter Leute. Weil zu Hause habe ich es nie, dort ist alles super. Es verging dann wie gesagt nach 1 1/2 Wochen und es trat nicht wieder auf. Ich belies es dann noch etwa 2-3 Wochen so und hab dann auf 50mg gesteigert. Die ersten 3 Tage war ok, ging jeden Tag spazieren. Danach nach 3 Tagen wollte ich normal weg mit Auto, die ersten 30 Minuten ok, plötzlich wieder enormes komisches Gefühl im ganzen Körper...Eine Art Übelkeit, Schwindel, komischer Kreislauf, Gefühl wie wenn das Herz durch den ganzen Körper ständig schlägt, unkontrolliertes anhaltendes Angstgefühl, dazu danach noch die Panik was ist los, was ist wenn was passiert etc., was das ganze natürlich noch verstärkt.

Dies habe ich jetzt mitlerweile auch seit 1 1/2 Wochen wieder, seit ich gesteigert habe, aber viel schlimmer und extremer, dass ich Restaurantbesuche oder ähnliches auswärts momentan einfach nicht machen kann. Auch in einen Supermarkt gehen ist unmöglich. Die ersten 10-15Minuten eventuell ok, danach fängt es wieder an.

Mich macht es ganz fertig. Das schlimmste für mich ist, dass ich es nicht kontrollieren kann. Weil ich selber ja keine Angst oder ähnliches habe. Weil ich WILL ja unter Leute, ich will in die Stadt, in den Supermarkt etc. aber es kommt einfach wie es will und hat mich im Griff.

Ich habe am Dienstag meinen nächsten Termin bei meiner Psychiaterin und werde ihr dies schildern und dann muss man schauen wie weiter.

Aber vielleicht gibt es jemanden der ähnliche Probleme hat? Oder sonst eventuell Ahnung davon? Vielleicht auch was, was mir helfen kann oder, oder... :-)

Ich freue mich auf jeden Kommentar. Danke.

Gruss Delia

Therapie, Medikamente, Angstzustände, Antidepressiva, Gesundheit und Medizin, psychische Probleme, Psychopharmaka
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